Ich denke zu viel. Nicht weil ich will – sondern weil mein Herz Fragen stellt, die mein Kopf nicht beantworten kann. Und weil Schweigen oft lauter ist als jedes Gespräch.
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@ichwillaufgeben99
Ich denke zu viel. Nicht weil ich will – sondern weil mein Herz Fragen stellt, die mein Kopf nicht beantworten kann. Und weil Schweigen oft lauter ist als jedes Gespräch.

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Kennt ihr dieses Gefühl sich nie „normal“ zu fühlen. Das man dieses neutrale Gefühl nicht hat.. alles ist ein hoch oder ein Tief, aber niemals ist dieses Gefühl in der Mitte.
Ich habe nicht gemerkt wie anstrengend dieses auf und ab war, bis ich plötzlich mich „normal“ fühlte. Ich hatte keine manische Phase, aber auch keine depressive. Ich fühlt mich okay. Ich war einfach ich und ich merkte wie schön das sein kann. Wie schön das Leben sein kann, wenn nicht immer eine extreme da ist..
Und nun sitze ich hier und merke es wird wieder schlimmer… Aber jetzt ist das schlimme extremer, da ich gemerkt habe wie schön es ist in keiner Extremen zu sein… Ich hasse es gerade.. warum konnte es nicht normal bleiben.. direkt kamen die schlimmen Gedanken wieder…
Ich glaubte an die Liebe, an diese wahre vollkommene Liebe. Diese Liebe die einen verzerrt und fĂĽr dich bestimmt ist.. nur fĂĽr dich..
Ich hielt daran fest wie ein Kind an seinem Teddy. Immer und immer wieder hoffte ich auf diese vollkommene Liebe. Bis mich meine aufrichtige Liebe zerstören würde.
Ich hatte nie Träume. Keine großen Ziele. Ich wollte nur aufrichtige Liebe. Aber vlt sind manche Menschen nicht dazu bestimmt diese zu erhalten. Vlt sind manche Menschen nur da um andere zu heilen um anderen Menschen zu zeigen, wie es ist wahrhaftig geliebt zu werden.. Aber mehr eben auch nicht…
Ich hielt daran lange fest.. nur Jz will ich das nicht mehr.. ich habe Angst jemanden von ganzem Herzen liebe zu geben.. zu oft würde ich zu Boden gestoßen und habe nicht aufgeben wollen..zu oft hielt ich daran fest, wobei es kein Sinn mehr hatte…
Ich wollte immer nur Liebe… aber jetzt nicht mehr… rede ich mir das vlt nur ein? Habe ich nur Angst davor ? Oder ist selbst dieser eine Traum zerbrochen….
Ich tue so als hätte ich alles im Griff. Aber eigentlich zerreiße ich immer noch innerlich. Ich hatte heute (24.05.24) wieder einen Rückfall. Ich habe mir wieder weh getan. Ich konnte es lange unterdrücken, aber dann bekam ich den Gedanken mit mehr aus meinem Kopf. Er hat mich nicht ruhen lassen, ich habe es nicht geschafft einzuschlafen. Also ging ich ins Bad und alles in meinem Körper kämpfte dagegen an. Vergeblich… Eigentlich ist es ironisch, dass man sich nachdem es passiert ist noch mehr hasst als zuvor. Ich will es gar nicht tun, aber manchmal komme ich nicht dagegen an…
Ich kann nur daran denken wie es wäre die Klinge senkrecht anzusetzen. Ich dachte diese Gedanken wären vorüber. Aber sie sind wieder da. Waren sie jemals weg? Oder konnte ich sie besser beiseite schieben….

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28.03.2024
Es ist mittlerweile 3 Jahre her und ich kann das Wort „Vergewaltigung“ immer noch nicht aussprechen.
Es ist 3 Jahre her und es nimmt mir immer noch die Luft zu Atmen.
Es ist 3 Jahre her und ich spĂĽre ihn immer noch auf mir.
Es ist 3 Jahre her und ich spĂĽre immer noch wie er mich auf den Bauch drĂĽckt, als ich von ihm weg wollte.
Es ist 3 Jahre her und ich höre ihn noch sagen: „Es fühlt sich zu gut an, ich kann nicht aufhören.
Es ist 3 Jahre her und ich kann die Angst noch immer fĂĽhlen.
Es ist 3 Jahre her und ich kann sein Namen immer noch nicht ohne weiteres aussprechen.
Es ist 3 Jahre her und ich kann teilweise immer noch nicht ein verschlossenes Zimmer verlassen, weil ich denke er steht davor.
Es ist 3 Jahre her, aber der Schmerz sitzt noch so tief in mir, als wäre es erst gestern gewesen.
Es ist 3 Jahre her und ich habe immer noch Albträume.
Es ist 3 Jahre her und ich kann immer noch nicht ohne Angst einschlafen, sobald ich alleine bin.
Es ist 3 Jahre her und meine Angst vor ihm ist immer noch da.
Es ist 3 Jahre her und kein Ort der Welt ist weit genug entfernt, solange er weiĂź wo ich bin.
Es ist 3 Jahre her und es zerreiĂźt mich innerlich immer noch.
Es ist 3 Jahre her und ich habe gemerkt ich bin kein Schritt weiter gekommen.
Es ist 3 Jahre her und der Tag fĂĽhlt sich genau so an, wie an dem Tag als es passiert ist.
Es ist 3 Jahre her und ich ertrage es immer noch nicht.
Es ist 3 Jahre her und ich frage mich ob es irgendwann besser wird.
Es ist 3 Jahre her, aber ich kann nicht darĂĽber reden, ich sollte doch langsam darĂĽber weg sein.. oder?
Da ist es wieder, das Gefühl von der absoluten Leere in einem drin. Die Leere die man nicht beschreiben kann. Sie war weg und du hattest Hoffnung und Jz ist sie wieder da und nimmt dir all deine Freude aus deiner Seele, deinem Körper, deiner selbst.
Der schlimmste Schmerz den Wir fĂĽhlen, ist der den man nicht sieht...
Manchmal denke ich, ich sollte einfach verschwinden. Mich in Luft auflösen, damit ich für niemanden mehr eine Last bin. Ich bin das Problem, ohne mich würde es allen in meiner Umgebung besser gehen.
Es ist schon so lange her, aber es lässt mich nicht los… kommt nur ein einziges Wort, ein Gedanke oder nur ein Erinnerung im Bezug auf ihn komme ich nicht klar.
Heute musste ich mit seinem Anwalt sprechen und das ist der mit Abstand einer der schlechtesten Menschen auf dieser Welt.
Kein Mensch hat mich so verletzt wie diese 2 Personen. Er weil er mir alles geraubt hat und sein Anwalt, weil er der herzloseste Mensch ist der mir je begegnet ist.
Ich hätte nach dem Telefonat am liebsten alles zusammen getreten und mich selbstverletzt. Ich wollte schreien und weinen, aber ich kann nicht. Es soll niemand sehen. Es darf niemand meine Schwäche sehen.
Und das schlimmere ist, dass ich den ganzen Tag seitdem nur beschäftigt bin keine Panikattacke zu bekommen

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Trauma Überlebende sind die stärksten Menschen die es gibt. Wir müssen doppelt so stark sein und doppelt kämpfen. Oft wird uns nicht richtig geholfen, weil wir zu "komplex" sind und nicht verstanden werden. Wir müssen Hilfe einfordern, uns ständig erklären und hoffen, dass uns geglaubt wird. Jeder Tag wird zur Mut- und Belastungsprobe, denn wir wissen nie was uns erwartet. Wir sind ständig wachsam und kontrollieren jeden Schritt und jede Aktion. Obwohl wir das Vertrauen in Menschen verloren haben, stellen wir uns täglich unseren Aufgaben. Nicht immer gelingt es aber selbst der Versuch ist für einen Überlebenden eine riesige Herausforderung. Wir sind ungeduldiger als andere Menschen und hoffen gleichzeitig, dass andere viel Geduld mit uns haben. Jeder Tag ist anders und immer geht es um Leben und Tod. Denn am Ende eines jeden Tages geht es um die Entscheidung ob wir weitermachen oder aufgeben.
Ich habe immer noch solche panische Angst vor dem Täter… Was ist wenn er mich aufsucht und die Tat wieder begeht?!
Ist es heute endlich soweit? Hab ich nun den Mut dazu?
Meine Therapeutin meinte heute zu mir: „ Sie sind im Selbstzerstörungsmodus. Irgendwer hat diesen Knopf gedrückt und sie stecken darin fest.
Aber bitte tun Sie mir den Gefallen und bringen Sie sich nicht um.
Sie hassen Ihren Körper so sehr, tun sie ihm was gutes und führen sie sein Werk nicht weiter.
…..
18.02.2023
Es ist Fasching und ich ging mit Freundinnen auf den Umzug. Wir tranken, tanzten und hatte unseren SpaĂź.
Ich stand an der Tür und hab mich mit einem Kumpel unterhalten. Plötzlich war von meinem Vergewaltiger der Bruder da und sein Kumpel. Sein Bruder machte ein würggeräusch und ich beleidigte ihn, sein Kumpel sagte „ich solle beim nächsten mal lieber die Beine zu lassen“. Ich versuchte stark zu bleiben bekam aber ein Nervenzusammenbruch. Ich ging mit meiner Freundin und zertrümmerte Flaschen, habe gegen Fenster und Türen getreten. Ich hörte nicht mehr auf zu weinen, ich wollte nur noch sterben. Ich habe das alles nicht mehr ausgehalten. Ich wollte nur noch weg. Also wurde ich abgeholt und weinte und schrie mir den Frust der letzten Wochen aus der Seele. Ich war am Ende.

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20.02.2023
Es ist Rosenmontag und wir hatten schon Karten gekauft fĂĽr den Ball.
Ich war voller Anspannung, weil ich noch fertig war von dem vorherigen Samstag.
Also ging ich mit meinen Freundinnen dahin und ich dachte ich breche direkt zusammen. Ich ging durch diese Tür und er stand vor mir. Er stand da und schaute mich an. Seit der Vergewaltigung sah ich ihn 4x. Jedes Mal bekam ich eine Panikattacke, aber ich wollte das nicht mehr. Ich wollte ihn nicht noch mehr macht über mich lassen. Also blieb ich da. Ich blieb da und alles in mir schrie renn, Lauf… bring dich in Sicherheit. Mein Kopf aber weigerte sich. Wir gingen nach oben und er ging überall dahin wo ich war.. er wollte mit Angst machen und mich noch weiter zerstören.. ich bin aber standhaft geblieben, habe versucht mir nichts anmerken zu lassen. Meine Freundin wollte schon zu ihm gehen und wissen was sein scheiss Problem ist. Wie gingen nach unten, er daraufhin auch. Wir gingen wieder nach oben und er stellte sich unten an die Treppe, mit verschränkten Armen und starrte mich an. Ich hatte so Angst. Er sollte aber denken das ich stärker bin, dass meine Angst vor ihm nicht mehr da ist. Kurz darauf gingen wir heim und ich war so unfassbar erschöpft, es raubt mir meine ganze Energie. In diesem Moment wusste ich, dass er und seine Familie mich niemals in Ruhe lassen werden.
07.01.23… ich musste abends arbeiten, aber mein Zustand verschlimmert sich zurzeit wieder. Meine Gedanken kreisen stetig um da selbe.. die Gefühlslage in mir ist nicht zu beschreiben. Ich wollte mir die Arme aufschneiden… aber ich konnte nicht. Es war alles so überfordernd. Ich hasse es, ich war nicht in der Lage irgendetwas dagegen zu tun. Also ging ich arbeiten und betrank mich, damit dieses Gefühl schwindet oder leichter wird…
09.01.23… meine Angstzustände werden wieder schlimmer. In der Schule ging ich auf die Toilette und traute mich dann nicht mehr aus der Kabine. Auch als ich mich mit meiner Kamera versichert habe, dass er nicht da draußen steht. Selbst dann hört die Angst nicht auf. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich wieder in meine Klasse ging…es ist so schwierig in einem Raum zu sitzen der nur ein Ausgang und Eingang hat.. kein Fluchtweg.. nichts