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KURATIERTE PROJEKTE ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
So. Â 04.03.2018 Â 11:00 â 18:00 Uhr
JON RAFMAN
masterclass
Jon Rafmans Arbeiten untersuchen die manchmal unscharfe Grenze zwischen realer und virtueller Welt. Sein Interesse gilt den Kulturen und Subkulturen des Internets, den temporĂ€ren BĂŒndnissen, Codes und Communities sowie den Formen die sie ausbilden. Mehr ein Amateuranthropologen im Umgang mit diesen als ein echtes Mitglied, nutzt er ihre Bildwelten zur Beschreibung der Gegenwart. Er dringt dabei weit in die Narrative des Netzes vor, zu Kollektiven Ăngsten und WĂŒnschen und ihren visuellen Residuen.
Bekannt ist er fĂŒr seine intermediale Praxis sowie den Einsatz neuester Technologie, wie bspw. in der  ortsspezifischen Virtual Reality Arbeit fĂŒr die Berlin Biennale 2016 am Brandenburger Tor. Die Masterclass findet in Kooperation mit der Julia Stoschek Collection statt. Anmeldungen bis 28.2. unter [email protected]
JOSHUA OPPENHEIMER
Am 29. September stellt der international ausgezeichnete Filmemacher seine Arbeitsweise via Skype vor. Im Anschluss spricht er mit Prof. Reinhold Görling, Sylvia Bahl und Jan Wagner ĂŒber seine Filme. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr und findet in Kooperation mit dem Forum Freies Theater FFT und mit freundlicher UnterstĂŒtzung der Heinrich-Heine UniversitĂ€t statt.
Joshua Oppenheimer (geb. 1974) ist ein US-Amerikanischer Dokumentarfilmer. Seine filmische Praxis besticht durch ein hohes Maà an Genauigkeit in der Entwicklung und Recherche seiner Arbeiten und durch den Einsatz neuer Strategien im Umgang mit den Protagonisten. Seine letzten beiden Dokumentarfilme setzten sich mit den Nachwirkungen der Massaker in Indonesien Mitte der 60er Jahre auseinander. In The Act of Killing stellt der Filmemacher Szenen von Folterungen und Tötungen gemeinsam mit den TÀtern von einst nach, die sich in ihren alten Rollen selbst spielen. Er ermöglicht so einen ganz neuen Zugang zu Geschichte und den Menschen, die sie zu verantworten haben. Bis heute leben dort die TÀter unbehelligt mit ihren Opfern zusammen.
In The Globalisation Tapes, geben er und Co-Regisseurin Christine Cynn ihre Kameras ab und ziehen sich gĂ€nzlich auf die Rolle der Produzenten zurĂŒck. Statt selber zu filmen, leiten sie die Protagonisten an und helfen ihnen bei der Dokumentation ihrer LebensumstĂ€nde und ArbeitsverhĂ€ltnisse die von den Mechanismen der Globalen Ausbeutung bestimmt sind.
Oppenheimer war bereits zweimal fĂŒr den Dokumentarfilm Oscar nominiert. Seit dem Film The Act of Killing, fĂŒr den er den EuropĂ€ischen Filmpreis gewann, ist er auch in Deutschland einem gröĂeren Publikum bekannt. Die Veranstaltung ist Teil des aktuellen Programms der Filmwerkstatt DĂŒsseldorf, das in den Monaten September und Oktober den Focus auf Filme legt, die mit Reenactments arbeiten, also
dem Nachstellen von realen, oft historischen Szenen. Weiter Filme in der Reihe finden sie auf unserer Webseite www.filmwerkstatt-duesseldorf.de
DĂSSELDORF PHOTO WEEKEND
CHRIS MARKER / LEONORE MAU & HUBERT FICHTE
Die Fotofilme von Chris Marker, Leonore Mau & Hubert Fichte, nutzen die Distanz zwischen Bild und Text, die entsteht, wenn das Bild innehÀlt und Zeit lÀsst betrachtet zu werden. Anders als beim Film, der Bild und Text in einen gemeinsamen Fluss bringt, beginnt mit jedem Foto die Rekonstruktion eines Moments und damit die WiedererzÀhlung einer Situation oder Person in ihrer eigenen Vergangenheit. Die derart segmentierte Zeit macht die besondere QualitÀt des Fotofilms aus und findet sich auf narrativer Ebene, in La Jetée, sowie in den eher dokumentarisch, ethnografischen Filmen von Leonore Mau & Hubert Fichte, wieder.
Ausserdem zeigen wir eine Auswahl von Fotografien von Leonore Mau und das Filmportrait Diese Photographin heisst Leonore Mau von Natalie David, die anwesend sein wird.
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Chris Marker, Leonore Mau & Hubert Fichteâs photographic films harness the distance between image and text that emerges when an image pauses for a moment and leaves time to be considered. Unlike in motion picture films which combine image and text in a mutual flow, each image in these films initiates the reconstruction of a moment and thus retells the story of a person or situatio in their own past. This method of segmenting time makes up the specific quality of photographic films and can be found on the narrative level, like in Chris Markerâs La JetĂ©e, as well as in the more documentary and ethnographic films by Leonore Mau & Hubert Fichte.
We will also present a selection of Leonore Mauâs photographs and the filmic portrait of her Diese Photographin heisst Leonore Mau by Natalie David.

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IN MEMORIAM TONY CONRAD
Seit den frĂŒhen 60er Jahren ist Tony Conrad ein integraler Bestandteil der amerikanischen Kunst und Musikwelt, wo er in vielen Kollaborationen mit KĂŒnstlern wie La Monte Young, Jack Smith, Mike Kelley und v.a. schon frĂŒh einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Gleichzeitig hat ihn sein schnelles, multidisziplinĂ€res Arbeiten zu einem ArtistsÂŽ Artist gemacht, der ein schwer zu fassendes Werk hinterlĂ€sst, das sich seiner Institutionalisierung genauso wie einer marktförmigen Verwertung entzieht. Wir zeigen eine Auswahl von Videos und Performances.
TONY CONRAD â COMPLETELY IN THE PRESENTÂ
PREVIEW | GESPRĂCH | MASTERCLASS
Tyler Hubby hat Tony Conrad ĂŒber 20 Jahre begleitet und in dieser Zeit eine FĂŒlle von Material gesammelt, das einen sehr persönlichen Einblick in die Gedankenwelt und Arbeitsweise Conrads gibt. Seit den frĂŒhen 60er Jahren ist Tony Conrad Teil der Kunstszene, wo er immer wieder wichtige Impulse setzt, sei es mit La Monte Young oder bei der GrĂŒndung von The Velvet Underground und sich genauso konsequent wieder entzieht, Disziplin und Arbeitsweise wechselt und neue Partner sucht. Der Regisseur ist anwesend.
Masterclass am 19. Oktober 2016 von 11 - 18 Uhr
MOLĂCULAS JUAN ANTONIO OLIVARES
MolĂ©culas ist eine Videoinstallation von Juan Antonio Olivares. Das Video beginnt mit einem animierten KuschelbĂ€ren, der in einer Therapiesitzung ĂŒber frĂŒheste Kindheitserinnerungen spricht. Eine reale Tonaufnahme wurde als auditives Ausgangsmaterial genutzt, um die visuellen BildrĂ€ume der Animation zu erschaffen. Durch den stĂ€ndigen Wechsel der subjektiven und auktorialen Perspektive öffnet sich die Gedankenwelt des KuschelbĂ€ren und fĂŒhrt zu einer abstrakteren Haltung gegenĂŒber dem Leben und dem, was danach kommt. = MolĂ©culas is a video installation by Juan Antonio Olivares. The video begins with an animated teddy bear recounting his earliest memories in a therapy session. Particle simulations, digitally modeled interiors, and computer generated visualizations blur the distinction between subject and observer as the monologue continues. Shifting between first- and third-person points-of-view, the teddy bearâs stream of consciousness leads to an abstract view of life and what comes after.
Am Samstag, den 31.5.2014, wurde anlĂ€sslich der Videonacht der Quadriennale das gĂ€ngige Kneipen-Fernsehprogramm aus FuĂball, Karaoke und News gegen ein Kunstfilm-Programm ausgetauscht. Das Screening hat dazu fast ausschlieĂlich auf die bestehenden medialen FlĂ€chen in den Lokalen der DĂŒsseldorfer Altstadt zurĂŒckgegriffen._
Die DĂŒsseldorfer Altstadt ist ein artifizieller Ort, Themenpark, Tourismusziel und lĂ€ngste Theke der Welt. Ein Stadtviertel ohne Alltag und Bewohner, zugeschnitten auf die BedĂŒrfnisse der GĂ€ste und fĂŒr viele ein blinder Fleck zwischen den angrenzenden KunsthĂ€usern und dem Rhein. Nachts verwandelt sie sich in eine Arena heterotoper Orte, in ein VergnĂŒgungsviertel im stĂ€dtebaulichen Schutzraum der FuĂgĂ€ngerzone, mit Stammgast-Angeboten sowie anonymen AbspielstĂ€tten fĂŒr Junggesellenabschiede.
Die Ausstellung ist von der Topologie der Orte ausgegangen, den Inszenierungen der Lokale, von denen die meisten ein klares Motiv oder Setting anbieten, das sich in den zugehörigen Gruppen und ihren sozialen Codes fortschreibt. Sie waren der Ausgangspunkt fĂŒr die Auswahl der Videos, die die Motive vor Ort aufgenommen haben, ihre Kontexte nutzten und umwidmeten, bestehende AtmosphĂ€ren kommentierten oder modellierten und damit direkt in die bestehenden Inszenierungen und sozialen Abmachungen eingriffen.
Wie in allen VergnĂŒgungsvierteln spielen Flucht und Verwandlung sowie der kollektive Tabubruch eine zentrale Rolle und heben den Besuch in die Kategorie des Auftritts. Diesen Funktionen ist die Ausstellung nachgegangen um sie vor Ort sichtbar zu machen. Dabei wurden narrative RĂ€ume geöffnet und mit der Kunst vermischt um sie von den Stereotypen des Ausschlusses zu befreien.
Verbunden wurden die Ausstellungsorte mit einer App fĂŒr Smartphones, einem Augmented Reality Browser, der den Parcours grafisch darstellte und die Altstadt als Spielfeld markierte. Die App konnte frei im App Store heruntergeladen werden und ermöglichte so die weitere Verbreitung des Parcours am Abend der Ausstellung. Als Augmented Reality Browser wurde die App so konzipiert, dass die Idee der Arena, des Spielfeldes, in der Anwendung sichtbar wurde.
Mit dem Leitmotiv der Quadriennale 2014 Ăber das Morgen hinaus stellt die Ausstellung die Frage nach dem Ort der Kunst. Videokunst wird, wie alle zeitbasierten Medien, verstĂ€rkt im Internet wahrgenommen und dort innerhalb der angeschlossenen sozialen Netzwerke verhandelt. Gleiches gilt fĂŒr den alltĂ€glichen Umgang mit Videobildern. Das Smartphone wird hier mehr und mehr zum EndgerĂ€t, das sich direkt in die soziale Kommunikation einschaltet und damit eine neue Ă€sthetische Praxis und neue RĂ€ume fĂŒr die Kunst eröffnet. Die Durchmischung von sozialen Kontexten, kĂŒnstlerischen Arbeiten und die spielerische Anbindung an das Smartphone, als einzigem FĂŒhrer durch die Ausstellung, haben ein Pilotprojekt entstehen lassen mit diversen möglichen Ableitungen fĂŒr die Zukunft.

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Premiere 17.1.2014Â 20:00 Uhr
DAS AUGE DES LĂWEN M 2013 | 100 Min. | Regie: Sarah MĂŒller, David Wagner, mit Jonas Runge, Christoph Heite, Jan Willems, Jonathan Wagner, Khalid Mac Santos
Zwei unter der Tyrannei ihrer herrischen Mutter leidende BrĂŒder geraten an einen charismatischen Gangster, welcher eine skrupellose Methode entwickelt hat, lĂ€stige Familienangehörige loszuwerden. Die DĂŒsseldorfer KĂŒnstler zeigen einen Mix aus Fiktion und Wirklichkeit zwischen Altertum und Moderne, einen ungeschönten, aber humorvollen Blick auf das Leben und Leiden in einer archaischen Welt voller WidersprĂŒche.
Weitere Videoarbeiten im Studio.