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Nordkorea ignoriert wieder UN-Verbot
Die Redaktion empfiehlt
US-Schutzschirm für Südkorea sät Zwietracht
Mit Raketenrüstung hat Nordkorea die Stationierung eines US-Schutzschildes in Südkorea ausgelöst. Doch das Abwehrsystem hat in der Bevölkerung in Südkorea Sorge und Proteste ausgelöst. Martin Fritz aus Tokio. (20.07.2016)
Nordkorea feuert mehrere Raketen ab
Ungeachtet aller Verbote und Mahnungen der Vereinten Nationen hat Nordkorea erneut drei ballistische Raketen abgefeuert. Das meldet das südkoreanische Militär. (19.07.2016)
Die ballistische Rakete sei vom Nordwesten des Landes aus abgeschossen worden und vor der Ostküste ins Meer gestürzt, teilte das südkoreanische Militär mit. Nähere Informationen gibt es noch nicht.
Der neue Vorfall reiht sich ein in Vorgänge der jüngsten Zeit. Erst vor zwei Wochen hatte Nordkorea – ebenfalls nach südkoreanischen Angaben – gleich drei ballistische Raketen gestartet, die eine Reichweite von 500 bis 600 Kilometern gehabt haben sollen. Zuvor hatten Südkorea und die USA entschieden, ein Raketenabwehrsystem im Süden der Halbinsel zu errichten.
China – der letzte Verbündete
Mit seinen wiederholten Raketentests stellt sich das nordkoreanische Regime gegen internationale Warnungen und Resolutionen des UN-Sicherheitsrats – das Land soll von der Entwicklung ballistischer Raketen abgehalten werden. Doch die Regierung in Pjöngjang, die international isoliert ist, weist die Kritik als Einmischung in innere Angelegenheiten zurück. Die Atomwaffen-Entwicklung in Nordkorea wird auch von China kritisiert – dem einzigen Partner, der Nordkorea auf internationaler Bühne noch geblieben ist.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un
Allerdings hat sich China zuletzt ausdrücklich an die Seite Pjöngjangs gestellt. Mit den Plänen zur Stationierung eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea untergrabe die Regierung in Seoul „die Grundlage für das Vertrauensverhältnis“ der Länder, sagte Chinas Außenminister Wang Yi. Er rief Südkorea dazu auf, „konkrete Maßnahmen“ zu ergreifen, um das „unerschütterliche Verhältnis“ zu China zu bewahren.
ml/wa (dpa, rtr, afp)
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