Krebs ist nicht unabwendbar!
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung - Ăberblick und Leitgedanke - Interview - Praktische Empfehlungen fĂŒr Sie - FAQ â HĂ€ufig gestellte Fragen - WeiterfĂŒhrende Ressourcen & Angebote - Dank und Ausblick
Einleitung
Im GesprĂ€ch einer Expertenrunde, moderiert von Alexandra Wurlitzer und produziert von QS24 - Schweizer Gesundheitsfernsehen, beleuchten mehrere Kolleginnen und Kollegen aus Medizin und Forschung, wie Sie auf KrebprĂ€ventiv Einfluss nehmen können. Dieses Interview fasst die Erkenntnisse zusammen und richtet sich direkt an Sie: Welche Hebel haben Sie selbst in der Hand? Wie lassen sich schulmedizinische und ganzheitliche AnsĂ€tze verbinden? Dieses Format steht auf den Plattformen QS24, wikiSana, QS24.tv und in den QS24 Sprechstunden fĂŒr Sie bereit, um Wissen, Hoffnung und konkrete Handlungsschritte zu liefern.
Ăberblick und Leitgedanke
Die Kernbotschaft der GesprĂ€chsrunde ist klar: Krankheit entsteht selten aus einem einzigen Faktor. Krebs ist das Ergebnis eines komplexen Ăkosystems â Stress, Stoffwechsel, Immunabwehr, Mikrobiom, chronische Infektionen und Umweltgifte interagieren. Die Experten betonen: Sie haben viele wirksame Möglichkeiten, prĂ€ventiv zu handeln. Das Ziel ist nicht Angst, sondern HandlungsfĂ€higkeit.
Das Interview
Frau Wurlitzer: Prof. Rondeck, wo beginnen Sie, wenn es um KrebsprÀvention geht?
Prof. Dr. med. Alexander Rondeck beginnt immer mit Ursachenforschung: Die körpereigene Abwehr muss leistungsfĂ€hig sein, damit entartete Zellen erkannt und beseitigt werden. Entscheidend sind dabei die Mitochondrien â die "Motoren" jeder Zelle. Sind sie energetisch gut versorgt und strukturell intakt, arbeitet das Immunsystem deutlich besser. Rondeck erlĂ€utert bildhaft: Es reicht nicht, nur "Benzin" (NĂ€hrstoffe) zu tanken â der Motor selbst muss rund laufen.
Moderatorin: Welche Rolle spielen Infektionen und chronische EntzĂŒndungen?
Rolf Jansen-Rosseck verweist auf veröffentlichte Hinweise der WHO: Infektiöse Erreger spielen in vielen FĂ€llen eine bedeutende Rolle bei der Krebsentstehung. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass chronische Helicobacter-pylori-Infektionen ĂŒber Jahre Magenbeschwerden verursachen und langfristig das Magenkrebsrisiko erhöhen. Gleiches gilt fĂŒr bestimmte HPV-Typen im Genitalbereich. Sein Rat an Sie: chronische Beschwerden nicht jahrelang ignorieren, gezielt abklĂ€ren und behandeln.
Moderatorin: Dr. Mosetter, wie wichtig ist der Darm in diesem Kontext?
Dr. Kurt Mosetter betont die zentrale Rolle des Darms: Er ist Heimat des gröĂten Teils des Immunsystems und der Ort, an dem sich Giftstoffe konzentrieren können. Chronische Verstopfung erhöht die lokale Toxinbelastung im Dickdarm und korreliert mit höherem Krebsrisiko im Enddarmbereich. Daraus folgt die einfache, aber tiefgreifende Empfehlung: Pflegen Sie Ihren Darm ein Leben lang â ErnĂ€hrung, Bewegung, Mikrobiom und gezielte Entgiftung sind prĂ€ventive SchlĂŒssel.
Moderatorin: Prof. Wienecke, welchen Einfluss hat Bewegung?
Prof. Dr. Elmar Wienecke verweist auf Metaanalysen: RegelmĂ€Ăige Bewegung reduziert das allgemeine Krebsrisiko um rund 30 Prozent; bei Brustkrebs wurde ein Ă€hnlicher RĂŒckgang bestĂ€tigt. Bei Ăberlebenden kann regelmĂ€Ăige körperliche AktivitĂ€t das Rezidivrisiko zusĂ€tzlich um etwa 25 Prozent senken. Bewegung wirkt metabolisch, immunologisch und regulierend auf Stressachsen â eine der wirksamsten PrĂ€ventionsmaĂnahmen.
Moderatorin: Welche Rolle spielen Stress und die vegetative Regulation?
Mehrere Experten â darunter Dr. Henning Sartor und Prof. Rondeck â sprechen ĂŒber die kritische Bedeutung der Stressachse. Chronischer SympathikusâTon aktiviert EntzĂŒndungswege wie NFâÎșB, schafft eine proinflammatorische Grundeinstellung und schwĂ€cht Reparaturmechanismen. Methoden zur Beruhigung (Meditation, Atemarbeit, gezielte körperliche Therapien, cranioâsakrale Techniken) stĂ€rken die RegenerationsfĂ€higkeit. Wichtig fĂŒr Sie: Nicht nur "Stress im Alltag", sondern auch chronische Infekte, schlechter Darm oder Traumata sind Stressoren und mĂŒssen adressiert werden.
Moderatorin: Gibt es Hoffnung auch fĂŒr fortgeschrittene FĂ€lle?
Ja â das GesprĂ€ch zeigt mehrere Perspektiven. Praktische Beispiele und neue Studien legen nahe, dass ergĂ€nzende Therapien einen Unterschied machen können. ErwĂ€hnt wurden u. a. Artemisinin als adjuvante Substanz (Nobelpreis 2015 fĂŒr die Entdeckung) sowie faszinierende AnsĂ€tze, die Tumorumgebung zu verĂ€ndern: Ein Ansatz, den Professor Schad prĂ€sentiert hat, nutzt niedermolekulares Heparin kombiniert mit Methadon, um fibrinartige Schutzschilde des Tumors zu verĂ€ndern und systemische Therapien wieder wirksamer zu machen. Solche innovativen Methoden sind nicht universell anwendbar, aber sie geben Hoffnung â immer im Rahmen interdisziplinĂ€rer Abstimmung.
Moderatorin: Wie helfen moderne Diagnostiken wie zirkulierende Tumorzellen (CTCs)?
Die molekularbiologische Analyse zirkulierender Tumorzellen eröffnet neue, prĂ€zise Entscheidungswege: Sie gibt Hinweise auf Therapieempfindlichkeiten, Metastasierungspotenzial und versteckte Mechanismen der Tumorzelle. In der BrĂŒcke Schulmedizin und Ganzheitsmedizin erlaubt diese Methode eine individualisierte Auswahl an MaĂnahmen â ob konventionelle Chemotherapie, gezielte Naturstoffe oder kombinierte Konzepte. Die Experten fordern: Messen, statt nur vermuten.
Moderatorin: Welche komplementÀren Therapien wurden diskutiert?
ErwĂ€hnt wurden unter anderem die lokale und systemische Hyperthermie (prĂ€zise angewandt sehr wirksam in bestimmten FĂ€llen), therapeutische Entgiftungsverfahren, gezielte MikronĂ€hrstoff- und Spurenelementtherapie (Selen, Zink, Omegaâ3 u.âŻa.), sowie infektionsfokussierte Behandlungen und BiofilmâStrategien. Wichtig: Effekt und Sicherheit hĂ€ngen stark von Erfahrung und Monitoring ab â Therapie macht nur Sinn innerhalb eines eingespielten, interdisziplinĂ€ren Teams.
Praktische Empfehlungen fĂŒr Sie
- Fragen Sie gezielt nach chronischen Infektionen (z. B. Helicobacter, HPV) bei langwierigen Beschwerden. - StĂ€rken Sie Ihren Stoffwechsel: reduzierte Zuckerzufuhr, stabiler HBA1câBereich, ausgewogene Makroâ und MikronĂ€hrstoffe. - Bewegen Sie sich regelmĂ€Ăig â bereits moderate, dauerhafte AktivitĂ€t senkt das Krebsrisiko deutlich. - Pflegen Sie Ihr vegetatives Gleichgewicht: Atemtechniken, Meditation, Schlaf, soziale Einbettung. - Arbeiten Sie interdisziplinĂ€r â Hausarzt, Onkologe, ErnĂ€hrungsberater, Sportwissenschaftler und spezialisierte Kliniken im Netzwerk.
FAQ â HĂ€ufig gestellte Fragen
Was kann ich sofort tun, um mein Krebsrisiko zu senken?
Beginnen Sie mit kleinen, nachhaltigen Schritten: regelmĂ€Ăige Bewegung, zuckerreduzierte ErnĂ€hrung, Schlafhygiene, Stressregulation und eine DarmgesundheitsâĂberprĂŒfung gehören zu den wirksamsten MaĂnahmen. Lassen Sie chronische Beschwerden frĂŒh abklĂ€ren.
Sind Infektionen wirklich so bedeutsam?
Ja. WHOâAnalysen und klinische Erfahrungen zeigen, dass Infektionen (Viren, Bakterien) bei einem erheblichen Anteil der Krebserkrankungen eine Rolle spielen. Erreger sollten nicht trivialisiert, sondern diagnostisch und therapeutisch berĂŒcksichtigt werden.
Können komplementĂ€re MaĂnahmen eine Chemotherapie ersetzen?
Nein. KomplementĂ€re Therapien ergĂ€nzen und unterstĂŒtzen, sie ersetzen nicht die konventionelle Onkologie. Entscheidend ist die integrative Abstimmung im Behandlungsteam, um die besten Optionen fĂŒr jeden Patienten zu nutzen.
Wie finde ich seriöse Spezialisten und Kliniken?
Suchen Sie nach interdisziplinĂ€ren Zentren mit Erfahrung in integrativer Onkologie, prĂŒfen Sie Referenzen, sprechen Sie mit Patienten und nutzen Sie Netzwerke wie QS24, wikiSana und die QS24 Sprechstunden, um Empfehlungen und Weiterbildungen zu finden.
WeiterfĂŒhrende Ressourcen & Angebote
Die QS24 Mediengruppe stellt zahlreiche Angebote zur VerfĂŒgung, die Sie nutzen können: die QS24 Academy (https://my.qs24.academy) mit zertifizierten Kursen, die QS24 Sprechstunden (https://qs24.run/sprechstunden) als interaktives ExpertenâEvent, sowie die OnlineâAusgabe des Gesundheitskompasses (https://qs24.run/online).
Die erste Ausgabe des QS24 Gesundheitskompasses erreichte bereits eine Verteilauflage von 140'000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe erscheint im September/Oktober 2025 und setzt einen neuen Meilenstein: ĂŒber 600.000 Exemplare, davon rund 580.000 verteilt im DâAâCHâRaum.
Weitere Fakten zur QS24 Mediengruppe AG: Tagesreichweiten bis zu 600.000 Zuschauer, ĂŒber 400.000 Abonnenten in den KanĂ€len, monatlich weit ĂŒber 419.900 Stunden gestreamter Inhalte, ein Expertennetzwerk mit ĂŒber 700 Ărzten und Wissenschaftlern sowie die wikiSanaâDatenbank mit Tausenden von Sendungen.
Dank und Ausblick
Diese GesprĂ€chsrunde macht Mut: Viele wirksame Hebel zur PrĂ€vention und zur Verbesserung von Therapieergebnissen liegen in Ihrer Hand. Die BrĂŒcke Schulmedizin und Ganzheitsmedizin ist keine Utopie, sondern eine praktikable Strategie â wenn Sie informiert handeln und sich in ein interdisziplinĂ€res Team begeben.
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Herzlichen Dank fĂŒr Ihr Interesse, Ihre Aufmerksamkeit und Ihren Mut, Verantwortung fĂŒr Ihre Gesundheit zu ĂŒbernehmen. In tiefer Dankbarkeit,
Im Namen der Expertenrunde und des Teams von QS24 â fĂŒr Körper, Geist und Seele
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