Schiffsreise
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Schiffsreise

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Darum liebe ich es, ein Kreuzfahrer zu sein
Als Reisebegeisterter ist fĂŒr mich das Erkunden ferner LĂ€nder und Kulturen ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens geworden. Dabei bevorzuge ich seit einigen Jahren unteranderem Kreuzfahrten, da ich auf diese Weise verschiedene LĂ€nder und Regionen in kurzer Zeit bereisen und dabei den Komfort eines schwimmenden Hotels genieĂen kann. In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen aufâŠ
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Noch 1(!) Tag - Morgen gehts los!!!!!
Jetzt könnte man meinen die Aufregung ist so groĂ dass es einen lĂ€hmt...oder man hibbelig von einem Bein aufs andere tritt... TatsĂ€chlich ist es aber so dass wir heute am frĂŒhen Abend Nikes Eltern erwarten die fĂŒr die Dauer unseres Urlaubs bei uns einziehen und in Brandenburg ihrerseits Fahrradurlaub machen...und sich dabei um unsere drei sĂŒĂen Katerchen kĂŒmmern.
Entsprechend stecken wir noch bis zum Hals in Vorbereitungen die Wohnung auf Vordermann zu bringen, WĂ€sche zu waschen, Koffer zu packen und letzte Vorbereitungen zu treffen. TatsĂ€chlich also gar nicht so viel Zeit fĂŒr Aufregung...sondern richtig viel Stress. Aber das wird sich spĂ€testens wenn wir morgen Mittag das Schiff, diese schwimmende Stadt betreten...definitiv verĂ€ndern.
Ab dem Moment ist Urlaub angesagt. Entspannung. Erholung. Und sicher auch etwas Abenteuer. Aber kein Stress mehr.
Trotz Allem wollte ich es mir nicht nehmen lassen einen letzten Post abzusetzen bevor die Reise offiziell startet. Morgen werde ich wÀhrend der Anreise vermutlich den ein oder anderen Livepost absetzen...und Abends dann eine Review des Tages?! So zumindest der Plan. Mal sehen ob ich das so auch umsetzen kann.
TatsĂ€chlich warten nicht nur sehr viele EindrĂŒcke, sondern auch Menschen darauf entdeckt und kennengelernt zu werden. Entsprechend kann ich noch nicht recht hervorsehen ob ich die Posts in der RegelmĂ€Ăigkeit absetzen kann wie Ichs mir vorgenommen habe. Dazu kommt noch die unklare Internetsitzation. Angeblich ist das mobile Netz in Norwegen und der zugehörigen KĂŒstenregion sehr gut ausgebaut. Aber wir haben auch mindestens zwei reine Seetage abseits von KĂŒsten und LĂ€ndergrenzen vor uns. Da wird bloggen und auch schon Kommunizieren eine Herausforderung. Zwar habe ich ein Social Media Paket gebucht (welches meines Wissens jedoch kein Tumblr beinhaltet...) jedoch ist das Satellitennetz an Bord nicht ganz so stabil bei all den Nutzern. Daher bin ich gespannt ob ich immer und ĂŒberall via WhatsApp erreichbar sein werde. An alle die es versuchen...Seid nicht böse wenn es nicht klappt...oder wenn Antworten meinerseits verspĂ€tet kommen. So ist das nunmal im Urlaub...auf hoher See :P
Was bleibt noch zu sagen?? Ich erzĂ€hle seit zig Posts dass die Vorbereitung voranschreitet...und das stimmt auch. Mal hier eine Idee die zu Papier gebracht wurde. Mal dort eine Besorgung die noch erledigt wurde. Mal eine Reservierung die online eingestellt wurde. Aber die richtig echte Vorbereitung auf eine Reise...besonders auf einen Urlaub...beginnt fĂŒr mich immer in dem Moment indem ich beginne den Koffer zu packen. Und das dĂŒrfte in den nĂ€chste zwei Stunden der Fall sein. Da wird akribisch ĂŒberlegt was mitkommt. Was wie und wo verstaut wird. Und zig mal ĂŒberlegt ob man auch ja nichts vergessen hat. Aber auch wenn das aufwĂ€ndig klingt, freue ich mich jedes Mal darauf. Denn damit beginnt fĂŒr mich irgendwie immer eine Reise. Und so freue mich mich drauf gleich meinen Koffer zu packen. FĂŒr eine hoffentlich unvergessliche Reise. Ein Schlusswort fĂŒr heute noch... Morgen geht es los. Ab dann gibt es interessantere Bilder als der Urlaubscountdown aus der AIDA App. Ab morgen dann EindrĂŒcke von der Reise und vor Allem vom Schiff. Und ab Mittwoch dann hoffentlich auch tolle EindrĂŒcke von Norwegen. Wenn ich das nĂ€chste mal poste sind wir bereits unterwegs. Die Vorfreude ist riesig. Bleibt gespannt. Bis morgen!!!
Caledonian Canal- Fluss  der neunundzwanzig Schleusen
https://www.openstreetmap.org/export#map=10/57.1660/-4.7759
Von Laggan, direkt am Kanal beginnt unser Abenteuer Schottland. Unser Boot ist eine kleine Motorjacht, 10 Meter lang, Spitzengeschwindigkeit maximal 10 miles/ hour, wenn der Wind von hinten kommt.
Dieser Artikel enthÀlt Werbung durch Affiliate von booking.com
Die Mountain Star ist fĂŒr maximal 5 Personen ein eher kleines Schiff. FĂŒr zwei Personen jedoch sehr gerĂ€umig und komfortabel
Peter hat vor ca 8 Jahren am schönen KĂ€rntner Wörthersee einmal den FĂŒhrerschein fĂŒr Motorbetriebene Wasserfahrzeuge Klasse A begonnen. Ich bin lediglich ein Segler.
Aber das ist bei LeBoat, der europÀischen Bootsvermietung, egal.
Bootfahren ist einfach. So wirbt das Unternehmen auf seiner Website. Nun â Herausforderung angenommen. Wir haben gebucht und sind neugierig auf unser Abenteuer Schottland mit dem Boot erkunden. Genauso neugierig ob wir das packen, sind die heimischen Enten, die sich den Zauber einmal nĂ€her ansehen.
OK. Es liegt wohl eher an den guten Schottischen Keksen, die ich schwesterlich mit ihnen teile.
Wir werden von den geduldigen Mitarbeitern aber erst einmal ausfĂŒhrlich eingewiesen. Jetzt macht sich Peters Motorboot Ausbildung am Wörthersee bezahlt. Alles klappt auf Anhieb. Andere stellen sich weit weniger geschickt an, wie wir rundherum beobachten können. Und auch ich kĂ€mpfe ein wenig am Anfang. Aber es macht irre Spass!
Frau am Steuer â Ungeheurer. Ich mache Nessie ein wenig Konkurrenz! đ
Unser erster Morgen an Board
Mit einem gewaltigen Kaffeedurst â und auch ein klein wenig SchĂ€delbrummen vom guten Whiskey in der Eagle Barge, der zwar richtig gut war, jedoch sofort in meinen Kopf geschossen ist.
https://lifestyleluxurybrigade.com/the-eagle-barge-inn-insider-tipp-caledonian-canal/
Also ab in den Peugeot 208 und auf zur nÀchsten Tankstelle. Es ist Sonntag und die Grocery Markets haben geschlossen.
Glengarry Castle
Auf dem Weg dorthin, biegt Peter plötzlich unvermittelt links ab und ich sehe gerade noch ein Schild mit einem Namen Glengarry Castle. Auf dem Schild wird mit âMorning Coffeeâ geworben und Peter hat sofort reagiert. Einen guten Kaffee in Schottland zu bekommen ist nĂ€mlich gar nicht so einfach. Meist wird einem der gute alte Filterkaffee serviert â der kommt fĂŒr zwei Ăsterreicher auf keinen Fall in Frage. Unsere Melange ist uns heilig. Und tatsĂ€chlich wĂŒrde es hier auch richtig guten Kaffee geben. Leider nicht fĂŒr uns. Wir sind zu frĂŒh.
Das Glengarry Castle bietet auch TagesgĂ€sten ab 10 Uhr ein feines FrĂŒhstĂŒck. Abends kann man dort auch sehr gut Essen. Mit dem Boot ĂŒber den Steg gut zu erreichen.
Das Hotel jedoch ist âlovelyâ um es in englisch zu sagen. Ein echter alter Kasten, kein neu gebautes Hotel Castle. Die alte Burg Invergarry steht unweit vom Schloss im Park und bietet ein herrliches Motiv fĂŒr ein Foto, was ich trotz einsetzendem Regen mache. Die alte Burg ist geschichtstrĂ€chtig und eng mit dem Mc. Donalds of Gerry verbunden. Hier mehr ĂŒber dessen aufregende Geschichte.
Glengarry Castle Hotel ist ein schottisches Landhaus, welches traditionelle KĂŒche nicht nur fĂŒr HotelgĂ€ste anbietet. Ab 10 Uhr kann man hier wunderbar FrĂŒhstĂŒcken. Auch der Nachmittagstee und das abendliche Dinner wird hier auch Besuchern geboten, die nicht im Schloss GĂ€ste sind. Vorteilhaft ist jedoch rechtzeitig zu reservieren. Gerade im Sommer, wenn das Hotel ausgebucht ist, gilt â House Guests first. Das ist fĂŒr mich auch völlig in Ordnung. Reservieren kann man unter 01809 501254 oder online Glengarry.net
Danach kaufen wir bei der relativ gĂŒnstigen Tankstelle das nötigste fĂŒr die nĂ€chsten Morgen und laden unser Schiff mit den erworbenen SchĂ€tzen. Danach wird es ernst. Wir legen ab zum ersten abschnitt unserer Reise auf dem Caledonia Channel.
Schleusen-Jungfrau, und ein tolles Erlebnis Neptuns Star Way
Nach einem vorbildlichen Ablegemanöver fahren wir mitten auf dem Loch Oich in Richtung unserer ersten Schleuse. Gairlochy Locks.
Auf der Fahrt lerne ich wie man den perfekten Achter fĂ€hrt ( Mann ĂŒber Bord Manöver), wie man steuert, ohne ein Gebirge hinter einem zu lassen ( möglichst grad ohne zickzack Kurs) und irgendwann stehen wir vor unserer ersten Schleuse.
Peter ĂŒbernimmt die nun etwas kniffligere Aufgabe, hier schön grad und langsam einzufahren. Ich flirte in der Zwischenzeit mit dem SchleusenwĂ€rter.
Unser erstes Schleusenmanöver
âHELP. This is my first time at a Lock!â brĂŒlle ich zu ihm rĂŒber. âIâm a Locks Virgin. Please can you advise me?â
Den gesottenen Schotten wirft es fast aus den Schuhen vor lachen. Er zwinkert mir zu und erklĂ€rt uns ruhig und geduldig die Handgriffe die nun zu tun sind. Danach ist es eigentlich ĂŒberhaupt nicht schwierig. Die Hauptarbeit hat er mit dem Wasserstand und die Schleuse selbst.
Wir sind dennoch mÀchtig stolz, diesen ersten Abschnitt so prima geschafft zu haben.
Der Kanal ist schmal, Zwei Boote kommen aber prima aneinander vorbei. Die Menschen winken uns zu, wir retour. Ein paar Japaner knipsen sich fast zu Tode.
Unter den BrĂŒcken hindurch
Wir passieren eine niedrige BrĂŒcke â die bei Bedarf aufgemacht wird. Der Schleusenwart jedoch meint, wir kĂ€men mit dem kleinen Boot gut unten durch. Ein gutes AugenmaĂ und viel Erfahrung hat der Mann. Denn es war dann am Ende doch sehr knapp.
Irgendwann sind wir fast ĂŒberrascht, in Banavie einzulaufen. So schnell ist das gegangen. Wir legen an â perfekt â auf anhieb wunderbar â Peter kann es ja doch noch.
Danach gehen wir entlang der Neptune Stairs und bestaunen die Schiffe, die ĂŒber acht Schleusen 450 Meter LĂ€nge insgesamt 25 Meter hinauf, oder hinab geschleust werden. Wir sehen, wie ein Segelboot den Mast umlegt um unter der BrĂŒcke hindurch zu kommen. Weiter Richtung Fort Williams und dann auf das offene Meer. SehnsĂŒchtig schaue ich dem Boot nach. Denn fĂŒr uns ist in Fort Williams bzw. am Kanalende leider Schluss. Wir dĂŒrfen mit unserem Tucker Kahn leider nicht weiter, da die Gezeiten auf der Bucht sehr stark sind und unser Boot dafĂŒr nicht gebaut ist, und auch weil man ab hier nun das KĂŒstenpatent brĂ€uchte um weiter zu fahren.
Wir gehen auf ein sehr spÀtes Mittagessen, trinken unseren wohlverdienten Manöverschluck und verbringen einen netten Abend in Banavie und unserem Boot. Hier entstehen auch die ersten Zeilen dieses Artikels auf meinem Mac Book.
âWorking from any place in this beautiful world.â Ich habe einfach den besten Job der Welt.
Den ersten Tag in Banavie verbrachten wir mit Auto nachholen und einem schönen Ausflug nach Nevis Ranch der Glenfinnan BrĂŒcke und einer schönen Tour, entlang der Jacobite Steam Train Strecke bis hinauf nach Mallaig.
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Der höchste Berg Britanniens. Der Ben Nevis im Abendrot.
Einer der schönsten Strecken, die wir bisher gesehen haben. Artikel folgt.
Essen in Banavie
Viel Restaurants hat es nicht wirklich in Banavie. Wer mehr Auswahl möchte, begibt sich am Besten in das ca 7 Meilen entfernte Fort Williams.
The Moorings Hotel
Hier, direkt bei den Neptun Schleusen jedoch, befindet sich ein ausgesprochen gutes Restaurant. Im The Moorings Hotel befindet sich ein nettes Bistro. Empfehlenswert sind die Tagessuppen, immer frisch und einfallsreich. Auch der Angus Pie ist zu empfehlen. Diese SpezialitÀt erinnert an ein Rindergulasch in einer Semmel serviert. Sehr lecker.
The Lochy
An den Neptun Schleusen hinab, ĂŒber der A830 befindet sich noch das The Lochy und ein weiterer kleiner Fussmarsch das beliebte Sammyâs Fish & Chip Shop. Beides einfach aber qualitativ und preislich gut.
Warum man besser nicht experimentiert!
Heute fahren wir wieder retour in Richtung Fort Augustus. Unser nÀchster Stopp, bevor wir dann als Krönung unserer Bootstour nach Loch Ness weiterfahren.
Es ist Dienstag und es sind plötzlich merklich mehr Boote, die uns auf unserem Weg entgegen kommen. Auch die Schleuse ist gut besetzt. Aber auch diese HĂŒrde nehmen wir mit Bravour.
Nach weiteren 2 Stunden sind wir wieder in Laggan, unserem Ausgangspunkt, wo eine weitere Schleuse auf uns wartet.
Das Prozedere ist immer Ă€hnlich. Das Boot wird hineingepumpt. Man steht doof da, hĂ€lt die Leinen und wartet, bis sich die gegenĂŒberliegende Schleuse wieder öffnet. Dann werden die Leinen wieder eingeholt und man fĂ€hrt raus. Fertig. Eigentlich kein Ding.
GefĂ€hrliches BrĂŒcken Manöver
Doch dann ist die Aberchander Swing Bridge unbesetzt und wir haben keine Ahnung ob wir da durch passen, oder ob der Swing Bridge WĂ€rter da ist, oder wer uns diese BrĂŒcke aus dem Weg rĂ€umt. Irgendwann fahren wir mit Schneckentempo ganz nah heran und unser AugenmaĂ sagt uns â da passen wir durch. Haarscharf, maximal 30 cm Platz sind zwischen BrĂŒcke und unserem Bootsdach.
Dann stehen wir vor der nĂ€chsten Schleuse und mĂŒssen lĂ€nger warten. Die Schleuse ist geschlossen und irgendwann sehen wir, dass da eben ein anderes Schiff gerade ausgeschleust wird.
Warten macht mich immer hibbelig. Mir ist furchtbar fad. Irgendwann ist die Schleuse frei und wir fahren hinein. Dann der erste Anschiss. Wir hĂ€tten vor der Swinging Bridge warten sollen! Uj. Ok. Das Wasser plĂ€tschert aus der Schleuse. Jetzt geht es zur Abwechslung mal wieder hinunter. Mich langweilt das Prozedere und ich versuche zu optimieren. Das Seil geschickt in Schlangenlinie ĂŒber die Klampe, lĂ€sst sich das ganze etwas bequemer erledigen.
Ungewolltes Frau ĂŒber Bord Manöver
Das versuche ich dann Peter meine neuste Entdeckung zu zeigen. Er steht am Heck unseres Bootes und sieht zu mir rĂŒber. Ich bĂŒcke mich um ihm zu zeigen, wie toll ich die Leine gelegt habe und das ist das letzte an was ich mich erinnern kann. BĂŒcken, mit dem linken FuĂ am Seil hĂ€ngen bleiben. nach vorne stolpern und schon stĂŒtze ich mich an der Schleusenmauer ab.
Gaaaanz schlechte Idee. denn das Boot bewegt sich nun in Richtung Mitte der Schleuse, weil ich es mit dem Körpergewicht von der Mauer weg drĂŒcke. Ich versuche irgendwie wieder zurĂŒck zu bewegen und dann â platsch und ich lande im Wasser zwischen Bug und Schleusenmauer.
Nix wie weg sollte ich denken. Nein ich versuche â an den Leinen irgendwie wieder hoch zu hangeln. Falsche Entscheidung. das Boot schwankt in meine Richtung. Es wird enger zwischen Schleusenwand und Boot Bug. Irgendwann checke auch ich, dass ich weg vom Boot muss.
Also schwimme ich rund um das Boot. Die Kleider saugen sich voller Wasser, ich kann mich in der doofen Schwimmweste kaum bewegen.
Nun, relativ in Sicherheit finde ich das ganze irgendwie urkomisch und muss lachen. Gerade als ich âPeter hole die Kameraâ rufen möchte, erscheint der Schleusenwart hinter Peter, der gerade bemĂŒht ist, mir den Rettungsring nicht auch noch auf den Kopf zu werfen. Ich paddle zum Heck und irgendwann schnappen mich zwei starke MĂ€nnerhĂ€nde. Der Schleusenwart und Peter ziehen mich wie ein nasser Sack auf das Boot.
Bei jedem Sturz â schnell wieder aufs âPferdâ
Hier Röttchen, frisch gebadet aber wieder trocken.
Schnell aus der nassen WĂ€sche, in die neue gehĂŒpft und nicht nachdenken. Wir fahren weiter zur nĂ€chsten Schleuse. Peter meint ich solle nun den Teil im Heck ĂŒbernehmen. Doch ich weiss: Wenn ich jetzt das Manöver nicht nochmal durchmache, dann werde ich ewig und drei Tage Angst haben, vorn am Bug zu stehen. Diesmal geht alles gut.
Die Schleusenwart auf der Kyra Lock schaut etwas irritiert, weil ich noch nasse Haare habe und die Schwimmweste ĂŒber der trockenen Kleidung tropft.
âMit Dir wird es echt nie langweilig!â
FĂŒr das Tragen der Lifevests verschenkt sie selbstklebende Sternchen, denn nicht jeder trĂ€gt gerne die unbequemen Weste und ich picke mir das Sternchen auf die Stirn. Jetzt ist sie sichtlich verwirrt. Schnell erklĂ€re ich ihr was mir vor ca 20 Minuten passiert ist. Sie schaut Peter an, als wĂ€re er der SchlĂ€chter von London und meint ganz entrĂŒstet â Und da lĂ€sst ER sie weiterfahren? Ohne Pause?! Ich muss innerlich so lachen. Nicke aber und mime die traurig tapfere.
Peter erntet nun böse Blicke â ich lach mich schon wieder halb kaputt.
âMit Dir wird es echt nie langweilig!â meint Peter am Abend, als wir in Fort Augustus beim Abendessen sitzen. Und dann gesteht er mir: â Als du da so in der Schleuse gepaddelt bist mit deinem Lachkrampf, hĂ€tte ich gerne ein Foto gemacht. Aber ich hatte Angst, dass das dann das letzte Foto in unserer Beziehung gewesen wĂ€reâŠâ Jetzt lachen wir wie die irren, als ich ihm sage, dass auch ich die selbe Idee hatte.
Kaputte Schleuse in Fort Augustus
© Richard Elliot
Fort Augustus ist nicht nur von Touristen gesteckt voll. Auch sehr viele Boote warten darauf ĂŒber die Neptun Treppe hinunter in das Loch Ness zu gelangen. Wir haben ein RiesenglĂŒck noch ein kleines StĂŒckchen am Steg zu ergattern in dem wir das Boot festmachen können.
Wir spazieren an den Schleusen entlang, bunkern neue Lebensmittel und erfahren, dass eines der Schleusentore ein Problem hat. Darum sind Taucher im Schleusenkanal, um das Problem zu finden. Das bedeutet, die schleuse ist nur vormittags offen.
Der SchleusenwĂ€rter meint, es wĂ€re nicht empfehlenswert sich hinab schleusen zu lassen, weil die Schlange der Schiffe, die auf Loch Ness warten mittlerweile sehr lang ist. Weil wir das Boot in 36 Stunden schon wieder abgeben mĂŒssen, beschlieĂen wir schweren Herzens, diesen Part auszulassen.
Loch Ness â völlig ĂŒberbewertet â Tagesausflug ausreichend
Loch Ness â Gelungene Marketing Strategie
Im nachhinein bin ich ganz froh darĂŒber. Denn Loch Ness ist es eigentlich gar nicht wert, hier ein Risiko einzugehen. Das Nessie Marketing zieht viele Touristen an. Was bleibt sind zumindest im August, ĂŒberfĂŒllte UnterkĂŒnfte, Busweise Chinesen und Touristischer Nepp an jeder Ecke. Wir waren mit dem Auto unterwegs. Ausser der pittoresken Urquhart Ruine hat Loch Ness in meinen Augen nichts, was es Wert wĂ€re, es zu besuchen. Auf unserer Reise haben wir weit attraktivere Lochs gesehen und können auf Nessie herzlich verzichten.
Einzig, die Schleuse hÀtte ich gerne bewÀltigt. Die hÀtte ich gerne an Board erlebt.
Auf dem Weg retour nach Laggan haben wir noch einige schöne AusflĂŒge gemacht, bevor wir mit dem Auto dann wieder retour nach Edinburgh fuhren und unsere letzte Nacht â mit stinkendem GepĂ€ck und der letzten frischen Unterhose im altehrwĂŒrdigen Waldorf Astoria âThe Caledonianâ verbrachten. Ein Hotel, dass ihr euch zumindest einmal ansehen solltet. Aber das ist eine andere Geschichte.
Fazit: Der Caledonian Channel ist ein Erlebnis fĂŒr Naturfreunde und Camping Begeisterte, die kein Problem haben, eine Woche in einem Boot zu verbringen. Man kann jedoch viele Attraktionen, die sich ganz in der NĂ€he des Kanals befinden, nicht mit dem Boot ansteuern. Man benötigt ein Taxi, einen Bus, oder wie wir es gemacht haben, ein Mietwagen. Zeitlich finde ich eine Woche auf dem Kanal auch ausreichend. Loch Ness ist langweilig.
Tipp: Eine Woche Rundreise mit dem Auto und eine Woche Kanal Schippern wĂ€re die ideale Urlaubskombi fĂŒr einen erlebnisreichen Schottland Aufenthalt.
Hier noch eine Bildstrecke unserer Ausblicke auf den Caledonian Channel:
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Vorbei an den ganz ganz groĂen
Schleusenidylle
Unsere Mountain Star vor dem Fort Williams
Viele Schiffe untererwegs
Kielwasser
Sogar PlÀtze zum Grillen an den Schleusen.
Alle Reisetipps findest du auf unserem LEITARTIKEL SCHOTTLAND
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Mit LeBoat in Schottland - Caledonian Canal unser Reisebericht ĂŒber das Hausboot Arbenteuer #schottland #hausbooturlaub #leboat #caledonian Channel Caledonian Canal- Fluss  der neunundzwanzig Schleusen Von Laggan, direkt am Kanal beginnt unser Abenteuer Schottland. Unser Boot ist eine kleine Motorjacht, 10 Meter lang, Spitzengeschwindigkeit maximal 10 miles/ hour, wenn der Wind von hinten kommt.
Kreuzfahrten auf Polens FlĂŒssen: auĂergewöhnliche Reiseerlebnisse und hoher Komfort
 Foto: MS Sans Souci, Flusskreuzfahrt in Polen, (c) Klugschnacker, CC BY-SA 3.0 Polen auf einer Flusskreuzfahrt zu erkunden ist noch ein Geheimtipp. Zwischen Ostsee und dem Riesengebirge lassen sich auf den einzelnen Flusskreuzfahrt â Routen auf Oder, Weichsel, Masurischer Seenplatte von Bord aus ebenso faszinierende wie abwechslungsreiche Naturlandschaften beobachten. An der OstseekĂŒsteâŠ
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Reisen schafft Erinnerungen, die unter die Haut gehen
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Eine Reise schafft viele unvergessliche Momente, die unter die Haut gehen. Diesen Gedanken hat Aida kreativ weiterentwickelt und damit eine beeindruckende und emotional packende Kampagne mit Tattoo-Motiven rund ums Reisen kreitert. Wir sind begeistert! document.write(â); Sponsored Post
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Reisen geht unter die Haut - Und dieses Video auch
Reisen geht unter die Haut â Und dieses Video auch
âGeh auf die Reise â und pack Neugier einâ (lt. Zitat/Video), so die Aussage dieses wundervollen Videos von Aida als Inspiration sich sofort auf den Weg zu machen. WĂ€hrend eine eindringliche, angenehme Stimme davon erzĂ€hlt, die eigenen Grenzen frei zu lassen und wie mĂ€chtig Freiheit sein kann, wird das Auge ĂŒber die Haut eines Körpers gelenkt. Tattoos, die wie StraĂen an Berggipfeln, DenkmĂ€lern,âŠ
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