VerhΓ€ltnis der Figuren zueinander
Shaun und die ΓΌbrigen Schafe
Shaun entwickelt sich im Laufe der Serie vom Schaf, welches manchmal lustige Ideen hat, bei denen die ΓΌbrige Herde mitzieht, zum offiziellen Herdenchef. Das zeigt sich auch in seinem gewandelten VerhΓ€ltnis zu Bitzer. Er kΓΌmmert sich liebevoll um Timmy und sorgt sich um das Wohl seiner Herde. Sich selbst versteht er am ehesten als βPrimus inter paresβ. Selten kommt es vor, dass er ein anderes Schaf fΓΌr sein Verhalten maΓregelt. Wenn etwas nicht stimmt, was er meist als erster bemerkt, geht er der Sache mit Eigeninitiative nach und verstΓ€ndigt nach Ermessen auch Bitzer.
Zu Beginn der Serie ist Bitzer sehr damit beschΓ€ftigt, wie ein typischer HΓΌtehund die Herde, inklusive Shaun, zu bΓ€ndigen, was mehr oder weniger gelingt. Er zeichnet sich anfangs durch stark autoritΓ€res Verhalten aus. Man erkennt ihn deutlich als BevollmΓ€chtigten des Farmers. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen Bitzer und der Herde aber ein freundschaftliches VerhΓ€ltnis. Bitzer wird zwar als Respektsperson geachtet, auf seine AutoritΓ€t greift er jedoch nur noch in AusnahmefΓ€llen mit Hilfe seiner Trillerpfeife zurΓΌck. Insbesondere zu Shaun pflegt er spΓ€ter ein nahezu kollegiales VerhΓ€ltnis, insbesondere wenn es darum geht, den Ablauf des Farmlebens zu besorgen, wenn dieses vom Bauern vernachlΓ€ssigt wurde. Bitzer steht, solange seine LoyalitΓ€t zum Farmer nicht beeintrΓ€chtigt wird, im Allgemeinen eher auf Seite der Schafe, versucht aber immer mΓΆglichst neutral zu bleiben, wenn es darum geht, Streitigkeiten zu klΓ€ren, die ihn nicht unmittelbar betreffen.
Die Schafe und die Schweine
Das VerhΓ€ltnis zwischen Schafen und Schweinen ist durchweg angespannt und konflikttrΓ€chtig. ZunΓ€chst einmal sind die beiden Parteien Nachbarn, wobei das nachbarschaftliche VerhΓ€ltnis nicht das beste zu sein scheint. Die Schweine haben jedoch durch ihren weniger stark ausgeprΓ€gten Intellekt auch weniger kreative Ideen, weshalb sie oft suchen, sich an den Unternehmungen der Schafe zu beteiligen bzw. diese an sich zu reiΓen. Oft wollen sie auch NutznieΓer der Errungenschaften der Schafe sein.
Im Gegensatz zu den Schafen ist Bitzer mit den Schweinen weniger vertraut. Die Schweine achten ihn dafΓΌr umso mehr als Respektsperson.
Vom Farmer wird Shaun als ein Schaf wie jedes andere gesehen, und Shaun ist auch bedacht alles zu tun, damit dies so bleibt. Shaun sorgt sich jedoch ebenso wie Bitzer um das Wohl des Bauern. Vermutlich haben sie unterschiedliche BeweggrΓΌnde dafΓΌr. WΓ€hrend Bitzer dies aus LoyalitΓ€t und Gehorsam tut, scheint Shaun ΓΌberwiegend daran interessiert zu sein, dass alles so bleibt, wie es bisher ist und keine zu groΓen VerΓ€nderungen auf der Farm stattfinden, damit die Freiheit der Herde weiterhin keine BeeintrΓ€chtigung findet.
Vom Farmer wird Bitzer als HΓΌtehund gesehen, wobei der Farmer die Kompetenzen und FΓ€higkeiten Bitzers, die weit ΓΌber die eines normalen Hundes hinausgehen, als selbstverstΓ€ndlich erachtet. Der Farmer erwartet unbedingten Gehorsam, dem Bitzer nachkommen muss, und vertraut ihm auch schwierige Aufgaben an. Bitzer tut alles fΓΌr den Farmer, wenn dieser ihm etwas befiehlt, ist jedoch hin und wieder auch ΓΌberfordert und muss auf die Hilfe der Schafe zurΓΌckgreifen. Er geht ihm im Haushalt zur Hand und erledigt die ihm ΓΌbertragenen Aufgaben gewissenhaft. Im Lauf der Serie Γ€ndert sich nicht allzu viel am VerhΓ€ltnis der beiden, wobei Bitzer jedoch immer verantwortungsvollere Aufgaben ΓΌbertragen bekommt.
Pidsley und die ΓΌbrigen Tiere
Pidsley nimmt eine gewisse Sonderstellung ein. Pidsley wohnt im Gegensatz zu allen anderen Tieren im Farmerhaus, was sie als ihr Heilig- und Eigentum betrachtet. Dort hat sie eine gewisse parasitΓ€re Stellung. Die ΓΌbrigen Tiere sind ihr egal, solange sie in Ruhe ihren TΓ€tigkeiten im Haus nachgehen kann. Sobald sich die Dinge aber nicht ihren Vorstellungen entsprechend verhalten, wird ihr Missmut erregt. Bitzer ist als Handlanger und Arbeiter im Haus geduldet, darΓΌber hinaus aber nicht. Ein Eindringen der Schafe ins Haus ist ein Sakrileg, das gerΓ€cht werden muss. Hierbei versucht sie immer, die Tiere in Misskredit beim Farmer zu bringen. Die ΓΌbrigen Tiere haben kein allzu groΓes Interesse an Pidsley, da sie allesamt stΓ€rker sind und wissen, dass die Katze keine offene Konfrontation suchen wird. Lediglich wenn Pidsley versucht, die Tiere beim Bauern anzuschwΓ€rzen, oder wenn die Katze die schwΓ€chere Maus jagt, stellen sie sich offen gegen sie.
Pidsley sieht sich als Herrin im Farmhaus. Der Bauer wird von ihr als notwendiges Γbel geduldet, da er ihr doch auch nΓΌtzlich sein kann. Deshalb schmeichelt sie ihm, wo es geht, ist aber auch darauf bedacht, ihn auszutricksen, wenn es ihr nΓΌtzt. Sie erhofft sich Belohnungen von ihm fΓΌr das Denunzieren anderer Tiere. Wenn sie eine Befugnis absichtlich ΓΌberschreitet, plant sie perfide, wie sie es dem Bauern verkauft, dass dieser die Schuld bei jemand anderem sucht. Selbst Timmy ist vor ihren Intrigen nicht sicher. Sie sieht den Bauern als einen VerbΓΌndeten gegen die anderen, wΓΌrde aber jederzeit die Fronten wechseln, wenn eine Niederlage droht. Der Farmer sieht Pidsley als ein βliebes KΓ€tzchenβ an, das hin und wieder leider gemaΓregelt werden muss.