Der klassische Rasenmäher mit kreisförmig laufendem Messer arbeitet, als wolle er Hochsicherheitsakten nach den strengsten Datenschutzstandards vernichten. Im Ergebnis liegt das Gras in lauter millimeterlangen Stippelchen herum oder im Fangkorb. Die Süßgräser des Hausgartenrasens schmecken den Hühnern und die Partikel picken sie besonders gerne. Gröberes, loses Grünfutter bereit dagegen mehr Mühe, um es fressen zu können, Hühner kennen "die Idee der Greifhand" nicht, um Futter festzuhalten, um dann davon etwas abzureißen. Es ist daher netter für das Huhn, wenn sich das Grünzeug mit Wurzeln für die Blatt(teil)amputation noch selbst fixiert.
Wäre nur - blickte man aus der Perspektive der englischen Gartenkunst darauf - der Rasen besser. Das viele Moos, das im gewöhnlichen Hobbygarten gegenüber dem Gras dominiert - ist nämlich als Futter ungeeignet, ja sogar giftig. Manches gespendetes Schnittgut wandert bei uns daher als Stickstoffquelle gleich auf den Komposthaufen oder als Mulchschicht auf die Beete und bleibt den Hühnern vorenthalten.
Es ist daraus wohl zu lernen, dass frisches langes Gras von der Wiese besser auf dem Hackklotz geschnipselt wird, ehe es den Hühnern zum Fraß vorgeworfen wird.