Treiben im Schmerz
Es fühlt sich an, als ob ich im offenen Meer verloren bin, ohne Anker, ohne Richtung. Die Wellen sind unbarmherzig, reißen an mir, tragen mich fort – immer weiter weg von ihm, den ich so sehr liebe.
Ich strecke meine Hände aus, versuche ihn zu erreichen, doch er ist so fern, als wäre er ein Schatten am Horizont, der langsam verblasst. Meine Worte, so voller Sehnsucht, prallen an unsichtbaren Wänden ab, ungehört, unbeachtet. Der Schmerz kriecht durch jede Faser meines Seins, wie kaltes Wasser, das mich erstarren lässt.
Ich ertrinke in dem, was ich fühle – in der Stille zwischen uns, in dem Raum, den ich ihm gebe, und doch, der Raum wird zu einer Schlucht, die ich nicht überwinden kann. Ich frage mich, ob er meinen Schmerz sieht, ob er meine Rufe hört. Doch er schweigt. Und in seinem Schweigen finde ich nur mehr Dunkelheit.
Ich liebe ihn, so tief und so rein, dass ich bereit bin, in dieser Stille zu verweilen, so lange er es braucht. Aber mit jedem Tag treibe ich weiter weg, verliere den Boden unter den Füßen, verliere mich in der Leere.
Wie lange kann ich noch schwimmen? Wie lange halte ich mich über Wasser, bevor ich einfach aufgebe und mich treiben lasse – nicht mehr kämpfend, sondern nur noch wartend? Wartend auf ein Zeichen, einen Blick, ein Wort, das mich zurückholt.
Doch bis dahin bleibe ich hier. Im Schmerz. Im Schweigen. In der Liebe.
Alles gesagt .

















