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In der Gegenwart
SpĂŒre den Körper irgendwo!Dann bist du in der Gegenwart.
Von hier aus kannst du die Gedanken, GefĂŒhle und den Körper beobachten.
Was Du beobachten kannst, bist du nicht. Du bist dann dann in deinem Wahren Selbst.
Damit bist du Bewusstsein, das mit allem und jedem verbunden ist.
Verankert bleibst du ĂŒber den Körperkontakt. Dieser hĂ€lt dich in der Gegenwart. Dann gehst du ĂŒber deinen Körper hinaus und beobachtest auch diesen aus dem Bewusstsein heraus - wie auch die Gedanken und GefĂŒhle, welche du nicht bist, weil du sie beobachtest!
Du bist das, was beobachtet - ewiges Bewusstsein.
Der Kern der Probleme
Der Kern der Probleme der Menschen ist, dass sie nicht wissen, wer sie zutiefst sind.
Sie kennen zwar ihre Persönlichkeit mehr oder weniger, ihre wahre IdentitÀt bleibt ihnen jedoch verborgen.
Der Weg dorthin ist weder schwierig noch geheim. Er wird nur sehr wenig genutztâŠ
Das Reich des Wahren Selbst, liegt in der Nicht-Identifikation mit den Gedanken. Diese finden zwar immer noch statt, ich bin aber nicht mehr identifiziert mit ihnen d. h. ich bin sie nicht mehr - ich glaube ihnen nicht mehr alles - ich halte sie auf gesundem Abstand.
Dies ist nur möglich, wenn ich im Körper bzw. in der Gegenwart, verankert bleibe.
Ohne Verankerung werde ich zwangslÀufig mit dem Gedankenstrom mitgerissen.
Der Abstand geht verloren - Identifikation findet statt.
Damit das nicht passiert, ist ĂŒben des BodyAnchoring unerlĂ€sslich.
âGottâ rein - âGottâ raus
In einer Lehrgeschichte von Anthony de Mello fragt ein SchĂŒler seinen Meister, wie er Meditation und ReligiositĂ€t verbinden könnte.
Die Antwort des Meisters lautete sinngemÀss: Wenn du einatmest, atmest du Gott ein. Wenn du ausatmest, atmest du Gott aus.
Darin verbirgt sich eine tiefe Weisheit - fĂŒr religiöse Menschen auch eine grosse Motivation.
RegelmÀssige Meditation bzw. RegelmÀssiges BodyAnchoring, erfordert Motivation und Beharrlichkeit.
Beides zusammen trĂ€gt FrĂŒchte.
Im Yoga stellen wir uns vor, dass Prana in uns einströmt.
Wieso sich nicht vorstellen, dass im Alltag Gott mit jedem Atemzug in uns einströmt???
đ€đđŒ

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FĂŒnf Kategorien
Es gibt fĂŒnf Einstellungen dem BodyAnchoring gegenĂŒber, denen ich bisher bei meinen Mitmenschen begegnet bin:
- âIch brauche kein BodyAnchoring. Mein Leben funktioniert auch ohne solche Mehr-Anstrengung.â
- âDas mache ich eh schon den ganzen Tag! Ich spĂŒre meinen Körper den ganzen Tag, habe ein super KörpergefĂŒhl- und ausserdem mache ich Yoga. Da brauche ich nicht noch BodyAnchoring.â
- âIch wĂŒrde gerne BodyAnchoring machen, kann mich aber nicht mit meinem Körper verbinden. Ich habe MĂŒhe mit meinem Körper.â
- âAh - interessant. Da könnte ein Mehrwert bzw. eine Verbesserung meiner LebensqualitĂ€t drinliegen.
Ich bin in letzter Zeit so zerstreut und auch oft mĂŒde
Ich möchte gerne mehr ĂŒber BodyAnchoring erfahren.â
Menschen mit einem gestörten VerhĂ€ltnis zum Körper, mĂŒssten zuerst daran arbeiten. Ansonsten ist die Verankerung sehr schwierig.
Die letzte Kategorie Menschen, unterscheidet sich dann nochmals in solche, die dranbleiben und zum Ăben bereit sind und solchen, die nur theoretisch interessiert bleiben.
Beim BodyAnchoring ist es ganz wichtig, es praktisch auszuprobieren - es anzuwenden.
D. h. Im Alltag möglichst oft mit dem Körper Verbindung aufnehmen und den Geist so zu verankern.
Wer nicht âauf den Geschmackâ kommt, wird bald wieder in alte Muster zurĂŒckfallen.
A relationship works when both partners are willing to sacrifice their old bad habits, let go of their ego, and respect each other at all times..
Die Gedanken wollen uns schĂŒtzen
⊠deshalb können sie so penetrant und aufsÀssig sein.
Sie sind wie ein Radar, der die ganze Zeit die Umgebung und unseren Organismus auf mögliche Gefahren absucht.
Sie wollen uns helfen, dass wir möglichst nicht in unangenehme Widrigkeiten geraten. Z. B. indem wir unsere To-Do-Liste einhalten.
Leider fordern sie dabei auch unsere totale Aufmerksamkeit und sogar unsere Identifikation mit ihnen.
Sie wollen, dass wir glauben, dass wir sie sind und dass sie die Wahrheit erzÀhlen.
Soviel dĂŒrfen wir ihnen nicht(!) geben!
Es ist klug, sie in ihrer Funktion zu schĂ€tzen, die IdentitĂ€t jedoch nicht auf sie zu stĂŒtzen. Wir sind viel mehr als unsere Gedanken!
Zentral ist zu lernen, sie auf Abstand zu halten und sie zu beobachten. Das haben sie zwar nicht gerne, entspricht jedoch ihrer Rolle als âWerkzeugâ und âDienerschaftâ in unserem Organismus.
Alles muss seine natĂŒrliche Ordnung haben - sonst entsteht Leiden.
Der gesunde Abstand zu unseren Gedanken wir durch die Verankerung im Körper ermöglicht (BodyAnchoring).
Ăben - Ăben - Ăben!
Das Einzige, was es braucht
Es braucht nicht viel um in die PrÀsenz zu kommen - wenn dir diese wichtig ist.
FĂŒr mich ist sie alles: das Leben selbst - ich selbst.
Gott, Liebe, Allgegenwart etc. sind Synonyme.
Wieso sich ĂŒber Begriffe streiten?!
Was als so wenig, so nahe und selbstverstÀndlich erscheint, ist eigentlich Alles!
Wir suchen zu weit weg und verlieren uns.
Die PrĂ€senz ist allgegenwĂ€rtig - jetzt-hier-da! Zur VerfĂŒgung - wenn wir uns nur auf sie einliessen und Sie zulassen wĂŒrden.
Aber wir sind ja so beschĂ€ftigt: mĂŒssen immer was erledigen, irgendwohin gehen, an irgendwas denken.
So können wir den Wert des PrÀsent-Seins nicht erkennen.
Der Weg in die PrÀsenz ist einfach: verbinde dich immer mal wieder, freiwillig, ohne Not, bewusst mit deinem Körper.
Schwups - du bist prÀsent!
Susan Coolidge, from A Few More Verses, 1889

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Your self respect has to be greater than your desire to be loved.
Mit dem Einfachen beginnen
⊠nicht mit dem Schwierigsten!
Das Anwenden von BodyAnchoring hat verschiedene Levels: einfache bis sehr anspruchsvolle.
Es ist empfehlenswert, mit den einfachen Levels zu beginnen, damit die PrÀsenz durch das BodyAnchoring bereits gefestigt ist.
Ohne vorhergehende Ăbung ist der Sog der anstĂŒrmenden Gedanken zu mĂ€chtig und wird dich in alte Muster mitreissen.
Einfachere Kontexte fĂŒr das BodyAnchoring sind:
- alleine in einem sicheren Zimmer - ohne Störungen.
- alleine auf einer Bank am Waldrand
- alleine in der Badewanne etc.
Anspruchsvollere Kontexte sind:
- soziale Situationen, Interaktionen mit anderen Menschen
- Medienkonsum
- zwischenmenschliche Konflikte, Angriffe, Kritik etc.
Es ist frustrierend, bei den schwierigen Levels mit dem Ăben zu beginnen.
Es braucht unbedingt vorgÀngige Praxis und Festigung. Dann wir die FÀhigkeit, auch in schwierigen Situationen prÀsent zu bleiben, realistischer zur Anwendung kommen.
âEs ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.â
Ăben. Ăben. Ăben. Und dranbleiben
Die FrĂŒchte werden sich zeigenâŠ
Gedanken wollen uns vor Schmerzen bewahren
Deshalb können und wollen wir sie nicht âauf Nullâ bringen. Wie bei Schmerzen, ist es ĂŒberlebenswichtig, ein minimales Schmerzempfinden zu bewahren.
Es ist jedoch weder zielfĂŒhrend noch hilfreich, den Gedanken weiterhin freies Spiel zu lassen und ihnen alles zu glauben.
Wir können uns, bei Bedarf, entscheiden (!), das Denken fortzufĂŒhren oder es zu unterbrechen.
Das zu können und es sich auch zu erlauben, ist vital wichtig.
Folgende Tools bieten sich an:
Bewusstes Atmen
Achtsames Bewegen und BerĂŒhren
Sich Einschwingen auf Sinnesempfindungen ohne zu etikettieren.
Diese Massnahmen funktionieren nur, wenn sie vorgĂ€ngig geĂŒbt und gefestigt werden.
Wer bin ich?
Schlussendlich dreht sich alles um diese Frage der IdentitÀt:
Wer bin ich zutiefst?
Alles weitere hÀngt von der Beantwortung dieser Frage ab.
Es gibt zwei Dimensionen:
Die Formdimension und die Essenzdimension.
Ich bin beides gleichzeitig. SpĂŒr- und erfahrbar vor allem im gegenwĂ€rtigen Moment.
Die Form ist mein Körper, meine Gedanken und GefĂŒhle - und die mich umgebende Welt.
Die Essenz ist meine PrÀsenz im gegenwÀrtigen Moment.
Beides ist wichtig und will beachtet werden.
Im achtsamen GegenwÀrtig-Sein - im gegenwÀrtigen Augenblick - kommen diese beiden IdentitÀtsdimensionen zusammen und bilden meine ganzheitliche IdentitÀt.
Das ist, wer ich wirklich binâŠ
Schmerzen als Wecker
GrundsÀtzlich gilt im BodyAnchoring die Annahme, dass neutrale oder positiv besetzte Körperstellen die idealen Anker sind.
Es scheint, dass es fĂŒr viele einfacher ist, sich da mit dem Körper zu verbinden.
Nun könnte es aber auch sein, dass schmerzende Stellen ebenso tauglich sind als Körperanker zu dienen.
Diese ârufenâ ja ziemlich penetrant nach Aufmerksamkeit. Das hat selbstverstĂ€ndlich auch biologische GrĂŒnde.
Wenn du dem Drang zu kommentieren und in âGeschichtenâ ĂŒber den Schmerz abzuschweifen widerstehen kannst, können diese schmerzhaften Stellen wertvolle Wecker fĂŒr das BodyAnchoring sein.
Sie bekommen dadurch eine neue Funktion, welche sie in ein anderes Licht rĂŒckt (Refraiming).

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Auf eine Kurzformel gebracht
BodyAnchoring:
Achtsame Handlungen
Bewusstes Atmen
Körper spĂŒren
LĂ€cheln
Diese vier Punkte decken die wichtigsten Aspekte des BodyAnchoring ab.
Achtsame Handlungen:
Besonders wichtig im Alltag mit offenen Augen. Achtsamkeit ist wÀhrend des ganzen Tages möglich.
Bewusstes Atmen:
Der âKönigswegâ in die PrĂ€senz: schnell, effizient, immer möglich!
Körper spĂŒren:
Ohne Verbindung zum Körper (Verankerung), kein prÀsent sein. Der Körper ist das naheliegendste und daher geeignetste Medium, um in die Gegenwart zu kommen.
LĂ€cheln:
Damit du nicht zu verkrampft und angestrengt wirst: lÀchle!
Es kostet nichts und ist ungemein entspannend.
Du darfst ja denkenâŠ
Aber bleibe mit dem Körper verbunden
Hypothese:
Einer der Hauptverursacher von Leiden ist das unkontrollierte, meist unbewusste, zwanghafte Denken.
Es braucht keine Extreme:
Nur konzentriert auf den Körper fixiert sein bzw. sich in Gedanken verlieren.
Ich schlage einen Mittelweg vor:
Mit dem Körper (locker) verbunden bleiben, schafft eine hintergrĂŒndige PrĂ€senz.
Aus der heraus können Denkprozesse stattfinden.
Wichtig ist, dass keine Identifikation mit den Gedanken stattfindet und sie dich nicht völlig in Beschlag nehmen bzw. dir weismachen wollen, dass sie die Wahrheit sind.
Daher ist es zentral, immer wieder - locker - die Körperverbindung herzustellen. Es kann ein Pendeln sein zwischen âKörper spĂŒrenâ und denken - oder, eine gefĂŒhlte Gleichzeitigkeit.
Das Endprodukt ist eine Art âkörperverankertes Denkenâ.
Damit bekĂ€mpfst du das Denken nicht, gibst ihm aber auch nicht alle Macht ĂŒber dich.
Dies ist ein eminent wichtiger Punkt des BodyAnchoring !