Illustration: Absmeier, na4ev
Zu Beginn des Jahres 2019 wird es groĂe und kleine VerĂ€nderungen innerhalb des Ăkosystems der Channelpartner geben. Wie diese vermutlich aussehen werden, erklĂ€rt Jens PĂ€lmer, zustĂ€ndig fĂŒr den Channel bei Palo Alto Networks in Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz.
»Die Vorhersage dessen, was das Jahr verspricht, lĂ€sst sich jedoch nicht einmal mittels kĂŒnstlicher Intelligenz treffen«, sagt Jens PĂ€lmer. »Wenn wir jedoch auf unsere Kunden und unsere Partner-Community hören und die sich Ă€ndernde GeschĂ€ftsdynamik beobachten, können wir dennoch erahnen, wohin sich der Markt bewegt und vor allem, wie unsere Partner ihren Erfolg maximieren können. Daraus leite ich drei zentrale Trends ab, die sich im Laufe des Jahres deutlich verstĂ€rken werden.«
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Erweiterung der Sicherheitsservice-Praktiken
»Wir können davon ausgehen, dass sich mehr Vertriebspartner auf die Servicekomponente ihres GeschĂ€fts konzentrieren werden. Einige werden ihre bestehenden Servicepraktiken stĂ€rken. Andere werden ihre Servicepraktiken erweitern und neue Arten von Beratungs-, Implementierungs-, Anpassungs- und Optimierungsdiensten fĂŒr die Cybersicherheit hinzufĂŒgen«, meint Jens PĂ€lmer.
Das Angebot von mehr Services bedeutet eine höhere RentabilitĂ€t fĂŒr die Channelpartner â und es besteht eine höhere Nachfrage nach solchen Services als je zuvor. Mehrere Faktoren tragen zu diesem wachsenden Bedarf an Cybersicherheitsdiensten bei:
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Cloud-Akzeptanz: Einfach ausgedrĂŒckt, erhöht die zunehmende Cloud-Akzeptanz das Risiko von Cyberangriffen. Innerhalb einer Cloud- oder Hybrid-Cloud-Umgebung werden die Daten ĂŒber viele Standorte im Netzwerk verteilt. Allzu oft verlieren IT-Teams den Ăberblick ĂŒber ihre Speicherorte und den Datenverkehr zwischen ihnen. Dies fĂŒhrt zu inkonsistenten Sicherheitsrichtlinien und unbekannten Schwachstellen, so dass viele Unternehmen hier zum Ziel fĂŒr einen Angriff werden. Unternehmen benötigen Hilfe bei der Sicherung aller Zugangspunkte im gesamten Netzwerk: EndgerĂ€te, Server, Rechenzentren und die Cloud.
IT-FachkrĂ€ftemangel: Der Mangel an IT-FachkrĂ€ften verschĂ€rft die Herausforderungen, die durch die EinfĂŒhrung der Cloud entstehen. Mehr als die HĂ€lfte (51 Prozent) der Unternehmen sind mit einem Mangel an Cybersicherheitskenntnissen konfrontiert, und die Nachfrage nach FachkrĂ€ften hat ein hohes Niveau erreicht. Weltweit wird diese Nachfrage exponentiell steigen, wobei einer Prognose von Cybersecurity Ventures zufolge 3,5 Millionen Cybersicherheitsjobs bis 2021 zu besetzen sein werden.
Compliance und Vorschriften: Einen guten Compliance-Status zu erreichen, kann schwierig sein und sich zweifellos komplex gestalten, wenn es darum geht, die verschiedenen Richtlinien zu entschlĂŒsseln, die sich je nach lokaler, nationaler oder branchenspezifischer Herkunft unterscheiden. Die Aufrechterhaltung einer vorbildlichen Compliance wird zu einem noch gröĂeren Problem, da sich Regeln und Vorschriften schnell Ă€ndern und aktualisiert werden.
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DarĂŒber hinaus ist es nicht mehr nur die Herausforderung der IT-Abteilung, diese Probleme zu lösen. Die Reaktion auf regulatorische Ănderungen obliegt auch der Vorstandsetage. Anfang 2018 veröffentlichte die United States Security and Exchange Commission Leitlinien fĂŒr Aktiengesellschaften, die die Verantwortung fĂŒr die Planung und Reaktion auf SicherheitsvorfĂ€lle an die Vorstandsmitglieder ĂŒbertragen.
Unternehmen benötigen die Hilfe von vertrauenswĂŒrdigen Sicherheitsberatern, um die digitale Transformation durch die verstĂ€rkte Nutzung der Cloud auf sichere Weise zu ermöglichen. Unternehmen benötigen UnterstĂŒtzung, um den Mangel an CybersicherheitsfĂ€higkeiten zu bewĂ€ltigen und die Herausforderungen der Compliance zu meistern.
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Zunahme der Managed Security Services Provider (MSSPs)
Vertriebspartner auf der ganzen Welt erweitern ihr GeschÀft mit Managed Services. »Wir sehen eine schnelle Expansion in Richtung Managed Cloud und Security Services sowie die Entwicklung von Managed Detection and Response (MDR) Services, einem Ansatz zur Identifizierung von SicherheitsvorfÀllen und zur BewÀltigung eines Vorfalls durch Remediation«, erlÀutert Jens PÀlmer.
Gartner hierzu: »Bis 2021 wird mindestens die HĂ€lfte der kleinen und mittleren Unternehmen Managed Services zum Schutz ihrer Infrastruktur nutzen, gegenĂŒber weniger als 20 Prozent im Jahr 2018.« Faktoren, die die Akzeptanz von Managed Security Services vorantreiben, sind unter anderem die wachsende KomplexitĂ€t der IT-Infrastruktur von Unternehmen, das IoT, die Cloud und Multi-Cloud-Umgebungen. Hinzukommen der Mangel an SicherheitsfachkrĂ€ften, die sich stĂ€ndig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen und der OPEX-Nutzen.
IDC hat kĂŒrzlich seine Prognose veröffentlicht, dass Managed Professional Services rund um die Cloud-Akzeptanz die zweitgröĂte Cloud-Marktchance sind, auf die 31 Prozent der Cloud-Ausgaben bis 2021 entfallen werden. Damit wird fast ein Drittel der Ausgaben fĂŒr die Cloud fĂŒr Managed Professional Services verwendet. Unternehmen wĂŒnschen sich MSSPs, die ihnen helfen, ihre Cloud-Umgebung schnell aufzubauen und zu skalieren, wĂ€hrend sie SicherheitsmaĂnahmen einsetzen, die speziell darauf ausgerichtet sind, die AngriffsflĂ€che zu reduzieren und kritische Anwendungen und Workloads zu schĂŒtzen.
MSSPs, die sich an die neue Dynamik anpassen und einen ganzheitlichen Zyklus von Sicherheitsdiensten anbieten, haben hier groĂe Chancen und können sich einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
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VerÀnderte Konsumgewohnheiten
»Unsere Branche, die einst von Hardwareprodukten geprÀgt war, wird heute von Softwareangeboten dominiert. Bei Palo Alto Networks machen Abonnements und Services ca. 60 Prozent des GeschÀfts aus, und das Segment wÀchst doppelt so schnell wie das HardwaregeschÀft«, berichtet Jens PÀlmer.
Software-as-a-Service (SaaS) zeigt das deutlichste Wachstum im Softwaresegment, das 2019 auf mehr als 22 Prozent prognostiziert wird, verglichen mit sechs Prozent bei allen anderen Softwareformen. Im Jahr 2018 nutzte das durchschnittliche Unternehmen 14 SaaS-Anwendungen im tÀglichen GeschÀft. Dies wird weiter exponentiell zunehmen, und 73 Prozent der Unternehmen gehen laut BetterCloud davon aus, dass bis 2020 fast alle ihre Apps SaaS sein werden.
Diese PrĂ€ferenz fĂŒr die Cloud und SaaS hat zu einer Verschiebung der Kundennutzungsgewohnheiten fĂŒr »Everything-as-a-Service« gefĂŒhrt. Unternehmen haben die einfache, benutzerfreundliche Handhabung von SaaS weitgehend akzeptiert und ihre Erwartungen an die Beschaffung und Lizenzierung von Software grundlegend verĂ€ndert. Unternehmen verlagern sich hin zu Pay-for-Use-Modellen, die FlexibilitĂ€t und Geschwindigkeit bei der Erweiterung oder Reduzierung von KapazitĂ€ten bieten.
Unternehmen fĂŒhlen sich zunehmend wohl bei der Nutzung unternehmenskritischer SaaS-Angebote fĂŒr Cybersicherheit. Es entspricht ihren PrĂ€ferenzen und bringt viele Vorteile mit sich, um eine starke Sicherheitslage aufrechtzuerhalten. SaaS-Cybersicherheitsangebote bieten Kunden die Benutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit, an die sie sich gewöhnt haben. Und es ermöglicht Anbietern, die erforderlichen Updates und Patches automatisch bereitzustellen, um vor neu erkannten Schwachstellen Schutz zu bieten.
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Jens PÀlmer erklÀrt: »Da sich die Konsumgewohnheiten Àndern, spielen unsere Partner hier eine wichtige Rolle. Unsere gemeinsamen Kunden haben einen stÀndig wachsenden Bedarf an Partnerdiensten, um Cybersicherheitsangebote erfolgreich in eine hybride Infrastruktur zu integrieren, Sicherheitsfunktionen zu optimieren und das Netzwerk vom Endpunkt bis zur Cloud zu sichern.«
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