Tag 5 - der höchste Berg Englands
Der Tag sprengt den Rahmen, daher bekommt er einen eigenen Eintrag. Nach einem entspannten Morgen starten wir gegen 9 Uhr und schlängeln uns durch kleine Ortschaften bis in den Lake District Nationalpark. Ich hatte mir England immer flach und höchstens hügelig vorgestellt, aber hier breitet sich eine Landschaft voller Berge übersäht mit Schafen und schroffen Steinen vor unseren Augen aus. Gegen elf kommen wir am Wanderparkplatz an und starten den Aufstieg zum höchsten Berg Englands: den Scafell Pike. Von Anfang an geht es recht steil bergauf und spätestens nach der Hälfte habe ich starke Skåla-Flashbacks (steilster Anstieg Norwegens, 1840 Höhenmeter auf 8 km). Es geht die meiste Zeit über Stufen und später dann über viele lose Steine und Steinplatten. Wir treffen das erste mal auf andere deutsche und irgendwann kommen wir dann auch endlich an der Spitze des Berges nach ca. 920 Höhenmetern an. Der Blick ist atemberaubend und es ist verdammt windig. Obwohl wir gerne eine Rundwanderung daraus machen wöllten, entscheiden wir uns dagegen aufgrund von fehlenden Wegweisern. Also nehmen wir wieder denselben Weg hinab und das ist eigentlich genauso anstrengend wie bergauf. Gegen 16.30 sind wir endlich wieder bei Zora und fahren erstmal an den großen See, den wir die ganze Zeit vom Berg aus sehen konnten. Gestern wollten wir in einem Fluss baden, aber der war zu matschig und so gab es nur eine kurze Dusche unter dem Wasserkanister. Heute geht es in den eiskalten See. Ich schwimme gleich mal eine Runde und dann gibt es mal wieder eine ordentliche „Dusche“. Danach fahren wir noch ca. 30 Minuten zu unserem Schlafplatz: wir stehen endlich am Meer.












