Gemeinsam mit verschiedenen GĂ€sten verbringen wir den letzten Tag vor der Abreise am Pool mit lesen und ausruhen. Nur am Nachmittag ist noch mal Action: Velotour durch Katutura, dem frĂŒheren Homland, wo SĂŒdafrika die schwarze Bevölkerung wĂ€hrend der Apartheit separiert hat. Wir parkieren das Auto auf dem grossen Parkplatz beim Soveto Markt. Hier hat es aber keine Car Watcher. Plötzlich kommt schreiend Anna zu uns und fragt ob jemand ein Bakkie Auto habe, die HintertĂŒre sei offen. Als ich nachschaue, ist tatsĂ€chlich die untere hintere TĂŒre heruntergeklappt. Ich schaue reine und denke es wurde nichts gestohlen. Am Abend bemerkten wir dann, dass man uns die Gasflasche gestohlen hatte. Anna, die Besitzerin von "Katutours" klĂ€rt uns ĂŒber Geschichte und Lebensweise im Township auf, bevor wir dann mit Leuchtwesten und solala passendem Helm aufs Rad steigen. Ihr Neffe fĂŒrht uns dann durch verschiedenen Teile und zeigt uns lokale MĂ€rkte, die Polizeistation (Polizisten seien unterbezahlt und desshalb korrupt) und die Slums nur von Weitem, da dort die KiriminalitĂ€t so hoch ist, dass ein Besuch zu gefĂ€hrlich wĂ€re. Kinder aus diesem Armenviertel in Blech- und BretterhĂŒtten haben kaum Zugang zur Bildung. Auch ihnen bleibt deshalb meist nur der Weg in die KriminalitĂ€t. Im Zentralmarkt kaufen wir uns, wie die meisten Marktbesucher frisch grielliertes Rindfleisch, kleingeschnitten und auf Zeitung gefĂŒllt. Es ist etwas zĂ€h aber geschmacklich gut, vorallem mit der guten WĂŒrzmischung. Hier arbeiten alle einander zu: Holzhacker verkaufen Holz, Metzger schneiden riesiege Fleischbrocken (ohne KĂŒhlung, 35 Grad), GemĂŒsehĂ€ndler schnetzeln dazu noch einen Tomatensalat mit Zwiebeln. Wer noch VorrĂ€te braucht kann getrocknete Raupen oder getrocknete Spinatfladen zum Aufweichen kaufen. Mit einem sehr guten Nachtessen, gekocht von Stefan beenden wir diesen warmen Tag. Die letzte Nacht in d Namibia bricht an.