Spracherwerbshypothesen
Nativismus / Nativism
Angeborene FĂ€higkeit zum Spracherwerb; Entfaltung dieser FĂ€higkeit
Kinder produzieren sprachliche Formen, die sie nie gehört haben. Ihr Umfeld ist zum Teil fehlerhaft. Kinder lernen die richtigen sprachlichen Formen ohne negatives Feedback von den Eltern.
IdentitÀtshypothese / Identity Hypothesis
Builds from Nativismus
Jede weitere Sprache wird mit der Erstsprache verglichen.
Lehr-/Lernbarkeitshypothese / Teachability/Learnability Hypothesis
Grundannahme: Es gibt Erwerbssequenzen, die man selten ĂŒberspringen kann.
There are steps / levels to follow when learning. You canât go from Point A to Point D without going through B and C.
Some dispute that some levels could be skipped when learning a language similar/closely related to one you already know, e.g. Deutsch und NiederlÀndisch, Spanisch und Französisch.
Interlanguage-Hypothese / Interlanguage Hypothesis
Weiterentwicklung der IdentitÀtshypothese
Zwischensprache: Comes between Erst- und Zielsprache
Es zeigt LernervarietÀt
Es kann zu Fossilierungen der Fehler kommen
Just because a student uses incorrect structures, doesnât mean the student is dumb or lazy.
Kontrastivhypothese / Contrast Hypothesis
Ăhnlichkeiten zwischen Erst- und Fremdsprache erleichtern das Lernen und können das Sprachbewusstsein schĂ€rfen.
Eine Sprache wird schlechter, bzw. schwieriger, gelernt wenn die Erstsprache ganz anders ist.
âJe gröĂer die Unterschiede zwischen Erstsprache und zweiter Sprache sind, desto mehr Interferenzen ergeben sichâ (Ballweg et al., 2013, p. 28).
Interferenz / Interference â negative influences the Erstsprache has on the Zielsprache
Wissen ĂŒber Unterschiede hilft beim Vermeiden von Fehler.
Mentales Lexikon / Mental Dictionary
Mental representation of words, how they are connected and how they are used in a language. It does not merely include pictures of the words in your mind. It includes ...
grammatische Merkmale
phonologische Merkmale
orthographische Merkmale
graphematische Merkmale
persönliche BezĂŒge
verwandten Begriffen und Konzepte (Synonyme, Antonyme, usw.)
Wörter im Gehirn sind vernetzt abgespeichert, wie ein Mindmap. (Siehe Konnektionismus)
Inputhypothese / Input Hypothesis
Sprachenlernen ist ohne ausreichenden Input unmöglich. Beispiel: Lesetexte, Hör-/Liedtexte, Videos, Fernsehsendungen, Internetseiten, GesprÀche
Nicht nur QuantitÀt, sondern auch QualitÀt des Inputs ist wichtig.
Optimaler Input â nicht zu schwierig, nicht zu einfach
Input â alle Texte, die man begegnet; Korrektur und RĂŒckmeldung von der Lehrkraft
Intake â alles, was man wirklich verarbeiten kann
Output â alles, was die Lerner kurzfristig produzieren kann
Outcome â alles, was die Lerner langfristig produzieren kann
Interaktionshypothese / Interaction Hypothesis
Builds from the Input hypothesis, aber der Fokus ist auf dem Aushandeln von Bedeutungen.
Dies geschieht, zum Beispiel, wenn 2 Lernen eine Aufgabe bearbeiten und ĂŒber ihre Antworten diskutieren. They explain and begrĂŒnden ihre Antworten. In this way, the Bedeutungen are further embedded in their brains and the connection between pieces of information / Wissen is strengthened.
Mehrsprachigkeitsmodelle / Multilingual Model
Interaktion zwischen Zielsprache und den anderen Sprachen des Lerners bei der Sprachverarbeitung
Lernende ĂŒbertragen Wissen ĂŒber Sprache/n, Erfahrungen aus dem Unterricht / aus dem Sprachlernprozess und dadurch orientierter, leichter und schneller lernen.
Mehrsprachige Lerner:
Einzelne Lerner könnte mehr als eine Erstsprache haben.
Lerner könnte mehrere Fremdsprachen gelernt haben.
Literaturhinweise / References
Ballweg, S., Drumm, S., Hufeisen, B., Klippel, J., & PilypaitytÄ, L. (2013). Wie lernt man die Fremdsprache Deutsch? (Vol. 2). StaĂfurt: Klett.













