Mir geht es so dreckig und alles was sie interessiert ist "warst du denn auf der Arbeit?"
Weil ich damit kΓ€mpfe mich nicht umzubringen. Irgendwie klar zu kommen. Gegen diese verkackten Depressionen zu kΓ€mpfen und nicht zu verlieren.
Und alles was euch interessiert ist ob ich bei der Arbeit war.
Es gibt wichtigeres als zur Arbeit zu gehen.
Beispielsweise eine gesunde psyche. Oder am Leben zu sein.
Ich fΓΌhle mich schlecht genug dass ich nicht zur Arbeit kann, kein Grund noch mehr Druck zu machen.
Ich habe es euch so oft erklΓ€rt wie es fΓΌr mich ist.
Versucht euch es zu erklΓ€ren wie es in mir aussieht, wie sich Sachen fΓΌr mich anfΓΌhlen.
Denn wichtig ist ja nur ob ich arbeiten war.
Ich hasse wo ich bin, wer ich bin, was ich mache, wie ich aussehe, wie ich mich benehme, wie ich denke, dass ich krank bin.
Ich hasse dass Depressionen immer so runter gespielt werden. Ich hasse es.
Ich hasse es das Medikamente bei mir nicht anschlagen aber bei anderen schon.
Ich hasse dass ich aus dieser Phase zur Zeit nicht raus komme.
Ich hasse dass ich lieber tot wΓ€re als lebendig.
Ich hasse dieses GefΓΌhl von nichts wert zu sein.
Ich hasse es stΓ€ndig in erklΓ€rungsnot zu geraten.
Ich hasse es das mich nichts richtig glΓΌcklich macht.
Ich hasse es dass ich neidisch bin auf Leute die eine normale psyche haben.
Ich hasse es dass meine psyche so ist wie sie ist.
Ich hasse es dass ich nicht weiΓ wie es anders ist, weil es seit meiner Kindheit schon so war.
Ich hasse es dass ihr es nicht gemerkt habt, und mich nur als faul abgestempelt habt, selbst als ich um Hilfe geschrien habe.
Ich hasse es dass ihr es heute noch so verharmlost obwohl wir bereits jemanden an der Krankheit verloren haben.
Und ich hasse es noch mehr dass ich es nicht war, damit ich das hier nicht erleben mΓΌsste.
Aber vor allem hasse ich mich, weil ich all das zulasse, all die GefΓΌhle, die Gedanken, die mich so zerstΓΆren.
Ich mΓΆchte doch nur eine einigermaΓen normale psyche.
Einfach dass sich nicht alles so verflucht anstrengend anfΓΌhlt. Als ob jeder kleinster Schritt mich all Meine Kraft kostet.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist, morgens aufzustehen und nicht dieses Gewicht auf der Brust zu spΓΌren, welches einen runter zieht, wodurch man sich machtlos fΓΌhlt.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist den Tag zu bestreiten ohne dass sich jede kleine Aktion anfΓΌhlt als wΓ€re ich einen psychischen Marathon gerannt.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist nach Hause zu kommen und noch etwas erledigen zu kΓΆnnen, ohne sich ausgelaugt und ausgebrannt zu fΓΌhlen.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist, wirklich glΓΌcklich zu sein, und es nicht vorzutΓ€uschen weil man es in so einer Situation ja wΓ€re.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist sich ansatzweise zu mΓΆgen und sich nicht bei jedem kleinen Fehler nieder zu machen, sodass man sich am liebsten umbringen mΓΆchte.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist ohne Suizid Gedanken den Tag zu bestehen.
Ich mΓΆchte wissen wie es sich anfΓΌhlt geliebt zu werden, ohne im Hinterkopf zu denken dass einen eh alle hassen.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist wirklich SpaΓ zu haben, ohne dass man sich wie jemand der sich danach einreden dass seine Depression ja nicht echt sein kann weil man schlieΓlich gelacht hat.
Ich mΓΆchte wissen wie es ist.