Am Rande des Universums sitzt ein Spiegelei in einer Teflonpfanne und wartet auf einen Anschlusszug.
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Am Rande des Universums sitzt ein Spiegelei in einer Teflonpfanne und wartet auf einen Anschlusszug.

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Mini-Pancakes mit lustigen Motiven. Einfach die Plätzchenausstecher aus Metall in die gefettete #Teflonpfanne geben und mit Teig füllen. Dabei hilft derCrêpes-#Shaker beim punktgenauen Einfüllen des Teigs, weil der #patentierte Aufsatz einen optimalen #Strömungsfluss des Teigstrahls erzeugt. Kein Kleckern mehr und optimale Teigausbeute. Praktisch, dass der #Teig für die #Pancakes ebenfalls direkt im #Crêpes-#Shaker gemacht wird. Das #pancakerezept ist auf die #Shaker-Flasche mit Füllstrichen aufgedruckt✨✨👌🏻. https://www.instagram.com/p/BpeWx6kg6VS/?igshid=1jkamcjxybnjg
Helden des Alltags, Teil 3: Polytetrafluorethylen (a.k.a Teflon)
Nach zwei Episoden aus dem vinologischen Kosmos folgt diesmal etwas aus der Küche. Es handelt sich um einen echten Underdog des Herdes, unterschätzt und oft verleundet, ich rede von: Polytetrafluorethylen, besser bekannt unter seinem Markennamen aus dem Dupont-Konzern: Teflon. Wir betrachten den meistverbreiteten Phänotyp, die Teflon-Pfanne.
Auch, wenn der durchschnittliche Küchen-Macho Stein und Bein auf seine handgedengelte schmiede- oder gußeiserne Megapfanne aus ehrlichem, harten Stahl mit einzeln rundpolierten Kohlenstoffatomen schwört – so eine Teflon-Pfanne ist zuweilen einfach unglaublich praktisch. Gleichzeitig gibt es wahrscheinlich wenig in der Küche, über das so viele und anscheinend unausrottbare Legenden kursieren, wie über das Teflon. Als da zum Beispiel wären:
Teflon ist ein Abfallprodukt der Raumfahrtforschung.
Stimmt nicht. Teflon ist deutlich älter, es wurde nämlich im Jahr 1938 erstmals synthetisiert. Ein Fünkchen Wahrheit steckt aber dennoch in dem Satz, nämlich das Wörtchen "Abfallprodukt". Wie oft bei der Entdeckung wichtiger Substanzen, spielte auch hier der Zufall die entscheidende Rolle. Ursprünglich experimentierte der amerikanische Chemiker Roy Plankett nämlich mit Kältemitteln für Kühlschränke.
Eines Tages entdeckte er, das sich der Inhalt einer seiner Gasflaschen durch Polymerisation in eine feste, wachsartige Substanz verändert hatte. Sein Arbeitgeber, Dupont, sicherte sich das Patent auf die Substanz und dann passierte erst einmal genau das, was passierte, würde die Sahara sozialistisch: ABSOLUT GAR NICHTS.
5 Jahre später wurde - nein, nicht der Sand knapp (Entschuldigung, aber den Gag wollte ich schon immer mal irgendwo unterbringen) - intensiv am Manhattan-Projekt (vulgo: der ersten Atombombe) gearbeitet und auf der Suche nach einem Stoff, welcher dem chemisch höchst aggressiven Uranhexafluorid widerstehen könnte, entsann man sich des Materials.
In den 50er Jahren beschichtete dann ein französischer Chemiker seine Angelschnüre mit dem Teflon um sie – bedingt durch die resultierende geringere Reibung – leichter entwirren zu können. Seine Frau kam angesichts des Effekts dann auf die Idee, Töpfe und Pfannen damit zu beschichten.
Teflonpfannenkratzer machen Krebs.
Genauso viel oder wenig wie Ostzonensuppenwürfel. Das ist - schlicht und ergreifend - Blödsinn. Machen sie nicht. Aus, Punkt. Nein, auch nicht ein bißchen. Was aber noch lange nicht heißt, das Teflon völlig ungefährlich wäre. Das hat aber nichts - und ich wiederhole mich hier gerne: ABSOLUT GAR NICHTS – mit Kratzern zu tun. Teflon ist chemisch gesehen sehr beständig und reagiert mit so gut wie nichts und niemandem (also auch nicht mit dem Erbgut in irgendwelchen Zellkernen!).
Aber dann sind wenigstens die kleinen Partikel, die abgehen, wenn die Pfanne verkratzt ist, total giftig?
Nein, auch das nicht. Teflon ist unbedenklich und wird sogar in der Medizin als Material für Implantate von beispielsweise Gefäßprothesen eingesetzt.
Teflon ist also völlig und total ungefährlich?
Naja, ganz so kann man das auch nicht sagen. Aber wenden wir uns erst noch einmal den positiven Eigenschaften zu: Erwähnt wurde ja schon die hohe chemische Beständigkeit. Dazu kommt auch eine recht hohe Temperaturbeständigkeit - für einen Kunststoff wohlgemerkt. Aber davon wird später noch die Rede sein.
Zudem hat Teflon eine extrem niedrige Oberflächenspannung, was für die zentrale Eigenschaft, nämlich, dass so gut wie nichts daran haften bleibt, verantwortlich ist. Der Abperl-Effekt dürfte jedem bekannt sein, der schon einmal eine Teflonpfanne benutzt hat. Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass Teflonpfannen so relativ empfindlich sind. Denn auch mit dem Metall der Pfanne geht Teflon keine dauerhafte Verbindung ein, sondern haftet nur rein mechanisch an, weil es mit hohem Druck auf eine aufgeraute Oberfläche gepresst wurden.
Schließlich kommt noch ein sehr niedriger Reibungskoeffizient dazu, der zudem so gut wie keine Unterschiede zwischen Haft- und Gleitreibung aufweist. Das ist der Grund dafür, dass Pfannkuchen so schön in Teflonpfannen wenden lassen.
Und was ist jetzt mit dem Negativen?
Naja, sagen mir mal so: Falls man sehr vergesslich ist und mit Teflonpfannen arbeitet, könnte es eine gute Idee sein, sich einen Kanarienvogel zu halten.
Häh?
Bei sehr starker Überhitzung der Pfanne kann sich Teflon zersetzen. Die dabei entstehenden Gase sind für Menschen höchst giftig. Für Vögel sogar noch ein wenig giftiger. Weshalb es eine gute Idee ist, den Herd abzuschalten und zügig die Küche zu verlassen, wenn Hansi tot auf dem Käfigboden liegt. Dem eventuell benötigten Notarzt sollte man dann zusätzlich zu den grippeähnlichen Symptomen die Wörter Polymer- oder Teflonfieber entgegenröcheln.
Also doch: total giftig und gefährlich!
Ja, aber nur bei starker Überhitzung. Solange Gargut oder auch nur etwas Fett in der Pfanne ist, können die zur Zersetzung benötigten Temperaturen nicht auftreten. Um ganz sicher zu gehen, sollte man Teflon-Beschichtete Pfannen nicht (oder nicht länger als 3 Minuten) leer erhitzen. Der Rauchpunkt aller in der Küche verwendeten Fette und Öle liegt weit unter der für Teflon kritischen Temperatur. Der Pfanne beginnt also angenehmerweise deutlich und weithin sichtbar zu brennen, bevor sich das Teflon zersetzt.
EDIT: Katha berichtet in den Kommentaren, dass es ihr mit Hilfe eines 5kw Gasbrenners sehr wohl gelungen sei, eine Teflonbeschichtung bis zum Zustand der Selbstauflösung zu erhitzen. Mir gelang das bisher noch nicht, was aber wahrscheinlich daran liegen dürfte, dass ich für Anwendungen im Höchsttemperaturbereich ohnehin eine schmiedeeiserne Pfanne vorziehe.
Hmm, also irgendwie find ich das trotzdem bedenklich, irgendwie so chemisch...
Und warum trägst Du dann die gleiche Chemie auf der Haut?
...Wie jetzt?
Das Gore-Tex in der sauteuren Funktionsjacke ist nämlich auch nichts anderes als in hauchdünne Folien gerecktes...
Teflon?
Genau!