Pakistan. Man muss hier gewesen sein. Gutes Essen, wenn ich auch zum ersten mal mit Reisedurchfall zu kämpfen hatte. Sehr nette Leute. Herzlich und sehr hilfsbereit. So ziemlich überall auf der Welt kann sich Deutschland eine Scheibe diesbezüglich abschneiden. Die Kultur ist der indischen extrem ähnlich. Die Religion ist ein wesentlicher Unterschied. Stereotypen bezüglich Terrorismus wie in unseren deutschen Medien ausgedrückt sind die einzigen Eindrücke die wir von Pakistan haben. Ich konnte mich komplett frei bewegen und hatte nie Angst etwas könnte passieren. Als Frau hätte man das, wegen der konservativen Gesellschaft allerdings nochmal anders wahrgenommen. Wie erwartet war die größte Gefahr Straßenverkehr. Ein hohes Sichereitsaufkommen fällt trotzdem auf. Kontrollen bei jeder Mittelstreckenbusfahrt und in regelmäßigen Abständen Polizeisperren, wenn auch unnütz während Stoßzeiten. Trotzdem war es sehr bewegend von einem Freund aus Peschawar erzählt zu bekommen wie sein Cousin den Anschlag auf die Militärschule überlebt hat. Dass sich hinter diesen Schreckensmeldungen aber eine reiche 250 Millionen Einwohner starke Kultur verbirgt wird nie erwähnt. Mit Iran zusammen waren diese beiden Besuche die am prägendsten und diejenigen für die ich im Moment am dankbarsten bin. Leider hatte ich zu wenig Zeit mir die reiche Landschaft Pakistans anzuschauen. Atemberaubende Berge im Norden mit wunderschönen Seen wie in Swat. Genauso gibt es Wüste und Küstenlandschaften. Mein indisches Visum hab ich in letzter Minute ziemlich stressig bekommen. Damit konnte ich dann die Grenze bei Wagah problemlos nach Indien überqueren. Ich bin sehr dankbar für eine herzliche und fruchtbare Zeit bei Minhaaj, einem Freund aus Schweden, mit seinem Bruder Awais und seinen Freunden Rehmat und Soheil. Ich wurde königlich behandelt, in gewisser Weise typisch der Gastfreundschaft der Moslems, aber geschuldet eigentlich diesen wunderbaren Menschen und deren Freunde.