17. Exkursion: Buddhistisches Zentrum
Am 25. Januar und am 15. Februar besuchten wir das Buddhistische Zentrum 'Bodhicharya' in Berlin Friedrichshain. Leider hat die Zeit beim ersten Ausflug nicht für die komplexen Themen gereicht, die wir bereden wollten; außerdem wollten wir noch etwas mehr über Meditationstechniken lernen und diese ausprobieren.
Schon anhand der äußeren Mauern konnte man erkennen, dass es sich um das Buddhistische Zentrum handelte, da diese mit bedeutungsvollen Wandmalereien geschmückt waren, zum Beispiel die beiden Fische, die für Harmonie stehen.
Zunächst schauten wir uns von außen den Tempel an. Auffällig war das Logo des Tempels, welches auf der Außenmauer zu sehen war. Danach wurden wir von dem Mönch Tenzin Peljor hereingeführt. Buchstäblich großartig war die 3,4 Meter hohe Buddha-Statue, die einem logischerweise sofort ins Auge fiel und von schön gestalteten Gaben umgeben war. Die Statue lag ursprünglich auf den Viktualienmarkt in München und war als Kunstprojekt gedacht, so Tenzin. Einige Buddhisten haben gegen das Kunstwerk protestiert, da sie der Meinung waren, dass die Buddha-Statue - als Symbol ihres Glaubens - nicht auf dem Rücken liegen sollte. Nach Ende der Ausstellung bekam die Statue ein neues Zuhause im Buddhistischen Zentrum in Berlin.
Nach dieser interessanten Anekdote gingen wir in den Meditationsraum und setzten uns auf die für die Meditation vorgesehenen Kissen. Jeder sollte nun sagen, was er sich von dem Treffen wünsche. Wir fragten ihn nach dem Ursprung des Buddhismus, nach der Bedeutung der Rollbilder im Raum und nach verschiedenen Meditationstechniken. Tenzin hat all unsere Fragen sehr lebhaft und geduldig beantwortet.
Danach probierten wir eine Meditationsmethode aus: die Klangmeditation, bei der man sich auf einen Ton (in unserem Fall der einer Klangschale) konzentriert, bis dieser komplett verstummt. Dann gibt man sich selbst ein „Zeichen“, indem man zum Beispiel einfach kurz die Hand hebt und achtet auf die Töne in der Umgebung, beispielsweise das Atmen des Nachbarn oder ein Auto von draußen, dann kam es leider schon zum Abschied.
Wie bereits erwähnt, hat die Zeit bei weitem nicht gereicht, um die Fragen, die uns noch interessierten zu besprechen und für uns mögliche Meditationsmethoden zu testen, also entschieden wir, noch einmal zu kommen. Lest bald dazu mehr im 2. Teil!