Kurvenlose Sinuskurven
Das WollknĂ€uel entknoten, der Faden zu Boden gefallen, verschnĂŒrt sich selbst, im verzweifelten Wohlgefallen hebe ich Chaos auf, um der erneuten Befreiung zu verfallen.
âUnd tĂ€glich grĂŒĂt das Murmeltierâ, kreischen die Gedanken von universellen Karussellen, deren unendliches Schwanken in Dur verfasste Melodien ganz friedlich in Moll ertranken, sodass in orchestraler Harmonie Regungen in Dissonanzen versanken.
Gelegentlich lassen uns Augen mit Auren erstaunt hochschrecken und wir spĂŒren Leben, welches wiederrum Emotionen aufwecken kann, wir fĂŒhlen uns warm und es entstehen Knutschflecken
vergessener Hoffnungen, aber wir mĂŒssen uns losreiĂen, denn die drehende Weiterfahrt verbietet das FestbeiĂen an BestĂ€ndiges und Erfahrungen lieĂen Bremsen verschleiĂen, wir werden kalt und verharren mit blutigem LippenbeiĂen.
Das Leben ist eine Sinuskurve und wir wollen es kurvenlos fĂŒhren, doch scheinbar verschollen sind alle Konstanten, wir schĂŒren die Verurteilung der NormalitĂ€t und verharren in offenen TĂŒren.
Die Erdbeben des Alltags rĂŒtteln an den Prinzipien der Vernunft, Ideale wie âLiebe lieben, Hass hassenâ versiegen in Zusammenkunft mit Mitmenschen, und irgendwie erscheint dann die Herkunft der GefĂŒhle uneindeutig und resultiert in Handlungen der Unvernunft.
GehÀssige Liebe oder liebender Hass, das macht keinen Unterschied, denn die Konstellation ist unbestÀndig, ein wiederkehrendes Spottlied, und so verharren wir mit zerrissenen Glied-ern im ewigen Abschied.
Aus âirgendwie, irgendwo, irgendwannâ wurde âgenau so, hier und jetztâ, die Leistungsgesellschaft mĂŒndet nur in einem âSchleppnetz â Gesetzâ des Zusammenbruchs der Gemeinschaft, die wiederrum den Einzelnen verletzt, Gemeines schafft und sich in meiner Angreifbarkeit verschĂ€tzt.
Danke Kosmopolitismus: globale Vorteile spiegeln sich als lokale Gegenteile, denn Grenzenlosigkeit schafft Grenzen, Durchblick vor allem Vorurteile und Sekundenbruchteile verweilen zu oft als zwischenmenschliche Giftpfeile.
Wir sehen aneinander vorbei und erkennen dabei die Wirklichkeit, doch als Meister der Frustration halten wir dies nur fĂŒr Ăngstlichkeit, vergessen die allgemeine Anwesenheit der Abwesenheit und verlieren in unbewusster Hilflosigkeit unsere Aufmerksamkeit.
LĂ€cherliche Floskeln Ă la âWie du mir, so ich dir!â leiten/ verleiten das aufgeklĂ€rt unaufgeklĂ€rte Individuum und geleiten unsere weiten Belanglosigkeiten auf dem Weg zu Feindseligkeiten.
âMan denkt an mich, also bin ich!â lautet deine (Lebens-)motivation, doch so eine Definition endet ganz gewiss in tiefer Depression, okay, meine Adaption â Ich denke an mich und Punkt!â birgt Diskussions- potenzial, doch deine Exibitions â Fiktion resultiert in monotoner Imitation.
Die Salienz der Transparenz bezeugt die Korrespondenz zwischen meiner Existenz und der Tendenz zur Inkonsequenz aufgrund fehlender Kompetenz in angestrebter Adoleszenz.
Ich bin ein Individuum im Zeitalter des vermischten Alles doch âvoll seinâ bedeutet in Spiegelschrift den Teil eines Verfalles zu verkörpern, post-moderner Romantiker, Nachahmer des Krawalles des Sturm und Drangs, irgendwie aber nur eine Erfindung des Zufalles.
Das Leben ist eine Sinuskurve und wir wollen es kurvenlos fĂŒhren, doch scheinbar verschollen sind alle Konstanten, wir schĂŒren die Verurteilung der NormalitĂ€t und verharren in offenen TĂŒren.
Offene Anerkennung ist RaritĂ€t und zeigt sich nur in RivalitĂ€t, wir leben in Neonfarben, vermeiden jede gemischte KompositĂ€t, damit wir auch ârealâ bleiben, lieber verschmĂ€ht man halbes GlĂŒck und zelebriert seine Weltschmerz â AffinitĂ€t.
Voller Sehnsucht denken wir an den ersten FrĂŒhlingstag zurĂŒck, vergessen dabei, dass der Winter fast vorbei ist, werden erdrĂŒckt von all dem Unerreichten und fĂŒhlen uns endgĂŒltig verunglĂŒckt.
Halb- sind meine Vollmonde, der Sternenhimmel mein Tag, der fehlende Halt quasi Abschlag fĂŒr gebrochene Vertrags- konditionen mit meinen Emotionen, ich ernte den Missertrag verlorener Tage und spĂŒre dabei gleichgĂŒltigen Herzschlag.
Der Atem wird flach, wirkt schwach, aber er bleibt, vermischt sich mit TrĂ€nen zu einem Bach, schweigt so entschlossen auf seinem Weg zum Ozean und treibt uns entlang von Sinuskurven, die niemals kurvenlos auftretenâŠ













