Ein besonderer Tag
Lange ist es her, dass ich sagen kann “Es war ein besonderer Tag”.
Manchmal, da fühlt es sich so an, als gäbe es nur schwarz-weiß, sämtliche Farben sind ausradiert. Wofür auch, so beschränken wir uns auf das wesentliche.
Doch ich wusste, es würde dich fertig machen, diesen Tag zu Hause zu sein & Panik zu haben, dass dein Erzeuger vor der Tür steht, also kurzfristig Auto gebucht und ab nach Köln. Mit einer Familienkutsche. Ich erinnere mich noch genau, wie du aus deinem Zimmer kamst und entsetzt fragtest “Ist das der weiße?”.
Absichtlich habe ich den Tag nicht geplant, denn ich habe von dir erfahren, du warst nie vorher in Köln, also ließ ich dich den Tag entscheiden.
Es fing schon relativ lustig an, denn in Köln standen wir an einem steilem Berg und die Frau vor uns konnte am Berg nicht anfahren. Also mit weiteren Autofahrern geholfen, während die anderen lieber gehupt haben.
So liefen wir zuerst durch die Stadt, dann noch 58384 Mal, bis du dich entschieden hattest, was wir essen. “Dann laufen wir halt so lange bis du dich entschieden hast”, habe ich gesagt, um dich zu ärgern. & als wir so bei Mc´s saßen, hab ich dich gefragt, ob wir an den Rhein gehen sollen. Etwas ruhiges machen. Oder den Zoo, den ich vorher 500 x erwähnt habe. Also bekamst du dann spontan mega Lust auf den Zoo und wir suchten das Auto. Mit Google Maps und einem Führer, der zu blöd ist, Google Maps zu folgen :D
Als wir am Auto waren, fuhren wir zum Zoo. Kurios, die Hälfte der Tiere war einfach mal nicht da. Zuerst haben wir uns geärgert, doch wir machten das beste draus. Ein Foto, worauf wir wie Freunde aussehen haben wir gemacht & natürlich vergessen abzuholen. Typisch wir. Dennoch haben wir über 30 Minuten im Zooshop verweilt, während du dich immer mehr in die Plüschtiere verguckt hattest.
Irgendwann war es dann Zeit nach Hause zu fahren & dieses Mal hast du mich gebeten, ruhig zu sein. Keine Musiktitel, die du gerade anmachst, zu interpretieren. “Where is the love?” - Wo ist Liebe? Bekomm ich heute auch Liebe? :D Ich bin dir den Tag über so auf die Nerven damit gegangen, bereits bei der Hinfahrt und du warst stets sprachlos. Doch auch du machtest mich sprachlos, ein Lied, welches 6 Minuten geht, mitzurappen ohne Texthänger.
Ich habe gemerkt, dass dieser Tag und die Idee, aus unserer Stadt raus zu kommen, an solch einem schweren Tag, dir gut tut. Ich weiß, was mir gut tut und hatte Hoffnung, es hilft dir und tatsächlich hat es dir geholfen. Ich habe dich selten so entspannt, gelöst und befreit erlebt, mit einem Lächeln, welches ich von dir selten sah.
Es war vermutlich der Tag, an dem das zwischen uns klar wurde und wir nicht mehr so tun konnten, als wäre das zwischen uns nichts wahres.
















