Heute war ich ein alter Leuchtturmwärter.
Ich war früher als Kapitän zur See gefahren und trug immer noch meine Mütze, aber niemand glaubte der Mütze mehr und mein Bart hatte aufgehört zu wachsen, obwohl ich ihn vor fünf Jahren zuletzt gestutzt hatte.
Vor dem Frühstück habe ich kurz überlegt, mich kahl zu rasieren, aber ich war so gewöhnt an den Bart, dass ich ganz vergessen hatte, was für ein Gesicht darunter verborgen lag. Vielleicht hätte es mir nicht gefallen. Ich wusch mich also nur und kämmte mich säuberlich. Dann brühte ich Kaffee auf, das war Frühstück.
Mein bester Freund war ein Busfahrer unten im Ort, für den ich der Einsamkeit seines Berufs wegen Mitleid empfand, denn während der Fahrt darf niemand mit dem Busfahrer sprechen.
Nach dem Frühstück begann ich meine Arbeit. Ich saß in der Kuppel des Leuchtturms, trank Rum, aß Rollmöpse aus dem Glas und freute mich über Schiffe. Mein Leben war lang gewesen und schlug in diesen Tagen seine letzten Funken. Ich war glücklich, das Atmen fiel mir leicht.


















