Auch wenn sich an der Rolle des Marketers zuletzt nichts geändert hat â nämlich BedĂźrfnisse zu identifizieren und zu erfĂźllen â bin ich dennoch der festen Ăberzeugung, dass klassische Marketingkonzepte aus dem 20. Jahrhundert schon sehr bald ausgedient haben. Unsere Herausforderung besteht also darin, personalisierte Markenkonzepte zu entwickeln, die reproduzierbar sind und uns gleichzeitig weiter wachsen lassen.
Keith Weed, CMO Unilever, in einem Interview mit der Horizont
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Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, Beziehungen mit einer Milliarde Menschen aufzubauen. Und wenn Sie so vielen Menschen glaubwßrdig, authentisch und wirkungsvoll einen Mehrwert bieten wollen, benÜtigen Sie verlässliche Daten und mßssen diese intelligent einsetzen.
Keith Weed, CMO von Unilever, in einem Interview mit der Horizont
In der besten aller Welten sorgen sich Eyeo, Apple und jetzt vielleicht auch die Telekom um die Internetnutzer und deren User-Experience. Selbst dann wäre das Eindringen in die Geschäftsbeziehung zwischen Sender und Empfänger immer noch fragwßrdig. Schaut man aber etwas tiefer in die Beweggrßnde, wird schnell sichtbar, dass alle Player mit dem Thema AdBlocking vor allem eins verfolgen: eigene Interessen.
Apple
Die laut > Forbes-Liste wertvollste Marke der Welt ist dem Vermächtnis von Steve Jobs folgend auf einer Art Kreuzzug gegen Google. Erster Grund dafĂźr: Googles Smartphone-Betriebssystem Android (siehe > Zitat von Steve Jobs zu Android). FĂźr Steve Jobs wiederholte sich mit Android der Windows-Alptraum: Apple erfindet den PC und Windows fährt im Schatten von IBM mit dem deutlich schlechteren Produkt den Erfolg ein.Â
Zweiter Grund: Mit einem eigenen Adblocker kann Apple auch die Google Text- und Display-Ads effektiv herausfiltern. Und so seinen Rivalen zumindest aus den iOS-Devices und deren kaufkräftigen Nutzern verdrängen. Der (nicht sehr erfolgreiche) eigene Apple-Karten-Service und die Anstrengungen, beim lukrativen Thema mobile Search vorne mitzuspielen, sind ein weiteres Indiz, dass Apple eine Chance sieht, dass unter Umständen im Bereich Mobile > die Karten tatsächlich neu gemischt werden. Googles Scheitern mit Google+ zeigt, dass der Search-Riese bei neuen Themen durchaus schlagbar ist.
Unternehmen wie das Startup > Secret Media aus New York suchen schon nach Wegen, die Ads zu tarnen. Schneller macht das das Netz auch nicht. Und besser wird dadurch der Inhalt und die Ads auf keinen Fall.
Eyeo & Co.
Die >Eyeo GmbH um ihren Grßnder Till Faida beruft sich gerne darauf, dass sie sich fßr akzeptable Werbung einsetzt. Die die Nutzer nicht nervt. Eigentlich eine gute Sache. Leider bekommt der Lack etwas Kratzer, wenn man entdeckt, dass nach Zahlung eines Beitrags Adblock Plus Ads des Zahlenden durchlässt:
Die Freischaltung ist fĂźr kleinere und mittlere Webseiten und Blogs kostenlos. Jedoch fordert die kontinuierliche Betreuung dieser Listen erheblichen Aufwand unsererseits und diese Aufgabe kann nicht vollständig von Freiwilligen Ăźbernommen werden, wie es etwa bei den gewĂśhnlichen Filterlisten der Fall ist. Daher werden wir von einigen grĂśĂeren Parteien bezahlt, die unaufdringliche Werbung anzeigen und die an der Initiative fĂźr Akzeptable Werbung teilnehmen mĂśchten. (Quelle: > adblockplus.org)
Natßrlich nur nach Prßfung, ob diese Ads auch akzeptabel sind. Viele >der Regeln kann man verstehen und auch unterschreiben. Die ersten beiden machen Kreativität und das von vielen geforderte Nutzen von digitalen MÜglichkeiten unmÜglich:
- Statische Werbung (keine Animationen, Sounds etc.)
- Nach MĂśglichkeit nur Text, keine aufmerksamkeitserregenden Bilder
(Quelle:Â >adblockplus.org)
Und das ist schade. Werbung im Internet wird dann sein wie Print. Kein Bewegtbild, keine Animation, keine Story, am liebsten: Text. Google lässt grĂźĂen. Wenig erstaunlich, dass >Google die Adblock Plus Initiative unterstĂźtzt. Ein Blick in das zum Community-Tool erklärte Forum, >in dem Ăźber das Whitelisting von Google dikutiert wird, läĂt den FreigabeprozeĂ ein wenig als Farce erscheinen. Zumindest die Beteiligung der Community scheint sich in Grenzen zu halten.
Welche Firmen noch an Adblock Plus bezahlen und wie viel, wird von Adblock Plus nicht wirklich transparent weitergegeben, >Horizont.net hat versucht, durch Befragung von Unternehmen etwas Klarheit zu schaffen.
Die Netzbetreiber
Das israelische Startup shine hat laut >golem.de wohl eine Software entwickelt, die die meisten Formen von Onlinewerbung auf Webseiten und in Apps blockieren soll, nicht aber In-Feed-Anzeigen wie bei Facebook oder Twitter. Es sollen wohl schon einige europäische Netzbetreiber interessiert sein oder den Einsatz der Software in ihren Rechenzentren planen.Â
Ein ranghoher Manager eines europäischen Netzbetreibers sagte der "Financial Times", man wolle den Kunden zunächst die MÜglichkeit bieten, einen werbefreien Service zu buchen. Erwogen werde aber auch ein radikalerer Schritt, genannt "die Bombe", bei dem Anzeigen auf einen Schlag ßber das gesamte Netzwerk aus Millionen Kunden blockiert werden kÜnnte. Die Idee dahinter sei, vor allem Google dazu zu drängen, WerbeerlÜse zu teilen, schrieb das Blatt. Quelle (>Horizont.net)
Unter anderen soll auch laut Financial Times die Deutsche Telekom interessiert sein, die aber auf Anfragen von >golem.de von einem Sprecher eine direkte Geschäftsbeziehung zu shine verneinte.
Internationales Vorbild: der jamaikanische Mobilfunkbetreiber Digicel, der in der Karibik, Mittelamerika und Ozeanien 14 Millionen Kunden hat. "Unternehmen wie Google, Yahoo und Facebook kĂśnnen gut reden von 'Breitband fĂźr alleâ - aber sie bezahlen nicht dafĂźr", sagte O'Brien, Vorsitzender der Digicel Group >laut Wall Street Journal. Stattdessen benutzen sie einfach die "Investitionen von Netzbetreibern wie Digicel, um ihren Gewinn zu machen".
Fazit
Alle wollen also an den erhofften, vor allem mobilen WerbeerlĂśsen teilhaben. Und die, die keine vermarktbaren Werbeplätze schaffen wollen oder kĂśnnen, nutzen eben einfach mit Apps, Betriebssystemen oder jetzt auch mit ihren Mobilfunknetzen die MĂśglichkeit, sich in ein bestehende Geschäftsbeziehung zu drängen â einfach, weil es technisch mĂśglich ist.
Damit mich niemand falsch versteht: Zuviel und schlechte Werbung im Netz nervt. Genauso wie ab und an nervt, dass ich fĂźr die GEZ bezahlen muss, obwohl ich das Programm nicht immer gut finde, dass ich fĂźr einen verspäteten Flug trotzdem bezahlen muss und dass im Fernsehen per Definition immer an der spannendsten Stelle der Werbeblock kommt. Aber es gibt Regeln zwischen mir, der GEZ, der Fluglinie, dem TV-Sender und eben auch einem Internetportal. Was ich wie nutzen kann, entscheide ich und mein jeweiliger Geschäftspartner.Â
Und wenn die Internetportale sich entscheiden, sich mit Werbung zu refinanzieren, muss ich das respektieren. Oder eben den Tab schlieĂen. Alles andere wird zur Folge haben, dass sich von Profis erstellter Inhalt hinter Paywalls verbergen mĂźssen (nicht dass ich glaube, dass das eine funktionierende LĂśsung ist). Ich hätte schon drei Abonnements abschlieĂen mĂźssen, um die Informationen der in diesem Post zitierten Medien zu lesen und auf sie zu verweisen.Â
Ich freue mich sehr, dass das Internet fĂźr alle die MĂśglichkeiten bietet, Meinungen zu finden, spannende Storys zu lesen und Hintergrundberichte zu verfolgen. Und ich mĂśchte das das so bleibt. Ads helfen dabei.Â
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"Wenn ich es muss, werde ich meinen letzten Atemzug und alle 40 Milliarden Dollar, die Apple auf der Bank hat, dafĂźr verwenden, dieses Unrecht zu korrigieren. Ich werde Android zerstĂśren, weil es ein gestohlenes Produkt ist. Ich bin bereit, dafĂźr in den thermonuklearen Krieg zu ziehen."
Steve Jobs (Quelle: Walter Isaacson in seiner Steve Jobs Biographie laut einem > Bericht der SZ) Â
So kann es also aussehen, wenn eine der grĂśĂten Banken Deutschland auf einem der namhaftesten Publisher des Landes im Monat nach dem > von Google Chrome getriebenem Shift von Flash- zu HTML5-Ads ein Homepage-Event bucht (Anmerkung: es handelt sich um die abgefilmte Homepage vom Spiegel).
Oder so, wenn einer der grĂśĂten Online-Spender, der sonst fĂźr eher laute Kommunikation steht, mit handzahmem Ruckeln der CTAs auf sich aufmerksam macht:
Beide Banner zeigen, dass viele Online Ads sich in einer Art Schockstarre befinden. Und die Branche schnell damit beginnen sollte, sich mit HTML5 anzufreunden.Â
Gewinner der momentanen Situation: Lineare Bewegtbild-Werbung.Â
Verlierer: Display Ads mit eigner Story.
Blink-Blink, Bilderschieben oder grau mit Pfeil â BannerAds 3.0?
So sieht das jetzt also aus. Googles Chrome hat Ernst gemacht und stoppt Flash Display-Ads auf Laptops im ersten Bild. Das war allen in der Display Advertising Szene hinlänglich bekannt. Trotzdem scheinen viele Advertiser und Media-Agenturen noch nicht so richtig > an das Ende der Flash-Ăra zu glauben.Â
Bei aller Freude wegen der Sicherheitsprobleme und und dem Performancehunger von Flash: vor Flash waren die Ads ruckelnde Pixelflächen, die mit animierten Gifs umgesetzt wurden.
Und so sieht es auf dem Chrome jetzt aus: Die beiden Flash-Ads der Seite sind grau, die beiden bunten Ads bewegen sich zwar. Aber die Pixel-Pizzen im Skyscraper und das fade Faden der Animation im oberen Super-Banner zeigen, dass alle Player im Display Advertising jetzt Gas geben mĂźssen beim Shift von Flash zu HTML5/CSS3.
Ich halte Ausschau nach guten HTML5 Ads. Wenn jemand welche findet, bitte abfilmen und an >[email protected] senden.Â
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Eigentlich wollte ich erst nach Weihnachten den Blog weiterschreiben. Eigentlich. Denn dann sind mir die >WeihnachtsgrĂźĂe von Publicis untergekommen. Und die zeigen, das man  Inhalte schaffen kann, fĂźr die der Betrachter seine Cam freigibt.
Die Idee ist schnell erklärt: nach Freigabe der Cam sucht die Flash nach Gesichtern. Mit jedem erkannten Gesicht gibt es ein Upgrade des Szenario, in dem die Ansprache stattfindet.
Einfache Idee, gut umgesetzt und vor allem: viral. Denn auf der Jagd nach dem nächsten Level holt man den einen und den anderen Kollegen vor die Cam. Crowdviewing eben.
Wer gerade im Homeoffice sitzt, kann auch mit einem Ausdruck des offiziellen Bildes des Integrationsgipfels beachtliche Effekte erzielen â wie unten links ersichtlich, hat nach einigem Drehen und Wenden sogar Frau Merkel mitgewirkt :)
Frohes Fest und einen groĂartigen Start ins neue Jahr!
Google startet grĂśĂte Imagekampagne seiner Unternehmensgeschichte â nicht in Search.
FĂźr Image braucht auch Google Bilder und vor allem Bewegtbild. Und der Suchmaschinengigant hat davon eine Menge  in PAID-Media (TV und Kino) gebucht, wie bei horizont.de zu lesen ist.Â
Die Story: wie engagierte Menschen mit Hilfe von Google GroĂes leisten kĂśnnen. Das Beispiel: ein junges Paar, die Deichgrafen, das eigeninitiativ mit Informationen auf Google Maps die Helfer organisiert hat.
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There will be no banner ads on the Google homepage or web search results pages. There will not be crazy, flashy, graphical doodads flying and popping up all over the Google site. Ever.
Never say never.
Googles Versprechen: Keine Banner im Suchergebnis. Niemals. Gegeben am  22 Dezember 2005 im Googleblog bei Blogspot. Laut einem Artikel in searchengineland.com hat Google jetzt bestätigt, dass ein "kleiner Test" mit groĂen Bannern läuft.
Quelle:Â https://twitter.com/SynrgyHQ/
Anscheinend verlässt Google den Pfad der bildfreien Ergebnisseite, obwohl das beim Start von Google einer der grĂśĂten USPs fĂźr die Google-Nutzung war. Anscheinend ist der Display-Markt, der jetzt die 20 Mrd. Dollar Grenze gesprengt hat, jetzt spannend genug fĂźr Google.
searchengineland.com hat eine FAQ zu den Google Image-Ads zusammengestellt.
Auf die Frage, wo die Nachrichten im Internet gelesen oder gesehen wurden, antworten 64 Prozent der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren mit âFacebookâ, obwohl natĂźrlich viele Inhalte, die dort verbreitet werden, von klassischen Nachrichtensites stammen. Auf Rang 2 folgt schon Video, also vor allem Youtube, was fĂźr die Nachrichtenproduzenten ein Zeichen ist, mehr Videos zu produzieren (die von den werbetreibenden Unternehmen zudem stark nachgefragt werden). Social Media als Zugang zu den Nachrichten wird komplettiert durch Blogs auf Platz 5 und andere soziale Netzwerke wie Twitter auf Platz 8.Â