Du musst ihn nicht anlegen. Niemand zwingt dich dazu. Aber du wurdest dazu erzogen, du hast dich freiwillig zum Training gemeldet, und jetzt ist es vorbei, und du musst ihn nur noch anlegen, und es ist vorbei. Du bist vorbei, dein altes Leben, dein menschliches Leben, wird fĂźr immer unerreichbar sein. Der Schwanzknebel sieht grĂśĂer und länger aus, als du gedacht hast. Das Ganze sieht klaustrophobisch und unheimlich aus. Aber du kannst ihn einfach nicht weglegen. Du weiĂt, dass er dich Ăźber die Ăberwachungskamera beobachtet. Er hat betont, dass es deine Entscheidung war, aber er weiĂ auch, dass dir die Fähigkeit genommen wurde, eine andere Entscheidung zu treffen. Du hast den Gummianzug, das Geschirr, alles bereits angelegt. Du versuchst es noch einmal. Du atmest tief durch. Aber du scheiterst erneut. Du fĂźhlst dich in die Enge getrieben, gefangen. Dein Verstand hat sich in den letzten Wochen verändert. Du stellst dir immer wieder vor, sein Eigentum zu sein, sein gummiartiges, humanoides Spielzeug. Dein Schwanz wird hart. Das Seltsame ist, dass du nicht einmal schwul bist, dich der männliche KĂśrper nicht anzieht. Doch der Wunsch, dich zu unterwerfen, kontrolliert zu werden, geht so weit Ăźber die sexuelle Orientierung hinaus, dass er keine Rolle spielt. Der Wunsch, dich zu unterwerfen und in einen glatten, anonymen Menschen verwandelt zu werden, ein Objekt, nichts als gedankenloser Gehorsam, davon bist du besessen, davon hast du dein ganzes Leben lang geträumt. Als er sagte, du wĂźrdest noch am selben Abend zur Freude seiner Gäste auf einem Marmorsockel in seinem groĂen Foyer posieren, um die Erschaffung seiner neuesten Drohne zu feiern, damit seine anspruchsvollen Freunde dich berĂźhren, streicheln und bewundern wĂźrden, wusstest du, dass du einer schrecklichen Lebensentscheidung nicht widerstehen kĂśnntest. Einer Lebensentscheidung, die eigentlich keine Entscheidung ist. Keine mĂśgliche Entscheidung, nur die KrĂśnung deines Schicksals. Kein menschliches Leben mehr. Dein Penis stemmt sich gegen das schwarze Gummi. Du hebst die Maske mit beiden Händen hoch und ziehst sie dir Ăźber den Kopf. Tief einatmen. Der schwarze Gummi-Schwanzknebel wandert in deine Kehle. Du bist erledigt. Reue Ăźberkommt dich kurz, aber das spielt schnell keine Rolle mehr, da du sofort die Fähigkeit verlierst, Reue zu empfinden. Du spĂźrst, wie seine Hände das Halsband um deinen Hals schlieĂen. Du verabschiedest dich von dir selbst, kurz bevor du deinen Namen vergisst.