Unerwartete Hilfe (Newt Scamander x OC)
Der Himmel war wolkenverhangen und wenige Schneeflocken fielen vom Himmel herab. Ziemlich untypisch für London, doch auch nicht ganz unwillkommen, da es bereits Dezember war. So kam wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung auf, so kurz vor den Feiertagen. Auch die Winkelgasse wurde von dem Weiß in eine nahezu magische Stimmung getaucht. Wenn man überhaupt von so etwas sprechen kann, wenn es sich um eine Einkaufsstraße für Hexen und Zauberer handelte, wo schon per se immer eine gewisse Magie in der Luft lag.
So trat ich, wenn auch nur etwas widerwillig, aus dem kleinen Zauberstabladen und schloss dessen Türe hinter mir ab. Oillvander, feinste Zauberstäbe seit 328 v.chr. Eine Legende in der Winkelgasse und mein Arbeitgeber. Ich hatte die Begabung, die nur wenigen Zauberern zu Teil wurde und mir so quasi meinen beruflichen Werdegang vorgeschrieben hatte. Mein Talent lag darin, dass ich tatsächlich Zauberstäbe herstellen und wieder reparieren konnte. Das war herausgekommen, als ich in meinem letzten Hogwartsjahr, kurz vor den Prüfungen meinen eigenen Stab ausversehen zerbrach. Um einen neuen zu kaufen blieben keine Zeit und so behob ich das Problem lieber selbst. Einer der Lehrer hatte davon spitzbekommen und es an Mr. Ollivander weiter geleitet. Dieser war so begeistert von mir, dass ich sofort einen Ausbildungsplatz bei ihm bekam. Also war ich hier gelandet. Eigentlich will ich mich auch gar nicht darüber beklagen. Es war eine gute Arbeit. Mein Chef war nett und meine Kundschaft liebte mich. Das wusste auch der Besitzer des Ladens und hatte mich, bei doppeltem Gehalt, für die wenigen Tage vor Weihnachten alleine gelassen. Das Geld konnte ich gut gebrauchen, da ich von meinem Ex-Freund eine Menge Schulden hinterlassen bekommen hatte, die ich abbezahlen musste. Aber das war eine ganz andere Geschichte. Jetzt hatte ich auch erst einmal meinen wohlverdienten Feierabend und danach ein paar Tage frei. Immerhin war ja auch Weihnachten.
Nun stand ich draußen im Schnee und warf noch einen letzten Blick auf das hübsch dekorierte Schaufenster des Ladens. Geschäftige Magier hasteten an mir vorbei und versuchten verzweifelt noch alles für die Feiertage zusammen zu bekommen. Ein trauriges Lächeln erschien auf meinem Gesicht. Ich hatte niemanden für den ich etwas kaufen musste, denn ich würde die Tage ganz alleine in meinem kleinen Apartment verbringen. So wandte ich mich letztlich von den kleinen schwebenden Lichtern hinter dem Fenster ab und machte mich auf den Nachhauseweg. Vorbei an weiteren Einzelhändlern und kleinen Ständen, an denen die unterschiedlichsten Dinge feilgeboten wurden. Hie und da konnte man jemanden Weihnachtswünsche rufen hören. Interessiert ließ ich meinen Blick über die Waren schweifen. Man konnte ja nie wissen, wann einem die Idee für einen neuen Zauberstab kam. Außerdem musste ich noch etwas zum Essen besorgen. Eine etwas ältere Dame, die hinter einer kleinen Bude mit Glückmünzen in der Auslage stand, wecke mein Interesse. Wenn ich an vieles glaubte, aber an so etwas eher nicht. Dennoch konnte ich es nicht abstreiten, dass da kleine Kunstwerke vor ihr befanden. “Na mein Kind hast du etwas gefunden das dir gefällt ?” spricht sie mich an. Erschrocken zuckte ich zusammen, da ich gar nicht bemerkt hatte, wie ich vor mich hin gestarrt hatte. “Oh ähm... Entschuldigung... ich wollte nicht... ich habe gar kein Geld dafür... Verzeihung...” stotterte ich vor mich hin und wich mit zur Abwehr erhobenen Händen zurück. Doch die Frau war nicht wütend, sie sah mich viel mehr mit einem warmen Ausdruck in den Augen an. Anschließend nahm sie eine der Münzen in die Hand und reichte sie zu mir herüber. “Du scheinst mir eine Portion Glück gut gebrauchen zu können.” antwortete sie lächelnd. “Oh nein, ich kann doch nicht...” versuchte ich abzulehnen, doch die Dame ließ nicht locker und drückte mir wildentschlossen das Geldstück erneut in die Hand. Ich wollte erneut Protest anmelden, als etwas anderes meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein kleines, felliges Wesen machte sich an einem der glitzernden Stücke zu schaffen. Ich brauchte nicht lange um es zu identifizieren. Es handelte sich eindeutig um einen Niffler. Für einen kurzen Moment sah er zu mir hoch, blickte direkt in meine Augen, schob sich dann eine Münze in seinen Bauchbeutel und sprintete wieder auf und davon. Verwundert zog ich eine Augenbraue nach oben. Das war ungewöhnlich. Ein Niffler alleine. Wer wusste schon was der noch alles anstellen würde. Ich musste ich wieder einfangen. Die ältere Dame, die nichts bemerkt hatte lächelte mich weiterhin an. Ok, ich musste hier weg. So setzte ich mein ebenfalls freundlichstes Lächeln auf und bedankte mich überschwänglich bei ihr. Die Frau lächelte noch ein Stückbreiter und wünschte mir mit ihrer fröhlichen Stimme noch schöne Feiertage. Damit sprintete ich auch schon los. Der Niffler war aufgrund der Menschenmassen und der kleinen Ablenkungen noch nicht weit gekommen und ich konnte ihm noch ohne Probleme folgen. Zudem hinterließen seine kleinen Pfoten weiterhin Spuren im Schnee. Ich folgte ihm bis zu einer weiteren Wegbiegung. Dort blieb das kleine Wesen, zu meiner großen Überraschung, erneut sitzen und blickte in meine Richtung. Als würde es sicher gehen wollen, dass ich ihm weiter hin folgte. Seltsam. Weil mir das Ganze ein wenig spanisch vorkam und mein Buchgefühl sich nur selten täuschte, griff ich schnell nach meinem eigenen Zauberstab. Der würde mir im Notfall sehr dienlich sein. Immer weiter rannte ich hinter dem Wesen her. Es führte mich aus der Winkegasse heraus und ein kleines nur spärlich bewohntes Gebiet. Es lag nicht unweit meines eigenen Zuhauses. Es dauerte nicht mehr lange und bald darauf drangen Geräusche an mein Ohr. Kampfgeräusche. Mein Griff um meinen Zauberstab verstärkte sich. Jetzt würde es gefährlich werden.
Mit großen Schritten eilte der junge Mann durch die Straßen des Wohngebiets. Seine Augen zuckten schnell umher. Er wusste, dass es hier war. Der Demiguise. Newt war vor wenigen Tagen damit beauftragt worden einen dieser Geschöpfte aufzuspüren und einzufangen. Das kleine Wesen hatte die Welt um sich herum in den letzten Tagen ordentlich auf den Kopfgestellt und das Ministerium wollte sich das nicht mehr länger gefallen lassen. So gab es zwei Möglichkeiten. Entweder Newt fand es und konnte es retten. Oder es wurde jemand anders beauftragt der vielleicht nicht so freundlich zu Tierwesen war wie der Zoologe. Letzterer hatte sich dem Problem ohne zu zögern angenommen und rannte im Moment gegen die Zeit an. Ihm war ein Limit von drei Tagen gesetzte worden, was in seinen Augen natürlich utopisch war, wenn man einen eventuell verängstigten Demiguise fangen wollte. Im Moment waren die letzten Stunden am Ablaufen und Newt war dem Wesen dicht auf den Fersen. Er hätte es sogar fast geschafft das Tierwesen zu schnappen, doch es war ihm im letzten Moment ausgewichen und nun auf der Flucht. Scamander ihm dicht auf den Fersen. So jagten die Beiden durch die Gassen, bis ihre kleine Verfolgungsjagt zu einem abrupten Ende kam. Das Tier war in seiner Panik, in eine schmale Sackgasse gelaufen, in welcher der junge Mann das weißhaarige Wesen leichter in seine Obhut nehmen könnte. Zu seinem Glück gab das leicht verwirrte Wesen gerade seinen Zustand der Unsichtbarkeit auf und blickte sich hektisch um. Das war die Chance. Vorsichtig ging Newt in die Knie und legte seinen Koffer neben sich. “Hey kleiner Freund. Du musst keine Angst vor mir haben. Ich bin hier um dir zu helfen.” begann er leise auf das Tier einzureden und streckte die Hand nach diesem aus. Einen kurzen Moment lang sah der Demiguise ihn nur an, dann kam wieder Bewegung in das kleine Wesen. Es tapste vorsichtig den Anderen zu. Auf dessen Gesicht bereitete sich ein erleichtertes Lächeln aus. Für einen Moment sah es danach aus, als würde alles gut werden, einen sehr kurzen Moment. Plötzlich wie aus dem nichts zuckte ein heller Lichtblitz durch die Luft und im nächsten Moment brach von einem der Häuser ein Stück der Mauer ab. Laut krachen stürzte es zu Boden. Der Demiguise wurde augenblicklich wieder unsichtbar und auch Newt musste sich samt Koffer mit einem Hechtsprung in Sicherheit bringen. Schnell griff er nach seinem Zauberstab und wandte der Kopf um. Hinter ihm in der Gasse standen in schwarz gekleidete Gestalten, die Zauberstäbe erhoben. “Das ist nicht gut.” murmelte der Mann vor sich hin und machte sich daran seinen Koffer hinter einem der Mülleimer in der Gasse zu verstecke. Das sah nicht gut und vor allem nach einem Kampf aus. Dieser Gedanke behagte dem Zauberer gar nicht. Schon während er in Hogwarts war, hatte er sich nicht gerade als ein geschickter Duellant herausgestellt. Da sah er jetzt ziemlich schwarz. Erst als seine geliebten Wesen aus der Gefahrenzone waren drehte sich Newt zu seinen Angreifern. Er hatte nicht einmal die Zeit sich einen passenden Zauber zu überlegen, als ein weiterer Fluch auf ihn angefeuert wurde. Nur im letzten Moment schaffte Newt sich selbst mit einem Protego Schild zu schützen. Doch dies würde nicht lange halten und arme Mann musste sich eine neue Strategie ausdenken. Fliehen konnte er nicht. Seine Gegner wahren wohl klug genug gewesen um einen Anti-Disapparier Fluch zu wirken, denn so sehr sich der Zauberer auch anstrengte, er konnte einfach nicht verschwinden. So berief sich Newt auf die grundlegenden Zauber, die ihm jetzt wohl am besten weiterhelfen würden. “Expelliarmus.” rief er aus und zielte auf eine der Gestalten. Es gab erneut einen hellen Blitz und der Person flog der Zauberstab aus der Hand. ‘Einer weniger .’ dachte der Zoologe bei sich und machte sich bereit für den nächsten Angriff. Ihm war klar, dass er nun die Wut der Angreifer noch mehr aus sich gezogen hatte. Plötzlich begannen sich die Ansammlung von Magiern zu verteilen und hoben gleichzeitig ihre Stäbe. Nun saß der Scamander wie ein Tier in der Falle. So bemerkte er es auch nicht wie sein Niffler sich heimlich aus dem Koffer arbeitete, sich unbemerkt an allen Anwesenden vorbeischlich und in den Gassen verschwand. Verzweifelt versuchte der Zauberer noch einen Schild zu beschwören, doch das würde nicht reichen um sich von allen Seiten zu beschützen. Von allen Seiten ertönte ein mehrstimmiges: “Expelliarmus.”. Ein oder zwei der Zauber konnte Newt abwehren, doch der Rest traf hin. Sein Zauberstab wurde ihm aus den Händen gerissen und er verlor den Boden unter den Füßen. Der Körper des jungen Mannes flog wenige Meter durch die Luft und knallte gegen eine der Hauswände. Schmerz zuckte durch den ihn und nur benommen konnte er den Kopf heben. Sein Stab konnte er einige Meter weiter weg im hellen Schnee gut ausmachen. Doch seine Augen konnte etwas anderes ebenfalls nur wenige Meter von sich entfernt entdecken. Pickett. Der kleine Bowtruckle war wohl aus seiner Tasche gefallen, als ihn der Entwaffnungszauber von den Füßen gefegt hatte. `Mist, Mist, Mist.` fluchte der Mann vor sich hin. Er musste jetzt das kleine Wesen und seinen Zauberstab einsammeln. Mühsam kämpfte sich der Zauberer wieder auf die Füße. Sein Körper schmerzte und die Kälte fraß sich tief in seine Knochen. In diesem Moment, in welchem Newt dachte, dass es nicht mehr schlimmer werden konnte, wurde es schlimmer. Durch seine Kollision mit der Hauswand hatte sich von dieser ein weiterer Brocken der Mauer gelöst rauschte nun Richtung Boden. Genau auf den Bowtruckle zu. So hechtete Newt geradewegs auf seinen kleinen Freund zu und konnte diesen gerade noch so schnappen. Gemeinsam rutschten sie etwas über den Boden. Der Brocken hatte zum Glück den Zauberer nur etwas gestreift. “Pickett, als in Ordnung mit dir ?” fragte Scamander besorgt nach und war froh, als er ein Nicken zur Antwort bekam. Schnell ließ er das kleine Wesen wieder in seine Tasche gleiten. Der entscheidende Nachteil der sich nun aus dieser Rettungsaktion gebildet hatte war, dass der Zauberstab nun noch weiter entfernt lag. Quasi unerreichbar. Trotzdem musste es Newt versuchen. Anderenfalls war er kampfunfähig. Alles an ihm schmerzte bei nahezu jeder Bewegung. So wollte er einfach nur noch an seinen Zauberstab kommen. Das da noch fast ein halbes Dutzend Angreifer stand hatte er ausgeblendet. In diesem Moment traf ihn ein weiterer Zauber. Newt flog erneut durch die Luft und knallte mit dem Kopf auf den Boden. Dann wurde alles schwarz.
Ich rannte immer noch hinter dem Niffler her. Er schien mich direkt auf das Kampfgeschehen zu zuführen. Inzwischen waren die Stimmen ganz laut. Wir waren bald da. Erst vor der letzten, noch trennenden, Ecke blieb das Tierwesen sitzen und sah mich an. Seine Schnauze deutete aber immer noch zu den Stimmen. Verwundert zog ich die Augenbraue hoch und blickte vorsichtig um die Ecke. Dort standen mehrere Männer in schwarz. Auf ihren Rücken trugen sie das Zeichen einer Hand. Natürlich wusste ich was sie waren. Assassinen... Auftragsmörder. Und zwischen ihnen konnte ich einen Blick auf ihr Opfer erhaschen. Mir stockte der Atem. Der junge Mann, der da regungslos im Schnee lag, war mir nicht unbekannt. “Newt Scamander.” flüsterte ich leise vor mich hin. Ein alter Schulkamerad. Wir waren in der selben Stufe gewesen. So stand mein Entschluss schnell fest. Ich musste ihm helfen. Damit hob ich meinen Zauberstab und zielte auf einen der Angreifer. “Stupor.” wisperte ich und im nächsten Moment erstarrte der Mann völlig. Flink zog ich mir die Kapuze meiner Jacke tief ins Gesicht, huschte an dem Erstarrten vorbei und entriss ihm dabei den Zauberstab. Über den Schnee schlitternd, rutschte ich zwischen Newts leblose Gestalt und die Assassinen. Für einen Moment konnte ich Verwirrung in ihren Augen sehen. “Geht aus dem Weg. Ihr seid nicht unser Ziel. Wenn ihr euch jetzt zurückzieht, kommt ihr einfach so davon.” sprach einer von ihnen und bedeutete mir zu gehen. Doch ich dachte nicht einmal daran. “Niemals.” antwortete ich daher fest und hob meinen Stab drohend. “Das ist eure letzte Chance. Geht jetzt. Ihr seid einem Duell mit uns nicht gewachsen.” drohte die gleiche Gestalt nun. “Oh contraire. Ihr sprecht mit dem jahrelangen Meister der Zauberduelle in Hogwarts. Ich bin dem sehr wohl gewachsen.” erwiderte ich fest und bereitete mich innerlich auf den Kampf vor. Tatsächlich prasselten die ersten Flüche auf mich ein, doch darauf war ich vorbereitet. “Protego Maxima.” rief ich und hob meinen Stab über mich und meinen alten Schulfreund. Sofort baute sich das magische Schutzschild um uns herum auf. Schnell wandte ich meinen Blick zurück zu den Assassinen. “Expelliarmus.” schrie ich und der nächste Zauberstab flog durch die Luft. Gefolgt von einem Stupor-Fluch um den Mann auch definitiv auszuschalten. Es war derjenige gewesen, welcher mich zu gehen hatte bewegen wollen. Vermutlich der Anführer der kleinen Gruppe. Mit einem wütenden Blick wandte ich mich an die beiden verbliebenen. Diese sahen mich ängstlich an. Sie waren noch jung. “Geht und nehmt eure Freunde mit. Dann passiert euch nichts.” wende ich mich mit fester Stimme an sie. Mein Auftreten muss sie wohl stark eingeschüchtert haben, denn die Übriggebliebenen nickten nur stumm und machten sich daran ihre ausgeschalteten Kameraden vom Feld zu schleifen. Erleichtert atmete ich aus und sah mich schnell in der kleinen Gasse um. Von deren Eingang kam nun der Niffler auf mich zu. Er watschelte an mir vorbei und begann vorsichtig an Newts Hand zu schnüffeln. Als er keine Reaktion darauf erhielt sah mich das Wesen aus großen, traurigen Augen an. Behutsam ging ich neben ihm in die Knie. „Na, Na kleiner Freund. Wer wird denn da gleich den Kopf hängen lassen. Es wird bestimmt alles wieder gut.“ Versuche ich es zu beruhigen und streichle es über den Kopf. Dann greife ich nach Newts Handgelenk, um den Puls zu fühlen. Erleichterung durchströmte mich, als ich diesen erfühlen konnte. Aufmerksam zählte ich die Schläge. Damit schien alles in Ordnung zu sein. Als nächstes hielt ich meine Hand über seinen leicht geöffneten Mund. Auch die Atmung war noch vorhanden. Das waren ziemlich gute Voraussetzungen. Seine Verletzungen würde ich mir zu Hause ansehen. Mit meinen neuen Erkenntnissen wandte ich mich wieder an den Niffler, welcher immer noch traurig im Schnee neben mir saß. „Keine Sorge. Er wird wieder werden. Wir gehen jetzt zu mir nach Hause und dann sehen wir weiter.“ Versichere ich ihm zuversichtlich. Das Wesen sah mich lange an, dann nickte es und schien tatsächlich ein wenig fröhlicher zu wirken. Gut, jetzt musste ich nur noch den armen Scamander irgendwie zu mir schaffen. Gerade als ich mich wieder aufrichten wollte wurde ich zurückgehalten. Ein kleines, grünes Wesen kletterte aus Newts Tasche und versuchte vor das Gesicht des Bewusstlosen zu kommen. Auch es schien in völliger Sorge zu sein. Denn das Wesen rüttelte so gut es konnte an dem Mann. „Hey, wer bist du denn ?“ fragte ich es und streckte meine Hand nach ihm aus. Da grüne Etwas wandte sich schnell zu mir um und warf mir etwas zu, dass man als einen bösen Blick identifizieren könnte. „Woha, ganz ruhig. Ich bin hier um zu helfen.“ Sage ich und hebe abwehrend die Hände. Sogar der Niffler neben mir gab ein leises Grunzen von sich. Dies veranlasste das grüne Etwas sich ihm kurz zu zuwenden. Das schwarze kleine Wesen neben mir grunzte erneut und das schien das andere Tierwesen zu beruhigen. Es ging von seiner Kampfstellung zurück und sah mich nun bitten an. So steckte ich die Hand nach ihm aus und es kletterte darauf. Dort versuchte es auch gleich mit leisen Lauten mir etwas mitzuteilen. Es regte sich schrecklich auf. „Ganz ruhig, ganz ruhig. Wir bekommen das schon wieder hin. Also beruhige dich.“ Versuche ich es runterzufahren. „Ich werde euch erst einmal mit zu mir nach Hause nehmen und dann sehen wir weiter.“ Entscheide ich und wollte das grüne Ding auf meine Schulter setzten, als es mit seinen zweigenartigen Armen in eine bestimmte Richtung zeigte. Ich runzelte die Stirn, folgte aber mit meinem Blick. Auch der Niffler hüpfte in diese Richtung. Langsam folgte ich ihm. Jedoch war das schwarze Tierwesen war schneller als ich und begann an etwas herum zu zerren. Als ich näher kam, konnte ich erkennen, dass es sich um einen Koffer handelte und die Tierwesen wohl wollten, dass ihn mitnahm. Also setzte das grüne Wesen tatsächlich auf meiner Schulter ab und griff mit der freien Hand nach dem Koffer. Der Niffler sprang auf das Gepäckstück und setzte sich an eine gerade Stelle nahe es Griffs ab. Es sah zu mir hoch. Ich vermutete, dass das Tier meine Ohrringe erblickt hatte. Mir sollte es recht sein, so lange es davon angezogen wurde und es nicht weglief. Als ich so beladen zurück zu Newt kehrte, war dieser immer noch bewusstlos, wurde aber von einem weißhaarigen Demiguise begutachtet, welcher die Teile eines zerbrochenen Zauberstabs in den Händen hielt. Diese Wesen kannte ich bereits. Vermutlich würde ich ihn auch mit nehmen müssen. Als es mich bemerkte blickte es mich ebenfalls mit seinen großen Augen an. Es schien mich einen Moment lang zu analysieren. Freundlich lächelte ich zu ihm an, dann kam das Wesen auf mich zu. Vermutlich hatte es beschlossen die nächstmögliche und beste Zukunft war mit mir mitzukommen. Vorsichtig stellte ich den Koffer kurz ab und nahm den Demiguise auf. Dieser setzte sich auf meine andere Schulter. Inzwischen sah ich vermutlich aus wie ein Tierwesen-Taxi. Der Gedanke brachte mich kurz zum Kichern, allerdings besann ich mich wieder auf meine eigentliche Aufgabe. Schnell nahm ich den Koffer wieder auf und hob meinen Zauberstab. Damit trat ich zu Newt. „Wingardium leviosa.“ Flüsterte ich und zeigte mit dem Stab auf die Person vor mir. Kurz darauf begann sein Körper durch die Luft zu schweben. Tragen hätte ich ihn nicht können, so war es der grundlegendste aller Zauber, der mir weiterhelfen würde. Wer hätte auch das gedachte, dass der mir jemals irgendwie nützlich werden könnte ? Seit meinem ersten Jahr in Hogwarts, hatte ich ihn nicht mehr verwendet. Zum Glück lag mein Apartment nicht mehr weit entfernt und so machte ich mich mit meiner seltsamen Fracht beladen und einem schwebenden, bewusstlosen Zauberer auf den Weg. Wie erwartet dauerte es nur wenige Minuten bis wir in meiner Wohnung ankamen. Der Demiguise war freundlich genug gewesen, um mir die Türe zu öffnen. Jetzt standen wir in meiner Wohnung. „So wir sind da. Alles bitte absteigen.“ Verkündete ich und stellte den Koffer ab. Der Niffler saß immer noch auf dem Koffer und war außen vor. Der Demiguise ließ mein Bein los. Nur das grüne Ding auf meiner Schulter weigerte sich beharrlich los zu lassen. Seufzend ließ ich es dort sitzen. Ich musste mich erst einmal um Newt kümmern. Behutsam ließ ich ihn noch in mein Schlafzimmer schweben und legte ihn auf meinem Bett ab. Ein Gästezimmer hatte ich leider nicht. Schnell legte ich meinen Zauberstab beiseite, setzte das grünliche Wesen auf dem Nachttisch ab und zog meinen Mantel aus. Anschließend beugte ich mich über Newt. Auf seiner Stirn konnte man deutlich eine Platzwunde sehen und auf seiner Hand einen Kratzer. Mehr war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Nun gut, da musste ich wohl besser suchen und den Anderen mal von seinen durchweichten Klamotten befreien. Ansonsten würde er sich noch eine Erkältung oder schlimmeres zuziehen. Geschickt richtete ich ihn auf und zog ihm erst einmal den Mantel aus. Der würde auf später auf die Heizung wandern. Da diese Aktion aber nicht besonders viel mehr an Haut freilegte, machte ich mich daran sein Hemd aufzuknöpfen und richtete seinen Körper erneut auf. Anschließend zog ich ihm das Hemd aus. Sein Oberkörper zeigte keine frischen Wunden, lediglich alte Narben. Nur um sicher zu gehen, dass tatsächlich nichts ist, begutachtete ich auch den Rücken. Dort fand ich dann endlich etwas. Ein riesiges, längliches Hämatom zog sich über die Rückseite des jungen Mannes. „Autsch, dass muss weh tun.“ Murmle ich leise zu mir und dem grünen Ding, welches mich weiterhin beobachtete. Teil interessiert, teils besorgt. „Aber kein Weltuntergang.“ Stellte ich fest. Der schwierigere Teil war jetzt noch die Beine zu begutachten. Geschickt wie ich war, war es jedoch keine allzu große Herausforderung. Doch auch an den Beinen konnte ich nichts finden. Damit blieben der gigantische Bluterguss, der Kratzer und die Platzwunde. „Meine Güte, du musst einen wahren Schutzengel gehabt haben. Kein Fluch, keine schwerwiegenden Verletzungen. Du bist ein wahrer Glückspilz Scamander.“ Sprach ich mit meinem Patienten. „Und du hast noch mehr Glück, dass ich dir da helfen kann. Pass gut auf ihn auf. Ich bin gleich wieder da.“ Wandte ich mich an das grüne Ding und rauschte dann aus dem Raum. Ich sprintete in meine Küche und riss mein kleines Medizinschränkchen auf. Dort befanden sich die unterschiedlichsten Utensilien. Mit flinken Fingern nahm ich einfach alles heraus, was ich gebrauchen könnte und kehrte zurück zu Newt. In meiner Abwesenheit hatte sich das grüne Ding näher zu dem jungen Mann gesellt. Erwartungsvoll blickte es mich bei meiner Rückkehr an. „Ja, ich habe alles dabei was wir brauchen, damit er schnell wieder gesund wird.“ Antworte ich ihm, auf die unausgesprochene Frage. Ich glaubte sogar sehen zu können, wie das Wesen erleichtert aufatmete. Seltsam. Doch dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Ich musste mich um den Bluterguss kümmern und den armen Newt wieder in Klamotten bekommen. Sein Körper war schon genug ausgekühlt und musste dringend wieder erwärmt werden. Schnell nahm ich eine kleine Dose mit einer kühlenden Salbe hervor. Viel mehr fiel mir gegen einen blauen Fleck auch nicht ein. Ich öffnete das Döschen und rollte Newt so gut es ging auf die Seite. Vorsichtig verteilte ich die Creme und hoffte, dass es wenigstens etwas helfen würde. Während die Salbe einzog, wandte ich mich zu meinem Kleiderschrank. Dort hortete ich noch ein paar Kleidungsstücke aus dem Fundus meines Exs und meines älteren Bruders. So zog ich ein frisches Hemd und eine bequeme Hose hervor. Mit beidem kehrte ich zu meinem alten Schulfreund zurück. Behutsam kleidete ich diesen wieder an. Jetzt blieb nur noch die Platzwunde an seiner Stirn und die leichte Verletzung an der Hand. Als erstes zog ich ein Fläschchen mit reinem Alkohol hervor und desinfizierte die Wunde. Anschließend behandelte ich auch diese Stelle noch mit einer kühlenden Kräutersalbe und klebte ein Pflaster drauf. Für den harmlosen Kratzer tat ich es gleich. Zuletzt deckte ich ihn noch zu, damit sein Körper sich wieder aufwärmte. Damit nahm ich meine Dinge und das grüne Wesen wieder an mich und verließ den Raum. Es sah mich wütend an. „Beruhige dich. Im Moment können wir nicht mehr für ihn tun. Wir können nur abwarten bis er wieder aufwacht. Jetzt lass uns noch einen Tee für ihn machen.“ Erklärte ich ihm und betrat damit erneut meine Küche. Damit gab sich der Wesen wenigstens zufrieden und setzte sich auf die Küchenablage. Ich nutzte die Zeit um die Salben wieder weg zu räumen und setzte einen Kessel mit Wasser auf den Herd. Geschäftig holte ich eine Tasse aus einem der Schränkchen und stockte. Welche Art von Tee mochte Newt denn überhaupt ? Doch ich hatte da eine Idee wer mir da helfen könnte. Lächelnd wandte ich mich an das kleine grüne Wesen. „Welchen Tee sollen wir für ihn machen ?“ fragte ich es und nahm es wieder auf meine Hand. Damit zeigte ich ihm meine Teeauswahl und erklärte die verschiedenen Sorten. Kurz schien das Tierwesen zu überlegen, dann zeigte es auf eine Dose. „Danke dir.“ Bedankte ich mich freundlich und nahm die Packung heraus. Der Tee war schnell zu bereitet und ich kippte noch ein paar Tropfen eines schmerzlindernden Tranks hinein. Das sollte ihm helfen. Da das Wesen unbedingt wieder zurück zu dem Mann wollte, setzte ich es samt Tee bei diesem ab. So würde ich wenigstens schnell auf mögliche Veränderungen aufmerksam gemacht werden. Kurz blieb ich noch stehen. Wenn er schief sah der Zauberer immer noch wie ein Engel aus. Abrupt wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als ich lautes gepolter aus dem Wohnzimmer hörte. Leise vor mich hin fluchend rannte ich zum Ursprung des Geräusches. Nur um eine kleine Ansammlung von Tierwesen vorzufinden die mit einer Kiste vom Tisch gekippt waren. Es handelte sich dabei um den Niffler und meinen eigenen kleinen Hausdrachen Nobert. Beide schienen aber nicht verletzt zu sein, sondern gaben ein fröhliches Quietschen von sich. Erleichtert atmete ich aus. Newt hätte mich vermutlich erwürgt, wenn einem seiner Wesen etwas zu gestoßen wäre. „Was ist denn hier los ?“ sprach ich die Beiden an und zog streng eine Augenbraue nach oben. Die Tiere sahen mich an. Wenn auch Nobert etwas reumütiger. Vorsichtig hob ich die Kiste wieder hoch. Ich wusste, dass sich Christbaumschmuck darin befand und war mal wieder froh darüber, dass ich massive Anhänger besaß. Die gingen nicht so schnell kaputt. Dieses Jahr hatte ich einfach noch nicht genug Motivation aufbringen können, um den Baum zu schmücken. Eigentlich hätte ich nicht einmal einen, wenn mein Drache kein so großer Liebhaber davon war. Jetzt versuchte er immer wieder mich zu überreden. Doch jetzt kam mir eine Idee. „Also gut. Ich habe einen Vorschlag für euch. Ich mache euch die Kisten auf und ihr dürft dieses Jahr den Baum schmücken. Währenddessen koche ich. Deal ?“ schlage ich vor und halte Nobert meine Hand hin. Er schlingt seinen Schwanz um meine Hand und schüttelt diese. Zusätzlich nickte der Niffler begeistert. „Sehr schön.“ Nickte ich und machte mich daran die Schmuckkisten zu öffnen. Den Baum hatte ich gestern schon aufgestellt, war nur noch nicht weiter gekommen. Sobald alle Boxen offen waren stürzten sich Nobert sofort auf seine Lieblinge. Die silbernen Schneeflocken und auch der Niffler verschwand in einer. Schmunzeln ließ ich die Beiden machen. Bis etwas an meinem Hosenbein zupfte. Schnell sah ich nach unten und entdeckte den Demiguise. Den hatte ich bei der ganzen Aufregung schon fast vergessen. Stumm steckte mir das Wesen die zerbrochenen Stücke des Zauberstabs entgegen. „Oh, danke schön. Möchtest du den Beiden nicht auch beim schmücken helfen ? Ansonsten endet das vielleicht noch im Chaos.“ Biete ich dem weißhaarigen Wesen an. Es schaut noch einen Moment zu mir hoch, dann nickt es langsam. Schmunzelnd drücke ich ihm eine der Schneeflocken in die Hände. So ließ ich die drei Wesen alleine und hoffte einfach, dass ich meine Entscheidung später nicht noch bitter bereuen würde. Es gab mir jedoch die Zeit erstmal noch meiner Arbeit nach gehen. Zauberstäbe reparieren gehörte zu meinen leichtesten Übungen. Dieser hier war gerade gebrochen und würde sich wieder gut zusammen fügen lassen. In meiner Küche zog unter der Spüle meinen kleinen Zauberstab-Notfall Koffer hervor. Dazu nahm ich noch eine Schale aus einem Schrank. Geübt nahm ich ein großes Palmenblatt aus dem Koffer und wickelte es zur Stabilisation um den gebrochenen Stab. Dieses Konstrukt fixierte ich. Anschließend goss ich eine geheime Mixtur aus verschiedenen Tränken in die Schüssel und legte den Stab hinein. Das alles stellte ich ans Fenster, so dass der Mond darauf scheinen würde. Es würde sich alles schon wieder regeln. Dann öffnete ich meinen Kühlschrank. Dieser war, wie zu erwarten, Großteils leer. Daraus würde ich wohl kein Festmahlzaubern können. Es würde vermutlich wieder auf Brot mit Butter und sonstigem Belag der weg musste hinaus laufen. Naja, besser als nichts war es alle mal. Seufzend nahm ich ein paar Nahrungsmittel heraus und kehrte zurück ins Wohnzimmer, um den Tieren beim Schmücken zu zusehen. Meine Laune hob sich tatsächlich als ich ins Zimmer kam. Die drei Wesen waren immer noch eifrig dabei etwas Weihnachtszauber in meine Wohnung zu bringen. Es war herzerwärmend dabei zu zusehen, wie Nobert einen Schmuckgegenstand in seinen Klauen hielt und zu einem Ast flog. Selbst der zurückhaltende Demiguise blühte auf und half begeistert mit. So setzte ich mich auf das Sofa und hielt die drei auch nicht auf, als der Baum fertig war. Mir waren nämlich auch die Kisten mit normaler Weihnachtsdeko unter die für den Baum gerutscht. Die Tierwesen machten sich auch über diese Kiste her und bald war, trotz meines Unwillens, das Wohnzimmer sehr weihnachtlich gestaltet. Stolz betrachteten die Drei ihr Werk. „Das ist wunderschön. Ihr seid richtige kleine Weihnachtselfen.“ Lobte ich sie. Nobert flog eine kleine Schleife vor Freude. „Jetzt kommt her, dann können wir essen.“ Lud ich sie ein. Da ich mich auch etwas mit magischen Tierwesen auskannte konnte ich sie alle versorgen. Anschließend räumte ich alles weg und machte es mir gemütlich mit einem guten Buch. Der Niffler setzte sich neben mich und begann mit einer Münze zu spielen. Der Demiguise starrte fasziniert den Baum an und Nobert war keine Ahnung wo. Bis ich plötzlich ein aufgeregtes leises Fauchen, aus meinem Zimmer hören konnte. Eindeutig Nobert.
Das erste was der junge Mann wieder spürte waren Kopfschmerzen. Hinter seinen Schläfen pochte es gewaltig. Ein gequältes Brummen verließ seine Kehle. Fühlte es sich so an wenn man tot war ? Der Zoologe vermutete eher nicht. Langsam blinzelnd öffnete er seine Augen. Es war dunkel, doch er konnte sehen, dass über ihm eine schlichte Holzdecke war. Verwirrt wollte der junge Mann sich aufrichten. Das tat weh. Sein Kopf fühlte sich an, als wären hundert Zentauren darüber getrampelt und sein Rücken war nicht sonderlich viel besser. Mit einem weiteren leisen Zischen setzte sich Newt auf. Wenn sein Kopf in einem klareren Zustand gewesen wäre, wäre er vermutlich inzwischen in Panik geraten. Er befand sich offensichtlich in einem fremden Haus, nachdem irgendwelche Gestalten ihn angegriffen hatten. Keine besonders beruhigende Situation. Gerade als der Zauberer sich aufgesetzt hatte fiel sein Blick auf einen kleinen Drachen der vor seiner Nase auf und ab flog. Aus irgendeinem Grund beruhigte dieser ihn. Die bläulichen Schuppen kamen ihm erstaunlicherweise bekannt vor. Als hätte er ihn schon einmal gesehen. Auch der Drache schien ihn wieder zu erkennen, denn er flog einen fröhlichen kleinen Looping zur Begrüßung. Ein Name schoss ihm durch seinen sehr mitgenommenen Kopf. „Hallo Nobert.“ Murmelte er leise. Erneut freute sich der Drache und gab ein leises Gebrüll von sich. Ungut für den schmerzgeplagten Newt. Aufstöhnend ließ dieser sich wieder zurück fallen. Auch das jagte einen stechenden Schmerz durch seinen Rücken und er rollte sich sofort zur Seite. Sein Blick fiel auf den Nachttisch und konnte etwas Grünes erkennen. Pickett. „Pickett was ist hier los ? Wo sind wir ?“ fragte der Zauberer leise. Doch er bekam keine Antwort, denn in diesem Moment konnte er hören wie sich die Türe öffnete. Erschrocken zog Newt sich die Decke über den Kopf.
Vorsichtig betrat die junge Frau das Zimmer, aus dem sie die Geräusche gehört hatte. Das Bild, welches sich ihr bot war jedoch sehr interessant. Das grüne Ding saß nun auf dem Bett und auch Nobert saß neben ihm. Der Verletzte hatte seine Position gewechselt. Er lag nun auf der Seite und hatte die Decke über den Kopf gezogen. „Newt ist alles in Ordnung ?“ sprach sie ihn sanft an setzte sich zu dem Zauberer auf Bett. Dessen Augen wurden groß und er klammerte sich noch mehr an die Decke. Diese Stimme… er kannte sie ganz genau. Auch wenn er diese im Moment nicht richtig zu ordnen konnte, aber in seinem Magen begann sich ein aufgeregtes Kribbeln auszubreiten. „Kannst du vielleicht die Decke von deinem Gesicht nehmen ? Du wurdest verletzt und ich würde gerne wissen wie es dir geht.“ Kam es erneut von der Stimme. Der junge Mann biss die Zähne zusammen. Er wusste nicht was er tun sollte. „Es ist ok. Du musst nicht. Wenn du zuerst mit deinem kleinen Freund hier sprechen willst, geht das auch.“ Erklang es beruhigend. Kurz darauf wurde die Decke leicht angehoben und Pickett erschien. Der kleiner Bowtruckle ging zu Newts Gesicht und begann vor sich hin zu zetern. „Ich weiß, dass sie mir nur helfen möchte. Aber… na gut, wenn du meinst, dann mache ich das eben.“ Gab sich der Zoologe mal wieder in der Diskussion mit Pickett geschlagen. Langsam schlug Newt die Decke zurück und hob leicht den Kopf. Seine Augen trafen auf ein paar sanfte und sofort senkte er den Blick zu seinen Händen. Das Kribbeln in seinem Magen wurde immer stärker. „Hallo Newt, ich weiß nicht ob du dich noch an mich erinnern kannst, aber wir waren gemeinsam in Hogwarts.“ Begrüßte die junge Frau ihn sanft. Schnell nickte der Andere. Er wusste sehr genau wer das war. Ihr Name war Kayleigh. Sie war damals eine Ravenclaw gewesen. Dazu eine ausgezeichnete Qudditich-Spielerin und die beste Duellmagierin in ganz Hogwarts. Sie hätte es weit bringen können. Aber sie war auch eine Außenseiterin gewesen. Sie war ruhig, hatte gerne Geschichten geschrieben und hatte ein erstaunliches Interesse für Drachen gehabt. Außerdem waren die Beiden in der Zaubertrank-Klasse immer neben einander gesessen. So war sie Newts beste Freundin geworden und auch gewesen, bis sich die Beiden aus den Augen verloren hatten. Und sie war die erste große Liebe des Zoologen gewesen. Zumindest hatte dieser gedacht, dass er über seine Gefühle hinweg gewesen war, bis zu diesem Zeitpunkt. All seine langen gepflegten und unterdrücken Gefühle sprudelten frisch in sein Bewusstsein und führten zu einem ordentlichen Schwindelgefühl, sowie stärkeren Kopfschmerzen. Daher kniff Newt kurz die Augen zusammen. Etwas das auch dem Mädchen nicht entging. Besorgt legte sie den Kopfschief und wollte schon nach dem Wohlbefinden fragen als der junge Mann zuerst sprach: „I-Ich weiß noch wer du bist Kay.“ Flüsterte er leise. Ein kleines Lächeln zauberte sich auf das Gesicht der Angesprochenen. Der Hufflepuff war ihr bester Freund gewesen und es hatte ihr das Herz gebrochen, als dieser plötzlich aus ihrem Leben verschwunden war. Sie hatte schon immer seine schüchterne, zurückhaltende und stille Art sympathisch gefunden. Außerdem fand sie es bewundernswert wie sehr er doch aufblühen konnte und wie er es schaffte die Welt auf seine eigene, besondere Weise zu sehen. Er war einfach jemand sehr besonderes gewesen. „Es ist schön dich wieder zu sehen Newt, auch wenn die Umstände vielleicht nicht ganz so glücklich sind.“ Antwortete die ehemalige Ravenclaw. Der Andere nickte leicht und sah immer noch auf seine Hände. „Was ist passiert ? Ich wollte doch nur einen Demiguise retten und dann waren da diese Personen. Und… Moment der Demiguise ? Wie spät ist es ? Ich muss ihn finden. Und meine Tierwesen. Ich habe sie alleine gelassen. Was ist wenn sie weggelaufen sind ? Oder jemand sie gefunden hat. Wenn mein Koffer weg ist, was… oh nein, nein, nein… das darf nicht sein.“ Schreckte Newt aus seinen Gedanken auf und fuhr hoch. Sein Rücken nahm es ihm übel und mit einem leisen Zischen fiel er schon fast wieder zurück ins Bett. „Hey, Hey ganz ruhig. Es ist alles in Ordnung. Ich habe deinen Koffer mitgenommen und einen Demiguise habe ich auch gefunden. Er sitzt im Wohnzimmer. Genau wie ein Niffler und dieser kleine Freund hier. Es sind alle in Sicherheit. Du musst dich nicht aufregen. Sie haben vorhin gemeinsam mit Nobert den Tannenbaum geschmückt. Und was passiert ist, ist sehr leicht. Du wurdest von Assassinen angegriffen und hast im Kampf dir eine ordentliche Beule zugezogen. Ich habe dich gefunden und verteidigt. Du musst wohl jemandem sehr wichtiges ans Bein gepinkelt zu haben. Ich habe dich mit zu mir genommen, damit du dich erholen kannst.“ Erkläre Kay freundlich und strich vorsichtig über die Hand des Zoologen. „Aber woher wusstest du wo ich bin ? Die Gegend ist doch sehr abgelegen, wenn ich mich nicht täusche.“ hakte dieser etwas ruhiger nach. „Dein Niffler. Ich habe ihn gesehen und bin ihm gefolgt. Er hat mich zu dir geführt. Es war vermutlich nur pures Glück, dass er auf mich gestoßen ist.“ Erklärt Kay. Stille legte sich über die Beiden. Newt nickte einfach nur leicht. „Wie geht’s dir denn ? Hast du irgendwelche außergewöhnlichen Schmerzen?“ fragte die junge Frau schließlich. „Es geht. Mein Kopf tut weh, mir ist schwindlig und ich kann mich kaum bewegen. Aber es könnte schlimmer sein. Ich habe schon heftigeres abbekommen.“ Stöhnte der junge Mann auf, versuchte aber gleichzeitig sich aufzurichten. „Das macht Sinn. Du hast einen ziemlich großen blauen Fleck am Rücken. Der wird etwas Zeit brauchen um abzuheilen. Außerdem hast du auch eine Platzwunde an der Stirn. Das wird aber wieder. Du musst dich nur ein paar Tage ausruhen.“ Erklärte seine ehemalige beste Freundin ihm und schenkte ihm ein Lächeln. Etwas das den Zauberer dazu veranlasste auch kurz, wenn auch etwas schüchtern, zu lächeln. „Danke, dass du mir geholfen hast.“ Flüsterte er leise. „Aber ich glaube ich sollte jetzt gehen. Ich habe dich schon lange genug aufgehalten und meine Tierwesen brauchen mich. Und du hast bestimmt auch noch etwas Besseres zu tun. Ich möchte dich wirklich nicht aufhalten.“ Fügt der Zauberer lauter hinzu und seine Stimme erklang sehr schnell. Anschließend biss er die Zähne zusammen als er sich aufsetzte und zum Bettrand robbte. Plötzlich spürte er eine Hand auf seiner Schulter. „Newt bitte. Du brauchst ruhe. Wenn du lieber nach Hause möchtest, weil du dich bei mir nicht wohlfühlst, kann ich das verstehen. Aber bitte lass mich dich nach Hause begleiten und schauen, dass du jemanden hast der sich um dich kümmern kann. Wir sind nach wie vor Freunde und ich mache mir Sorgen um dich.“ antwortete Kay und legte ihre Hand auf die des Zauberers. Dessen Augen zuckten kurz zur Seite bevor sie auf ihren Händen landeten. Ihre Hand war warm und sanft. Es gab ein weiteres Kibbeln in seinem Magen. „Nein, das musst du doch nicht machen. Ich schaffe das schon. Ich habe ja noch meine Tierwesen. Das klappt schon.“ Wehrte er schnell ab. Einen Tick zu schnell, denn die junge Frau konnte sofort erkennen das er log. „Du weißt nicht wo du hin sollst oder ? Du hast hier kein Apartment. Nicht war ?“ hakte sie vorsichtig nach. Und traf den Nagel auf den Kopf. „Ja… ähm.. ich meine Nein… ä-äh ich habe zwar noch keine eigene Wohnung, aber ich kann auch in einem Hotel unterkommen.“ Stotterte Newt überrumpelt und sah weiterhin intensiv auf seine Hände. „Oh nein keine Widerrede. Du wirst nicht alleine in einem Hotel bleiben. Du kannst wirklich sehr gerne hier sein bis du wieder auf die Beine kommst. Also so lange du willst.“ Beharrte Kay und drückte leicht die Hand des Anderen. „Nein, das kann ich wirklich nicht. Wenn mich tatsächlich jemand jagt und mich hier findet dann bist du auch in Gefahr. Und ich muss arbeiten, mich um meine Wesen kümmern…“ erklärte der Zauberer und stand auf. Sein Rücken tat immer noch weh und sein Blick war immer noch gen Boden gerichtet. Dabei fiel sein Blick auf die Kleidung die er trug. Das war eindeutig nicht seine. Augenblicklich lief sein Gesicht tomatenrot an. Hatte die junge Frau und Liebe seines Lebens ihn umgezogen ? Die Andere bemerkte sein erschrecken. „Oh das. Bitte entschuldige. Deine Sachen waren nass, weil du im Schnee gelegen hast. Und ich musste nachsehen, ob du weitere Verletzungen hast. Außerdem wollte ich nicht, dass du krank wirst. Ich hoffe es ist dir nicht zu peinlich.“ Entschuldigte sich die junge Frau schnell und zog besorgt ihre Stirn in Falten. Ja, es war Newt peinlich, sehr peinlich sogar und irgendwie konnte er sich nicht entschieden ob es besser gewesen war, dass er ohnmächtig war oder nicht. Aber das war im Moment nicht sein größtes Problem. Wenn er jetzt andere Sachen trug und diese ihm passten, ließ das nur einen Schluss zu. Er hatte die Sachen Kayleighs Verlobten an und das machte ihm zu schaffen. Sehr zu schaffen. So sehr, dass sein Gesicht einen dunkleren Rot-Ton annahm. „Ä-Ähm ja… also nein… äh wo sind denn meine Sachen, dann ziehe ich mich um und bin weg. Ich möchte dich nicht länger stören. Dein Verlobter kommt bestimmt bald nach Hause und es ist ja auch demnächst Weihnachten, da wollt ihr doch bestimmt ein wenig Zeit für euch haben.“ Stotterte der Zauberer schnell. Völlig überrascht blinzelte die Hexe mit den Augen. „Was ? Woher ? Woher weißt du das ? Du…“ kam es sehr verwirrt von ihr. „Theseus hat es mir erzählt. Ich freue mich für dich wirklich.“ Nuschelte Newt schnell. Wenn das hier noch länger ging würden seine Emotionen irgendwie aus ihm herausplatzen. „Dann weiß dein liebes Bruderherz aber auch nicht alles. Er hat sich von mir getrennt. Vor ungefähr zwei Wochen. Ist mit einer Schöneren durchgebrannt und hat mich auf einem Haufen Schulden sitzen lassen. Was glaubst du warum ich hier in dieser Gegend wohne, kein Weihnacht feiere, oder besser gesagt alleine… abgesehen von Nobert… und mich seit Tagen von Wasser und Brot ernähre ?“ antwortete Kay und sah auf ihre Hände. Tränen sammelten sich in ihren Augen. Nicht aufgrund, dass sie ihren Ex vermisste, sondern viel mehr, weil ihr wieder in den Sinn kam, dass sie nicht wusste wie sie die Schulden zurück zahlen sollte. Jetzt war es an ihrem besten Freund irritiert zu blinzeln. Sein Herz machte einen Hüpfer in seiner Brust. Es war vielleicht falsch sich darüber zu freuen, doch irgendwie tat er es. Also dass ihr Verlobter sie verlassen hatte, dass andere war schrecklich. „Oh… d-das wusste ich nicht. Es tut mir leid. Er ist ein Idiot.“ Kam es von dem Zauberer. Er fühlte trotzdem ein bisschen schlecht, dass er so überreagiert hatte. „Wer würde schon jemanden wie dich sitzen lassen. Das ist doch Idiotie. Ich könnte das niemals.“ Fügte er leise hinzu. Auch wenn es nicht leise genug war. Die junge Frau hörte es trotzdem und musste schmunzeln ob seiner lieben Worte. Ihre Tränen begannen dennoch über ihre Wangen zu rollen. Hektisch sah der magische Zoologe nach oben. `Oh nein, nein, nein.` dachte er bei sich. Er konnte es nicht ertragen sie weinen zu sehen. Sein Herz setzte einen Schlag aus und sein Magen zog sich schmerzhaft zusammen. Schnell machte er einen Schritt auf seine beste Freundin zu und nahm sie in den Arm. Diese Reaktion war so natürlich und selbsterklärend für ihn, dass es nicht darüber nachgedacht hatte. Ein Glück für das Mädchen, denn sie legte ebenfalls ihre Arme um ihn, ganz vorsichtig um ihm keine Schmerzen zu zufügen, und drückte ihr Gesicht an seine Brust. Etwas unbeholfen blieb Scamander so stehen und hielt seine beste Freundin einfach nur im Arm. Es dauerte einige Minuten, bis sie sich wieder gefangen hatte und den Kopf hob. „Danke Newt. Danke, dass du immer noch für mich da bist. Wie früher. Du hast dich kein bisschen verändert und das ist wunderbar. Es ist schön, dass wir uns zwar so lange nicht gesehen haben, aber trotzdem immer noch alles so ist wie damals. Danke.“ Schluchzte sie immer noch leicht und hob leicht ihren Blick. Newts Gesicht glich immer noch einer Tomate. `Irgendwie niedlich.` dachte sie bei sich und lächelte. „D-Danke das gebe ich gerne so zurück. Also auch, dass du mir geholfen hast.“ Kam es leise von dem Zauberer und er lockerte seinen Griff etwas. „Kann ich dich dann wenigstens jetzt dazu überreden hier zu bleiben, damit du dich ausruhst und ich mit jemandem feiern kann, der mir wichtig ist ? Ich kann dir vielleicht kein perfektes Weihnachten bieten. Oder mehr als eine Scheibe Brot, aber hey… das ist doch besser als nichts.“ Bot sie leise an. Der Andere brachte ein nickten zustande. „Ja gerne. Ich muss mich jetzt aber um meine Tierwesen kümmern. Und…“ antwortete er ebenfalls leise. „Nichts da und… Ein Teil von ihnen sitzt im Wohnzimmer. Wenn du willst können wir uns noch ein bisschen hinsetzten und du erzählst mir von deinen Studien. Und vielleicht mal wer dein kleiner Freund da ist ? Ich kann ihn ja nicht als grünes Ding bezeichnen. Der Rest regelt sich schon. Ok ?“ schlug Kay vor und trat einen Schritt zurück um auf den Bowtruckle auf dem Nachttisch zu zeigen. Der Tee war vergessen. Der war inzwischen bestimmt schon kalt. Dann musste sie eben einen neuen machen. „Oh, das ist Pickett. Er ist ein Bowtruckle.“ Stellte Newt endlich vor. „Danke. Hallo Pickett. Schön, dass wir uns jetzt endlich offiziell kennenlernen. Er ist wirklich sehr nett und hat mir geholfen.“ Strahlte die junge Frau zu erst das grüne Tierwesen und dann Newt an. Dieser erwiderte es leicht. Ihr Lächeln schickte erneut ein Kribbeln durch seinen ganzen Körper. „Also komm. Du musst dir ansehen wie schön sie das Wohnzimmer geschmückt haben.“ Freute sie sich dann und machte sich gemeinsam mit dem Zoologe auf den Weg in das andere Zimmer. Newts Rücken tat zwar immer noch weh und ihm war ein wenig schwindlig. Doch die angenehme Wärme und das Kibbeln, welches von Kayleighs Berührungen ausgingen, waren jedoch zu angenehm um ihnen zu entsagen. Als sie gemeinsam das Wohnzimmer betraten wurde der Magier von seinem Niffler und dem gesuchten Demiguise empfangen. Erleichterung darüber strömte durch seinen Körper und auch als er tatsächlich seinen Koffer auf dem Tisch sah entspannte er sich Zusehens. Es war tatsächlich alles da. „Im Übrigen ich habe auch deinen Zauberstab gefunden. Er war zerbrochen doch ich denke ich kann ihn reparieren. Er liegt am Fenster.“ Erklärte die junge Frau und setzte den Anderen auf dem Sofa ab. So gleich wurde er von dem Niffler und dem anderen Wesen belagert. Doch Newt sah erstaunt zu seiner besten Freundin. „Wie ? Du kannst das ?“ fragte er verwundert. „Natürlich. Ich bin Zauberstabmacherin.“ Rief die Angesprochene zurück während sie in der Küche den zweiten Tee aufsetzte. „Man hat kurz vor meinem Abschluss herausgefunden, dass ich ein Talent dafür habe und so fand ich einen Beruf.“ Fügte sie noch erklärend hinzu, während das Mädchen mit dem Schmerztrank zurück kam. „Hier nimm einen Schluck davon. Es wird dir helfen. Schmerztrank. Ich habe dir noch einen Tee gemacht, der muss allerdings noch ziehen. Außerdem hast du noch etwas von deinen Tierwesen erzählt. Wenn du willst kann ich dir damit helfen. Dann musst du dich nicht so belasten.“ Sprudelten die Wörter aus Kay heraus und sie schenkte ihrem besten Freund ein breites Lächeln. Dessen Herz machte einen erneuten Sprung in seiner Brust und der Gedanke, dass sie ihm helfen würde, ließ ihn schon förmlich dahin schmelzen. „Gerne, wenn du willst.“ Nickte er zustimmend. So geriet auch dieser Tee in Vergessenheit als der Zoologe und die Zauberstabmacherin in den Koffer hinabstiegen. Natürlich erst als der Trank bei Newt wirkte. Gemeinsam kümmerten sie sich um die Tiere und der arme Verletzte hatte recht gehabt. Es war ein wunderschöner Anblick Kay mit den Wesen zu sehen. Ein Anblick, welchen der Zoologe den ganzen Tagen sehen könnte ohne müde davon zu werden. Dennoch waren sie zu schnell fertig und stiegen wieder nach oben in die Wohnung. Dort setzten sich die Beiden wieder auf das Sofa. Begeistert erzählte der Zauberer von seinen Studien. Es war bereits spät als sie beide Arm in Arm eingeschlafen waren. Umgeben von einem Niffler, einem Demiguise, einem Drachen und einem Bowtruckle. Und jeder von ihnen wusste, dass die kommenden Tage noch interessant werden dürften.