Der wahre Name dieser Verneigung des Denkens vor dem Anderen, dieser entschlossenen Annahme der inkohärenten Inkohärenz, die durch eine Wahrheit, die tiefer als die 'Logik' des philosophischen Diskurses ist, inspiriert wurde, der wahre Name dieser Resignation des Begriffs, des transzendentalen a priori und der Horizonte der Sprache, ist der Empirismus. Dieser hat im Grunde immer nur einen Fehler gemacht: den philosophischen Fehler, sich als eine Philosophie anzubieten. […] Er ist der Traum eines in seinem Ursprung rein heterologischen Denkens. Reines Denken der reinen Differenz. […] Wir sagen, ein Traum, weil er am Tage und im Augenblick des Aufgehens der Sprache dahinschwindet.
Jacques Derrida: Essay über das Denken Emmanuel Levinas, in: Ders.: Die Schrift und die Differenz, Frankfurt am Main 1972, S. 231.










