Ich throne in der Dunkelheit,
doch unter mir, da leuchtet weit
das Feuer, das in dieser Nacht
ich hab’ in meiner Stadt entfacht.
Die Luft, sie kocht, der Atem glüht,
wenn die Hitze Funken sprüht,
Männer, Frauen, Kinder schreien
während Tempel Feuer speien.
Heut’ sind sie Zeugen meiner Kraft,
die ihnen nun den Frieden schafft.
Obgleich mein Brand hier weiter wütet
sind sie im Tod von mir behütet.
Häuser stürzen, Balken krachen,
ich hör’ mich selber leise lachen.
Es macht mich glücklich, macht mich frei,
zu seh'n des Feuers Raserei.
Nun sag’ noch mal, ich sei vermessen!
Diese Stadt hab’ ich besessen!
In der Glut die Mauern schamvoll erröten,
denn was ich besitze darf ich auch töten.
Verbrennen musst du, was du liebst,
selig ist, was du dem Feuer gibst.
Vernichte rasch was dir gehört,
bevor ein and'rer es zerstört.
Als Meisterstück in meiner Kunst
erschuf ich diese Feuerbrunst,
das Schauspiel währt nun nicht mehr lang,
vollendet ist der Untergang.
Ich kann die Freude nicht verhehlen
als unter mir die Trümmer schwelen.
Mein Blick, er senkt sich göttergleich
über mein zerstörtes Reich.