"Przez siedem lat nie możemy otrzymać informacji, dokumentów i wraku". Waszczykowski o współpracy z Rosją ws. katastrofy smoleńskiej
“Przez siedem lat nie możemy otrzymać informacji, dokumentów i wraku”. Waszczykowski o współpracy z Rosją ws. katastrofy smoleńskiej
Szef polskiego MSZ Witold Waszczykowski powiedział w wywiadzie dla rosyjskiej agencji RIA-Nowosti, że Polska nie ma możliwości współpracy z organami wymiaru sprawiedliwości Rosji w sprawie katastrofy samolotu prezydenckiego Tu-154M pod Smoleńskiem w 2010 roku.
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Dmitri, russische Medien und gute Ideen, die zu spät kamen
Von Mara Bierbach und Janina Semenova
Eines der Highlights während des Global Media Forums ist, Leute aus der ganzen Welt kennenzulernen. Oft hatten wir bei Gesprächen den Impuls: Wow, was für eine interessante Person, über die Person möchte ich gerne mehr wissen! Und dann muss man doch weiter – zum nächsten Workshop, zum nächsten Projekt,…
Bei Dmitri sind wir diesem Impuls gefolgt. Wir haben ihn auf der Suche nach Protagonisten für eine Bildergalerie kennengelernt und wollten mehr über ihn erfahren.
Was zuerst an Dmitri Romanovski auffällt, sind der akkurat getrimmte Bart und das Outfit: dunkelblauer, dezent gepunkteter Anzug mit roter Fliege. Er könnte frisch aus einem Modemagazin gestiegen sein. Im Gespräch drückt er sich auch in seiner Nicht-Muttersprache Englisch eloquent aus. Er kann sich gut darstellen, ohne dabei ein Selbstdarsteller zu sein.
Mit nur 26 Jahren hat Dmitri einen Lebenslauf voll mit spannenden Stationen vorzuweisen. Für uns als junge Journalisten ist es enorm interessant zu sehen, wie Leute aus anderen Ländern ihren Weg finden.
Dmitri ist in der Republik Moldau geboren, hat unter anderem bei heimischen Presseagenturen gearbeitet, war Stringer und Blogger für die BBC und macht jetzt neben journalistischer Arbeit seinen Master in Zentral- und Osteuropastudien in Krakau und Glasgow. Außerdem ist er Mitvorsitzender bei „European Youth Press“.
Was uns an seinem Lebenslauf allerdings besonders interessiert, ist eine Station in Russland – bei einem Staatsmedium. In Deutschland hört man viel über die russische Pressefreiheit, oder eher ihre Nichtexistenz. Aber wie ist es, als junger Journalist in Russland zu arbeiten?
Als 20-Jähriger ist Dmitri über ein Ausbildungsprogramm zur russischen Nachrichtenagentur „Ria Nowosti“ gelangt – einer staatlichen Nachrichtenagentur Russlands, die heute auf deutscher Sprache unter dem Namen „Sputnik“ Nachrichten vertreibt. Während man die russische Presselandschaft, vor allem die russische Staatspresse, in Deutschland sehr skeptisch betrachtet, war die Arbeit bei Ria Nowosti für den Moldauer eine sehr positive Erfahrung.
In seiner Zeit in Moskau hat er viel journalistisches Handwerk gelernt, vor allem den Umgang mit der neusten Technik. Viele staatliche Gelder hätten für die Agentur vor allem auch Geld für Investitionen in Innovationen bedeutet, erzählt er uns. So setzte Ria Nowosti – damals noch untypisch – Drohnen zur Berichterstattung ein.
Dmitri selbst hatte nie das Gefühl, dass er zensiert wurde: „Ich bin einfach zu meinem Redakteur gegangen, habe ein Thema vorgeschlagen und darüber berichtet.“ Allerdings: Dmitri hat zwar über Politik berichtet, aber nie wirklich kontroverse Themen bearbeitet. Und im Jahr 2009 war noch Medwedew Präsident.
„Das war die wahrscheinlich liberalste Zeit in Russland“,
erinnert sich Dmitri.
Prägend für seine Zeit bei Ria Nowosti war die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen. Ihre Professionalität ist ausschlaggebend für den positiven Eindruck, den er damals von der Agentur hatte.
„Was ein Medienunternehmen prägt, sind die Leute, die dort arbeiten“,
findet er. Nach anderthalb Jahren bei Ria Nowosti ist Dmitri 2010 zurück in die Republik Moldau gegangen.
In den vergangenen sechs Jahren hat sich in der russischen Politik und Presselandschaft vieles zum Schlechteren für die Meinungsfreiheit verändert. Ria Nowosti ist umstrukturiert worden. Während die Agentur früher vor allem für Berichterstattung für ein russisches oder post-sowjetisches Publikum zuständig war, arbeitet sie jetzt sehr eng mit Russia Today zusammen und berichtet vor allem international. Viele von Dmitris damaligen Kollegen haben die Agentur mittlerweile verlassen.
Würde Dmitri heute wieder für Ria Nowosti oder ein anderes Staatsmedium in Russland berichten?
„Ich würde nicht mehr für Ria Nowosti arbeiten. Es ist sehr einfach: Entweder du teilst die Werte und Ideale. Oder eben nicht.“
Nach einer halben Stunde lebhafter Diskussion über seine Erfahrungen und die russische Medienlandschaft ist Dmitri in Eile: Er muss noch einige Dinge mit seinen Kollegen von der „European Youth Press“ klären, bevor er abreist.
Schade eigentlich, wir hätten noch so viele Fragen.
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Im Nachhinein wäre das eigentlich eine tolle Reihe zum GMF gewesen – junge Journalisten aus der ganzen Welt im Interview, aber – naja – der Gedanke kam uns am letzten Tag der Konferenz, leider zu spät. Diese Idee kommt in die Schublade fürs nächste Mal.