Handlungsfelder der Digital Humanities bzw. der digitalen Geisteswissenschaften, die auf der #rkb15 diskutiert wurden
nach:
Sebastian Bolz: (Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data. Zum Stand des Digitalen in den Geisteswissenschaften. Bayerische Staatsbibliothek; Collegium Carolinum München; Herder-Institut Marburg; Institut für Osteuropa- und Südosteuropaforschung Regensburg, 08.10.2015–09.10.2015Review. H-Soz-u-Kult (January, 2016) https://www.h-net.org/reviews/showpdf.php?id=45950
(geordnet nach Personen)
Stephan Büttner: Neue Maßstäbe für die Qualitätssicherung beim digitalen Publizieren, z.B. Nutzerstatistiken
Einzelschritte (zur Erstellung) einer digitalen Publikation können individuell nutzbar gemacht werden
„Enhanced Publications“=multimedial und kollaborativ
Forschungsdaten haben keine Schöpfungshöhe und daher keine urheberrechtliche Schützbarkeit
Mareike König: Trägt nicht jede Geisteswissenschaft heute die Signatur der Digital Humanities?
“stille Kommunikation”. das Eindringen quantitativ-technischer Methoden führt nicht zum Verschwinden der Hermeneutik
Markus Krajewski: Einordnung der Digital Humanities als Hilfswissenschaft
Digital Humanities - Mangel an Theorie
Lilian Landes: Publikationsprozess reicht ĂĽber Bereitstellung der Publikationen hinaus --> wissenschaftliche Debattenkultur
Rezeptionslogik hat sich im Anschluss an ein „gesamtgesellschaftliches Rezensionswesen“ verändert
zeitweilige „Übersättigung“ der neuen digitalen Kanäle durch Verhältnis von Beschleunigung und Erfassbarkeitsgrenzen
Jens Mittelbach: personelle[..] und institutionelle[..] Machtstrukturen innerhalb des Wissenschaftssystems, etwa in Form von “Zitationskartellen” und “Expertendünkel”
Marc Rittberger: “Citizen Science” [als] eine zentrale Chance
Matthias Spielkamp: Appell an die Wissenschaft, Möglichkeiten der Interessensvertretung [bei der Gestaltung eines Urheberrechts für digitale Bedingungen] wahrzunehmen und aktiv am politischen Prozess teilzunehmen
Eric Steinhauer: „Inkunabelzeit des Digitalen“=Überlegungen zu neuen Präsentationsformen, die [über] die bislang übliche bloße Übertragung analoger Formate (als dessen Idealtyp das linear strukturierte Buch gelten kann) hinausgeh[en]
schwindende[..] Grenzen zwischen akademischer und privater Forschung= „Klimawandel“
Digitales Publizieren und die „Kohärenzkrise“=viele[..] unterschiedliche[..] Kanäle kaum gesteuerter Wissensproduktion=unübersichtlich, digitale Medien st[eh]en nicht selten quer zu eingeübten Rezeptionspraktiken
“Strg + F macht dumm” Gefahre[..] einer neuen Oberflächlichkeit in der Wissensaneignung
Langzeitarchivierung bei freien Formaten ist oft Problem des Autors
Toma Tasovac: Digital Humanities=“terminologische Hipster-Fassade“
Ausgangsfragen fĂĽr die #rkb17:
Wovon sprechen wir, wenn wir in den Geisteswissenschaften von Forschungsdaten sprechen und wie können wir für eine sinnvolle Nachnutzung sorgen?
Wie können Geistes- und Informationswissenschaften für beide Seiten gewinnbringend zusammenarbeiten?
Welche Fragestellungen und Arbeitstechniken rechnen wir den Digital Humanities zu?
(red. 13.01.2016)











