SummerJam mal anders

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SummerJam mal anders

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Beach Dance
Da flippen selbst die Hunde aus vor Freude.
Ohhhh nein … unser letzter Tag. Und wieder weckte mich die liebreizende Stimme von Christin. Zum Glück gab es diesmal keine unschönen Vorfälle, nein, sie dachte nur ich sei schon wach, weil mein Handy wie verrückt blinkte. Ich lass mich ja von sowas nicht irritieren und schlaf einfach immer weiter. Nun gut, ich war wach und wir begonnen fröhlich den Tag. Same same every day … Frühstück, duschen, Sachen packen, losfahren. Dieses mal fuhren wir aber zum Flughafen, weil wir unseren Wagen zurückbringen mussten. Das ging alles ziemlich schnell und wir konnten uns zu unserer letzten Station El Médano auf den Weg machen. Christins erste Busfahrt als Backpacker. Uhhhh, spannend. Von vorne und hinten voll bepackt stampfen wir zum Bus, Gepäck rein, Gepäck raus, Bus wechseln und das gleiche nochmal. Wir checkten schnell im Hostel ein und diesmal waren wir nicht allein. Dieses Hostel hier ist so eins wie man es kennt. Gemeinschaftsbad, riesen Küche, Schließfächer usw. Wir schmißen schnell unsere Rucksäcke in die Ecke und ab ging es das letzte mal an den Strand. Auch ein toller Spot hier. Dieses Mal war der Strand voller Wind-und Kitesurfer. Wir muckelten uns hinter einen Felsen, weil es da angenehm windgeschützt war und genossen die Sonne. Christin sprang wieder in die Fluten, fotografierte und ich schlief mal wieder. Langsam, sehe ich ein Muster in unserer Reisebeziehung. Gutes Muster, gefällt mir! Dafür bin ich dann Abends immer hellwach und Christin am Morgen putzmunter. Jedem das Seine! Genau jedem das Seine, Leben und leben lassen. Das ist es was ich mal wieder aus dem Urlaub mit nach Hause nehme. So viele unterschiedliche Menschen habe ich hier kennen gelernt. Den einen mochte ich mehr den anderen weniger, aber jeder hat mir was mit auf den Weg gegeben. Man kann es nicht allen recht machen und nicht jeder wird einen mögen. Und man sollte auch nicht krampfhaft versuchen everbodys darling zu sein! Das sollte ich mir zu Hause, bei der Arbeit und im Privatleben immer wieder in Erinnerung rufen und so Leben wie ich es für mich am Besten finde und wie ich mich am wohlsten fühle, mich für niemanden verdrehen oder versuchen irgendwelchen Personen die es nicht wert sind etwas vorzuspielen. In den letzten 2 Wochen war ich so glücklich und zufrieden, ich habe mich so wohl gefühlt in meiner Haut wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Es ist ein gutes Gefühl und das nehm ich jetzt einfach mit und lass mich zu Hause von nichts und niemanden mehr stressen. Ich hoffe für Christin war das Reisen mit mir nicht die völlige Katastrophe. Ich fand es grandios. Mir hat die Zeit mit Christin super viel gegeben. Tolle Gespräche, schöne Erlebnisse und witzige Situationen. Sie hat mir mal wieder gezeigt wie wichtig es ist treue Freunde zu haben, die immer hinter einen stehen, jeden Kack mit einen durchmachen und tausend mal sich den gleichen Scheiß anhören :-). Na bluten schon die Ohren? Wir beide fliegen morgen mit neuer Energie und neuen Vorsätzen nach Hause und werden uns gegenseitig immer wieder daran erinnern, falls einer einen Rückfall bekommen sollte! Vor 3 Monaten haben wir uns kennen gelernt und der Football brachte uns zusammen, danke Falconets, und nun verbringen wir auf unserem Rooftop den letzten Abend unseres Urlaubs. Apropos Rooftop … wir sitzen gerade in mitten einer Runde Italiener, die den Joint wandern lassen. Heute also mal nicht balla balla in der Birne wegen der Sonne, sondern wegen des Passivmitrauchen. In diesem Sinne gute Nacht und schön das ihr uns auf der Reise begleitet habt. CHRISTIN und NORI
Heute kurz und knapp. Ich wurde heute morgen von einem liebreizenden Gebrüll von Christin geweckt. Super ... nix mit auschlafen. Ok, es war schon 9:20 Uhr, aber ich hätte locker noch ne Stunde weiter schlafen können. Sie teilte mir mit, dass wir kein Wasser haben und sie nicht duschen gehen kann. Wow, was für ne Info um mich aus meinem Schlaf zu reißen. Mir egal, wohnt ja eh keiner außer wir hier. Für wen sollten wir uns bitteschön fein machen? Ich stand also halbgequält auf, wir frühstückten und fuhren wieder zum Strand. Da heute mein 25 km Lauf im Trainingsplan stand, ließ ich Christin wieder allein zurück. Ich lief und lief und lief. Und es lief sich gut. Es war zwar mega heiß, aber die Meeresbriese und der tolle Ausblick machten den Lauf zu etwas ganz Besonderem. Nach dem Lauf gesellte ich mich zu Christin und ließ mir die Sonne auf meine erschöpften Muskel scheinen. Ein Bad im kühlen Nass war auch noch drin und dann machte ich die Augen für ein paar Stündchen zu. Als ich wieder aufwachte, erblickte ich einen hochroten Kopf. Ups, das war wohl etwas viel Sonne für Christin heute. Wenn sie morgen so weiter macht, sieht man keinen Unterschied mehr zu ihrer roten Jacke. Ich ermahne sie immer wieder, dass sie sich eincremen soll. Bei Sonne versteh ich keinen Spaß. Völlig geplättet, Christin von der Sonne, ich vom Lauf schlürfen wir an der Promenade noch einen Aperol Spriz und machten uns heute mal bei Zeiten auf den Heimweg. Zu Hause angekommen gab ich Christin die Wahl zuerst duschen zu gehen, denn wir hatten wieder Wasser, Yeahhh. Sie verneinte und schickte mich! Gesagt getan, hat heute aber etwas länger gedauert, weil ich meine Füße verarzten musste. Die tun so furchtbar weh, hab nicht meine besten Schuhe mitgenommen und das spühre ich nun. Und jetzt kommts ... als Christin nach mir duschen wollte, war das Wasser wieder weg. Hahaha, is wohl nicht Tag. Morgen dann aber wieder. Wir haben flott was gegessen, hingen auf der Terrasse ab und können kaum noch die Augen offen halten. Also warum ich so müde bin weiß ich. Aber warum Christin so kaputt is, is rätselhaft. Nicht das sie einen Sonnenstich hat. Also eins steht fest, morgen bekommt sie nen Sombrero aufgesetzt und nix da mit Mittagssonne. Guter Plan. Jute Nacht

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Kaum zu glauben, dass heute der 20. Februar ist, wenn man mehr oder weniger ausgeschlafen aus dem Fenster unserer Privatfinca (http://twinfinsurfcamp.com/tenerife-surf-camp/de) schaut und die Sonne mit voller Kraft strahlt. Das kann ja nur ein spitzen Tag werden. Das erste mal in unserem Urlaub frühstückten Christin und ich zusammen. Zusammen frühstücken und den Tag gemeinsam beginnen ist viel schöner als alleine. Vielleicht sollte ich doch wieder in eine WG ziehen ;-). Unser Festmahl erschöpfte mich und ich legte mich nochmal eine Stunde hin. Ach herrlich, wir haben ja auch keinen Zeitdruck und alle Zeit der Welt. Christin sonnte sich in der Zeit in unserem Garten und weckte mich später, damit wir endlich an den Strand fahren konnten. Wie ihr schon merkt, ich bin die, die viel schläft und Christin ist für einen geregelten Tagesablauf verantwortlich. Nach einer halben Stunde erreichten wir dann Playa las Américas und unsere Wege trennten sich hier. Christin chillte am Strand und aalte sich in der Sonne. Für mich stand wieder ein Trainingslauf auf dem Plan. Das war echt nicht easy 12 km in der Mittagssonne zu laufen. Während des letzten Kilometers wurde es echt hart, ich mobilisierte alle Kräfte und zog den Lauf bis zum Ende durch. Aber dann war auch für mich endlich Beachtime angesagt. Wir lagen am Surferbeach und bestaunten die Boys auf deren Brettern. Mich fasziniert es immer wieder, was die Jungs da abliefern. Das finde ich wirklich sehr beeindruckend. Also Surfer stehen definitiv ganz oben auf meiner Hitliste 😍. Gerne würde ich so gut und talentiert wie sie sein. Aber das ist ein langer Weg. Da auch hier alles voller Riffe ist und ich bisher nur Beachbreak gesurft bin, hab ich es auch heute mal wieder gelassen. Ich hab einfach zu viel Angst. Und die Wellen waren viel zu krass für mich. Ich will auch gerade nicht riskieren mich zu verletzen. Meine Mum würde durchdrehen, so wie letztes Jahr als ich mir in Panamá beim Wipeout eine Gehirnerschütterung, eine fette Beule am Kopf und ein blaues Auge hinzugezogen haben. Naja, ich beobachte morgen die Wellen weiter . Als sich die Wolkendecke zuzog spazierten wir an der Strandpromenade entlang, hielten an schönen Orten an, blickten auf das Meer und genossen einfach nur die Ruhe. Auch andere Leute beobachten, stand auf unserem Programm. Da waren z.B. hotte Boys die oben ohne ihren Körper mit Klimmzügen usw. tranierten. Selbst Christin war hin und weg. Joa, war schon sehr nice und sieht man ja auch nicht alle Tage. In Deutschland eigentlich nicht, oder habt ihr schon mal jemanden halbnackt am Rhein rum springen sehen? Warum eigentlich nicht? Auf dem Weg zum Auto kamen wir dann an einem riesigen Sportladen vorbei. Ich konnte meine Begeisterung nicht zurück halten und lief ins Paradies. Mit leere Händen verließ ich natürlich nicht den Laden. Nun haben ich ein neues Laufoutfit und wunderbare neue Stutzen. Ohhhh große Freude in meinem Herzen. Christin ist immer wieder überrascht mit welchen Sachen ich zufrieden zu stellen bin. Ja ja, es müssen nicht immer die großen Sachen sein, die einen zufrieden machen. Manchmal reicht auch ein Sportladen. Christin ist z.B. völlig aus dem Häuschen, dass wir das Auto hier innerhalb von 5 Minuten finden und nicht in 45 Minuten wie in Santa Cruz. So hat halt jeder seine eigenen Glücksmomente im Urlaub. Wir kauften dann noch im Supermarkt, der übrigens Super Dino heißt, wie auch sonst, ein, weil wir heute mal selber kochen wollten. Zu Hause angekommen, ging ich flott duschen und als ich in die Küche kam, stand das Essen schon auf dem Tisch. Wie lieb und toll von Christin. Sie hat alles alleine gekocht. Ich brauchte nur noch die Getränke auf den Tisch stellen und fertig war das Perfekte Dinner. Den Abend ließen wir auf der Terrasse mit San Miguel und Cidre aus der Dose ausklingen. Und wie ich es heute morgen schon vermutet habe … Es war es spitzen Tag!
Heute ist schon der 18.02. und langsam kommt Routine rein. Nach dem Aufstehen ging Christin frühstücken und ich wieder laufen. Wir trafen uns dann wieder im Hotel und machten uns für einen Strandtag fertig. Irgendwie waren wir beide etwas k.o. und hatten nicht wirklich Bock auf Action. Nicht weit von unserem Hotel ist der Strand Playa Martinez. Dort kann man auch surfen, aber die Wellen und der Wind war einfach zu stark und ich zu schwach um mich inn das Abenteuer zu schmeißen. Also chillen wir nur und schauten den Boys bei deren Kunst zu. Irgendwann fing es an zu Regnen und wir flitzen schnell nach Hause und murmelten uns im Bett ein. Ach es ist herrlich. Und habe ich es schon erwähnt, dass Christin die Beste Reisebegleitung ist, die man sich vorstellen kann? Sie passt auf mich auf, guckt dass ich warm genug angezogen bin, ich was esse, moppert nicht rum, wenn ich abends doch noch alleine weiter ziehen will und und und. Da kann man sich einfach nur wohlfühlen, wenn jemand sich um einen so sorgt 😍. Wir machten uns dann für den Abend zurecht, denn hier in Puerto de la Cruz war wieder Karneval angesagt. Die ganze Stadt war voller schwarz gekleideten Frauen. Auch die Männer waren als Frauen verkleidet. Später fuhr ein Wagen mit einem riesigen Fisch aus Pappmaché durch die Straßen und die Frauen liefen hinterher und deuteten Trauerlaute an. Mhhhh es muss also eine besondere Bedeutung haben und weil wir ja nicht doof bleiben wollen, kommt hier die Bedeutung. Die ganze Zeremonie heißt "Das Begräbnis der Sardine (El entierro de la sardina)". Das Begräbnis der Sardine ist ein großes Volksfest in Spanien und symbolisiert traditionell das Ende des Karnevals und den Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. Im Mittelpunkt steht dabei eine riesige buntgeschmückte Fischfigur aus Pappmaché und Stoff, die in einer Prozession von Fackelträgern, wehklagenden Witwen und Trauergästen in Trauerkleidung begleitet durch die Straßen getragen wird. Das Fest endet in den frühen Morgenstunden, wenn die Fischfigur schließlich angezündet oder in manchen Küstenorten, wie etwa in Puerto de la Cruz, Teneriffa, und auf anderen kanarischen Inseln, brennend aufs offene Meer hinaus getragen wird. Mit dem Verbrennen der Figur findet allgemein ein großes Feuerwerk statt. Der Ritus besagt dabei, dass etwas zerstört werden muss, damit es mit neuer Kraft wiedergeboren wird und Neues entstehen lässt, wobei dem Fisch die Symbolik der christlichen Liturgie zukommt. Die Beerdigung der Fastenspeise Fisch erscheint dabei etwas absurd, was wohl im ursprünglichen Brauchtum begründet liegt, bei dem Schweinehälften beerdigt wurden. Daraus entwickelte sich eine Art ironisches „Gegenspiel“ aus „mageren“ und „fetten“ Zeiten. Ach fein, wieder was gelernt. Christin ging dann irgendwann nach Hause und ich zog noch weiter los. Einen perfekten Tag mit der Mischung aus Erholung und Kultur haben wir mal wieder erlebt.