Man schreibt, um zu sehen, ob es gut geworden ist, und, da das natürlich nie der Fall ist, es umzuschreiben. ... Man ist sein eigener, vielleicht strengster Leser. Schreiben heißt, über sich selbst zu Gericht zu sitzen. ... Angenommen, es ist grauenhaft. Aber man hat ja die Möglichkeit, es zu reparieren. Man versucht, klarer zu sein. Oder tiefer. ... Man möchte die Diss aus dem störrischen Kopf herausziehen. So wie die Statue im Mamorblock ruht, ruht auch die Diss im Kopf. Man versucht, sie zu befreien. Man versucht, den elenden Kram auf dem Papier dem anzunähren, wie die Diss einmal sein soll - und wie sie auch sein kann, wie man in Augenblicken des Hochgefühls weiß.














