Inspiration durch Bauzaun: Wenn im eigenen Kiez gebaut wird, fragt man sich oft, was dort genau entsteht. So ginge es auch Magdalena Noffke und ihren Mitstreiterinnen. "Wir haben versucht, uns ĂŒber diese ganzen Baustellen zu informieren", sagt Magdalena. Doch das war gar nicht so einfach. Viele Informationen sind zwar öffentlich, aber schwer zugĂ€nglich. Sie verstecken sich in AmtsblĂ€ttern, die online nur eingescannt werden. Durchsuchen kann man sie nicht.
Die Erkenntnis: BĂŒrger können bei Bauprojekten in ihrer Gegend durchaus mitreden â wenn sie denn rechtzeitig davon hören. "Es gibt eigentlich viel BĂŒrgerbeteiligung, von der man aber nichts mitkriegt", sagt Magdalena. Denn meist erfahren Bewohnerinnen erst von BauplĂ€nen, wenn die BauzĂ€une aufgestellt werden. Dann ist es aber schon zu spĂ€t, um sich einzubringen.
Die Idee: Auf einer Webseite Bauvorhaben ĂŒbersichtlich darstellen. Wer seine E-Mail-Adresse eintrĂ€gt, kann Nachrichten zu BauplĂ€nen in bestimmten Bezirken erhalten. So können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger schon frĂŒh mitreden, wie ihr Kiez in Zukunft aussehen soll.
Schlimmstes Wort: Bebauungsplanverfahren. BauplĂ€ne sind in eine dicke Schicht Behördendeutsch eingepackt. Dabei geht es eigentlich nur darum, dass ein Gebiet fĂŒr eine bestimmte Nutzung ausgewiesen ist â etwas als Wohngegend oder Einkaufszone. Wird diese Zuschreibung (im Behördendeutsch: Widmung) geĂ€ndert, kann man mitreden. "Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert", sagt auch Magdalena. "Aber es hört sich alles so kompliziert an, dass man als BĂŒrger abgeschreckt ist."Â
NĂ€chster Schritt: Die Bauvorhaben lassen sich ĂŒbersichtlich finden, nun will Magdalena es auch einfacher machen, sich tatsĂ€chlich zu beteiligen. Dazu will sie eine Art Vorlage erstellen. Will eine BĂŒrgerin ihre Meinung zu einem geplanten Bauvorhaben sagen, kann sie ihre eigenen Kommentare in die Vorlage einbauen und das ganze an das zustĂ€ndige Amt schicken.
















