Die sogenannten Chicago Boys setzten ab den 1970er-Jahren neoliberale Reformen in Chile um. Kritiker werfen ihnen vor, insbesondere in Schwellenländern durch Deregulierung, Privatisierung und Sozialabbau negative soziale und wirtschaftliche Folgen verursacht zu haben. Insbesondere unter autoritären Regimen wurden diese Maßnahmen ohne demokratische Legitimation durchgesetzt. Dabei sollte man den Blick auf die sogenannte „Schocktherapie“ vor Augen haben, deren radikale Umsetzung von manchen mit dem Schlachten von Schweinen verglichen wird — ein brutaler Prozess, der schnelle, schmerzhafte Einschnitte erfordert und dabei gesellschaftliche Kollateralschäden in Kauf nimmt.










