Gedanken...
Oh wie sehr Ă€rgere ich mich doch ĂŒber die Sexualisierung, Instrumentalisierung und permanente Diskriminierung der Frau! Jeden Tag⊠Bitte erspart mir doch diesen Ărger, und diese Bitte wende ich vor allem an die Frauen.
Letzte Woche habe ich ein Zitat gelesen: âWenn die Frau im 21. Jahrhundert Pole-Dance zu ihrem Hobby macht, hat das mĂ€nnliche Geschlecht endgĂŒltig und fĂŒr alle Zeit gewonnen.â
Es fĂ€ngt mit dem gröĂten Teenie-Idol unserer Zeit, Kylie Jenner, an, die bereits mit 19 Jahren bis unter beide Ohren operiert ist (zumeist an den Stellen ihres Körpers, die sie fĂŒr das mĂ€nnliche Geschlecht attraktiv machen sollen) und hört bei dem Druck auf, der unter uns Frauen herrscht: âWas du rasierst dich nicht komplett? Ooh schau dir die mal an, man ist die fett geworden.â
Wieso sind wir Frauen entweder die oberflĂ€chliche, hĂŒbsche, dĂŒmmliche Tussi oder die intelligente, erfolgreiche, mĂ€nnerhassende Emanze? Liebe Frauen, lasst uns doch einfach selbstbestimmten Wesen sein. MĂŒtter, Hausfrauen, kinderlose Businessfrauen, Emanzen, Tussis oder eben genau das was man selbst will.. Lasst uns aufhören ĂŒber andere Lebensmodelle zu urteilen uns lasst uns mit der groĂen Toleranz beginnen.
Der Prozess beginnt bei den Unterschieden in der Erziehung von MĂ€dchen und Jungen. Jungs erfahren regelmĂ€Ăig sehr viel mehr Ermutigung und ihnen wird von Anfang an mehr zugetraut als MĂ€dchen. Damit wĂ€chst ein Selbstbewusstsein, dass vielen Frauen spĂ€ter bei der Bewerbung auf FĂŒhrungspositionen fehlt. Ich bin mir sicher, dass wenn man diese geschlechtsspezifischen Unterschiede ausrĂ€umt, so wĂŒrden stĂ€rkere Frauen und MĂ€nner heranwachsen, die auch mal SchwĂ€che einstehen können und nicht mehr dem Druck genĂŒgen mĂŒssen, immer stark zu sein und niemals SchwĂ€che zu zeigen.
Nicht verkenne ich den Fakt, dass es nun mal einen groĂen Unterschied zwischen Frauen und MĂ€nnern gibt, nĂ€mlich dass wir Frauen die Kinder austragen. Dabei wĂ€re es ein groĂer Schritt in die richtige Richtung, wenn junge Frauen diesen Fakt nicht mehr als Last bei ihrer Lebensgestaltung sehen mĂŒssen, so wie dies heute vielfach der Fall ist und der Ausdruck âRabenmutterâ aus der deutschen Sprache verbannt wird, immerhin gibt es diesen in fast keiner anderen Sprache der Welt.
SchlieĂen möchte ich mit einer Metapher zur Frauenquote: Frauenquote bedeutet, dass die Frau bei dem Wettrennen (um einen Arbeitsplatz) mit einem schweren Rucksack auf dem RĂŒcken (all die Erwartungen an sie: gute Mutter, starten muss und man dies ausgleicht, indem man der Frau einen Vorsprung gewĂ€hrt. Eine Freundin von mir fragte zu dieser Metapher nur: Warum nehmen wir der Frau nicht einfach den Rucksack ab?













