„Nebelwesen“
Es beginnt nicht mit einem Schrei,
sondern mit Stille.
Mit einem Zimmer, das plötzlich zu groß wirkt,
obwohl die Wände näher rücken.
Ein Schatten zieht mir die Haut vom Licht,
macht meine Gedanken schwer wie Blei.
Ich lächle im Spiegel,
doch der Blick dahinter bleibt leer –
als hätte jemand mein Ich ausgeknipst.
Tage fließen ineinander wie Tinte im Wasser,
ich weiß nicht mehr, ob ich liege oder lebe.
Der Wecker klingelt –
und ich bleibe liegen,
nicht aus Faulheit,
sondern weil mein Körper vergessen hat, wie Aufstehen geht.
Freunde schreiben,
ich antworte nicht.
Nicht weil ich nicht will –
sondern weil das „Wollen“ so weit weg liegt wie ein anderer Kontinent.













