Migrationszauber Teil II Ein Gespräch in der Firmenkantine

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Migrationszauber Teil II Ein Gespräch in der Firmenkantine

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Integrationsprojekt fĂĽr Migrantinnen - Kick it like Nadia
Flanke, Kopftuch: Tor! Das Integrationsprojekt „Kicking Girls“ bringt junge Migrantinnen und Fußballvereine aus NRW zusammen. Die Duisburgerin Nadia Taheri wurde mit Hilfe des Projekts zur Fußball-Trainerin ausgebildet. RP-Online | RP ONLINE
Tag 7: Migrationspolitik ist auch Gleichstellungspolitik. Gleiche Rechte fĂĽr alle!
Migrantinnen sind in der Schweiz besonders häufig von häuslicher Gewalt betroffen. Abhängigkeiten jeglicher Art verschärfen die Situation von gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen und erschweren das Vorgehen gegen und die Lösung aus der Gewaltsituation. Migrantinnen, die von Gewalt betroffen sind, werden doppelt diskriminiert. Migrantinnen, die per Familiennachzug in die Schweiz kommen, verfügen über keine eigenständige Aufenthaltsbewilligung; diese ist in den ersten drei Jahren an das Bestehen der Ehe gekoppelt. Zum einen hindert diese Regelung gewaltbetroffene Migrantinnen daran, ihren Mann zu verlassen und Schutz und Beratung zu suchen. Zum anderen müssen diese Frauen nach der Trennung in ihr Heimatland zurückkehren. Das birgt neben der erneuten Entwurzelung für viele Frauen die Gefahr, aufgrund ihres "Ehebruchs" bedroht und verfolgt zu werden. Junge Türkinnen, die in Basel aufgewachsen sind, wollen sich dreimal häufiger das Leben nehmen als Schweizerinnen gleichen Alters. Das zeigen verschiedene Studien der Psychiatrischen Universitätspoliklinik (UPK) Basel. Die Untersuchungen kommen zum Schluss, dass unter 19-jährige türkische Migrantinnen ein viermal höheres Suizidversuchsrisiko tragen als gleichaltrige Schweizerinnen. Bei den Türkinnen, die zwischen 20 und 24 Jahre alt sind, ist das Suizidversuchsrisiko doppelt so hoch. Im Durchschnitt ist das Risiko also dreimal höher als bei den gleichaltrigen Schweizerinnen. Die UPK Basel hat sich an einer weltweiten Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zum gleichen Thema beteiligt, die zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen ist. Bereits 2010 hat eine Untersuchung in Berlin gezeigt, dass junge Türkinnen mit Migrationshintergrund doppelt so oft Suizid begehen als gleichaltrige Frauen aus deutschen Familien.
Veranstaltungstipp "Wege aus der Gewalt - Perspektiven für junge Migrantinnen" Anita Riecher-Rössler, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel, stellt ihre Studienergebnisse zu Suizidversuchen von Migrantinnen der 1. und 2. Generation vor und diskutiert mit Fachpersonen. Info: www.frabina.ch, www.isabern.ch frabina, Beratungsstelle für Frauen und binationale Paare; isa, Informationsstelle für Ausländerinnen und Ausländerfragen