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„the reflections of the light by night after rain“
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leaking von Nicolas Heinzelmann Über Flickr: Bern, Switzerland
Dezember 2020
Home-Studio in der Pandemie: Mehr geht immer
Im vergangenen halben Jahr der Coronavirus-Pandemie haben wir uns - jedenfalls diejenigen, die sonst öfter auf Konferenzen und ähnliche Veranstaltungen gehen - schon an die Allgegenwart der Videokonferenzen gewöhnt. Zunehmend wird’s schwieriger, weil immer mehr Veranstalter diese Art des virtuellen Zusammentreffens in ihr Programm aufnehmen und inzwischen etliche Konferenzen zeitgleich online stattfinden. Oder, wie es ein befreundeter Professor ausdrückte: Es ist jetzt überall so wie früher nur in Berlin, wo 35 Veranstaltungen am Tag stattfanden und man nicht wusste, wo man hingehen sollte.
Mit der Videokonferenz als Standard sind auch, naja bei etlichen, die Ansprüche an die Technik gestiegen. Einfach nur den Laptop vor sich hinstellen in ungünstiger Perspektive, und dann schlecht ausgeleuchtet auf ein vielleicht großes und vielleicht unbekanntes Publikum zu treffen, mögen viele nicht.
Manche haben schon vor Monaten ihre Konsequenz daraus gezogen. Ich habe mich lange mit dem vorhandenen Material begnügt: zumindest bei Tageslicht reichte es, mich halbwegs präsentabel zu zeigen, und für eine günstigere Perspektive kann ich den Laptop mit seiner eingebauten Kamera ja auch auf einen Bücherstapel stellen.
Allerdings habe ich in jüngster Zeit dann doch aufgerüstet. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass ich aus dem Wohnzimmer nicht nur bei Videokonferenzen dabei war – zunehmend sind Fernsehsender dazu übergangen, ganz selbstverständlich eine Live-Schalte via Internet als Ersatz für den Besuch im Studio zu akzeptieren. Und solche TV-Auftritte gehören zu meinem Beruf.
Also habe ich mich erstmal um anständiges Licht gekümmert. Zwei LED-Panels, als besonderer Luxus: mit regelbarer Farbtemperatur, sind zwar immer noch nicht billig, aber viel günstiger als früher. Und man sieht schon viel besser aus – zumal ja das Tageslicht in diesen Dezembertagen äußerst unzuverlässig ist und früh schwindet.
Allerdings: Die Nachteile der Laptop-Kamera bleiben. Sie ist recht weitwinkelig und zeigt das Gesicht aus sehr unvorteilhafter Perspektive – aber je weiter man sie wegschiebt, um so ungünstiger wird das Gesamtbild.
Also noch eine Investition: einen so genannten Camlink, der meine Systemkamera mit ihren Wechselobjektiven zu einer schlichten Webcam macht. Für das gleiche Geld (für Camlink plus passendes Kabel) bekäme ich natürlich auch schon eine ganz gute Webcam. Aber eben nicht eine mit der Qualität meiner Systemkamera, von den Wechselobjektiven ganz zu schweigen.
Jetzt sieht’s also aus wie im Foto ganz oben: links von mir der Laptop als Monitor, vor mir die Kamera, die mich aus entsprechender Entfernung und damit in günstigerer Perspektive aufnimmt. Das ganze ausgeleuchtet mit den LED-Panels und zusätzlich noch ein gutes USB-Mikrofon für den anständigen Ton.
Dieses Setup kann ich für lange Videokonferenzen zwar nicht nutzen: Die Kamera läuft nur über ihren Akku, dessen Laufzeit bei Videoaufnahmen wie hier doch vergleichsweise begrenzt ist. Aber für Live-Schalten im Fernsehen, die inklusive Wartezeit selten länger als eine Viertelstunde dauern, ist das schon ganz gut.
Der Nachteil ist natürlich, dass ich einen umfangreichen Kabelsalat aufbauen und im Zaum halten muss: Die Stromversorgung für die LED-Beleuchtung, das Kabel von der Kamera zum Laptop, die Stromversorgung für den Laptop (vorsorglich, nicht unbedingt nötig), das Mikrofon zum Laptop und noch einen Ohrhörer für die Fragen. Immerhin brauche ich bei dieser Konstellation keine externe Maus, weil ich den Laptop in diesem Fall nicht weit vor mich stellen muss.
Besser geht aber immer, das Ende ist noch nicht erreicht: Wenn ich mir überlege, einen virtuellen Hintergrund zu benutzen, hilft die so genannte Greenscreen-Technologie (eigentlich: Bluescreen). Ein grünes Stück Stoff, hinter mir aufgezogen, erleichtert den virtuellen Hintergrund und ist teilweise sogar erforderlich.
Denn während Skype problemlos ein Foto als virtuellen Hintergrund hinter mich legt, verlangt Zoom diesen grünen Stoff, damit es funktioniert. Und WebEx will weder mit noch ohne: Mein System, teilt mir das WebEx-Programm mit, sei für einen virtuellen Hintergrund nicht leistungsfähig genug.
Die nächste Ausbaustufe wäre dann also ein neuer Laptop. Aber das mag ich nicht mitmachen.
(Thomas Wiegold)
Solidarity rally for Palestinians von Nicolas Heinzelmann Über Flickr: Bern, Switzerland
It's me 😷 von Nicolas Heinzelmann Über Flickr: Bern, Switzerland

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untitled von Nicolas Heinzelmann Über Flickr: Solothurn, Switzerland
Look how fun you can have with a camera all by yourself
Systemkamera vs. Smartphone
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