Schulleiter soll in fast 100 Fällen Schßler missbraucht haben
Jahrelang soll sich ein Lehrer und Leiter einer Lehreinrichtung in Heidelberg an Jungen vergriffen und sie zu sexuellen Handlungen genĂśtigt haben. Seit Montag wird gegen ihn vor dem Landgericht verhandelt.
In Heidelberg hat am Montag ein Prozess wegen schweren Kindesmissbrauchs begonnen. Angeklagt vor dem Landgericht ist ein ehemaliger Lehrer und Schulleiter, der sich in 99 Fällen an mindestens drei Jungen vergangen haben soll.
Wie die "Bild" berichtet, soll der 46-jährige Diplomingenieur Gero S. zwischen 2015 und 2018 an einer von ihm gegrĂźndeten Einrichtung zur schulergänzenden FĂśrderung SchĂźler sexuell missbraucht haben. "Hierbei soll er insbesondere seine Autorität als Schulleiter, Lehrer und Mentor ausgenutzt haben, indem er bewusst SchĂźler zu sexuellen Handlungen drängte, wissend, dass diese aufgrund seiner Stellung und Ăberlegenheit zu diesem Drängen nicht "nein" sagen kĂśnnten oder wĂźrden", heiĂt es dem Bericht zufolge in der Anklage.
Ăbergriffe auch auf Klassenfahrten Neben der Lehreinrichtung soll es auch in einem Gebäude in Reichartshausen, das fĂźr Ăbernachtungen der SchĂźler vorgesehen war, sowie auf AusflĂźgen und Schulfahrten nach Dänemark, ans Nordkap, nach London und auf die Azoren zu Ăbergriffen gekommen sein.
Die Ăffentlichkeit war zu Prozessbeginn laut "Bild" von der Verhandlung ausgeschlossen, um die Intimsphäre der zum Tatzeitpunkt noch minderjährigen Opfer sowie des mutmaĂlichen Täters zu schĂźtzen. Drei Opfer treten als Nebenkläger auf.

















