Zwei sehr kurze Etappen habe ich mir gegĂśnnt. Die erste von Portela de Tamel bis zur Casa Fernanda; dort wollte ich unbedingt Ăźbernachten! Die zweite dann von Padron bis Milladoiro, da es mir wichtig war, einmal morgens nach einer kurzen Etappe in Santiago anzukommen und nicht ausgepowert am Nachmittag.
Gerade bei Fernanda habe ich Menschen getroffen, die ich sicher nie vergessen werde. Chris und seinen Sohn Daniel aus Oregon, die brasilianische Familie, die kurzerhand alle zur Caminho Familie erklärt hat, die âalten Herrenâ aus Irland, die mit ihren 75 beziehungsweise 71 Jahren unfassbare 40 Kilometer pro Tag gepilgert sind und die wunderbaren Ehepaare aus den Niederlanden. Die Damen perfekt gestylt, geschminkt, in High Heels und so herrlich gut gelaunt! Und ihre Gatten, ebenso wie sie bereits in den Siebzigern, himmelten ihre Frauen einfach immer an. Nicht zu vergessen Mutter und Tochter aus Korea, die so klein und zart sind, dass man ihnen die täglichen 20 und mehr Kilometer kaum zumuten mĂśchte. Bereits zuvor habe ich Anick getroffen, die 18jährige Deutsche, die mit ihrem strahlenden Lächeln jeden verzaubert hat. Martin aus Deutschland und den Supersportler Mike aus London habe ich ebenfalls schon vorher in Rates getroffen und einen tollen Abend mit ihnen allen verbracht. Und dann Steffi und Frank aus Hamm und dem Sauerland; so ein positives tolles Paar. Mit ihnen habe ich auch Linda wieder getroffen, die ich bereits in Vila Cha mit Stefan und Silke kennengelernt hatte. In Padron habe ich die Freundinnen Noriko und Yayoi aus Yokushima getroffen und schnell in mein Herz geschlossen. Und wie wunderbar es war, Chris und Daniel, die brasilianische Familie und auch Anick immer wieder zu begegnen: ich vermisse sie alle jetzt schon!