#luftbaendiger: born in Tibet, grew up in Switzerland, air bender and professional bender (member of: 'Rising Phoenix')
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carrd
Der Sommer kehrt zurรผck. Die Sommerpause vom Leben und alltรคglichen Trubel fรคngt wieder an das Leben von Yeshe zu bestimmen und zu formen. Von ihren Eltern verabschiedet sie sich jedes Jahr aufs Neue, egal ob sie zuhause wohnt oder nicht. Es ist ein Akt der Hรถflichkeit und ihrer Erziehung sich fรผr eine lange Reise abzumelden. Und immerhin wรผrde sie fรผr 3 Monate zurรผck in ihre Heimat kehren. In den Luft-Tempel ihrer Geburt. Die Pilgerreise ist jedes Jahr aufs Neue eine abenteuerliche Reise, begegnet sie jedes Mal aufs Neue Menschen, die sie nicht kannte. Ob Bรคndiger oder nicht ist ihr dabei egal. Sie ist zu allen ein frรถhlicher, aufgeschlossener Mensch. Eines Tages, sie ist nur noch zwei Tagen von dem Kloster des รถstlichen Lufttempels, trifft sie auf einen Mann namens Nikolaj. Sie weiร natรผrlich, wer er ist. Sein Gesicht erscheint in vielen Werbungen, berรผhmt und gefรผrchtet. Was macht er hier?
Yeshe war verwirrt รผber die abgelegene Begegnung mit dem Feuerbรคndiger. Hier oben in den Bergen traf sie gelegentlich Pilger oder Mรถnche, aber keine Bรคndiger aus anderen Nationen. Schon gar nicht Bรคndigern, deren Gesichter รผberall bekannt waren und die man nur aus der Ferne sehen konnte. Aber er wirkte selbstbewusst und genau an seinem Platz. โYeshe?โ, kam es von ihm und sie wich einen Schritt von ihm zurรผck. Nicht aus Angst, sondern aus der Unsicherheit heraus, woher er ihren Namen kannte. Sie war keine Profibรคndigerin und hielt sich gerne im Hintergrund auf, wenn es ging. Dass er ihren Namen kannte, zeigte, dass sie nicht so verborgen lebte, wie sie manchmal glaubte. So unsichtbar, wie sie es sich manchmal wรผnschte. โMh-mh?โ Er lรคchelte leicht und strich sich die dunklen Strรคhnen aus der Stirn. Sie konnte verstehen, warum sich die Medien regelmรครig auf ihn stรผrzten und ihn filmten, wann immer sie konnten. Aber hier war er allein. Offenbar wusste er um die Heiligkeit dieses nahen Ortes. โIch wollte dich nicht รผberfallen, aber ich habe von dir gehรถrt.โ Sanfte Rรถte breitete sich von ihrem Hals bis zu ihren Wangen aus. Er hatte von ihr gehรถrt? Unmรถglich! Sie schรผttelte kurz den Kopf, versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Aufmerksam beobachtete er sie. โDoch, das habe ichโ, kommentierte er lรคchelnd ihr Schรผtteln. โIch wรผrde gerne mit dir รผber das Profibรคndigen sprechen. Wir brauchen jemanden, den die Leute noch nicht kennen. Mit verborgenen Talenten und Luftbรคndiger! Das ist ziemlich selten.โ Er setzte sein gewinnendes Lรคcheln auf. Yeshes Augen wurden mit jedem Wort ein wenig grรถรer. Sie und Profibรคndigen? In ihren tiefsten Trรคumen war sie in den Arenen der Welt aufgetreten, hatte gesiegt und Preisgelder gewonnen โฆ Sie kniff sich in den Arm. Fest. Aber sie wachte nicht auf. Sie trรคumte nicht! Wie konnte das sein? โDarf ich mit in den รถstlichen Luftbรคndigertempel kommen, damit wir in Ruhe reden kรถnnen?โ
Dass er fragte, ob er mitkommen dรผrfe, รผberraschte sie erneut. Aber sie nickte. Jeder war im Tempel willkommen, wenn er in friedlicher Absicht kam. โIch fรผhre dichโ, flรผsterte Yeshe leise.













