Gin - woher kommt es denn eigentlich ? Wenn euch die Geschichte des Gins mehr interessiert, dann scrollt runter - wir wollen euch hier die wichtigsten GenuĂempfehlungen geben: Im Grunde genommen ist Gin, ein Blend aus Alkohol, der aus den verschiedensten Getreidesorten, Trauben oder Kartoffeln gewonnen werden kann. Dabei erhält der Gin seine charakteristische Aromen aus dem Vermengen mit anderen Zutaten, sogenannten Botanicals. Je nach Gin Stil und Intention des Produzenten wird dies entweder durch Mazeration von echten Botanicals, Destillation dieser, oder Zugabe von Essenzen/aromatischen Ălen erfolgen. Bei letzteren handelt es sich meistens nicht um die qualitativ hochwertigen. Einzige Grundzutat die bei Gin immer vorhanden sein muĂ sind Wacholderbeeren, danach sind der Kreativität des Herstellers kaum Grenzen gesetzt, solange es geschmacklich Sinn macht.
Häufig verwendet klassische Botanicals sind Zitronenschalen, Koriandersamen, Angelikawurzel, Orngenschalen und Orriswurzel. Wie wird Gin am besten getrunken ? Wenn es um genieĂen von Gins und Kennenlernen von neuen Gins geht, sind wir Puristen.
Zuerst sollte man den Gin pur im Glas verkosten, ist er sehr aromatisch, wacholderlästig und âgrĂźnâ im Geschmack, empfehlen wir ein herbes Tonic Water, wie zum Beispiel Thomas Henry Tonic Water. Kommt der Gin frischer, kräuteriger daher empfehlen wir ein Fentimans Botanical Tonic Water, bei Zitruslastigen herben Gins legen wir ein FeverTree Indian Tonic näher. Die Garnitur sollte immer dazu gedacht sein, Aromen des Gins, die das Tonic schon leicht zum Vorschein bringt zu verstärken. Dabei ist der eigene Geschmack immer der KĂśnig; als GedankenstĂźtze dĂźrfen genommen werden: Orangen-,Zitronen-,Limetten-,Grapefruitzesten, Gurkenscheiben, Lorbeerblätter, Etragonblätter, rosa PfefferkĂśrner, Wacholderbeeren oder auch Rosmarin. Gin - Geschichte und Modernes Gin, oder besser gesagt Wacholderbrände sind ihrer heutigen Form nicht denkbar, ohne eine groĂartige Entwicklung die aus dem arabischen Raum nach Europa kam; die Destillation. Im 9. Jahrhundert wurde die Destillation verwendet, um Essenzen und Duftaromen zu gewinnen. Diese Technik kam im Mittelalter durch MĂśnche nach Europa, die dies verwendeten um sogenanntes Aqua Vitae (Wasser des Lebens) zu gewinnen, also Trinkalkohol.
Wacholder wurde ebenfalls schon in der Alchemie als Heilmittel verwendet, man sagte brennende Wacholdersträuche wßrden vor der Pest schßtzen und benutzte dies in vielen Gerichten.
Die Kenntnis der Destillation und Gewinnung von starkem Trinkalkohol machte ihre Reise durch Europa und der berßhmteste Verwender dessen war der holländische Alchemist, Dr. Franciscus Sylvius, der in der Universität von Leyden den Vorgänger von Gin, Jenever herstellte.
Jenever ist ein Getreidebrand, aus Roggen, o.ä., bei dem Wacholder mit mazeriert oder destilliert werden. Wie kommt der Genever zum Gin ?
Während der spanisch-holländischen Kriege kämpften die Engländer auf Seiten der Holländer und teilten sich nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch die mutmachenden Getränke und dies blieb vielen von ihnen in Erinnerung. Intensiviert wurde die Eroberung Englands durch Genever, durch die kÜnigliche Hochzeit Wilhelm von Oraniens (Holland) mit Mary der II. von England.
Doch Genever war schwierig auszuprechen, daher wurde dies zu Gin abgekĂźrzt.
Nun folgte Ăźber die Jahrzehnte ein Auf- und Ab mit der sinnvollen Verwendung von Gin, da diese oft schlecht hergestellt, giftig, nicht lecker aber leider auch zu gĂźnstig waren, da viele dies illegal herstellten. Dem musste die englische Regierung Einhalt gebieten und hatte in mehreren Anläufen eine Reihe von Gesetzen verabschiedet, die die Trinkqualität und Herstellung klar regulierten. Dies sind die UrsprĂźnge unserer heutigen Gin-Gesetze. Gin wird wie oben angesprochen grob in drei Kategorien eingeteilt: Gin - eine Mazeration aus natĂźrlichen und anderen Essenzen, die mit Zucker und Farbstoff zugefĂźgt werden darf. Distilled Gin - Der Wacholder und alle anderen Botanicals mĂźssen mit destilliert werden. Dabei darf trotzdem Zucker und Farbstoff zugefĂźgt werden. London Dry Gin - die hĂśchste Qualitätsstufe, bei der einzig Destilliert werden darf und nur natĂźrliche Botanicals dem Gin beim Destillationsvorgang zugefĂźgt werden dĂźrfen. Dabei mĂśchten wir betonen, dass dies keine aussagekräftige Einteilung mehr fĂźr Gins ist, da auch der Gin mit der Gurke, oder der Gin aus dem Schwarzwald mit dem Ăffchen rechtlich nur