Made my day
Er stand in der Straßenbahn, als ihm eine großartige Erkenntnis in den Kopf schoss, er sich ärgerte, dass er so lange für sie gebraucht hatte, aber sie fast schon so überwältigend war, dass er das Bedürfnis hatte sie ihr mitzuteilen.
Nach einer unterschwellig-euphorischen Anspannung im Zug, wo er "Alice im Wunderland" zu Ende las, folgte er dem vorgezeichneten Pfad Zeitschriftenladen - Bank (Geld abheben & Karte schreiben) - Post, wo er sein Schreiben ganz oben auf den Sack warf, der gerade abgeholt wurde.
Das Schöne war, dass er nicht, wie anfänglich geplant, die erstbeste Postkarte der Stadt nahm, sondern ein Motiv mit persönlichem Bezug fand, welches absolut passend sowie alles und nichts sagend war.
Er nippte an seiner Tasse. Dankenswerterweise hatte er es geschafft seine Sichtweise darzulegen, ohne gleich in ein zu sauberes Kommunikationsgebahren zu verfallen, wenngleich der Impuls die Du- in eine Ich-Botschaft umzuwandeln durchaus vorhanden war. Hatte sie aber in der Vergangenheit nach Menschlichkeit verlangt, schmiss er die Professionalität demnach bei Seite und schickte die Karte auf den Weg zu ihr, nicht ohne...
... fast in alte Muster zu verfallen, aber gab die Beendigung mittels drei Punkten einen Interpretationsspielraum, der auch eine Veränderung zuließ.
Er mochte ein Idiot sein, aber war das gut so.
















