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Kein Kommentar.
Etwas, das ich in BiD auch einfach cinematografisch richtig gut finde, ist diese Leo-Szene:
Wir sehen Leo am Waschbecken stehen, offenbar nicht in bester Verfassung. Was wir aber auch sehen, und das ist in dieser Szene wirklich wunderbar gelöst, ist ein heller Hintergrund, fast hellblau, von der Deckenlampe. Normale IHK Präsidiums Badezimmer-Beleuchtung eben.
Nachdem Leo sich das Wasser ins Gesicht gespritzt hat, wechselt die Farbgebung der gesamten Szene auf ein schummriges Gelb. Dazu kommt, dass man im Hintergrund ein hohes Pfiepen - Leos Tinitus - hört. Wir befinden uns quasi für einen Moment in Leos Kopf.
Das Spannende - nicht mal inhaltlich sondern filmisch - an dieser Szene aber: Leo schüttelt den Kopf und damit die Erinnerungen, in denen er gerade versunken war, ab. Das Piepen lässt nach und die Farbe wechselt wieder zurück von dem Gelb auf das Hellblau vom Anfang.
In BiD hat Adam erstaunlich gute Laune. Es ist ziemlich offensichtlich, dass da off screen irgendwas passiert sein muss. Ich habe da einige Gründe und Theorien für, von denen allerdings keiner langjährige Therapie ist.
Wir haben Adam in den vorigen Filmen immer mit etwa kämpfen gesehen. Irgendwas war immer da, das ihn belastet hat:
angespannte Stimmung im Team, neue Umgebung, die RĂĽckkehr nach SB in dfL
sein Vater und was das fĂĽr Leo und ihn bedeutet in HdW
wieder sein Vater in HdS
das Geld, das er vor allen, vor allem aber vor Leo, versteckt in KdE
immer noch das Geld, Leos Alleingang und die Sorge um ihn in FdG
Leben und dann Auszug aus dem Bunker, Abschied von seiner Mutter und die Explosion in EdN
All diese Dinge, hat er in BiD hinter sich gelassen. Sein Vater ist tot und kann Leo und ihn nicht mehr bedrohen, das Geld ist weg, dem Bunker und seiner Mutter hat er lebewohl gesagt, Leo ist wieder gesund, das Team ist wieder komplett.
Dass das gesamte Team nach dem Vorfall in EdN ein paar obligatorische Therapiestunden bekommen hat, da gehe ich mit. Ein paar Dinge weisen da schon drauf hin, z.B. kommunizieren von Grenzen oder einfach mal nachfragen, wie es den anderen so geht.
Aber vielleicht, und wäre das nicht eine total schöne Vorstellung, ist der Adam, den wir sehen, einfach nur ein Adam, der glücklich ist? Weil er keine Geheimnisse hat (im Gegensatz zu den anderen), weil Leo lebt und weil niemand ihn bedroht.
Einfach Adam, wie er eigentlich ist, wenn alles gut ist.

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Adam, die Enge und ein Besuch in der Geisterbahn
Noch mehr Symbolik in "Das Böse in Dir"
Bereits in "Das Ende der Nacht" spricht Adam davon, dass es ihm im Bunker zu eng ist. Daher schläft er lieber draußen, an der frischen Luft, vermutlich mit der dünnsten Decke, die er finden konnte. Dort engt ihn zumindest räumlich nichts ein.
Heide: "Schläfst du schon wieder draußen?" Adam: "Ja. Drin ist mir zu eng."
In "Das Böse in Dir" erwähnt Adam erneut die Enge, dieses Mal in Verbindung mit einer Geisterbahn. Er sagt zu Leo Folgendes:
"Ist wie eine Geisterbahn. Ich mein, das Schlimme an der Geisterbahn sind ja nicht die Geister, sondern, dass es so eng da drin ist. Dass man denen nicht aus dem Weg gehen kann."
Eine Geisterbahn, egal ob man sie mit einem Wagen durchfährt oder selbst durchlaufen muss, ist ein dunkler, bedrückender Ort, wo hinter jeder Ecke Dinge lauern, die einen erschrecken können, ja sogar sollen. Für viele Menschen mag das eine Freizeitbeschäftigung sein, für Adam sicher nicht.
Daraus kann man nun mehrere Dinge ableiten:
1. Der Geist im Bunker
In "Das Böse in Dir" spricht er von Enge als eine Geisterbahn, was den Vergleich zwischen dem Bunker und einer Geisterbahn zulässt. In der Geisterbahn gibt es Schreckgestalten in jeglicher Form und eben Geister. Den Geist im Bunker kann man nun auf zwei Arten auslegen.
Zum einen, als Gespenst. Es spukt durch den Bunker, meistens ein Schatten seiner selbst. Oder in diesem Falle: Ihrer selbst. Heide spukt - in ihrem weiĂźen Bademantel - durch den Bunker als die Frau, zu der sie durch ihren Mann, Adams Vater, geworden ist. Sie spukt durch die Geisterbahn Adams Kindheit und er kann ihr dort nicht aus dem Weg gehen, da es nun mal zu eng ist. Sie ist eben da und erinnert ihn Tag fĂĽr Tag an das, was ihm in seiner Kindheit angetan wurde und ihre Rolle darin.
Zum anderen, als Geist, bzw. als menschliche Psyche. Als Erinnerungen an das, was in diesem Haus alles passiert ist. Die Erinnerungen an das, was sein Vater Adam in seiner Kindheit und bis hin zu seinem Tod angetan hat. Der Schrank und die Garage, ebenfalls Geister der Erinnerung, die Adam alleine dadurch belasten, dass sie Teil des Bunkers sind.
2. Hohenweiler
Eine Geisterbahn hat einen Eingang und einen Ausgang. Erst einmal drinnen, kommt man erst wieder heraus, wenn man die Schrecken die im Inneren lauern über sich gebracht und den Ausgang erreicht hat. Hier lässt sich die von Adam bereits angesprochene Parallele zu Hohenweiler ziehen.
Das Dorf ist ebenfalls ein Ort, in den eine Straße rein und auch wieder raus führt. Hat man es einmal durchquert, hat man sich dem Hass und dem Schrecken, die dort herrschen, zwangsläufig ausliefern müssen. Auf der Hauptstraße, von der aus man die Geister Hohenweilers genauso gut im Blick hat, wie die Geister einen durch ihre Gardinenschlitze beobachten können, gibt es kein Entkommen.
Die Straße ist zu eng um auszuweichen; es gibt keine Möglichkeit, von den Geistern ungesehen vom einen ans andere Ende zu kommen.
3. Wenn man sitzen bleibt, beginnt die Fahrt von vorne
Auch eine Geisterbahn ist ein Kreislauf (analog zu der hier erwähnten Kreislaufsymbolik). Steigt man nicht zum richtigen Zeitpunkt aus, sondern bleibt sitzen, entkommt man der Geisterbahn nicht.
Das lässt sich nun einerseits auf Hohenweiler als Dorf beziehen: Wenn man das Dorf und seinen Schrecken nicht verlässt, ist man in dem ewigen Kreislauf der Bahn gefangen. Am Ende fährt man auf ein kleines Licht zu, es ist kurz hell, doch hat man den Absprung verpasst, beginnt die Fahrt von Neuem und man verschwindet wieder im Dunkeln.
Clemens Handeln im Dorf war für ihn das Licht am Ende des Tunnels, das den bröckeligen Frieden für eine Weile nicht gesichert, aber immerhin sowas wie stabilisiert hat. Den Kreislauf unterbrechen konnte er damit nicht, den Punkt zum Aussteigen, hat er verpasst.
Andererseits kann das Aussteigen aus der Geisterbahn auch wieder auf Adam selbst und sein Handeln in "Das Ende der Nacht" übertragen werden. "Ich zieh aus", sagt Adam zu Leo, nachdem er seine ganz persönliche Geisterbahn, den Bunker und seine Enge, verlassen hat.
Adam hat, in der Hoffnung den Schrecken des Hauses hinter sich zu lassen und unter den Augen der Geister, den Absprung gewagt. Heraus aus dem ewigen Kreislauf der Bahn. (Nur um dann in einem weiteren engen Tunnel mit nur einem Aus- und Eingang noch viel größeren Schrecken erleben zu müssen.)
Bonus:
4. Esthers persönliches Schreckgespenst
...kommt auf einem Fahrrad daher und heiĂźt Katja.
"Esther? Hast du ein Gespenst gesehen?"
Auch hier die Parallele zur Geisterbahn, nur dieses Mal ist es Esther, die auf einer Einbahnstraße gefangen ist bzw. war. Sie hat den Absprung geschafft, sich losgelöst von dem Hass und dem Zwist in Hohenweiler. Katja nicht. Sie spukt weiterhin als Gespenst durch das Dorf, beobachtend, unauffällig. Bis Esther die Geisterbahn erneut betritt und eine weitere Runde fährt.
Auch Claire befindet sich auf dieser StraĂźe. Nur hat sie den Ausgang noch nicht gefunden.
Das Pia-Problem
Vorab: Wenn ihr Pia als Charakter liebt, ist das hier eure Möglichkeit, die Ausfahrt zu nehmen und diesen Post zu ignorieren, weil meine Meinung über Pia leider von Film zu Film schlechter wird und BiD dem Ganzen für mich noch die Krone aufgesetzt hat.
Zum Einstieg: Pia war eigentlich von Anfang an nicht besonders nett. Ja, sie hilft aus, sie unterstützt, wenn sie gebraucht wird, aber sie redet auch schon immer abfällig über andere und zieht hinter ihrem Rücken über sie her. Ein paar Beispiele:
in DfL redet sie schlecht über Erik Hofer, was ich auch schon ein bisschen schwierig finde. Ja, er wirkt nicht wie ein guter Mensch, aber er ist auch das Opfer in diesem Fall und Pia gehört zu den Ermittler:innen, die seinen Tod aufklären sollen. Ich möchte die Aufmerksamkeit aber auch darauf legen, wie sie über Laura Feldhausen spricht. Da ist eine Frau, von der eine Anzeige vorliegt, weil sei Gewalt vom Opfer fürchten musste - und Pia beschreibt es als „nicht mehr so kuschelig“ zwischen ihr und Erik Hofer.
KdE ist der erste Film, in dem ein größerer Fokus auf Pia und Esther gelegt wird. Die Charakterisierung kann in den vorherigen Filmen noch eher nebenbei gelaufen sein, aber spätestens in KdE war klar, dass die beiden eine größere Rolle spielen sollen und spätestens dort hätten meiner Meinung nach richtungsweisende Entscheidungen für ihren Charakter getroffen werden soll. Was hier auffällt, ist, dass Pia wieder ohne Grund negativ über ihr Opfer spricht: „Interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt auf dem frankophonen Kulturraum – sagt mal, wer studiert denn sowas?“ Auffällig ist auch wieder Pias Verhalten anderen Frauen gegenüber. Leo fragt, ob Andreas Schneider Stellas leiblicher Vater ist, Esther meint, das weiß anscheinend niemand, woraufhin Pia fragt: „Alina auch nicht?“. Auch hier klingt sie wieder sehr herablassend und als ob sie Alina für ihre Entscheidungen verurteilt, ohne sie zu kennen.
in FdG fällt natürlich vor allem das Fatshaming auf. Leo kommt hier auch nicht gut weg, andererseits ist es bei Leo ein einziger Kommentar im Eifer des Gefechts, während Pia mehrere Kommentare bringt und herablassend gegenüber Dino ist.
BiD ist bisher am auffälligsten: wo Pia bisher hauptsächlich über Verdächtige und Opfer schlecht geredet hat, ist nun Esther das Ziel ihrer Stichelei. Adam analysiert die Ähnlichkeiten zwischen Esther und ihrem Bruder, wobei sein Einwurf über die Augenpartie noch ein ziemlich neutrales Merkmal darstellt. Pias „oder die Frisur“ wirkt dagegen schon sehr abfällig. Ihr Lachen, als Esther offensichtlich emotional aufgewühlt ihren Bruder schlägt, passt für mich auch so gar nicht in die Situation. Gleichzeitig wirkt Pia nicht wirklich besorgt über Esthers Verschwinden und scheint sich allgemein nicht sonderlich dafür zu interessieren, wie es Esther mit dem Fall geht.
Gibt es eine logische Erklärung dafür? Teilweise ja. BiD-Pia ist abgelenkt von ihren eigenen psychischen Problemen und hat keine Zeit, sich auch noch näher mit Esther zu beschäftigen. Das ist für mich allerdings kein Grund, warum sie plötzlich aktiv fies zu Esther ist, Sprüche klopft und sich keinerlei Sorgen um sie zu machen scheint. Diese Seite an ihr kommt von Film zu Film stärker durch und es macht es mir schwer, sie in Verbindung mit dem Team im Allgemeinen und mit Esther im Besonderen positiv zu sehen.
Eine wirkliche Pointe dazu habe ich noch nicht gefunden. So, wie es sich durchzieht, wirkt es auf mich definitiv beabsichtigt. Ich frage mich nur, wo man damit hin will - aktuell fĂĽr mich auf jeden Fall nicht zu einer wie auch immer gearteten Beziehung zwischen Pia und Esther.
Etwas, das jetzt mietfrei in meinem Kopf wohnt:
Was fĂĽr Leo sein Notizbuch ist, ist fĂĽr Adam der Chat mit sich selbst.
Als Esther im Auto fragt, wer das Opfer ist, liest Adam die Info aus einem Chat ab, in dem sich genau eine Nachricht von ihm selbst befindet. Nach einem abgeschlossenen Fall werden dann alle alten Nachrichten archiviert, damit wieder Platz fĂĽr Neues ist.
Bergbau, Wasser, Hass
Symbolik in "Das Böse in Dir"
„Der Hass hält die Leute hier am Laufen, besser als jedes Kohlekraftwerk.“
Hohenweiler ist ein Dorf, das durch den jahrelangen Bergbau und die damit verbundenen Auswirkungen stark geprägt ist. Das Dorf wurde „am Leben erhalten“, so lange sich der Bergbau rentiert hat. Seit dies nicht mehr der Fall ist, wird es sich selbst überlassen und verfällt. Die in den Bergwerken abgebaute Kohle hat tiefe Gruben unter dem Dorf hinterlassen. Gruben, die durch ihre Instabilität teilweise für Erdbeben sorgen und nun geflutet werden sollen.
Die Kohle ist hierbei das stabilisierende Element, das die Region und das Dorf einst zusammenhalten lieĂź. Nun steht der zerklĂĽftete Untergrund stellvertretend fĂĽr die scheinbar unĂĽberwindbaren KlĂĽfte, die sich zwischen den Familien Feidt und Louis gebildet haben.
„Jeder Fluss hat eine Quelle.“
Ist das Grundwasser unter Hohenweiler durch die Schadstoffe im Bergwerk erst einmal verunreinigt, ist es nur schwer, derer Herr zu werden. Von der Quelle ausgehend, breitet sich die Schadstofffahne immer weiter aus. Ebenso ist es mit dem Hass. Ist dieser erst einmal vorhanden und Teil der Gemeinschaft, breitet er sich aus und ist schwer zu kontrollieren. Er wird Teil des Kreislaufes, so wie die Verunreinigung im Grundwasser Teil des Wasserkreislaufes wird und irgendwann an einer Quelle zu Tage treten wird.
Dem Grundwasser sieht man nicht an, womit es verunreinigt wurde. Es fließt unterirdisch, genauso wie der Hass im Dorf unter der Oberfläche schwelt. Man kann das verunreinigte Grundwasser noch abpumpen, reinigen und zurückführen, doch das ist keine Lösung auf Dauer. Das unterbricht den Kreislauf nicht, genauso wenig wie Clemens Verhalten, die Geschichte von Beckys Tod zu vertuschen, den Kreislauf des Hasses bricht. Durch seine selbst auferlegte Rolle als neutrale Person versucht er den Hass unter Kontrolle zu halten. So wie das Abpumpen des Grubenwassers das Problem der Grundwasserverunreinigung temporär unter Kontrolle hält.
Eindämmen lässt sich die Verunreinigung und so auch der Hass nur, indem man die Quelle selbst beseitigt. Ein langwieriger, aufwändiger Prozess, der in Hohenweiler aussichtslos scheint, weil niemand mehr genau weiß, wo die Quelle des Hasses liegt.
„Deshalb wird er weitergegeben. Mit stolzer Tradition.“
Im Dorf weiß niemand mehr genau, wer oder was eigentlich genau „das Böse“ ist. Die Tatsache, dass immer die anderen die Bösen sind, wird seit Generationen an die Kinder weitergegeben. Sie wachsen damit auf; der Hass gehört zum Alltag und wird nicht hinterfragt.
Diesen Kreislauf aus Gewalt, die Weitergabe des „Bösen“ in einem selbst, kann man nur selbst brechen. Man kann dem Hass nur durch das eigene Handeln ein Ende setzen und ihn nicht an die nachfolgende Generation weitergeben.
Wir sehen mehrere Ansätze, wie die Bewohner*innen von Hohenweiler versuchen, mit der Tradition des Hassens zu brechen. Katja heiratet Clemens, sie bekommen einen Sohn, der im Dorf nicht als gewalttätig dargestellt wird. Clemens selbst versucht sich als die Schweiz in der Neutralität, wählt dabei aber den falschen Ansatz – Vertuschung statt Wahrheit. Esther verlässt das Dorf, bevor sie selbst etwas tun kann, das sie ihr Leben lang bereuen würde. Michel Louis akzeptiert Claire als die Person die sie ist.
Im Gegensatz dazu steht die Familie Feidt. Emil Feidt hat Becky ausspioniert, hat sie beschuldigt und bedroht. Claudia Feidt ist am Ende diejenige, die die Meute auf Becky hetzt. Gemeinsam haben sie den Hass an ihren Sohn Peter weitergegeben, anstatt fĂĽr sich zu entscheiden den Gewaltkreislauf mit der neuen Generation zu unterbrechen.
„Und jede Geschichte einen Anfang. [...] Doch so ganz genau weiß niemand mehr, wie das Böse in unser Dorf kam."
Konträr dazu steht das Dorf selbst. Eine Straße rein, eine Straße wieder raus. Es ist klar definiert, wo Hohenweiler anfängt und wo es wieder aufhört. Klare Grenzen, zwischen denen sich die Spirale immer weiterdreht und die nur von wenigen Bewohner*innen des Dorfes überschritten und hinter sich gelassen werden.
Niemand weiĂź mehr, wo die Quelle der Gewalt liegt. Genauso wie niemand weiĂź, wo in einem Kreislauf der Anfang, geschweige denn das Ende ist. Jeder Fluss hat eine Quelle, doch ist die Quelle wirklich der Anfang, oder nur ein StĂĽck des Weges?
concerned boyfriend is concerned
+ bonus

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Ich habe jetzt einige Posts dazu gesehen und es tangiert auch einen anderen Meta Post an dem ich sitze, aber
Wir verlieren durch den time skip nichts
Ja, ich kann verstehen, dass es schade ist, dass wir Adam nicht an Leos Krankenbett bekommen haben. Hätte ich auch gerne gesehen. Ein bisschen mehr panische Sorge von Esther um Pia wäre auch nett gewesen, vom Team fürs ganze Team und so weiter.
ABER: Nur weil es in BiD nicht vorgekommen ist, heiĂźt das nicht, dass wir das nie sehen werden. Dass wir nie erfahren werden, dass es genauso passiert ist, wie wir uns das im letzten Jahr ausgemalt haben.
Die allermeisten Kritiken, die ich heute morgen und in den letzten Tagen gelesen habe - und übrigens schon seit Anfang an - drehen sich immer wieder um die horizontale Erzählweise im Spatort, die sich vom regulären Tatort unterscheidet.
Das macht der SR nicht aus Langeweile. Das machen sie nicht, weil sie denken, dass sie damit Quote machen (die gestern ĂĽbrigens unterirdisch war). Das machen sie - meiner Meinung nach - weil sie kapiert haben, dass WIR HIER SIND.
Ich habe ja schon seit Längerem die Vermutung, dass die Filme mit Absicht überproportinal oft und lange in der Mediathek sind, damit wir sie streamen können. Bei welchem anderen Team sind alle Filme (oder auch nur 7 aufeinanderfolgende Filme) gleichzeitig, zur Ausstrahlung, in der Mediathek?
Nein, der SR hat kapiert, dass wir da sind. Dass wir jung sind und bingen und streamen und uns die Charaktere mehr interessieren als der Case of the week. Dass uns die horizontale Erzählweise mehr anspricht als clevere Plottwists in den Ermittlungen.
Dass sie sich gerade noch darauf verlassen können, dass die Tatort-Traditionalisten einschalten und die Quote retten, auch wenn sie mehr und mehr Filme FÜR UNS machen, statt dem 50 Jahre alten Format zu folgen (weil auch wenn wir viele sind: nur für uns geht es halt doch nicht).
Ja, man kann sicher behaupten, dass sie das eh nach und nach machen müssen. Dass der Tatort als Format jünger werden muss, weil das Hauptpublikum sonst langsam ausstirbt. Aber die öffentlich rechtlichen stehen in Konkurenz zu milliardenschweren Streamingsanbietern - sie können es sich nicht abrupt mit dem Großteil ihrer Zuschauerschaft verscherzen.
Darum: Geduld haben. Es ist nichts auserzählt, bevor die letzte Episode nicht über den Bildschirm gelaufen ist. Wer weiß, was da noch kommt
Das Team
Ich habe eine Frage an alle Personen, die diese Folge in der Premiere gesehen haben, und danach (!!!) ernsthaft den SR des Queerbaitings beschuldigen wollten:
Habt ihr eigentlich alle Lack gesoffen?
Und wenn ja: hat’s geschmeckt?
See you next year.
357-ish days to go.
Leo + Spaten
Esther + Stein

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Traue niemandem der sagt „ich bin die Schweiz“.
Esther, Adam und Leo sollten sich mal gemĂĽtlich an einem Lagerfeuer zusammen setzen und sich ĂĽber ihre Brandstifterkarriere austauschen.