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Missing home
Reposted from @wittyash_thedoodleshack Morning Sights ☘️ #morningsight #birdwatch #mommybirdsnest #feedingbirds #doodle #wacom #doodle #dodleart #doodlesofinstagram #illustration #illustratorsofinstagram #illustrator #lifeofillustrator #cartoonists #art #artist #artofinstagram #digitalart #digitalillustration #instagood #pinterest #doodleproducts #doodlemerchandise #launchinginnovember #happiness #vibes #morningroutine@wacomestoreindia https://www.instagram.com/p/CVKBdtJocH5/?utm_medium=tumblr
Berge, Ziegen und vieles mehr
Diese Woche ist viel passiert.
Am Samstag waren wir zum zweiten Mal auf dem Massaimarkt, diesmal mit der großen Voluntärgruppe. Diesmal waren noch mehr Kühe und Ziegen da, besonders beeindruckend waren einige Bullen mit riesigen Hörnern. Im Gegenzug waren die Massai von Helena beeindruckt, die mit ihren 1,93m selbst für die eher großen Massai groß ist.
Bullen mit Riesenhörnern
Als wir beim Ziegenteil des Marktes waren, kam plötzlich ein starker Wind auf und auf einmal stand die ganze Gruppe in einer Windhose, die über den Markt zog und Menschen und Tiere aufscheuchte, den Sand hatte ich noch abends in der Kleidung.
Die Windhose
Auf dem Rückweg vom Markt hatte unser Bus eine Reifenpanne, trotz freundlicher Hilfe beim Reifenwechsel kochten wir eine halbe Stunde in der Mittagshitze.
Am Sonntag waren wir wieder schwimmen, die Abkühlung ist vor allem jetzt, wo es tagsüber immer heißer wird, immer willkommen.
Montags ging es dann mit dem Unterricht weiter, mir ging es aber plötzlich schlecht und ich hatte die typischen Malariasymptome mit Übelkeit, Schlappheit und Gliederschmerzen, also sind wir abends mit mehreren anderen Voluntären und meiner Mentorin in ein kleines Krankenhaus gefahren und Tests gemacht.
Anscheinend hatte ich einen Infekt, den ich mit verschiedenen Antibiotika behandeln sollte, mittlerweile geht es mir aber wieder gut.
Dienstag fing dann der große Regen an, davor hatte es in über drei Wochen, die ich jetzt hier bin, nur zweimal ganz kurz geregnet. Besonders Mittwoch war es so, dass es mal kurz trocken war, dann aber aus dem Nichts aus allen Rohren geschüttet hat. Zusätzlich zum Regen war auch die Luft noch drückend schwül, nur abends hat es ein bisschen abgekühlt. So hab ich Dienstag und Mittwoch schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Regenzeit bekommen, die Mitte Oktober anfangen soll.
Donnerstag sind wir zur „Morning Sight“ gewandert, einem alten Missionarshaus aus der deutschen Kolonialzeit, das in den Uluguru Mountains gelegen sind. Nach einer fünfzehnminütigen Fahrt begann unser Aufstieg, der anstrengender als gedacht war. Teilweise musste man fast klettern und die schwüle Luft drückte auch ganz schön auf den Kreislauf. Nach fast drei Stunden waren wir dann am Ziel angekommen, wo wir für unsere Anstrengungen mit einem Lunch bei wunderschöner Aussicht entlohnt wurden.
Aussicht von der “Morning Sight”
Erstaunlich fand ich, dass auch oben in den Bergen viele Menschen in kleinen Siedlungen und Dörfern leben, komplett mit Schulen und Läden. Sie leben vor allem von Landwirtschaft, die sie auf Terassen ähnlichen Feldern an den Hängen der Berge betreiben. Krass ist auch, wie hoch und auf was für steilen Wegen hier noch mit Motorrädern gefahren und Sachen transportiert werden.
Freitag war der letzte Tag des Sprachkurses und wir hatten eine mündliche Prüfung, die schwerer als gedacht war. Zur Feier des Tages wurde eine Ziege gekauft und dann kurz vor dem Mittagessen neben der Küche der Sprachschule geschlachtet. Das war für mich eine neue Erfahrung, da ich bisher noch nie die Gelegenheit hatte sowas zu sehen, es aber wichtig finde zu wissen, wo mein Essen herkommt.
Die Ziege wird ausgenommen
Nach dem Mittagessen wurde die Ziege dann auseinander genommen, mit Knoblauch, Essig, Curry und Ingwer gewürzt und auf große Stöcke aufgespießt am Lagerfeuer geröstet.
Die Abschlussfeier war schön, da alle Sprachschüler und Lehrer zusammen gegessen haben, wir feierlich die Zertifikate überreich bekamen und einen gemütlichen letzten Abend mit Musik (und ein wenig Wein) zusammen verbracht haben.
Samstagmorgen sind dann die meisten der Voluntäre abgereist, sowohl nach Norden Richtung Arusha und Moshi als auch nach Süden Richtung Iringa und Mbeya. Viele von ihnen waren noch gar nicht an ihren Einsatzstellen und dementsprechend groß war die Aufregung und Spannung, wie denn ihre ganz unterschiedlichen Stellen aussehen würden.
Am Nachmittag sind die verbliebenen Voluntäre und ich zum letzten Einkaufen nochmal in die Stadt gefahren. Nach getaner Arbeit und einem kleinen Snack bei Ricky’s Bistro wollten Matze und ich mit dem Daladala wieder stadtauswärts gefahren.
Da wir noch nie auf diesem Wege zurückgefahren sind und sonst immer ein Bajaji nehmen, wollten wir uns an der Zentralen Bushaltestelle durchfragen und wurde auch in den vermeintlich richtigen Bus gesetzt. Da dieser VW-Bus noch kleiner als ein Daladala und mit Leuten gefüllt war, die uns fragend und belustigst anschauten, hätten wir uns denken können, dass wir im falschen Bus saßen, der natürlich genau in die falsche Richtung fuhr.
Durch die Sprachbarriere konnten wir leider weder dem Conductor noch dem Fahrer mitteilen, dass wir raus wollen und konnten leider erst den Bus verlassen, als der erste Fahrgast ausstieg.
Nun fanden wir uns am Rande einer großen Straße stadtauswärts wieder und hatten keine Ahnung, wohin wir gehen mussten. Zum Glück konnten wir uns durch fragen und haben zwei Pikifahrer gefunden, die uns mitnahmen. Das einer von ihnen im Vorbeifahren einer Frau voll an die Brüste gelangt hatte, ließ in uns die Ungewissheit, ob wir unversehrt ankommen würden, wachsen.
Am Fernbusterminal, unserem eigentlichen Ziel, angekommen, wollten wir ein Daladala stadtauswärts zum Seminary nehmen. Leider waren diese alle voll, zum Glück entdeckten wir in einem aber meinen Lehrer, der ausstieg und einen Bekannten traf, der uns mit dem Auto zurück mitnahm.
Heute (Sonntag) morgen sind dann die letzten Voluntäre vom Sprachkurs abgereist und es ist wieder Ruhe auf dem Lutheran Junior Seminary eingekehrt. Den Ruhetag habe ich heute genutzt um zu waschen, Blog zu schreiben und Vokabeln zu lernen, bevor ich dann morgen meine Arbeit anfange.
Jetzt wo alle weg sind, wird einem erst so richtig klar, dass man hier ein Jahr alleine lebt. Wie ich damit zurecht komme wird sich noch zeigen.
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