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„Ich glaube wir sollten es einfach probieren. Es ist nicht einfach und vielleicht stellt es sich als schlechte Idee heraus, aber wenn wir es jetzt nicht versuchen, werden wir es wahrscheinlich unser Leben lang bereuen und uns fragen, was gewesen wäre, wenn. Und wer weiß, vielleicht funktioniert es besser als gedacht und wir beide kriegen doch noch unser Happy End.“
Ich las die Nachricht nicht noch einmal durch, sondern klickte einfach auf ‚Senden‘. Vermutlich hätte ich sie sonst ein drittes Mal gelöscht und neu angefangen. Ich legte mein Handy weg. Ich hatte Angst die Antwort zu sehen und gleichzeitig genauso viel Angst davor, dass er nicht antworten würde. Es war immer das gleiche. So war es schon vor 4 Jahren gewesen und es hatte sich rein gar nichts geändert. Egal was ich mir vormachte, ich war immer noch auf ihn angewiesen und würde es vermutlich bleiben bis er etwas unverzeihliches tat und die Schwelle lag sehr weit oben.
Den Rest des Tages schaute ich kaum auf mein Handy. Um genau zu sein, ignorierte ich es komplett. Ich hatte Angst drauf zu sehen und wusste nicht, ob es vielleicht schlauer war, diesen Blick bis zum nächsten Morgen aufzusparen. Ich ging in den Zoo, trank Kaffee, ich machte Yoga, ich lernte und trank noch mehr Kaffee. Ironischerweise war das das Getränk, was mich am meisten an ihn erinnerte. Aber er hatte nun mal mein komplettes Leben beeinflusst. Ich hatte ihn in einer Zeit der Veränderung kennengelernt und er hatte mehr dazu beigetragen, als ich mir eingestehen wollte. Aber wahrscheinlich war das gut so. Sonst wäre ich jetzt nicht der Mensch der ich bin und vor allem hätte ich nie den Mut gehabt ihm genau diese Nachricht zu schicken. Dafür verließ mich jetzt der Mut. Ich schielte zu meinem Handy, welches in den Flugzeugmodus geschalten auf meinem Schreibtisch lag. Es würde vermutlich mit Nachrichten explodieren, sobald ich das Internet einschaltete. Nicht zwangsweise von ihm, aber von allen anderen. Vor allem meine beste Freundin würde sich wundern und Sorgen machen, weil ich den ganzen Tag nicht geantwortet hatte. Aber ich traute mich nicht, das Internet anzuschalten. Stattdessen wählte ich ihre Nummer. Zehn Minuten später machte ich mich mit einer Flasche Wein, noch so ein Überbleibsel von ihm, auf den Weg zu ihr.
„Also du hast es wirklich getan. Warum heute?“, fragte sie anstelle eines Hallos. „Ich weiß es nicht. Ich muss verrückt gewesen sein. Ich traue mich nicht auf mein Handy zu schauen. Ich wette mit dir er hat sowieso nicht geantwortet.“ „Das glaub ich nicht. Er hat sich früher so verhalten, klar, aber das hier ist wichtig. Das kann er nicht einfach so ignorieren. Was denkst du, was aus seiner F+ wird?“ „Keine Ahnung, ich weiß momentan rein gar nichts. Ich weiß nicht warum ich das gemacht habe, warum heute, warum so und warum zur Hölle er.“ „Gib mir dein Handy, ich mach jetzt das Internet an. So geht das nicht weiter.“, sagte sie und nahm mir das Handy aus der Hand. Sie tippte meinen Code ein und aktivierte das WLAN. Ich stöhnte und legte die Hände über die Augen. Das durfte nicht wahr sein. Er musste einfach geantwortet haben.
Langsam hob ich eine Hand von meinen Augen. Sie war zu still. „Was ist? Hat er geschrieben?“ Sie nickte nur und las weiter. „Komm schon, positiv oder negativ?“ Sie sagte wieder nichts, sondern las stumm weiter. Nach einer gefühlten Ewigkeit hob sie den Blick, sah mich an und lächelte. „Er ist unterwegs hier her.“ Schock. Überraschung. Verwirrung. Freude. Unbeschreibliche Freude überkam mich. „Du machst Witze?“ Ich schüttelte den Kopf und hielt die Hand nach meinem Handy aus. Sie gab es mir und lachte. „Nein mache ich nicht. Er ist unterwegs und er hat geschrieben, dass du dir keine Sorgen machen sollst, dass er es genauso sieht. Er hat sich freigenommen und bleibt morgen und das Wochenende hier. Er will reden und Zeit aufholen. Ich freu mich so für dich. Ich hasse ihn manchmal und die Art wie er dich behandelt, aber ich weiß, wie du fühlst und ich freue mich so unglaublich. Lass lieber noch was in der Weinflasche drin, vielleicht brauchst du das noch. Und du willst doch nicht alles vergessen, oder?“ Ich konnte es immer noch nicht fassen. Doch es stand da, so wie sie es gesagt hatte. „Aber…aber dann müsste er jede Minute hier sein.“, schlussfolgerte ich. Meine Stimme klang überraschend ruhig und gefasst. „Richtig, vielleicht gehst du lieber wieder nach Hause? Oder soll ich mitkommen bis er da ist?“ Es war zwar eine Frage gewesen, aber sie kannte mich und zog bereits ihre Jacke und Schuhe an, bevor ich überhaupt realisiert hatte, wie kurz bevor das Wiedersehen mit ihm stand.
Wir gingen gemeinsam den kurzen Weg bis zu mir und ich konnte an nichts anderes denken als ihn, seine Arme, die Wärme und Geborgenheit, die er ausstrahlte. Ich hatte ihn so lange nicht gesehen und hatte ihn vermisst.
Die Zeit, die ich den Tag über nicht am Handy verbracht hatte, holte ich jetzt auf. Ich starrte unablässig auf den Bildschirm aus Angst seine Nachricht zu verpassen. 20 lange Minuten später klingelte es. Ich sprang auf und rannte fast zur Tür. „Ja?“ „Ich bin’s.“ Ich drückte den Türöffner und drehte mich zu meiner Freundin um. „Du schaffst das. Er will das gleiche, denk dran. Ich lass euch lieber mal allein. Melde dich später. Ich hab dich lieb.“, sagte sie und ich musste lächeln. „Ich dich auch und danke. Schreib mir, wenn du Heim bist.“ Sie nickte, zog ihre Jacke an und drückte mich kurz an sich. Dann verließ sie die Wohnung. Ich hörte sie kurz ein paar Worte mit ihm wechseln, aber verstand nichts Genaues. Kurz darauf stand er vor mir. Kaum das er über die Schwelle war und die Tür geschlossen hatte, lag ich auch schon in seinen Armen. Ich hatte seine Umarmungen so sehr vermisst.
„Du bist verrückt, weißt du das?“, flüsterte er und löste sich aus der Umarmung. Er zog seinen Mantel aus und ich wandte den Blick nicht von ihm ab. Es war immer noch zu surreal, dass er wirklich hier war. Dass er gekommen war, um zu bleiben. „Und du bleibst wirklich bis Sonntag?“, versicherte ich mich und mein Blick musste die Unsicherheit zum Ausdruck gebracht haben, denn er nahm meine Hand in seine und schaute mir in die Augen als er sagte: „So lange es geht mein Schatz, so lange es geht.“ Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „Was hältst du davon noch einen Film anzumachen und dann ins Bett zu gehen? Der Tag war lang genug für uns beide.“ Ich nickte und obwohl ich am liebsten dort stehen geblieben wäre, ging ich ins Wohnzimmer, um eine DVD zu holen. Zehn Minuten später lagen wir im Bett, aneinander gekuschelt und schauten Harry Potter zum wahrscheinlich hundertsten Mal. Es war alles was ich mir je erträumt hätte.
„Wie kommt es, dass du plötzlich deine Meinung geändert hast? Du wolltest früher nie mehr als Freundschaft.“, fragte er in die Dunkelheit hinein. Ich wusste, dass diese Frage kommen würde. Ich drehte mich zu ihm um, sein Arm ruhte immer noch auf meiner Hüfte. „Ich wollte immer schon mehr, aber als wir uns kennengelernt haben, wäre es komisch gewesen und dann bin ich hierhergezogen und wir hatten so wenig Kontakt.“, schloss ich. Ich wusste, dass er als nächstes fragen würde, warum heute, aber ich kannte die Antwort nicht und kam ihm lieber zuvor. „Ich weiß nicht warum heute, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe.“ „Ich bin auch froh.“, murmelte er und tat endlich das, worauf ich schon seit 4 Jahren wartete und wer weiß, er vielleicht auch. Er rückte näher heran, legte seine Hand an meine Wange und schaute mir in die Augen. „Endlich.“, flüsterte er und schloss die Lücke zwischen uns. Es war so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Nur besser, denn es war real und kein bloßer Tagtraum.
(https://typ3writ3r.wordpress.com/2020/01/10/we-can-try/)
I don’t know where I’m going, but I’m on my way.
Carl Sagan
Sichere dir deine persönliche Ed Sheeran Gitarre der Marke Martin Guitars!Gerade hat uns der britische Weltstar in Deutschland besucht und ist bei sommerlichsten Temperaturen in ausverkauften Stadien aufgetreten. Im vergangenen Jahr wurde er zum erfolgreichsten Musiker weltweit gekürt und die Streamingzahlen und Chartplatzierungen seiner Musik lassen erahnen, wie sehr die Welt hinter dem Rotschopf aus Nordengland steht.

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One of the saddest things is seeing how you are slowly becoming distant with somebody you really liked. How the conversation isn’t going well anymore and you try to stay in touch, but you kinda just drift appart and you can’t really do anything but watch and wonder why things didn’t work out.
Oh, did you hear that? That’s the sound of a million hearts shattering on the floor.

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Do you know the uncomfortable feeling when you meet that person who’s about to mess up your life? It’s kind of funny and not everyone would believe it actually exists but I had it when I first met him. I love pasta so much and it was lunch but at that moment, I couldn’t eat. I ended up trying to stuff the food all in because it would be rude not to but that uneasy feeling inside me didn’t give me a rest. I never told anybody that, even to him. Well, truth be told, he did mess up my life. I was fine alone. A routine that I try not to miss, classes that can actually classify me as a nerd and poems I write about the love that hasn’t come to exist. I had friends. Just enough so I could hang out with people when I want to and have plenty of alone time. It was kind of lonely but I was fine. I didn’t look at him as someone I would fall in love with. I mean, he’s cute but he slouches even while walking. He doesn’t dress that well. I never had a “type” but I was pretty sure it wasn’t someone like him. He doesn’t talk to me a lot and maybe if it weren’t for my roommate, he wouldn’t know I exist. He loves these video games I kind of know because I have a couple of brothers who love them. I think I’m kind of all-over-the-place while he was this straight-laced boy. It wasn’t a likely combination. But I used the word “mess” twice and I think by now it’s pretty clear why I did. I never thought of kissing someone at 16. But you know, life hits you when you least expect it. And that was him. He made me do things I thought I would never do. He also made me cry a lot but damn, that boy made so mad in love that it felt like I was possessed. I think Cupid really was there and that arrow he shot right through me, it made me jump off a cliff even though I don’t have wings. It was a mess. It was pretty, yes, it was. And like all things pretty, it had to hurt. Nevertheless, I love every inch of it. Even the parts I used to hate. Even the moments I wish that never happened. Even the times when it was pure ugly. I loved every inch of it but it all went away. I don’t know where he is now or what he does or who he is with but I promised myself I would save him in my midnight skies. And I did. We are a star now. Dead and faraway but still glowing in the darkest of times. I don’t know if I will get to experience that kind of hit in the face once again. Maybe my heart won’t beat as ferociously as it did for anyone else other than him. I don’t know for sure but I know I will never forget my first love. I hope he doesn’t forget about me.
r.m.d
thebittermonosaccharide
(via wnq-writers)
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