2:00pm - es geht ab zum Hafen von Airlie Beach, denn hier werden wir jetzt abgeholt von unserem Boot, auf welchem wir die nächsten 2 Tage verbringen dürfen.
Ich steige auf das Deck der wundervollen Condor (so heißt das Boot) und werde sehr freundlich von der Besatzung begrüßt. Alle Menschen, mit denen ich die nächsten Tage meine Zeit verbringen werde, sammeln sich auf dem Deck. Als wir alle Vollzählig waren, begann die Crew uns zu begrüßen mit einem chilligen „hey how r u going today?“ - was ein simpler Standard Satz in Australien ist, welcher einfach nur so viel bedeutet wie „wie gehts euch heute?“.
Die drei chilligen kerle der Besatzung stellen sich alle kurz vor. Danach sind wir an der Reihe. Jeder sagt seinen Namen, wo er her kommt, wie alt er ist und das aller wichtigste: was das Lieblingsgetränk ist, denn die Condor ist ein kleines, niedliches Party böötchen.
Nachdem das getan war, gehen wir alle nach unten in die Kajüte. Erster Schock. Mir fällt nur ein Wort dafür ein: eng. Oder Platzangst trifft es besser.
Wir sind ca 35 Menschen und der Platz reicht meiner Meinung nach echt nicht aus, wir liegen hier wie die Sardinen in der öldose, das Boot schaukelt ohne Ende und der Magen hebt und senkt sich - ein wundervolles Gefühl, nicht.
Nach ein paar wichtigen Aufklärungen über Notfallsituationen, die wie im Film titanic geschehen könnten, und einigen belanglosen Dingen, fahren wir endlich los.
Heute ist sehr starker Wind, weshalb wir Segeln können. Alle setzen sich auf eine Seite des Bootes, hängen die Beine über den Rand, das Segel wird gespannt und ab geht die Post. Die Fahrt dauert zwei Stunden und wir befinden uns in fast 90 grad schräglage, was auf Dauer sehr unbequem wird.
Endlich kommt das Boot zum stehen. Mitten auf dem Meer. Die Crew informiert uns, dass dies der Schlafplatz für heute Nacht sei.
Musik wird angemacht, jeder setzt sich mehr oder weniger gemütlich auf das Deck, einige sind so verrückt und springen sogar ins Wasser! Jeder packt seinen Alkohol aus, der sorgfältig in esky boxen verstaut wurde.
Es ist sehr lustig mit an zu sehen, denn in Australien ist Alkohol unfassbar teuer, außer „Gun“. Gun ist der billigste Wein, der in Australien existiert. Er ist ganz simpel in einem silbernen Plastikbeutel verpackt, der einen Verschluss hat, wie ein Zapfhahn, man muss also nur aufdrehen und schon kommt das flüssige gold raus. Somit war es sehr amüsant, sich alle betrinken zu sehen mit ihrem Beutel über den Kopf haltend, wie in Malle am Ballermann. Da bekommt „Eimer-saufen“ eine ganz andere Bedeutung!
So gegen 5, halb 6 ging dann langsam die Sonne unter, was auf dem Boot, mitten auf dem Meer natürlich wundervoll aussieht.
Der Geruch des „Barbie“ (wie die aussies (Australier) liebevoll BBQ nennen) macht mich unglaublich hungrig!
Nach dem leckeren Abendessen sitzen wir alle noch ein paar Stunden auf dem Deck. Gute Musik läuft, gefühlt jeder ist betrunken und die Stimmung somit sehr gut.
Jeder unterhält sich mit jedem, es werden Geschichten und Erlebnisse ausgetauscht, es wird gelacht und gefeiert, der Sternenhimmel genossen. In der Dunkelheit strahlt der Himmel so wahnsinnig hell, alles sparkelt so krass schön, unbeschreiblich.
Auf einmal schreit einer der Crew „there‘s a shark“ und alle rennen zum Rand des Bootes. Tatsächlich, an unserem Boot schwimmt ein kleiner Riff Hai vorbei !! Er ist zwar nur zwischen 1 und 2 Meter groß aber es ist ein fckn hai!! Wie geil ist das denn??
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6:30uhr. Aufsteeeheeeen! Wir haben ein hartes Tagesprogramm. Ich habe keine Lust.. es ist noch so früh! Und die Nacht war auch nicht gerade besonders, denn mein Platz zum schlafen lässt echt zu wünschen übrig..
doch jetzt gibt es erstmal lecker Frühstück mit Obstsalat, einigen Müsli Sorten und natürlich mit leckerem Kaffee, der macht mich wenigstens ein bisschen wach.
Erster Stopp: Schnorcheln.
Ich Zwänge mich in den super sexy neoprenanzug, weil wegen dem giftigen Jellyfish, und springe ins Wasser.
Das Riff hier sieht genauso aus, wie im Great Barrier reef. Sehr grau, trüb und irgendwie ausgestorben.. ich glaube das liegt daran, dass der Tourismus der letzten Jahre alles sehr kaputt gemacht hat.. zu schade eigentlich.
Ich schnorchle zirka eine Stunde, dann gibt es Mittagessen und wir fahren gleich weiter zum Highlight:
Hier wurde der Film fluch der Karibik gedreht. Und jaa hier ist es wirklich genauso traumhaft, wie auf den Bildern. Kristall Türkis blaues Meer und weißer Sandstrand, richtiges Karibik feeling!
Der letzte Abend auf dem Boot rückt näher und zum Abschluss gibt es heute burritos zum Abendessen!
Der letzte Abend verläuft sehr entspannt, jeder genießt das Gefühl auf dem Wasser zu treiben, der Musik zu lauschen und sich auszutauschen mit anderen Menschen.
Man lernt so viele unterschiedliche Charaktere kennen. So viele verschiede Menschen aus verschiedenen Ländern und Regionen. Jeder hat eine andere Geschichte und es fasziniert mich, neue Dinge zu erfahren und andere Mentalitäten zu schätzen.
Wir lernen einen Kerl kennen, der das Wort „spirituell“ auf eine ganz andere Ebene bringt. Sein Name ist Aaron. Aaron hat zum Beispiel eine Blockflöte dabei und spielt den ganzen Abend das Lied titanic. Er fragt mich, mit welchem Fisch ich mich verbunden fühle, in welchen Fisch ich mich hinein fühlen würde. Sehr crazy, aber ich habe an diesem Abend den lachflash meines Lebens. So viel spaß hatte ich schon lange nicht mehr!
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Als Abschluss gehen wir jetzt am nächsten morgen noch einmal Schnorcheln, bevor wir wieder zwei Stunden zurück bis zum Hafen fahren.