Fred and Georgeâs first day in Hogwarts
*the day before*
McGonagall:I canât wait to meet two more weasleys they are the sweetest children ever.
*The first day*
Fred and George: surprise bitch


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Kapitel 2: Des Teufels Tanzpartnerin
Prolog:Â https://athenasmaze.tumblr.com/post/190246129369/are-you-afraid-prolog-der-tag-der-bestimmung
Kapitel 1:Â https://athenasmaze.tumblr.com/post/190617685119/are-you-afraid-kapitel-2-die-initiation
Nachdem alle Initianten in das Netz hinein geplumpst waren und sich bei Four anmeldeten, zeigte man uns unseren Schlafsaal. Man konnte natĂŒrlich nicht erwarten, wir wĂ€ren nach Geschlechtern getrennt worden, nein. Sondern nach gebĂŒrtigen und nicht gebĂŒrtigen Dauntless. Die gebĂŒrtigen Dauntless wurden separat trainiert, hatten aber mit uns dieselbe AbschlussprĂŒfung. Wir nicht gebĂŒrtigen Dauntless teilten uns alles gemeinsam; gemeinsamer Schlafsaal, gemeinsame Duschen, gemeinsame Toiletten. Mir persönlich war das egal. Ich hatte nie ein Problem mit dem anderen Geschlecht oder der Nacktheit. Und ich schĂ€tzte mal als Soldat, sollte man dies auch nicht haben. Und das war es, was in den nĂ€chsten zwei Monaten aus und gemacht wurde: Soldaten.
Der Saal war quadratisch, sehr groĂ und erinnerte an eine alte Fabrikhalle. Jeweils an der linken und rechten Wand, wie auch in der Mitte, waren acht Betten aneinandergereiht. Der Duschraum, mit sechs offenen Duschkabinen versehen, lag auf der anderen Seite des Schlafsaals und war nur zur HĂ€lfte offen. Ich vermutete, dass auf der HĂ€lfte, die mit einer Steinwand vom Schlafbereich abgetrennt war, die Toilettenseite war. Die Betten waren einfache Stahlbetten, bestehend aus einer dĂŒnnen Matratze, einer von mottenzerfressener Decke und einem durchgelegenen, dĂŒnnen Kissen. Alles in allem war es also sehr alt und sehr ungemĂŒtlich.
âEs ist unglaublich, dass die uns alle zusammen in einen Raum knallen. Wenigstens MĂ€nner und Frauen hĂ€tten sie trennen können!â, beschwerte sich Christina lautstark. âOder die Klugen von den Jammerlappenâ, feixte Peter als er an ihr vorbei, auf der Suche nach einem Bett, ging. Christina verzog nur eine Grimasse in seine Richtung und ignorierte weitere SprĂŒche seinerseits.
Ich verzog mich an das letzte, etwas abseitsstehende Bett und schnappte mir die Bekleidung, die man uns bereitgelegt hatte. Alle bekamen das Gelbe zum Anziehen: ein schlichtes schwarzes Shirt und eine schwarze Hose, die an eine Arbeiterhose erinnerte. Dazu schlichte schwarze Boots und eine robuste Jacke, Ă€hnlich der MilitĂ€rjacken vor dem groĂen Krieg. Nur ohne das Camouflage-muster, sondern in schwarz-rot und dem Dauntlesszeichen auf der Brust: Eine Flamme.
WĂ€hrend sich alle MĂ€dchen in die zerfetzten Decken hĂŒllten oder sich gegenseitig beim Halten dieser Hilfestellung zum Umziehen gaben, zog ich mir die Schuhe aus, lieĂ den zuvor gerissenen Rock fallen und knöpfte mir die Bluse auf. Da stand ich nun. In einer neuen Fraktion unter fast gĂ€nzlich fremden Menschen und nur in UnterwĂ€sche bekleidet. Ich faltete meine alten Klamotten zusammen und legte sie auf das Bett. AnschlieĂend zog ich Hose und Shirt ĂŒber, band mir die Boots an den FĂŒĂen zu und streckte mich ausgiebig. Ich war sichtlich zufrieden.
Viele hatten auf dem Weg zum Schlafsaal hin Ă€ngstlich und eingeschĂŒchtert gewirkt. Nach Erics Ansprache war das auch kein Wunder gewesen. Zehn von uns werden am Ende der Initiation fraktionslos sein; sprich obdach- und heimatlos. Aber damit musste man rechnen. Das ist in jeder Fraktion so. FĂ€llst du durch die Initiation bist du drauĂen und fraktionslos. Aber das direkt schon in der ersten HĂ€lfte durchzuziehen, war hart. BestĂ€tigte aber auch nur meine Vermutung, dass Eric ein Sadist war. ~ Und einer unserer AnfĂŒhrer. Weltklasse ist das doch. ~ WĂ€hrend ich, mit auf der Hand abgestĂŒtztem Kopf, auf der Bettkante saĂ und darĂŒber philosophierte, wie ich mein aufkommendes AutoritĂ€tsproblem unter Kontrolle bekam, spĂŒrte ich Blicke auf mir ruhen. Blicke, die sehr nah waren. Ich hob meinen Kopf von meiner HandflĂ€che und blickte in zwei grĂŒne Augen. Ein groĂer und breiter, jedoch gut gebauter Junge, mit braunem verwuscheltem Haar stand vor mir. Ich hob eine Augenbraue um verstehen zu geben, dass er mir schon hatte sagen mĂŒssen, was er denn von mir wollte. LieĂ diese dann aber sinken und lĂ€chelte sanft, als er sich mit einem schiefen LĂ€cheln am Hinterkopf kratzte. âKann ich das Bett neben dir haben? Die anderen sind schon besetzt.â
âDir ist bewusst, dass ich in diesem Falle so oder so keine Wahl habe, als dir das Bett zu ĂŒberlassen, oder?â Erneut hob meine Augenbraue, lĂ€chelte aber weiter. Wir wollten den armen Kerl doch nicht verschrecken.
Er lieĂ seinen Arm sinken und tappte von einem FuĂ auf den anderen. Ich grinste leicht. âNun... ja schon, aber...â Er biss sich auf die Unterlippe und sah zu Boden, meinem Blick ausweichend. Er dachte wochl fieberhaft darĂŒber nach, wie er mich dazu bringen könnte, ihm das Bett neben mir zu ĂŒberlassen. Nach ein paar stillen Momenten, erlöste ich den armen Kerl von seinem Leid und hörte auf, das aufkommende Lachen in mir zu unterdrĂŒcken. Verdutzt sah er mich an. Verdutzt und wohl noch nervöser. Ich stand von meinem Bett auf und setzte mich auf das noch freie Bett daneben. Ich klopfte, immer noch schmunzelnd, mit der Hand auf die Stelle neben mir, als Zeichen er solle doch Platz nehmen. âSchon gut, schon gut. Ich Ă€rgere dich doch nur. Klar kannst du das Bett hier haben. Sofern du mir denn sagst, wie mein neuer Nachbar, fĂŒr die nĂ€chsten zwei Monate zumindest, heiĂt?â Ich schenkte ihm ein warmherziges LĂ€cheln und sobald er bemerkt hatte (was einige Sekunden dauerte), dass dieses LĂ€cheln auch meine Augen berĂŒhrte, setzte er sich, wesentlich entspannter, neben mich und hielt mir die Hand hin. âMein Name ist Al, hi.â Wieder breitete sich dieses schiefe LĂ€cheln auf seinen Lippen aus und seine grĂŒnen Augen sahen nun wieder direkt in die meinen. Ich nahm seine Hand und schĂŒttelte diese. âArchi, freut mich Al.â
âSo ein Pech, Al. Jetzt hast du direkt den zweitgröĂten Sadisten, neben Eric, abbekommen. Aber tröste dich damit, dass du auf jeden Fall die gröĂte NervensĂ€ge neben dir hast.â Peter, Molly und Drew waren vor unseren Betten aufgetaucht, schon fertig umgezogen und wie immer ĂŒberheblich dreinschauend. Peter musterte mich abwertend von oben bis unten. Soll mich das etwa verletzen?
âSchien dir zu gefallen, dich vor allen hier halbnackt zu prĂ€sentieren, was Ken?â, spuckte mir Molly zornig entgegen. Drew nickte nur zustimmend. Sie vollkommen ignorierend hielt ich Peters Blick stand. Peter war schon immer der einzige Mensch gewesen, bei dem ich manchmal nie sicher war, was er gerade dachte. Und das wusste er. Er hatte dann immer einen ganz bestimmten Blick, wenn er mich bewusst aus seinen Gedanken raushalten wollte. Einen Blick, der weder abwertend, noch gleichgĂŒltig war. Weder abschĂ€tzend, noch kalt. Ja, nicht einmal ĂŒberheblich. Mich erinnerte dieser Blick immer an eine Mauer, die man verzweifelt versuchte aufrecht zu erhalten.
Ich wusste, dass Peter seit Jahren etwas vor mir verbergen wollte. Speziell nur vor mir, denn bei keinem anderen gegenĂŒber hatte ich diesen Blick bei ihm gesehen. Anfangs ging ich auf seine Sticheleien ein und konterte mit Ignoranz und Arroganz. Das, was Ken halt am besten konnten. Aber ich war nicht mehr bei den Ken und ich musste auch keine mehr mimen. Ich bin eine Initiantin der Dauntless und in zwei MonatenâŠ
Ich wandte mich von dem Kopf des Trios ab und blicke Molly, mit einem unheilvollen LĂ€cheln, an. âAch herrjeh, das hatte ich Schussel ja ganz vergessen! Wie konnte ich nur halbnackt rumrennen und den Leuten hier zeigen, wie eine Frau aussehen kann.â Ich klatschte mir mit der HandflĂ€che, gespielt geschockt, gegen die Stirn. Dann jedoch, stand ich aber auf und stellte mich vor Molly hin. Mein Blick kĂŒhl und ĂŒberlegen. âIm Gegensatz zu dir Kampfkröte, meine ich.â, hauchte ich mit bedrohlichem Unterton und einem fiesen LĂ€cheln auf den Lippen, in ihr Ohr.
Noch im selben Moment, indem sie knallrot im Gesicht wurde, fuhr sie mit dem Kopf herum um mich mit Zornesfunken in den Augen anzublicken. Sie erhob die Faust und holte nach mir ausâŠ
Und zwei Sekunden spĂ€ter lag sie auch schon auf dem Bauch neben Al, die Arme hinter dem RĂŒcken verdreht, seitlich das Gesicht fest in die dĂŒnne Matratze gedrĂŒckt und vor Schmerzen jaulend. Peter und Drew rĂŒhrten sich keinen Meter. Drew war ein Feigling und MitlĂ€ufer, da war das klar. Peter aber, war kein Feigling und auch kein MitlĂ€ufer. Ihm waren seine Mitmenschen schlichtweg nur egal. ~ âIch bin mir selbst der NĂ€chste.â Waren das damals nicht deine Worte? ~ Aufkommende Erinnerungen verdrĂ€ngend, beugte ich mich runter zu Mollys Gesicht. âErhebe noch einmal auĂerhalb des Ringes die Hand gegen mich und ich reiĂe dir die Lunge raus. Mit meinen bloĂen HĂ€nden.â, flĂŒsterte ich ihr zuckersĂŒĂ ins Ohr, lieĂ sie anschlieĂend sachte los und setzte mich auf mein Bett, Al gegenĂŒber. Sie erhob sich stöhnend und ohne mich auch nur noch einmal anzublicken (oder sonst irgendwen), lief sie an mir und ihren zwei âFreundenâ vorbei. Drew sah ihr hinterher, Peter nicht. Drew lief ihr nach. Peter nicht.
âDu gehörst hier hin.â Seine Worte waren kein Kompliment. Sie waren gefĂŒllt von Hass und sein Blick glich den Eisgletschern frĂŒherer Tage. Endlich lieĂ er den Blick von mir, wandte sich ab und lief Richtung Mitte des Raumes. Wahrscheinlich jemand anderes schikanieren. Erst jetzt fiel mir auf, dass jedes Augenpaar im Schlafsaal auf mich gerichtet war. Ich zuckte mit den Schultern und kratzte mir, schief grinsend, am Hinterkopf âWas soll ich sagen? Aggressionsprobleme? Komplexe einer Rothaarigen? Ăberbleibsel der Arroganz einer Ken? Hass gegen Bullys? Oder einfach nur eine Dauntless?â Manche sahen weiterhin mich an, ihre (neugewonnen) Freunde oder einfach nur weg. Manche sahen beschĂ€mt aus, andere nickten zustimmend. Und einer klatschte.
Alle blickten verwundert zum Eingang (mich miteingeschlossen), die Richtung, aus der das Klatschen kam. Es war Four.
âDa hat jemand das Prinzip verstanden.â Four hörte auf zu klatschen, blickte in unsere Runde und ging gemĂ€chlich die Treppen herunter. Er schien wenig beeindruckt von unserem bunten Haufen, verzweifelt drein guckender âWelpenâ. âMir ist es egal um welchen Kinderkram es sich handelte, aber sowas klĂ€rt man bei den Dauntless im Ring. Schon richtig.â
âUnd ihr klĂ€rt sowas!â Hinter Four tauchte der persönliche Liebling Satans selbst auf: Eric. âEin Dauntless rennt weder weg, noch lĂ€sst er sich etwas gefallen.â Eric lief durch den Saal und blieb vor Molly stehen. Sie versuchte seinem Blick tapfer standzuhalten, scheiterte aber. Sie blickte ihm zwar weiterhin in die Augen, doch ich sah aus dieser Entfernung (ihr Bett lag am anderen Ende des Schlafsaals), das Unbehagen in ihren Pupillen. Eric hob eine Augenbraue. Gab sich aber damit wohl erst einmal zufrieden, denn er lief weiter durch den Raum. NatĂŒrlich und wie konnte es auch anders sein, hielt er erst bei mir an. Er musterte mich von oben bis unten, abwertend. âWer hat dir Selbstverteidigung beigebracht?â Er hatte die HĂ€nde hinter dem RĂŒcken zusammengelegt und stand wie ein einfacher Soldat, mit standhafter Haltung, vor mir. Nur das ich der einfache Soldat war und er mein General. âDas war ich selbst.â, antworte ich kurz und knapp. Ich bezweifelte, dass ihn meine Geschichte namens âDer Weg zur Initiationâ interessierte. Er hob eine Augenbraue. âSeit wann?â Wieder hatten wir dieses Blickduell; die Luft wurde dĂŒnner und der Raum war erfĂŒllt von einer Spannung, die drohte sich jeden Moment, in form einer Explosion, zu entladen. âSeit meinem zwölften Lebensjahr.â
Nanu? Was war denn das? Der Blick des Eiskönigs Ă€nderte sich fĂŒr den Bruchteil einer Sekunde. âVerstehe.â Er wandte sich abrupt ab und lief festen Schrittes Richtung Ausgang. âFolgt mir!â, rief er, selbstverstĂ€ndlich im Befehlston, durch den Raum und verschwand hinter Four. ~ Das warâs schon? ~ Ich musste ziemlich verdutzt, gar dĂ€mlich, ausgesehen haben, denn ich hörte neben mir ein herzhaftes Lachen. Es war Al. âDu mĂŒsstest dein Gesicht sehen, Archi! Jeder andere wĂ€re froh, wenn dieser Eric sich davonmacht, aber du...?â Er hielt sich den Bauch und lachte weiter, kaum imstande etwas zu sagen. âAber du bist verwundert darĂŒber, dass er einfach so geht, ohne dir den Kopf abzureiĂen.â Christina tauchte vor uns auf, gefolgt von ihrer blonden Freundin und einem Jungen, mit blond verstrubbelten Haaren, den ich nicht kannte. Al nickte nur heftig. Ich sah ihn an, diesmal wohlwissend, verwirrt auszusehen. âSah ich so verdattert aus, dass du dich fast einnĂ€sst vor Lachen?â Ich hob eine Augenbraue, mittlerweile selbst ein bisschen grinsend. âAllerdings.â, meldete sich der fremde Junge zu Wort. Ich wandte mich zu ihm und legte den Kopf leicht schief. âOh, Entschuldigung! Ich bin Will. Freut mich.â Er beugte sich zu mir vor und reichte mir die Hand. âArchie. Tagchen.â Ich nahm sie entgegen. âOder auch genannt: `Die, die mit dem Teufel tanztâ â, grinste Christina und deute mit dem Daumen hinter ihre Schulter, in die Richtung, in welcher Eric verschwunden war. Nun lachten wir fĂŒnf gemeinsam. âWir sollten gehen. Wir sind die letzten.â, meldete sich die Blonde leise und tatsĂ€chlich: gerade liefen die letzten Initianten, abgesehen von uns, durch den Eingang an Four vorbei. Al und ich sprangen auf und liefen mit den anderen Dreien schnellen Schrittes zu unserem neuen Trainer. âIch heiĂe ĂŒbrigens Tris.â Das blonde MĂ€dchen lĂ€chelte mich leicht schĂŒchtern von der Seite an. âArchie. Stehen dir ĂŒbrigens die `Keine-Altruan-Klamottenâ â. Ich grinste sie verspielt und breit an, als sich eine kleine Schamesröte auf ihre Wangen legte. âNun kommt schon! Wir haben nicht ewig Zeit!â drĂ€ngte uns Four aus dem nun leeren Saal.
Das Schlussglied der Karawane bildend, liefen wir fĂŒnf Eric und Four hinterher. Die vier unterhielten sich angeregt. Ich jedoch hörte nur zu und beobachtete. Das war jedenfalls mein Plan. Doch keiner der vier hielt es fĂŒr notwendig, mich als sadistische und arrogante Ken zu sehen. Stattdessen quatschten sie munter und fröhlich und bezogen mich in all ihren GesprĂ€che mit ein. Fragten mich zum Beispiel nach meiner Meinung zu ein paar Leuten oder den anderen Fraktionen und sie fragten, wie es mir vor dem Ritual der Bestimmung ging.
Nun, ich hatte wohl neue Freund gefunden.
 Besucht mich gerne auch auf Wattpad.de! Dort sind wir schon bei Kapitel 30 angelangt. ;D Ich wĂŒrde mich freuen von euch zu hören und den ein oder anderen Gedankengang von euch zu lesen ^_^ Eure Kadse <3
Wattpad:Â https://www.wattpad.com/user/AthenasMaze
Ich bin noch ziemlich am Anfang, aber der rote Faden namens "Handlung" nimmt Gestalt an. đȘđ» Ich habe mir angewöhnt immer eine grobe KapitelĂŒbersicht zu erstellen, in welcher jede Szene(n) in einem Kapitel aufgefĂŒhrt wird. Eine wunderbare Orientierungshilfe. Dass diese KapitelĂŒbersicht aber natĂŒrlich 100 mal im Laufe des Schreibens ĂŒberarbeitet und korrigiert wird, muss wohl nicht erwĂ€hnt werden. đ€Ł
Wie handhabt ihr das denn? Plant ihr euer Manuskript? Oder schreibt ihr wild darauf los? đ€đ€
âAre you afraid?â Kapitel 2 : Die Initiation beginnt
Prolog findet ihr hier:Â https://athenasmaze.tumblr.com/post/190246129369/are-you-afraid-prolog-der-tag-der-bestimmung
 Mein Blick, eben noch auf die heiĂen Kohlen gerichtet, wanderte hinter mich. Meine Mutter, die Eiskönigin schlechthin, war dafĂŒr bekannt immer die Fassung zu wahren und nie eine Emotion zu zeigen. Niemandem gegenĂŒber. Niemals.
Dieses eine Mal, hatte sie es nicht geschafft.
Ihre Augen waren vor Schock weit aufgerissen, ihr Mund einen spaltbreit offen und ihr Kehlkopf zuckte gefĂ€hrlich. Blieb ihr die Luft oder die Spucke weg? Oder wollte sie einfach nur schreien? Die noch eben akkurat, in den Schoss gefalteten HĂ€nde, gruben sich fest in die Stuhllehnen. Darauf war sie nicht vorbereitet gewesen, das hatte sie niemals geahnt; ich war fĂŒr sie die perfekte Ken. Bis heute. Bis jetzt. Â
Ich war zufrieden. Jedoch demĂŒtigte ich sie nicht damit, indem ich ihr dies zeigte.
Meinen Stolz hatte ich definitiv von ihr. Den wollte ich ihr also nicht nehmen und sie mit einem triumphierenden Grinsen beleidigen. Das wĂ€re nicht richtig gewesen. Ich nickte ihr mit ernster Miene, aber doch anerkennend, zu und brachte sie damit wohl zurĂŒck in die RealitĂ€t. Sie rutschte mit ihrem GesÀà auf dem Stuhl hin und her, bis sie wieder einen geraden RĂŒcken und ein erhobenes Haupt hatte. Ihre Augen wurden hart und kĂŒhl, wie einst zuvor. Doch keines Wegs herablassend. Auch sie nickte mir anerkennend zu. ~ Ganz die stolze Ken. Lebwohl, Jeanine. ~
Kaum mit dem letzten Gedanken bei meiner Mutter, konnte ich mir mein Grinsen auch schon nicht mehr verkneifen. Schnell drehte ich mich Richtung TribĂŒnen um und rannte jubelnd los. Ohne nachzudenken, ohne Zwang und ohne Beachtung der schockierenden Blicke der anderen vier Fraktionen, sprang ich in die schwarz-rote Masse und lieĂ mich begrĂŒĂen und feiern. ~ Ich bin frei. Ich bin endlich frei. ~  Von allen Seiten hörte ich WillkommensgrĂŒĂe, GlĂŒckwĂŒnsche, BewunderungszusprĂŒche und ich weiĂ nicht wie viele Male mir auf die Schultern geklopft wurde. ~ Ich bin eine Dauntless. ~ Â
Marcus, mittlerweile wieder besonnen und bei der Sache, hatte wieder angefangen und las weiter seine Namen von Initianten vor. Noch völlig vom Rausch des gerade Geschehenen benebelt, bekam ich gar nicht mehr mit, wer in welche Fraktion ging. Ich war nur noch damit beschĂ€ftigt, keine Ken mehr zu sein. ~ Ich bin eine Dauntless. Ich bin endlich eine Dauntless. ~ Immer und immer wieder kreiste dieser Gedanke in meinem Kopf herum. Und dieses GefĂŒhl der Freiheit sollte noch eine ganze Weile an diesem Tag anhalten...
Nachdem alle Initianten aufgerufen und entschieden hatten, hatte Marcus noch einige Worte an uns und den Rest der Gemeinschaft gerichtet. Wirklich was davon mitbekommen hatte ich allerdings nicht, da die Dauntless unruhig wurden und ehe man sich versah, waren diese auch schon in Richtung Zug gerannt. Zu klettern um zum Zug zu gelangen, war fĂŒr mich weniger das Problem. Ich war körperlich recht fit, da ich mich auf diesen Tag seit meinem 12. Lebensjahr vorbereitet hatte. Das MĂ€dchen mit der weiĂen Bluse, den saphierblauen Blazer, den dunkelblauen Rock, der falschen Brille und den hochgesteckten Haaren wĂŒrde man wohl kaum einen durchtrainierten Körper zutrauen. Wie auch? Sie sah schlieĂlich aus, wie die Personifikation eines Ken. Fakt aber war, dass unter dieser Masquarade ein durchtrainierter Körper mit der Seele einer Kriegerin versteckt wurde. Und beides war verdammt hart erarbeitet gewesen. Â
Jeden Tag, mit abgesehen ein paar weniger Ausnahmen im Jahr, war ich trainieren und habe mich auf diesen Tag vorbereitet. 6 Jahre lang. Kilometer langes Joggen, Hochklettern an alten GebĂ€uden, Messerwerfen, Kampftechniken, Selbstverteidigung, Waffenbau und Kriegsstrategien entwickeln. Ein Gutes hatte es immer eine Ken und dazu noch Jeanine Matthews Tochter zu sein: Ich kam an so manch' schöne Sachen heran. Ich kam an Dateien lĂ€ngst vergangener Tage, die mir Kriegsstrategien zeigten, an BauplĂ€ne fĂŒr normale Schusswaffen, bis hin zu den ganz groĂen Spielzeugen. Ich studierte sie, verinnerlichte jedes einzelne Detail und verschaffte mir, mit der ein oder anderen Ken-Masche, Zugang zu kleineren bis mittelgroĂen Waffen. Ich ĂŒbte nie das SchieĂen, das wĂ€re zu auffĂ€llig gewesen. Stattdessen baute ich sie immer wieder auseinander und wieder zusammen. Ich lernte ihre Eigenschaften, die Technik dahinter und wie sie am besten zu pflegen waren.
Meine Mutter, wie jeder andere Mensch in unserer Stadt auch, wusste nichts von meinem âHobby". FĂŒr sie war ich eine wissbegierige Ken, die die anderen Fraktionen studierte um ein besseres, effektiveres und harmonischeres Miteinander zu ermöglichen. So erklĂ€rte sie sich jedenfalls meine gehĂ€uften Aufenthalte bei den anderen Fraktionen. Und mit âgehĂ€uftâ meinte ich âfast jeden zweiten Tagâ.
Ich war eine Ken, klar dass ich dort willkommen war. Doch auch bei den Amite gab es immer einen Platz an ihrem Lagerfeuer fĂŒr mich, obwohl sie wussten, dass ich in ihrer Runde nur schwer zur Ruhe kam. Die Altruan lieĂen mich oft beim Verteilen der GĂŒter an die Fraktionslosen helfen und obwohl ich eine Ken war, war ich bei den meisten Familien dieser Fraktion recht gerne gesehen. Sie bezeichneten mich sogar als âfreundlichâ. Die Candor mochten meine ehrliche und direkte Art, sowie meine Anschauung zum Thema Gerechtigkeit. Seit ich klein bin, half ich oft Jack Kang, dem AnfĂŒhrer der Candor, aus. Sei es kleine BotengĂ€nge oder das Sortieren von Akten. Auch wenn ich aus einer anderen Fraktion war, sie vertrauten mir. Und das ehrte mich besonders. Denn die Candor misstrauten Fremden deutlichst mehr, als die anderen Fraktionen.
Johanna meinte einmal zu mir, das wĂŒrde an meiner offenen und herzlichen Art liegen. âDu hast diese Art an dir, Menschen zu inspirieren und aufzubauen. Du trĂ€gst die Seele einer AnfĂŒhrerin in dir, mein Kind.", hatte sie damals gesagt. Na ja, sie musste es wissen. So als eine Amite, oder?
Bei den Dauntless war ich seltener âoffiziell". Meist nur dann, wenn meine Mutter dort zu tun hatte. Anfangs bot ich mich ihr an, Aufgaben fĂŒr sie zu erledigen, sofern es kein wichtiges Anliegen oder GeschĂ€ft war. Hinterher gab sie mir die Dinge wie selbstverstĂ€ndlich.
Inoffiziell sah die Sache etwas anders aus. Ich verbrachte auf dem alten Rummelplatz viel Zeit um zu trainieren. Nie war dort einer, also war es ziemlich leicht fĂŒr mich, mich in diesem Gebiet auszutoben. Manchmal jedoch kamen ein paar der Dauntless vorbei, um "Capture the flag" zu spielen. Diese beachteten mich aber kaum. Warum auch? Sie alle waren Dauntless, bis auf meiner Wenigkeit. Ich war eine dĂ€mliche Ken, die fĂŒr sie nur die "Gegend studierte". Daran erinnerten sie mich natĂŒrlich auch jedes Mal gerne wieder.Â
Bis jetzt zumindest.
Ein weiteres Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Im Zug stehend und an einer Lederlasche festhaltend, schaute ich der an mir vorbeiziehenden Landschaft zu. ~ Gleich sind wir da. ~
âIch habe noch nie erlebt, dass sich jemand so schnell entschieden hat."
âJa, und das von unserem Vorzeige-Ken. Das kann doch nichts werden."
âSie hĂ€lt die Initiation niemals durch."
Zwei Jungen und ein MĂ€dchen, ein paar Meter seitlich entfernt von mir, flĂŒsterten sich, verstohlen in meine Richtung schauend, zu. Peter, Molly und Drew. Wer auch sonst? Kein RĂŒckgrat, aber ein Maul wie ein Riesenkraken.
âKennt ihr sie ĂŒberhaupt? Sie hat wahrscheinlich mehr drauf als ihr langer Faltenrock zeigen will."
âEs gibt Dinge, die will ich gar nicht sehen." Das Dumpfbacken-Trio bricht auf Peters Aussage in GelĂ€chter aus. Christina, von der die schĂŒtzende Antwort kam, verdrehte nur die Augen und wandte sich wieder einem MĂ€dchen zu, mit dem sie sich die ganze Zeit schon unterhalten hatte. âUnmöglich diese Idioten." Ich derweil schaute weiterhin, mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, aus dem Zug und beobachtete wie die Landschaft an uns vorbeirauschte. Mein Schmunzeln wurde zu einem breiten Grinsen, als ich die Insassen der ersten Waggons auf das Dach eines alten FabrikgebĂ€udes springen sah. ~Es geht los. ~
Manche waren fassungslos darĂŒber, was sie gleich tun sollten, andere lachten nur. âWas habt ihr erwartet? Ihr seid bei den Dauntless.", schaltete sich Uriah, an Christina und dem anderen MĂ€dchen gewandt, ein und lachte. Ich hingegen drehte mich endlich zu dem Trio um, blickte Peter, dem Kopf des Gespanns, an und zwinkerte. Dann war ich auch schon aus dem Waggon gesprungen, rollte mich ab und stand fest auf dem Dach der alten Fabrik. Es ist schon ein wenig schade, dass ich sein Gesicht nicht hatte sehen können. Ich hĂ€tte einiges dafĂŒr gegeben.
Als wir alle nach einigen Minuten auf dem Dach standen, versammelten wir uns um ein groĂes Loch im Boden. Ein sehr tiefes und sehr dunkles Loch. ~ Mir schwĂ€rmt Böses. ~
âWie ich sehe habt ihr alle die ersten beiden kleinen Feuerproben heil ĂŒberstanden. Sehr schön." Eine tiefe, mĂ€nnliche Stimme erstickte das Gemurmel der Masse und es wurde mucksmĂ€uschenstill. Ein einziger trainierter und laufender, mit Tattoos bedeckter, Muskel lief am Rand des Abgrunds entlang und blieb mittig vor unserer Truppe stehen. Er lehnte sich an die etwa ein Meter hohe Mauer, welche uns von dem schwarzen Loch vor uns trennte und verschrĂ€nkt die Arme vor der kolossalen Brust. âMeine GĂŒte hat der Typ einen Bizeps. Was gibt man den Leuten hier zu futtern? Stierhoden auf Testosteron mit einer Prise Steroide?" Christiana und ihre blonde Freundin giggelten leise neben mir. Und auch mir huschte ein schiefes LĂ€cheln ĂŒber die Lippen.
Vor uns stand ein groĂer Mann, mit dunkelblonden Haaren, einem durchtrainierten Körper und eindeutig mit dem Hobby, Bodybuilding zu betreiben. Er hatte Tattoos an Armen, Hals und wahrscheinlich noch an einigen anderen Körperstellen, sowie einem Piercing in der rechten Augenbraue. Doch seine Muskelberge und die Tattoos waren gar nicht das, was mir am meisten an ihm auffiel. Es waren seine Augen. Ich sagte doch, meine Mutter sei die Eiskönigin, richtig? Nun ja, in diesem Typen hatte sie ihren Meister gefunden.
Ich hatte noch nie solch kalte Augen gesehenâŠ
âIch bin Eric Coulter und einer eurer AnfĂŒhrer. In den nĂ€chsten zwei Monaten wird sich entscheiden, ob ihr ein Dauntless seid..." Er blickte in die Runde und seine Augen blieben an mir haften. â...oder eben nicht." Das besagte Trio fing hinter mir an zu kichern. Ich verzog keine Miene, sondern hielt stattdessen seinem Blick stand. ~ Fordert er mich gerade heraus? ~ Innerlich hob ich fragend eine Augenbraue. Seine Augen waren blau, blau wie kristallklares Eis...und auch genauso kalt. Sie hatten etwas Grausames und duldeten keine SchwĂ€che, keine Makel, keine Fehler und vor allem voran duldeten sie keine Angst.
Mir weiter in die Augen schauend, fuhr Mister VĂ€terchen Frost fort âIn der ersten HĂ€lfte eurer Initiation trainieren wir eure physischen FĂ€higkeiten und sehen, ob ihr ĂŒberhaupt fĂ€hig seid, eine Waffe richtig herum zu halten und einen Schlag einzustecken, wie auch auszuteilen. In der zweiten HĂ€lfte trainieren wir eure psychischen FĂ€higkeiten. Wir werden herausfinden ob ihr eure Ăngste kontrollieren könnt. Am Ende der Initiation mĂŒsst ihr in der Lage sein, zwei Runden im Ring zu ĂŒberstehen, eure Ăngste genau zu kennen und eben diesen gegenĂŒberzutreten und im Keim zu ersticken. Seid ihr das nicht..." immer noch haftete sein Blick kalt und herausfordernd auf mir. â...seid ihr fraktionslos."
Er schaute endlich in die Runde und lĂ€chelte kalt und unheilvoll âAch und es wird ein Ranking in jeder Phase geben. Seid ihr jeweils unter den letzten zehn Initianten heiĂt das ebenfalls, dass ihr fraktionslos seid. Die gebĂŒrtigen Dauntless und die Fraktionswechsler werden getrennt trainiert, aber zusammen bewertet. Am Ende der zwei Phasen erwartet euch der entscheidende Abschlusstest." Erstickte Laute und nervöses Gemurmel machte sich in der ganzen Truppe breit. Eric labte sich an den Ă€ngstlichen Gesichtern rundum und grinste genĂŒsslich vor sich hin.  Nun hob ich skeptisch meine Augenbraue. âUnd wer bewertet uns?", fragte ich, doch keiner hörte mich, so laut wurde das Gemurmel. Eric jedoch wandte sein Gesicht augenblicklich wieder zu mir und sein Grinsen verschwand, als sei es nie dagewesen. Er hatte mich gehört.
âWer bewertet uns?", fragte ich nun mit krĂ€ftiger Stimme, welche sogleich ĂŒber die DĂ€cher der alten Fabrik hallte. Alle Augen richteten sich auf mich. ~ Diese eiskalten Augen⊠~ Es war, als wĂŒrde er sein Gesicht in meine Seele brennen wollen. Ausdruckslos, ja fast gelangweilt sah er mich an. Doch seine Augen erzĂ€hlten eine ganz andere Geschichte. Er forderte mich heraus und ich hatte keine Ahnung warum.
âBei dem Abschlusstest selbst bewerten euch alle AnfĂŒhrer der Dauntless. Beim Training bis dahin, bewerten euch Four und..." Er drĂŒckte sich von der Wand, löste seine verschrĂ€nkten Arme vor der Brust und lief auf mich zu, weiterhin mit seinem Blick meine Seele durchbohrend. Nur ein paar Zentimeter von mir entfernt blieb er stehen und auf diesem ausdruckslosen Gesicht breitete sich wieder dieses kalte, sadistische Grinsen aus. â...ich." Weiterhin erwiderte ich seinen Blick standhaft. âAlles was ihr noch tun mĂŒsst ist..." Seine Stimme war nicht mehr als ein FlĂŒstern, doch alle konnten ihn hören. Nicht einmal mehr der Wind wagte es sich ĂŒber dieses Dach zu bewegen. â...in dieses Loch da zu springen." Er deute mit den Daumen ĂŒber seine Schulter. Die Leute um uns herum tauschten erneut nervöse Blicke. âUnd was ist da unten? Wasser? Ein Netz? Ein Luftkissen?" Christina hatte sich zu Wort gemeldet. Ihre Stimme war klar, aber man bemerkte deutlich ihre NervositĂ€t. Eric hatte seinen Kopf zu ihr gewandt und wollte gerade etwas erwidern, dass sicherstellen wĂŒrde, dass er weder Fragen, NervositĂ€t oder gar Angst, dulden wĂŒrde. Er wĂŒrde die kleine, zierliche Christina in der Luft zerreiĂen. Doch ich war schneller.
âIst doch egal.", sagte ich gleichgĂŒltig, ehe Eric den Mund aufmachen und Christina etwas entgegenschleudern konnte. Immer noch haftete mein Blick beharrlich auf ihm. Er lieĂ von Christina ab um mich zum wiederholten Male, doch diesmal tatsĂ€chlich leicht verdutzt, anzusehen. Ich zog meinen Blazer aus und drĂŒckte sie gegen seine Brust. Nun, jetzt offensichtlich erstaunt, fing er diesen mit der rechten Hand vor der Brust auf und sah an sich herunter, nur um mich danach wieder anzusehen. Er hatte seine Augenbraue gehoben. Ich beachtete die schockierten Blicke der anderen nicht weiter, krempelte mir die Ărmle meiner Bluse hoch, riss meinen knielangen Rock an den Seiten auf und löste den Knoten in meinen Haaren. Feuerrote Wellen liefen mir ĂŒber die Schulter und fanden ihr Ende auf Höhe des Zwerchfells. Die Brille auf meiner Nase schmiss ich gedankenlos in die nĂ€chste Ecke.  ~ Endlich Bewegungsfreiheit. ~ Eric, immer noch meinen Blazer vor der Brust haltend, lieĂ mich keine Sekunde aus den Augen. Ich hingegen sah an ihm vorbei und deutete mit dem Zeigefinger Richtung Abgrund. Er nickte und schien sich wohl gefangen zu haben. Denn sein Blick hatte sich verĂ€ndert. Seine Augen waren nicht mehr kalt und herausfordernd. In seinem Gesicht war aber auch kein sadistisches, kaltes Grinsen mehr. Seine ZĂŒge waren hart und kantig geworden und sein Blick war...Nanu? Ich konnte seinen Blick nicht einmal mehr deuten? ~ Dieser Typ ist fĂŒr mich ein RĂ€tsel... ~
Straight ging ich an Eric vorbei und auf die kleine Mauer zu. An dieser angekommen, hievte ich mich hinauf und blieb auf den schmalen Grat zwischen Leben und Tod stehen. Ich drehte mich zu ihm um, lieĂ aber von dem AnfĂŒhrer ab und sah in die Truppe. Mein Blick traf auf Peter und meine Lippen zierte ein leicht schiefes LĂ€cheln.
âOh nein, mach das nicht. Sei nicht so dermaĂen dumm.", murmelte Peter vor sich hin. Kreidebleich im Gesicht. Christina die vielleicht einen halben Meter von ihm entfernt stand, beugte sich nach vorne. âWas soll sie nicht machen?" Peter wiederum schĂŒttelte nur unglĂ€ubig den Kopf. âMach es nicht. Mach es nicht." Meine feuerrote MĂ€hne wandte sich ein letztes Mal an Eric. âSie macht es tatsĂ€chlich." Peter legte sich die HandflĂ€che an die Stirn, lieĂ den Kopf hĂ€ngen und schĂŒttelte nur weiter mit dem selbigen. âWas denn!?" Christina wurde langsam ungeduldig. Peter hob leicht den Kopf und lĂ€chelte schief. Er deutete mit dem Zeigefinger in meine Richtung. âSieh einfach hin."
Ich sah Eric immer noch mit einem herausfordernden Grinsen im Gesicht an. Ein GefĂŒhl der Freiheit machte sich in mir breit, hĂŒllte mich komplett ein. Ich schloss die Augen und genoss rĂŒckwĂ€rts den freien Fall ins Unbekannte. Aber natĂŒrlich erst, nachdem ich dem Dauntless AnfĂŒhrer mit den eiskalten Augen, keck zuzwinkerte.
Unten angekommen ertönte eine Stimme feierlich. âErste Springerin am Boden!" Mich wickelte ein Mann, vielleicht ein paar Jahre Ă€lter als ich, aus dem Netz, dass mich aufgefangen hatte. âIch bin Four, wie sollen wir dich nennen?"
~ Du bist also Four? Wow, das komplette Gegenteil von dem auf Testo gepushten Heiopei da oben. ~
âDu weiĂt, dass du dir deinen Namen am Tag der Bestimmung aussuchen darfst? Aber nur dieses eine Mal, also entscheide sorgfĂ€ltig." Er lĂ€chelte mich freundlich an und ich sah zu Boden. Ich konnte also meinen Namen Ă€ndern? Ich mochte meinen Namen eigentlich, ich musste ihn nicht Ă€ndern. Aber alles an ihn erinnerte mich an die Ken. Und ich war keine Ken. Nicht mehr. Ne wieder.
~Aber Moment...fast alles daran erinnert mich an die Ken. ~
Ich blickte hoch zu Four und lĂ€chelte ihn strahlend an. âMein Name ist Archi." Er grinste leicht und reichte mir die Hand âWillkommen bei den Dauntless, Archi!"
Are you afraid? Prolog: Der Tag der Bestimmung
Klappentext: Athena, eine geborene Ken, trainierte hart und wechselt am Tag der Bestimmung in ihre langersehnte Fraktion: den Dauntless. Sie durchlĂ€uft zusammen mit ihren neu gewonnenen Freunden die Initiation und somit auch die Schikanen Peters. Doch Athena wird schnell klar, dass die Sorgen einer normalen Jugendlichen nicht fĂŒr sie bestimmt waren: ein Krieg zwischen den Fraktionen braut sich zusammen und Chaos droht die Stadt zu ĂŒberrennen. Das Leben, wie die Bewohner Chicagos es kennen, wird ausgelöscht. Unschuldige sterben. Und den Befehl dazu ausgesprochen hat niemand Geringeres als Jeanine Matthews, Athena's Mutter.
Doch das Schlimmste ist nicht der Krieg der ausbricht oder die Bedrohung auĂerhalb der Stadtmauern, von welcher noch keiner etwas ahnt. Das Schlimmste in Athena's kleinen Welt ist, dass ihre bedingungslose LoyalitĂ€t, gegen jedermanns Erwartung, nicht der Stadt oder dessen Bewohnern gilt. Sie gilt einzig und allein der Person, welche der Grund fĂŒr den Tod zahlloser Unschuldiger ist. Und welche ihre einzige, wahrhaftige Angst verkörpert.
Doch was ist, wenn die gegenseitige Angst voreinander beide nicht daran hindert gemeinsam zu fallen? FĂŒreinander zu sterben? LĂ€chelnd und ohne Reue?
Vielleicht ist all das es wert.
~Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht notwendig. Da die UmstÀnde etc. erklÀrt werden~
Heute war es soweit. Heute war der Tag. Heute begann endlich mein Leben.
Mein Name war Athena, 18 Jahre alt, eine gebĂŒrtige Ken und heute sollte der erste Tag vom Rest meines Lebens sein. Heute wĂŒrde sich entscheiden, in welcher Fraktion ich mein Leben verbrachte: bei den Ken, den Amite, den Candor, den Altruan oder den Dauntless.
Heute war der Tag der Bestimmung.
Ich sollte wohl ein bisschen ausholen, damit ihr auch mitkommt und versteht, was ich euch hier erzÀhle.
Unsere Gesellschaft wurde nach dem groĂen Krieg in fĂŒnf Fraktionen unterteilt, um den Frieden in unserer kleinen, heilen Welt zu wahren. Jede von diesen Fraktionen hatte ihren Platz und ihre Aufgaben in unserer Gesellschaft. Und ihre ganz eigenen Tugenden:
Die Ken, die Fraktion in der ich geboren und aufgewachsen wurde, waren unsere KlugscheiĂer und die Fraktion, der ich am wenigsten vertraute. Ach, was erzĂ€hle ich denn da? Der ich ĂŒberhaupt gar nicht vertraute. Kein StĂŒck. Ich hatte wirklich nur wenige GrundsĂ€tze in meinem Leben, aber einer davon war: "Traue niemals einem Ken.". Sie waren hinterhĂ€ltig, emotionslos und wenn es um ihre Gier nach Wissen ging, absolut skrupellos. Aber das war meine Meinung. Ich war da etwas befangen. Aus GrĂŒnden.
Die objektive Vorstellung der Ken war eher: "wissbegierig, neugierig, intelligent. Die Mitglieder dieser Fraktion widmen sich der Wissenschaft; sie stehen fĂŒr Wissensdurst, Gelehrsamkeit und Erfindergeist. Ihr Slogan lautet âWissen bringt Wohlstand". Nach ihrer Ăberzeugung ist Unwissenheit der Kern allen Ăbels." So stand es jedenfalls in den LehrbĂŒchern, die man uns in der Schule um die Ohren gehauen hatte.
Dann gab es da die Altruan. Ken und Altruan waren sich nicht grĂŒn. Die Ken waren der Meinung, dass die Altruan allesamt schwachsinnige BlauĂ€ugige waren, die den Wohlstand der Gesellschaft verhinderten. Ob nun wohlwissend oder nicht, sei dahingestellt. Ich persönlich fand die Tugenden der Altruan nicht verkehrt, aber ihre Extreme kaufte ich ihnen nicht ab.
Aber kommen wir zu der Lehrbuchversion: "Sie gelten als absolut unbestechlich, weshalb ihnen die politische FĂŒhrung anvertraut wurde. Sie sind auĂerdem zustĂ€ndig fĂŒr die gerechte Verteilung knapper GĂŒter an die Bevölkerung. FĂŒr die Altruan sind Gier, Neid, MĂŒĂiggang, Genusssucht, Eitelkeit, Neugier, der Hang zu Sarkasmus - und sogar der Wunsch sich mittels Waffen verteidigen zu können - nur unterschiedliche Erscheinungsformen ein und desselben gefĂ€hrlichen Lasters: des Egoismus." Das fand ich ja alles ganz nobel, aber kein Sarkasmus? Sie wĂŒrden mich wohl als die Ausgeburt Satans sehen. Sarkasmus ist meine beste Waffe. Und wahrscheinlich auch einzige.
Allgemein betrachtet, fand ich es gut was die Altruan taten, aber erstens sollten sie dringend mal den Stock aus gewissen Körperöffnungen ziehen und zweitens war kein Mensch NUR selbstlos. Irgendwann kam jeder Mensch an den Punkt in seinem Leben, an dem er etwas egoistisches tun musste, um entweder sich selbst oder seine Liebsten zu schĂŒtzen.
Aber gut. Kommen wir zu den Candor:
Die Candor und die Altruan mieden sich, wie nur irgendwie möglich. Die Candor waren den Altruan zu "unfreundlich, unhöflich und taktlos". Wenn man "ihre Welt" nicht gewöhnt war, war da auch vielleicht etwas Wahres dran. Die Welt der Candor war laut Lehrbuch "entweder weiĂ oder schwarz, aufrichtig und ehrlich oder verderbt und verlogen. DoppelzĂŒngigkeit, leere Höflichkeitsfloskeln und LĂŒgen sind den Candor ein GrĂ€uel. Nach ihrer Ăberzeugung fĂŒhren nur die ungeschminkte Wahrheit und bedingungslose Ehrlichkeit eine Gesellschaft zum Erfolg." Ich musste zugeben, dass die Candor einer meiner zwei Lieblingsfraktionen waren. Manchmal waren ihre knallharte Wahrheit, Disskussionsfreudigkeit und das AufdrĂ€ngen ihrer Meinung fragwĂŒrdig, aber ich schĂ€tzte Ehrlichkeit und Direktheit sehr. So schĂ€tzte ich auch die Candor. Seit ich klein war, hielt ich mich oft bei den Candor auf und hatte den Leuten bei Kleinigkeiten geholfen. GröĂere, oder besser gesagt, wichtigere Arbeiten, hĂ€tten sie mir niemals als "AuĂenstehende" anvertraut. Jack Kang, der AnfĂŒhrer der Candor, mochte mich aus irgendeinem Grund wohl ganz gern. Was ich sehr oft nicht verstanden hatte, bei ihren Tugenden.
Den Sarkasmus hatte ich nÀmlich schon als Kind.
Meist war ich immer im JustizgebĂ€ude, welches zum Areal der Candor gehörte und zeitgleich auch ihr Hauptquartier war. Es hatte mich schon immer fasziniert. All das Glas, die Durchsichtigkeit, die es mit sich brachte. Dieses GefĂŒhl, dass das ganze GebĂ€ude jeden Moment in Millionen von Teilen zerspringen könnte aber dennoch so standhaft war, wirkte auf mich eine ganz eigene Faszination aus. Als mich die Ken (oder meine Mutter) mal fragten, weshalb ich mich so fĂŒr die Candor interessierte, sagte ich das, was ich auch sagte als die Frage aufkam, warum ich beim Besuchertag denn bei den Altruan, den Amite oder Dauntless war, obwohl ich keine Familie in diesen Fraktionen besaĂ:
"Ich bin eine Ken. Mich interessiert es, was die anderen Fraktionen machen. Ich will wissen was uns, trotz dieser enormen Unterschiede, in Harmonie so gut zusammenarbeiten lĂ€sst. Ich will wissen, wie sie leben, was ihnen Freude oder Trauer bereitet. Ich will sie VERSTEHEN. Deshalb besuche ich sie jedes Mal." Danach war das Thema auch vom Tisch. Diese Antwort verstand jeder Ken und ich hatte weiterhin meine Ruhe. Ich war zwar sehr gerne bei den Candor und ich war auch eine ehrliche Haut, aber lĂŒgen konnte ich dennoch recht gut. Oder war ich einfach nur eine super Schauspielerin? Ich wusste es nicht. So lange es funktionierte, war mir beides recht.
Aber apropos LĂŒgen: Candor und Amite könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Candor betitelten die Amite als "weltfremde TrĂ€umer" (was sie auch waren). Sie warfen ihnen Unaufrichtigkeit vor: "Sie wĂŒrden alles unter den Tisch kehren, was ihr HarmoniebedĂŒrfnis stören könnte." So die Aussage der Candor. Ich war auch kein Freund der Amite. Dieses Friede-Freude-Eierkuchen-Gehabe machte mich wortwörtlich wahnsinnig. Wenn ich den ganzen Tag grinsend, mit BlĂŒmchen in den Haaren und Kleidchen durch Mutter Natur springen wĂŒrde, könnte man mich auch direkt zu den Fraktionslosen schicken. Die waren mir lieber als dieses "ich muss jeden umarmen und liebhaben und mich niemals aufregen. Egal, ob gerade meine Katze ĂŒberfahren, mein Sohn ertrunken oder mein Mann lachend in eine KreissĂ€ge gesprungen ist." Das machte mich kirre. Nein, wirklich. Ich hasste es. Verstehen konnte ich die Candor also.
Laut Lehrbuch waren die Amite "abseits der groĂen Stadt, auf dem Lande und widmen sich dem Anbau von Grundnahrungsmitteln oder arbeiten als Berater und Verwalter. Sie sind naturverbunden, haben den sprichwörtlichen âgrĂŒnen Daumen", lieben die fröhliche Geselligkeit und sind die einzige Fraktion, die sich in Kunst und Musik hervortut. Freundschaft und Harmonie geht den Mitgliedern dieser friedliebenden Fraktion ĂŒber alles. Jede Form der Aggression ist ihnen zutiefst zuwider; in ihr sehen sie das GrundĂŒbel fĂŒr den Zerfall einer Gesellschaft." NatĂŒrlich lehnte ich die Amite nicht von Grund auf ab, ganz im Gegenteil sogar. Ich schĂ€tzte viele Amite fĂŒr ihr sonniges GemĂŒt und die Kunst, deprimierte Menschen dauerhaft aufzumuntern, bis der Grund fĂŒr diese Traurigkeit beseitigt war. Aber dieses Hippie-Getue. Argh!
Aber wo wir vorhin bei "Aggression" waren, könnten wir auch direkt weiter zur letzten Fraktion kommen; den Dauntless. Von den ĂŒbrigen Fraktionen wurden die Mitglieder als nicht besonders intelligent eingestuft. Sie galten als skrupellos, gewaltbereit, brutal und grausam.
Kompletter Blödsinn!
Stolz, Mut und Tapferkeit. Das waren die wahren Werte eines Dauntless. Die Ehre ging ĂŒber alles, sie war wichtiger als Vernunft oder Verstand. Es wurde gekĂ€mpft, bis der letzte Atemzug genommen, der letzte Mann gefallen oder der letzte Unschuldige in Sicherheit gebracht wurde. Aufgeben war keine Option. Niemals. Genauso wenig war es eine Option, sich seiner Angst hinzugeben. "Feigheit ist es, die zum Verfall der Gesellschaft fĂŒhrt; sie ist die Wurzel allen Ăbels." Angst lĂ€sst den Menschen die grausamsten Dinge tun. Sie holt die dunkelsten und tiefsten AbgrĂŒnde einer Person hervor.
Die Dauntless waren laut, gaben nichts auf das Gerede der Leute, taten das was sie tun möchten und wann sie es tun möchten und beschĂŒtzten die, die sich nicht selbst schĂŒtzen konnten. Sie gingen waghalsige Mutproben ein, lebten voller Risiko...
...und voller Leidenschaft.
Das war es, was ein Dauntless ausmachte. Das und noch so vieles mehr. Die Dauntless waren auch die Fraktion, der ich....
"Athena! Athena, wo bleibst du denn? Du willst doch nicht zu spĂ€t kommen! Komm frĂŒhstĂŒcken!" Der SekretĂ€r meiner Mutter, Jeff, riss mich aus meinen Gedanken. Seufzend schwang ich die Beine ĂŒber den Rand meines Bettes und stiefelte Richtung TĂŒr. Als ich die Treppe runter kam erblickte ich Jeff, welcher vor sich hinmurmelnd und wie ein gestochenes Huhn durch KĂŒche, Diele und Wohnzimmer rannte. ~ Ein Hamster auf Koffeinschock. ~
âIch hoffe du bist nicht jetzt erst aufgestanden. Du musst in einer Stunde am Platz sein!" Ich schleppte mich Richtung KĂŒche, setzte mich an den schon gedeckten Tisch und schmierte mir, in aller Seelen Ruhe, meinen Toast. âIch bin schon seit vier Uhr morgens wach. Hast du etwa am Tag deiner Bestimmung schlafen können?" augenbrauenhebend schmierte ich mir weiter meinen Toast. âIst sie schon da?" Ich hörte wie Jeff ein âJa." Seufzte und ich schnaubte. âNatĂŒrlich ist sie das."
~ NatĂŒrlich hĂ€lt sie es nicht fĂŒr nötig, wenigstens heute mit mir zu frĂŒhstĂŒcken. Am Abend bin ich schlieĂlich immer noch ihre Tochter und eine Ken. ~ Wie ich so bitter vor mich hin lachte, sah Jeff mich verdutzt an. âSchon gut, Jeff. Ich musste nur gerade an etwas Lustiges denken."
âAch und an was?" fragte er mich neugierig, sah dabei aber nicht von seinem Papierstapel auf. Er schien etwas zu suchen. ~ An das dumme Gesicht meiner Mutter, zum Beispiel? ~ Ich grinste bei dem Gedanken mampfend in meinen Toast hinein, bis ich schlieĂlich neunmalklug antwortete: âAch, nur an diejenigen, welche die Initiation auf die leichte Schulter nehmen und fĂŒr ein kleines Spiel halten." Jeff nickte heftig. âIch bin froh, dass wenigstens du das erkannt hast. Viele in deinem Alter, auch damals bei mir oder deiner Mutter, verstehen nicht die Schwere ihrer Entscheidung." Stolz ĂŒber seine Aussage, ĂŒberflog er weiter den Papierstapel vor sich. Unschuldig biss ich in meinen Toast. ~ Nur, dass ich meine Mutter meine, Donkey.~
Jeff war seit zwei Jahren die linke Hand meiner Mutter. Zu meinem Bedauern war ich leider nie darauf gekommen, wer ihre Rechte gewesen war. Sie meinte immer, Jeff wĂ€re diese, aber ich kannte meine gnĂ€dige Frau Mutter. Sie hatte jemanden, der ihre dreckige WĂ€sche wĂ€scht und ihre Drecksarbeit erledigte. SelbstverstĂ€ndlich wĂŒrde Ms. Perfect das niemals im Leben zugeben. Vor allem nicht, dass sie ĂŒberhaupt dreckige WĂ€sche besĂ€Ăe.
Zu meinem Leidwesen musste ich zugeben, dass ihre Rechte ziemlich gut darin war, sich bedeckt zu halten. Bis heute hatte ich nicht herausgefunden wer sie war. Und ich wusste, sie existierte. Mit wem sonst telefonierte meine Mutter nachts heimlich und plante die verschiedensten Dinge? Oder hatte mysteriöse Termine zu den fragwĂŒrdigsten Uhrzeiten? ~ Nun ja, jetzt werde ich es wohl auch nicht mehr erfahren. ~ Ich sah Jeff dabei zu, wie er hastig und unkontrolliert ĂŒber seine verstreuten Papiere schaute. Er war ein guter Mann. Jung und ĂŒbereifrig, sowie naiv und tollpatschig. Aber er machte seine Arbeit gewissenhaft und das Wichtigste: er war meiner Mutter loyal und untergeben. Er bewunderte sie regelrecht. âSag mal Jeff, du bist 24 oder?"
Er schien immer noch etwas in diesem Papierchaos zu suchen. âJa, wieso?" Ich beugte mich ĂŒber den Tisch und zog gezielt, mit dem Toast im Mund balancierend, ein Blatt Papier aus dem Stapel und reichte es ihm. âHier." Er sah verdutzt zu mir und dann auf das Dokument. Eine leichte Röte breitete sich auf seinem Gesicht aus âD-Danke Archi." Ich schmunzelte verschmitzt âNicht dafĂŒr."
~ 24 und meiner Mutter hörig und schon so verfallen. Armer Donkey. ~ Plötzlich schreckte Jeff auf. âHeilig's Blechle! Noch 34 Minuten bis zu deiner Initiation. Ab mit dir oder du kommst zu spĂ€t!" Er sprang auf, schob mich vom Stuhl, durch die KĂŒche, ĂŒber den Flur und auch schon aus der HaustĂŒr heraus.
âEhm Jeff?"
âJa? Was denn? Haben wir was vergessen?" Nervös sah er sich schnell ĂŒber die Schulter und murmelte vor sich hin, was er denn alles hĂ€tte vergessen können. âDer Herd ist aus. Dokumente sortiert. Ms. Matthews KostĂŒm in der Reinigung. Die Klage bei den Candor..." Ich sah mir das Schauspiel grinsend an, bis ich den armen Esel von seinem Leid erlöste und auf unsere FĂŒĂe deutete. âSchuhe." Wieder sein verdutzter Blick und wieder seine Röte im Gesicht. âOh." BeschĂ€mt kratzte er sich am Hinterkopf âStimmt. Die sollten wir anziehen."
~ Ich werde dich wahrlich vermissen. ~ Ich holte sein und mein Paar Schuhe, reichte ihm die seine und setzte mich auf die Steintreppe vor unserem Haus. âOh Donkey, was wĂŒrdest du nur ohne mich machen?" Unbeholfen zog er sich seinen linken Latschen im Stehen an und fiel dabei fast hin. âDu sollst mich doch nicht so nennen!" Ich schmunzelte âDu wirst immer mein Donkey sein. Das weist du aber auch." Nachdem er beim zweiten Schuh ebenfalls fast hingefallen wĂ€re, setzte er sich zu mir. Seufzend. âJa, ich weiĂ."
Er sah mich von der Seite an und dann wieder auf seine Schuhe, die er beide endlich anhatte. Erneut ertönt ein Seufzer neben mir. âIch wĂ€re ziemlich aufgeschmissen und höchst wahrscheinlich meinen Job los." Wir sahen einander an und fingen beide an zu lachen. Freundschaftlich klopfte ich ihm auf die Schulter und schĂŒttelte leicht mit dem Kopf. âMeine Mutter weiĂ um deinen FleiĂ und Ehrgeiz. Du kommst auch ohne mich ganz gut klar." Ich zwinkerte ihm zu. âNur nicht mehr ganz so schnell." Er kratzte sich, erneut verlegen, mit dem Zeigefinger die Wange. âDas stimmt wohl."
Plötzlich weiteten sich seine Augen und er sprang auf. âMeine GĂŒte wir kommen zu spĂ€t. Hoch mit dir!" Unsanft riss Jeff mich am Unterarm hoch und zog mich mit sich mit. Ich lieĂ ihn passieren und lĂ€chelte etwas wehmĂŒtig in seine Richtung. ~ Ja, ich werde dich tatsĂ€chlich vermissen, mein kleiner Esel. ~
Der Platz, an dem die Bestimmungszeremonie stattfand, war ca. zehn Minuten von unserem Zuhause entfernt. Langsam wurde ich innerlich ganz hibbelig. Nicht nervös, eher aufgeregt. Ich begann gleich ein ganz neues Leben.
Sobald ein Mitglied unserer Gesellschaft 18 Jahre alt wurde, musste er oder sie an der Bestimmungszeremonie teilnehmen. Diese war jedes Jahr am selben Tag und wurde jedes Mal von einer anderen Fraktion geleitet. Dieses Jahr waren es die Altruan.
Zuerst wurden alle Anwesenden durch das Oberhaupt der organisierenden Fraktion begrĂŒĂt. Danach wurden diejenigen aufgerufen, die sich fĂŒr eine Fraktion entscheiden mussten und der oder die Aufgerufene bekam ein Messer in die Hand gedrĂŒckt, musste sich in die Hand schneiden und einen Tropfen Blut in eine der Steinschalen fallen lassen. Der Inhalt dieser Schale verkörperte die dazugehörige Fraktion:
Glas fĂŒr die Candor, Erde fĂŒr die Amite, Steine fĂŒr die Altruan, Kohlen fĂŒr die Dauntless oder Wasser fĂŒr die Ken. Ist eben ein alteingesessenes Ritual. Wichtig war zu wissen, dass man sich entscheiden musste und auch nur einmal entscheiden konnte. Man entschied sich nicht fĂŒr eine Fraktion, weil man dort hineingeboren wurde, oder weil dort alle Freunde waren oder die Familie herkam. Nein...
âFraktion vor Blut." Dieser Leitsatz hielt unsere Gesellschaft am Laufen.
Du entschiedst dich fĂŒr eine Fraktion, weil sie das war, was dich selbst wiederspiegelte. Johanna Reyes zum Beispiel. Sie war eine geborene Candor und war nun die AnfĂŒhrerin der Amite. Ihr Wesen passte nicht zu den Candor, sondern zu den Amite.
Eine Fraktion verlangte uneingeschrĂ€nkte LoyalitĂ€t von ihren Mitgliedern. Die Fraktion glich deiner Familie. Nein, sie WAR deine Familie. Kamst du ursprĂŒnglich aus einer anderen Fraktion, konntest du deine Freunde und Familie aus dieser am Besuchertag besuchen. Doch meist machte man das die ersten drei Monate und dann nie wieder. Das, so fand ich, war ein groĂer Makel in unserer Gesellschaft; dieser Tunnelblick. Um meine Familie war es mir nicht schade, aber manche kamen aus einem liebenden Elternhaus und lieĂen dieses hinter sich. Sie vergaĂen es. Aber so war das nun mal mit âFraktion vor Blut".
Mittlerweile waren Jeff und ich am groĂen Platz angekommen. Es wurden fĂŒnf TribĂŒnen, fĂŒr jede Fraktion eine, aufgebaut und in der Mitte ein kleines Podium. In der Mitte des Podiums war ein halbovaler Tisch mit fĂŒnf Steinschalen und einem Messer aufgebaut worden. Und es herrschte reges Treiben. Menschen aus sĂ€mtlichen Fraktionen liefen hin und her und versuchten einen guten Platz zu ergattern, um einen Blick auf die diesjĂ€hrigen Initianten zu werfen. âKomm, da hinten ist noch ein Platz frei. Setzen wir uns dahin."
Mein Blick schweifte ĂŒber die TribĂŒnen. Witzig, wie sich die Menschenmassen voneinander abhoben. Die TribĂŒne der Altruan stach mit ihren Grautönen hervor, was das Gelb und GrĂŒn der Amite daneben nur stĂ€rker wirken lieĂ. Die dritte TribĂŒne hatte die Farbe des Meeres; Blau fĂŒr die Ken. Die vierte TribĂŒne hingegen brannte wie Feuer. Die Dauntless knallten mit ihrem Schwarz und den feuerroten Akzenten in die schwarz-weiĂe Harmonie der Candor auf TribĂŒne FĂŒnf. Die Fraktionen unterschieden sich in so vielerlei Hinsichten. Nicht nur in ihrer Weltanschauung.
Ich setzte mich mit Jeff ziemlich weit von dem Podium entfernt, auf die oberen PlĂ€tze der TribĂŒne. Wir saĂen direkt an der Treppe und ich schaute mir den Trubel der Dauntless neben mir an. âMĂŒssen sie immer so laut und auffallend sein?", schnaubte Jeff herablassend neben mir und verdrehte die Augen. âMhm." Hörte man mich nur murmeln. Ich beobachtete einen Jugendlichen der Dauntless, welcher mit mir zur Schule ging. Uriah. Er war dunkelhĂ€utig, in meinem Alter und eigentlich immer gut drauf. Viel zu tun hatte ich aber nicht mit ihm. Ich beobachtete, wie er einen Ălteren in den Schwitzkasten nahm und beide lachten laut und ausgiebig.
âKeinen Respekt. Vor nichts."
âMhm."
âNa ja, auĂer vor ihren Mutproben, Muskeln und Waffen natĂŒrlich.", neunmalklugte Jeff neben mir. Langsam von seiner, den Dauntless gegenĂŒber arroganten Art genervt, drehte ich mich zu ihm um, um etwas zu erwidern, doch im selben Moment drehte er sich gespannt nach vorne âEs geht los!", stieĂ er, nach Luft schnappend, hervor. Auch ich wandte mich zum Podium und bemerkte, wie in mir anfing ein noch nie dagewesenes Feuer zu lodern. Dieses verebbte jedoch schnell, als ich nach vorne auf die fĂŒnf PlĂ€tze der FraktionsanfĂŒhrer sah. Dort saĂen Johanna Reyes, die AnfĂŒhrerin der Amite, Jack Kang, das Gesicht und Sprachrohr der Candor, Marcus Eaton, der AnfĂŒhrer der Altruan, Max, der Kopf der Dauntless und Jeanine Matthews, die Ausgeburt einer Ken und.... meine Mutter.
~ Sie sieht mich nicht einmal an. ~ Sie war sich so sicher, dass ich in meinem Herzen eine Ken war, dass sie sich keinerlei Sorgen machte, was heute passieren könnte. Ăber die noch kommende Ironie schmunzelnd, blickte ich zu Marcus Eaton, der sich bereits von seinem Stuhl erhoben hatte und seine Rede hielt. Ich wurde wieder hibbelig. Ungeduldig auf das Bevorstehende wartend, biss ich mir auf die Unterlippe.
âHey! Psst!" Ich drehte mich zu dem GerĂ€uschverursacher und blickte in braune Augen.
Der Jugendliche von gerade eben hatte sich zu mir hin gebeugt und deutete mit dem Zeigefinger Richtung meiner HĂ€nde. âAufgeregt, Ken?" Er grinste breit. Auch ich sah runter zu meinen HĂ€nden und bemerkte, dass sich meine FĂ€uste in das Holz der TribĂŒne eingegraben hatten und meine Fingerknöchel weiĂ angelaufen waren. Ich lieĂ die TribĂŒne los und grinste den Dauntless zwinkernd an. âNur gespannt darauf, dass endlich Blut flieĂt." Er sah mich weiterhin grinsend an und nickte zustimmend âOh ja, ich kann es kaum erwarten. Ich-"
âSeid leise und nicht so unhöflich! Das ist ein heiliges Ritual!" zeterte Jeff neben mir und blickte, so schnell er sich aufgeregt hatte, auch schon wieder gen Podium und lauschte gespannt den Worten Marcus. Mit den strahlenden Augen eines Kleinkindes.
Er war schon immer begeistert vom Tag der Bestimmung gewesen. Jedes Jahr aufs Neue. Ich hob skeptisch eine Augenbraue und schĂŒttelte schmunzelnd den Kopf. Ein letztes Mal zum Dauntless drehend, richtete ich den Zeigefinger an meine SchlĂ€fe und drehte diesen, mit einer Grimasse im Gesicht. Wir beide lachten gemeinsam leise in uns hinein und widmeten uns darauf ebenfalls dem âheiligen Ritual".
Marcus Eaton hatte seine Rede beendet und es folgte kein höfliches Klatschen, sondern eine angespannt Stille. ~ Es geht los. ~ , dachte ich und beugte mich wie automatisch nach vorne, um auch ja nichts zu verpassen.
Marcus holte eine Rolle von meiner Mutter, entfaltete diese und fing an die nach Alphabet sortierten Namen herunter zu lesen. âJener, dessen Namen aufgerufen wird, kommt bitte nach vorne, nimmt das Messer und entscheidet sich fĂŒr seine, von ihm gewĂ€hlte, Fraktion.", erklĂ€rte Marcus.
~ Wir sind bei A. ~ Viele blieben in ihrer gebĂŒrtigen Fraktion.
~ Erst bei E. ~ Doch auch manche wechselten. Zum Leidwesen ihrer Eltern.
Jedes Mal, wenn eine Fraktion gewĂ€hlt wurde, erbebte dessen TribĂŒne.
~ Okay, wir kommen der Sache nĂ€her. I. ~ Doch keine so laut, wie die der Dauntless. Diese riss jedes Mal gefĂŒhlt ihre TribĂŒne auseinander.
âAthena Matthews!"
Stille. Unglaubliche Stille. Das war es, was ich noch wahrnahm. Ich blickte einmal aufgeregt zu Jeff. Dieser nickte glĂŒcklich. Es brach mir das Herz. Doch dann blickte ich, herausfordernd, nach vorne zur Stuhlreihe der AnfĂŒhrer. ~ Jetzt sind deine Augen endlich auf mich gerichtet. ~, dachte ich, als mich die blauen Augen meiner Mutter hart und kĂŒhl trafen. ~ Zu spĂ€t. ~
Wie auf Kommando sprang ich auf, lief stolzen Schrittes und zielsicher Richtung Podium, nahm das Messer in meine Hand und stellte mich an den halbovalen Tisch mit den Steinschalen. Ohne zu zögern schnitt ich mir damit in die HandflĂ€che und lieĂ, wĂ€hrend ich hinauf zu den TribĂŒnen sah, ĂŒber der Schale meiner gewĂ€hlten Fraktion, mein Blut tropfen.
Der Platz erbebte. Die Stille ist von Klatschen, Jubelrufen, Gepfeife und FuĂgetrampel der vierten TribĂŒne beiseite getrieben worden, als mein Blut auf die heiĂen Kohlen tropfte.
Ich war eine Dauntless. Und nun begann mein Leben.

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I'd very much like to punch a feminist.
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Iâm 6â2 and weigh 180lbs
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Iâm 6â4â 228 pounds and have 9 years of combined martial arts training and 3 years of being a Line Backer in football. Just in case you are looking for variety.
what about a lady and a feminist. warning, combatives certified soldier.
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Reblogging for the last one cuz thatâs adorable
SO PROUD
The Fantastic 4 we deserve
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We will all protect the small one.
I stan
it got better!!
plot-twist: the small one could actually kick everyoneâs ass
If one day I see this on my dash and DONâT reblog it assume Iâm dead.
Can't help it but I love everything on this post. đ€·đ
"Lege dich 5 Minuten hin." haben sie gesagt. "Danach wirst dich fiter fĂŒhlen." haben sie gesagt. Das aus 5 Minuten zwei Stunden werden und du vor dem fit, dich erst fĂŒhlst, wie ein ĂŒberfahrenes Frettchen, haben sie nicht gesagt!! đ”đ” Das hat sich heute mit dem Schreiben. đ€Šđ€· #nap #work #einzelhandel #frĂŒhschicht #lifestyle #kaufland #wuschelkopf #redhead #ĂŒberfahren #kadse #kadsesmaze #passion #writing #fanfiction #wattpad #sweek #autor #writer https://www.instagram.com/p/ByS_s_Oo4MM/?igshid=1dsmf830aro2a
"Kadse vs. Burger - Kampf der Titanen" đŹđ„ Es war gestern wundertoll, mit einem Teil der Elite Kaufland's zusammenzusitzen und einen entspannten Samstagabend zu genieĂen! Der NOCH Azubi wird euch Irren vermissen! đ€đčđžđ·đđŻ #kaufland #elite #extrablatt #cocktails #work #kollegen #freunde #lifestyle #Azubi #ausbildung #ende #neuanfang https://www.instagram.com/p/BxpnYlBAnFX/?igshid=1hbep6xj5dfm9
That's how we do it. âđđđ Schönes Wochenende allesamt! đ€đ #work #passion #prĂŒfung #ihk #coffee #writing #wattpadstories #wattpad https://www.instagram.com/p/BxC_70igc8s/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=3kjp5w3yh285
I think it's brave. đ #idontmind #wattpad #passion #beautiful #fighter https://www.instagram.com/p/BwwQoapgBcw/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=19f68huaq7t1p

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đ Sailor Moon x Wonder Woman đĄ
The Flash 3x11
You matter to your fandom! You matter to Team Flash...
HR Wells was the true hero
Iâm really sad about H.R. dying and I know he may not have been everyoneâs favourites but he was mine. So many people overlook H.R. because he isnât academically smart, he doesnât have powers, he isnât some amazing scientist or a great fighter. But H.R. is a person. H.R. is someone that woke up every morning with a smile on his face, with kind words to share and happiness to spread. Do you know how rare it is in a person to just want to do good and to make people happy? Especially when most of the characters treated him so badly almost all of the time. They were constantly dismissing him and yet he still remained positive, he still remained loyal and kind. That isnât an easy thing to do.
H.R. was not, is not useless. He was a very vital part of the team because he was loyal, he was kind and supportive. When dealing with traumas like Team Flash did having someone that is always on your side no matter what - that is the type of person you need. H.R. always tried to help in what ever way he could and yes he made mistakes but so have most, if not all of the other characters - thatâs what being human is, making mistakes and learning from them.
H.R. inspired creativity in Tracy. He encouraged them all to be better. It was the little things he did to try and boost moral, to try and bring the team closer, to always show he cared. That shouldnât be overlooked because he wasnât as smart or physical as the others. Remember how he decorated the whole of Star Labs for Valentineâs Day and how he made each of them personalised cards. Or how he learnt everyoneâs coffee orders. How he was the first to comfort Jesse when her dad was missing and how he helped train Wally when no one thought he could do it. H.R. messed up with words a lot of the time and yes he had a âfoot in mouthâ thing often but when it mattered, when they truly needed him he knew what to say to help. Words and having someone that believes in you is not useless, having someone care enough to do these little things is not useless.
Being creative doesnât make him weak, not knowing how to fight doesnât make him a coward. He gave his life to save Iris and he didnât tell anyone about it because he knew they would try to stop him. He saved her because he wanted to prove his worth to the team and prove that he isnât a coward. What he did was brave and fearless. H.R. was not a coward, H.R. saved someone elseâs life and even as he was dying he still chose to use his last words to show someone else how much he appreciated them. If it wasnât for H.R. then Iris would be dead. So whilst I know weâre all sad for Iris I want to take the time to appreciate H.R. and the sacrifice he made, the character he was and the hero he became.
I love my caffeine puppy, I love his hats and his drumsticks. I love his care and compassion for others. I love his optimism and his humour. I love his caffeine addiction and how through everything he has become more than just âthe other wellsâ. I will always love H.R for being a character type that I can relate to. H.R. deserves love and appreciation. Team Flash barely mourned him but I will. H.R Wells you will be missed, I hope youâre drinking coffee and playing the drums wherever you are.
Amen! H.R was one of the best man Team Flash could ever have! I'm REALLY in love with Harry (Earth 2) but H.R was a whole new level and I really miss him.
And by the way: I think he and Ralph would be a great Duo!
He might be your father, but heâll never be your daddy.
I was going through Reddit and found this. What a nice twist would it be a heroâs child looking up to the heroâs arch nemesis. And the op has some good points especially about the subconscious thing. I think if this season were explicitly over this with cicada being a side plot, it would have been more amazing. The tension among Barry and Eobard and Barry trying to get back her daughter to the right path. Anyway credit to the op for this amazing theory.
âDonât chase the dreams, Sora. You have to wake up.â
Dream Drop Distance. That emotionally staggering, beautiful art-form of a game still keeps me awake at night. WIPs on my Patreon, prints on my Etsy!
Meadowhaven.net | DeviantArt | Patreon | Instagram | Twitter | Etsy Shop

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April 20th, 2019:
20 years since the Columbine High School Massacre.
Please remember this day for those who lost their lives too soon. For the 13 innocent victims, and the families whoâs loved one will never get to come home. As well, remember those who were injured and live with the pain of April 20th, 1999 to this day. Where the sadness, shock and terror from that tragedy will last forever.
Today is for remembering these beautiful souls:
Cassie Bernall, 17
Steven Curnow, 14
Corey DePooter, 17
Kelly Fleming, 16
Matthew Kechter, 16
Daniel Mauser, 15
Daniel Rohrbough, 15
William David Sanders, 47
Rachel Scott, 17
Isaiah Shoels, 18
John Tomlin, 16
Lauren Townsend, 18
Kyle Velasquez, 16
ââââââ đ Rest In Peace đ ââââââ
As well, remember those who took their lives after Columbine.
Carla Hochhalter
She was the mother of paralyzed injured survivor, Anne Hochhalter. She took her life six months after the tragedy.
Greg Barnes
He was a student at Columbine and a star basketball player at the school. Greg was 17 at the time of the shooting. His best friend, Matthew Kechter died in the shooting. Greg also witnessed coach Dave Sanders die. He took his life two weeks after the first anniversary of Columbine.
Carla Hochhalter Greg Barnes
ââââââ đ Rest In Peace đââââââ
The beautiful and strong injured survivors:
Brian Anderson, Richard Castaldo, Jennifer Doyle, Stephen âAustinâ Eubanks, Nicholas Foss, Sean Graves, Makai Hall, Anne Hochhalter, Patrick Ireland, Michael Johnson, Joyce Jankowski, Mark Kintgen, Lisa Kreutz, Lance Kirklin, Adam Kyler, Stephanie Munson, Patricia âPattiâ Nielsen, Nicole Nowlen, Valeen Schnurr, Mark Taylor, Dan Steepleton, Jeanna Park, Kasey Ruegsegger, Evan Todd (24 total)
Do not forget these angels and this day â„ïž
Please be kind to one another â„ïž