Wenn wir das Leben der aufrichtigsten und hochrangigsten Frauen im Islam untersuchen, wird klar, welche Eigenschaften ihnen einen solch edlen Status eingebracht haben.
Es wurde von Ibn ÊżAbbÄs erzĂ€hlt, dass der Prophet:
âThe best of the women of Paradise are KhadÄ«jah b. Khuwaylid, FÄtimah b. Muhammad, Äsiyah b. MazÄhim (the wife of Pharaoh), and Maryam b. ÊżImrÄn.â
Maryam ist die einzige Frau, die im Quran namentlich erwĂ€hnt wird und die einzige Frau, nach der ein ganzes Kapitel benannt wurde. Sie wird nicht nur als âqanitahâ (gehorsame Sklavin) beschrieben, sondern auch als âqanitinâ (gehorsamer Sklave), weil sie an der Spitze sowohl der Frauen als auch der MĂ€nner steht.
In der Zeit vor der Geburt Maryams lebten zwei Propheten im Land der Israeliten: Imran (a.) und Zacharias (a.), die beide den hohen Priestern von Jerusalem angehörten. Imran (a.) heiratete Hanna und Zacharias (a.)heiratete Elisabeth [isha], zwei Schwestern. Die Mutter Marias (Hanna) konnte zunĂ€chst keine Kinder bekommen, daher gelobte sie Allah, dass, wenn er ihr ein Kind schenken wĂŒrde, sie dieses fĂŒr den Dienst im Tempel weihen wĂŒrde. Damals war es ĂŒblich, Jungen in den Dienst des Tempels von Jerusalem (arab. Bait al-Maqdis) zu stellen.
Als sie aber ein MĂ€dchen gebar, waren alle erstaunt. Viele AnhĂ€nger Imrans (a.) wandten sich ab. Nur die wenigsten glaubten fest an die Offenbarung . Hanna bekam die Gewissheit, dass dieses MĂ€dchen die Mutter des angekĂŒndigten Propheten sein musste. Sie nannte ihre Tochter "Mariam", was sinngemÀà "Anbeterin Gottes" heiĂt.
But when she delivered her, she said, "My Lord, I have delivered a female." And Allah was most knowing of what she delivered, "And the male is not like the female. And I have named her Mary, and I seek refuge for her in You and [for] her descendants from Satan, the expelled [from the mercy of Allah ]." QurâÄn 3:36
Da ihr Vater schon gestorben war, kam Maria (a.) in die Obhut ihres Onkels Zacharias (a.), der sie auch erzog und ihr die Glaubensregeln lehrte, so dass sie zur gelehrtesten Person ihrer Zeit reifte. Mit neun Jahren bereits fastete Maryam (a.) am Tag und betete in der Nacht. Bald wurde sie bekannt fĂŒr ihre hohe Tugendhaftigkeit, Frömmigkeit und die Wunder, die sie vollbrachte. Das fĂŒhrte zu groĂen Problemen im Tempel, da einige Ă€ltere Gelehrte ihr neideten und auf jede nur erdenkliche Gelegenheit warteten, um ihrem Neid Ausdruck zu verleihen.
Als Maryam (a.) die Offenbarung erhielt, dass sie ein Kind gebĂ€ren sollte, obwohl sie kein Mann berĂŒhrt hatte, zog sie sich an einen Ort "im Osten" zurĂŒck, der nachtrĂ€glich als Bethlehem beschrieben wurde. Dort empfing sie unter einer einstmals verdorrten Palme der Dattel das Kind. Als Wunderzeichen entstand unter ihren FĂŒĂen eine Wasserquelle, von der sie ihren Durst löschen konnte, und die Dattelpalme trug plötzlich FrĂŒchte, mit dem sie sich stĂ€rken sollte. Zudem erhielt sie die Offenbarung, nach Jerusalem zum Tempel zurĂŒck zu kehren, dabei ein Sprachfasten zu praktizieren und auf mögliche Fragen auf das Kind zu deuten.
Angekommen am Tempel wollten sie die Hohepriester, die ihr neideten, wegen Unzucht bestrafen, da sie ein Kind brachte ohne einen Ehemann zu haben. Der Vorwurf gegen sie wog schwer.