Arbeitszeit
Feb 01, 2026
Ob es in Österreich die geforderte Erhöhung der Normalarbeitszeit oder ein Deutschland die Abschaffung der Teilzeitarbeit: Wieder einmal wird uns von ganz oben unterstellt, eigentlich zu faul zu sein.
Denn wer gerade keine Lohnarbeit macht, macht ja nichts produktives. Und wer es wagt krank zu sein, oder behauptet gar chronisch krank zu sein, das sind ja ĂĽberhaupt die schlimmsten (Ironie off).
Man merkt, dass diese Menschen noch keine echten Herausforderungen erlebt haben. Keine Niedriglöhne, keine Kinder, keine Erkrankungen, keine Schicksalsschläge, keine Unsicherheiten. Klar wer behütet als Teil der Finanzelite aufwächst und lebt, dem wird das Mantra: “Wenn du es willst, musst du nur fleißig arbeiten.”, in jeder Situation vorgebetet.
Blöd nur, das jegliche Faktenlage gegen dieses Argument spricht. Das finanzielle Absicherung so wie Bildung in in unserem Land vererbt ist, ist weder neu noch überraschend.
Auch ist mir fast zuwider die regelmäßig zitierten Studien zur Arbeitszeitreduktion hervorholen, denn die Ergebnisse gibt es schon lang genug, das klar ist - es geht nicht darum, das man die Studien nicht kennt, sondern das man sie nicht wahrhaben will.
Wer mit Menschen auf Augenhöhe arbeitet, statt Mitarbeiter als eine Belastung der Finanzen zu sehen, erhält Einblicke in das Leben der meisten. Und die meisten müssen arbeiten um zu leben und dürfen leben um zu arbeiten. Dieses Mantra wird nun von der Gesellschaft völlig zurecht hinterfragt.
Das alte System muss sich aufbäumen, während das neue System geboren wird. Denn Fakt ist, weder können wir noch wollen wir in die Vergangenheit reisen, die uns von Konservativen als schmackhaft verkauft werden soll. Also schaffen wir eine Zukunft die uns allen gerecht wird.















