GrĂĽner Event fĂĽr grĂĽne Produkte
Mit greenr.biz setzt das Stuttgarter Medienunternehmen local global auf ein virtuelles und ökologisches Messekonzept. Eco2business ist Partner der Premiere am 27. und 28. September 2012.
Auf der Hannover Messe und den realen Marktplätzen ist local global schon länger zuhause. Das Medienunternehmen begleitet internationale Top-Events mit Medien und Konferenzformaten. Gründer Hans Gäng setzt mit greenr.biz jetzt auf ein neues und eigenes Projekt: Technik und Lösungen für eine umweltverträgliche Industrieproduktion, präsentiert in einem reinen Internet-Event.
Wie man energieeffizient, ressourcenschonend und schadstoffarm produziert, das können die Anbieter adäquat auf der neuen, rein virtuellen Plattform greenr.biz präsentieren. "Maschinen und Anlagen und auch die Menschen nur dazu um halbe Welt zu transportieren, dass an einem Stand Visitenkarten ausgetauscht, ein Video zur Maschine gezeigt und dann Prospekttüten nach Hause getragen werden - dazu muss es doch Alternativen geben", sagte sich Gäng.
Industriekommunikation - zwischen Menschen
Die Qualität und der Nutzen von Industrielösungen und -komponenten erschlieĂźt sich schon lange nicht mehr aus dem Exponat allein. Wenn es um die Integration von neuer Technik in komplexe, vernetzte Produktionsprozesse geht, spielen digitale Medien im Vertrieb und Marketing zur Darstellung der Optionen sowieso eine immer größere Rolle. Sie gehören auf den Konferenzen und Messeständen zwischen Shanghai und Hannover längst zu den wichtigsten Elementen im Auftritt der Technikanbieter. Â
Aber wie ist die immer stärker virtuell unterstützte Produktkommunikation mit der persönlichen Interaktivität einer Messe zu kombinieren? local global-Gründer Hans Gäng hatte sich der in der Branche verbreiteten Skepsis gegen "virtuelle Messen" angeschlossen. In eigenen Publikationen und sogar in Vorträgen bei Fachforen des Weltmesseverbands UFI hatte sich Gäng noch gegen die Idee ausgesprochen, Matching-Plattformen könnten irgendwann einmal den persönlichen Kontakt ersetzen, für den die klassische Messepräsenz mit Stand und Personal den besten Rahmen bietet.
Persönliche Begegnung in Echtzeit
Bis zur Hannover Messe 2010: Dort hatte sich im italienischen Pavillon ein kleines Startup präsentiert. Hyperfair- ein AusgrĂĽndung aus dem renommierten Mailänder Politecnico, das einen ganz neuen Ansatz ging: Die Echtzeitkommunikation, die persönliche Begegnung der virtuellen Messeteilnehmer untereinander und nicht nur mit einer hĂĽbschen, motivierenden Datenbank.Â
Hyperfair liefert nämlich nicht nur eine dreidimensionale Darstellung von Messehallen und Ständen, die echte Markenkommunikation möglich machen. Der virtuelle Standbau, umgesetzt in wenigen Minuten und jederzeit änderbar, geht ohne Zusatzsoftware, einfach per Browser und Passwort. So weit, so schön im Design. Das wichtigste aber ist, dass Aussteller und Besucher in Echtzeit als Avatare durch das Gelände navigieren und live und persönlich per Chat oder Skype interagieren.
Jetzt ist die erste virtuelle Messe für den 27. und 29.September angesetzt – parallel und begleitend zur Resourceneffizienz-Konferenz des Landes Baden-Württemberg in Karlsruhe.
Gäng setzt auf den Pioniergeist in seinem Bundesland: "Der virtuelle Event ist in jedem Fall einen Versuch wert." Reisekosten für den Erstkontakt sparen und sich als Aussteller trotzdem wirksam inszenieren und ernsthafte Kontakte knüpfen, das sei die reale Standgebühr bei Greenr.biz schon wert. Die einfache Standbeteiligung für zwei virtuelle Messetage liegt bei 1500 Euro. Als Partner der Premiere bietet das auf Greentec spezialisierte Nürnberger Beratungsunternehmen Eco2business den Ausstellern zusätzliche Services für die Optimierung des internationalen Vertriebs an.
Möglichen Auftraggeber aus der ganzen Welt hilft greenr.biz, gezielt Informationen abzurufen und neue Kontakte effizient aufzubauen. Gäng: "Einkäufer werden natürlich weiterhin reisen, um sich vom Unternehmen des potenziellen Lieferanten selbst, seiner Produktions- und Entwicklungskapazität ein wirkliches Bild zu machen." Und auch der Besuch einer der Leitmessen wie der Industrial Greentech in Hannover, der IFAT oder der Intersolar bleibt notwendig. Auch der technische Vertrieb des Ausstellers werde weiterhin persönlich zu den Kunden kommen -  den Kunden vor Ort besser zu verstehen und ernsthaft zu verhandeln.
local global setzt auf die virtuelle und effiziente Vorbereitung dieser nach wie vor nötigen realen Kontaktformate: Reale Messen, ebenso wie Kooperationsbörsen und Delegationsreisen: "Den persönlichen Dialogprozesses effizient anzustoßen und umweltfreundlich im Web abzubilden, das ist das eigentliche Ziel von greenr.biz."
Für local global zählt auch, dass nach der virtuellen Messe nicht Tonnen von Papier und Müll entsorgt und die mühsam aufgebauten Stände zerlegt und weggefahren werden müssen. Sie bleiben für die nächste Veranstaltung einfach stehen. "Gerade der greenr.biz kommt es auf eine wirklich saubere Ökobilanz an."