Tränen weinen um ein Nichts aus Sorge, die sich unbegründet und doch so hartnäckig in ein Meer verwandeln, dessen Wellen große Monster sind.
Man spürt Verletzungen, wo keine Messer waren und doch der spitze Schmerz der Angst hinlangte. Schönheit wird zum Hassobjekt, zu gedanklich verhöhnendem Gelächter, Lächeln zu Auslachen, Arme zu Schlingen, Augen zu Schusswaffen und Haut zu Herzaussetzern.
Der Körper der anderen, er vergräbt mich.
Bilder werden zu Ausrufezeichen, vor denen Sätze stehen, die will niemand sehen. Sie tun nur weh.
Theoretische Möglichkeiten werden zur akuten Gefahr, weil man sich der Unsicherheit allen Seins bewusst ist. Und sind wir nicht die, die Theorie immer in Praxis umsetzen. Und ist ein Gedanke nicht automatisch existierend. Die Option der Umsetzung, lebt sie nicht im Land der Wahrscheinlichkeit.
Warum sollte nicht passieren, was jedem außer mir so unlogisch erscheint.
Warum sollte nicht die traurige Scheinwelt in meinem Kopf die Wahrheit ergeben.
Informationen werden zu Horroszenarien, Löcher gefüllt mit den kranken Ideen meiner selbst.
Liebe wird zu einer Lüge, weil nur wahr ist, was man selbst auch glaubt und mein Glaube nicht ausreicht um Liebe zu verstehen.
Eine Maschinerie, die Positives in stinkenden, giftigen Schleim verwandelt und ihn dann überall im Herzen verteilt.
Und in all dem vergißt man, dass es da einen Weg gibt. Dass Menschen nicht immer das sind, als was sie einem erscheinen. Dass die Sorgen vielleicht Fehlalarme waren. Und dass man eigentlich doch weiß, was Liebe ist, weil man sie jeden Tag vor sich sehen hat. Dass man sich fallen lassen darf und das Lächeln annehmen, ohne Falschinterpretationen al la Zeile vier. Man ist gut. Man wird geliebt. Man darf vertrauen. Man darf, nein, man soll, man muss leben.
Es war einmal Vertrauen. Als es noch Liebe gab. Und trotzdem: Man lebt weiter.















