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Conceptual Text: "Liebeswellen â Intime Prozeduren â Erotiken der Sorge," von Katrin Koeppert
âBossing Images 5. Intimate Proceduresâ war eine Kollaboration zwischen iaspis und dem Institut fĂŒr Queer Theory Berlin, vertreten durch Antke Engel und Jess Dorrance, die âBossing Imagesâ 2012 als eine Veranstaltungsserie in der nGbK Berlin initiiert hatten. Die Veranstaltung in Stockholm brachte Tejal Shahâs Videoinstallation âBetween the Wavesâ, die zwei eingeladenen GĂ€ste Wu Tsang (Video- und Performance-KĂŒnstler, Los Angeles) und Andrea Thal (KĂŒnstlerin und Kuratorin, ZĂŒrich) sowie das Publikum zusammen. WĂ€hrend des gesamten Abends konnte das Publikum den zweiten der fĂŒnf VideokanĂ€le von âBetween the Wavesâ im Vorraum gegenĂŒber der Bar auf Monitor sehen, wĂ€hrend der 30minĂŒtige erste Kanal im Hauptraum auf Leinwand gescreened wurde â zweimal ohne und einmal mit bzw. neben der PrĂ€sentation Tsangs und Thals.. Tsang und Thals PrĂ€sentation funktionierte als eine Bezugnahme auf den Film von Shah sowie eine Form des âbecoming the artworkâ. Mit dieser Formulierung knĂŒpfe ich an Deleuze/Guattaris VerstĂ€ndnis von âbecomingâ an, das binĂ€re und naturalisierte Logiken von Selbst und Anderem, Subjekt und Objekt, Betrachter_in und Betrachtetem zu unterminieren trachtet und Prozesse des Anders-Werdens betont (Deleuze/Guattari 1992). âBecoming the artworkâ impliziert somit eine NĂ€he zu dem, was bisher von sich abgegrenzt und exkludiert verstanden wurde. Diese Form der IntimitĂ€t mit einem Kunstwerk verhindert zugleich, das Kunstwerk fĂŒr eigene Zwecke auszunutzen. In diesem Sinne schlichen sich Tsang und Thal wĂ€hrend des Screenings in das Setting des Videos ein. Ihre Körper wurden allmĂ€hlich sichtbar, ihre Stimmen als wĂ€rmender Teppich verschiedener Zitate leise hörbar. Da dieses Sich-in-den-Film-Schleichen in einer Vielzahl von Schattierungen und Posen erfolgte, begleitet von einem Fragment zitierter Theoretiker_innen wie Beatrice Preciado, Gayatri Spivak, Elspeth Probyn, Amanda Baggs, lĂ€sst sich sagen, dass Tsang und Thal das Kunstwerk wurden â in einem Tanz sich unterscheidender AnnĂ€herungen, ohne es jedoch zu ĂŒbernehmen oder es in seiner Aussage zu ent- oder festzustellen. Indem sie sequentiell sich verĂ€ndernde âbecomingsâ auffĂŒhrten, eröffnete die Weigerung, eine ganz bestimmte Lesart der Videoinstallation zu prĂ€sentieren, einen Raum, in dem es möglich wurde, das Kunstwerk eher auf einer phĂ€nomenologischen und perzeptiven Ebene zu erfahren. Tsang und Thal gaben nicht vor ihr VerstĂ€ndnis des Kunstwerks zu reprĂ€sentieren, sondern fĂŒhlten dessen Wellen im Moment und lieĂen dessen E-Motionen in Form ihrer Körper-Bewegungen geschehen. Die dabei entstandene IntimitĂ€t des IneinanderflieĂens wurde wĂ€hrend der Diskussion im Anschluss fortgefĂŒhrt â es wurden keine Behauptungen ĂŒber den Inhalt erzwungen, es wurden keine Argumente verteidigt. Sie entzogen sich dem Prozess der Rationalisierung von Kunst auf die gleiche Weise, wie der white cube keiner Ăberinterpretation Vorschub zu leisten behauptet.
Die rĂ€umlichen und sequentiellen Prozeduren des abendlichen Events â so lieĂe sich behaupten â verschmolzen mit dem Film von Tejal Shah und der PrĂ€sentation von Wu Tsang und Andrea Thal. Die weiĂen WĂ€nde des Projektraumes gingen ĂŒber in die weiĂen Korsetts der sich langsam bewegenden Kreaturen des ersten Kanals. Obwohl die Kreaturen von âBetween the Wavesâ inmitten desolater, von MĂŒll gezeichneter Landschaften gezeigt werden, flanieren sie genĂŒsslich und verschmelzen ĂŒbergangslos mit den schmutzigen StrĂ€nden, den zerstörten MangrovenwĂ€ldern und dem dreckigem Wasser. Tsang und Thal in ihrer PrĂ€sentation nahmen die Bewegungen der Kreaturen in ihren auf und fĂŒhrten deren intime Begegnung mit den verletzlichen Landschaften inmitten des Epizentrums von Ăkologie, Sauberkeit und Nachhaltigkeit auf. Deren gleitende Bewegungen verbanden sich mit dem Kunstwerk und dem Publikum, wurden zur Kontaktzone, dem white cube. Schweden als white cube der Ăkologie wiederum wurde auf bedĂ€chtige Weise mit dem Dreck assoziiert, der aus dem Vorbildnarrativ Schwedens nur scheinbar herausgewaschen ist.
Klingt dies aber nicht allzu besĂ€nftigt, nahezu glatt? Und mĂŒsste diese BesĂ€nftigung nicht Argwohn provozieren, wenn zu bedenken ist, dass das Event âBossing Imagesâ hieĂ? Bringt Sanftheit, Glattheit, Ruhe die Anstrengung zum Verschwinden, die aufgewendet werden muss, um die LĂŒcke zwischen dem zu schlieĂen, was wir fĂŒhlen und was wir fĂŒhlen mĂŒssten in Anbetracht der schrecklichen und schĂ€dlichen Effekte der Umweltverschmutzung? Sara Ahmed argumentiert, dass es einer emotionalen Arbeit, einer âwill workâ bedarf, um die Kluft zu dem zu ĂŒberbrĂŒcken, was uns eigentlich Sorgen bereiten mĂŒsste (Ahmed 2012). Ist Glattheit hier, was die emotionale Arbeit erleichtert, den Abgrund zu ĂŒberdecken? Reproduziert dabei das glatte VerschlieĂen der LĂŒcke ebenjene westliche Form des SĂ€kularismus, die Schmerzvermeidung bedeutet (Asad 2003)? Kann Sanftheit vor diesem Hintergrund noch irgendein eigensinniges, transgressives Potential haben? Vermag Sanftheit als Eigensinn zu erscheinen, und einzuladen, die Hierarchie der durch Umweltpolitiken ausgelösten Ungerechtigkeit zu ĂŒberdenken bzw. das Ungleichgewicht der BlickverhĂ€ltnisse, der Subjekte und Objekte in Frage zu stellen? Tsang und Thal arbeiteten die Relation dessen, wer Subjekt oder Objekt des Blicks ist, um, indem sie Bilder des Videos auf das Publikum projizierten. Angesichts dessen frage ich mich, ob die Sanftheit ihrer Praxen zwar das Publikum in eine intime Prozedur einbezieht, aber damit die WidersprĂŒche einbalsamiert oder diskutiert werden. Fördert Sanftheit âan immersive approach where the viewer is no longer only a viewer, but rather the subject of an embodied encounterâ (Papenburg/Zarzycka 2013: 3)?
Als ich den Vorraum betrat, wurde ich sofort Subjekt der Begegnung mit dem zweiten Kanal von âBetween the Wavesâ. Ich begann die Bilder der sich langsam auf einer MĂŒllhalde bewegenden futuristisch-mystischen Figuren zu verkörpern. Nach einer anstrengenden Konferenz, die ich in den Tagen zuvor besucht hatte, reagierte ich körperlich auf die Ruhe des Videostreams. Ich beruhigte mich und konnte mich demgegenĂŒber öffnen, was folgen sollte. Ich verspĂŒrte keine Notwendigkeit, wissen zu wollen und kontrollieren zu mĂŒssen, was es sein wĂŒrde. Sanftheit war â paradoxerweise â, was Besitz von mir ergriffen zu haben schien, was mich herumkommandierte und was die intime Prozedur â not queer yet â bestimmte.
Die Sanftheit/GlĂ€tte des Abends kann in diesem Sinne als das verstanden werden, was Karen Barad als âagential cutâ beschreibt (Barad 2003). Entgegen der Intuition bringt Sanftheit eine ihr eigene Weise mit sich, etwas âaufzuschneidenâ und sichtbar zu machen, etwas zu dominieren. Dabei beruht der âagential cutâ nicht primĂ€r auf Destruktion und Zerstörung, sondern auf der Produktion von Synergien und der VerknĂŒpfung von Dingen, von denen nicht angenommen wird, dass sie zusammengingen oder intim miteinander wĂŒrden. In der produktiven QualitĂ€t ist der agentielle Schnitt durchaus âbossyâ â insbesondere im Kontext kapitalistischer Anforderungen der Produktion, Besitznahme und Optimierung. Nichtdestotrotz impliziert er ein queeres Potential â nĂ€mlich das Potential etwas aufzuschneiden, um es im Anschluss mit etwas zu kombinieren, das vermeintlich nicht passt: zum Beispiel sachlich-funktionale Prozeduren und IntimitĂ€t. Sanftheit/GlĂ€tte in die Position zu versetzen, als agentieller Schnitt zu fungieren, beruht darauf, einen unerwarteten Zusammenhang herzustellen: die Assoziation von Sanftheit/GlĂ€tte mit einem eigensinnig-herrischen und störrischem Potential von IntimitĂ€t. Somit gĂ€ngelt Sanftheit, aber ĂŒberschreitet dabei normative Vorstellungen davon, was oder wer mit welchen Dingen, Bildern, Menschen intim wird. Wie in der Videoinstallation und PrĂ€sentation zu sehen war, ist Sanftheit der Modus der Begegnung zwischen Menschen, Tieren, Giftstoffen, Geweben und Bildern.
Daher möchte ich Sara Ahmeds Zugang zum Eigensinn (willfulness) in Frage stellen. Gleichwohl ich darin ĂŒbereinstimme, dass Eigensinn, der nicht willig ist das Ganze in seinen normativen Rahmungen zu unterstĂŒtzen, es ermöglicht Teile in ihrem queeren Potential wahrzunehmen, bin ich nicht ĂŒberzeugt, dass Eigensinn als die störrische Unterbrechung eines sanft flieĂenden Stroms verstanden werden muss. Um zu queeren, muss Eigensinn meiner Meinung nach â und auch HalberstamÂŽs VerstĂ€ndnis queerer Anarchie zu folge â nicht im Sinne radikaler UmbrĂŒche zutage treten. So frage ich mich, was es stattdessen bedeuten wĂŒrde, Eigensinn im Sinne von Verschmelzen, BesĂ€nftigen, Gleiten zu verstehen. Oder andersherum gefragt: Können wir ĂŒber Sanftheit in einer Terminologie des Eigensinns oder der queeren Bossiness nachdenken? FĂŒr mich haben Tejal ShahÂŽs âBetween the Wavesâ und die PrĂ€sentation von Wu Tsang und Andrea Thal Eigensinn auf diese smoothe Weise befragt.
Tejal Shah, deren Arbeit an den Schnittstellen von Feminismus und Kunst, Ăkologie und SexualitĂ€t, Wissenschaft und SpiritualitĂ€t verortet werden kann, bemerkte in Bezug auf âBetween the Wavesâ, dass die Arbeit durch einen Zufall des missverstĂ€ndlichen Lesens zweier Buchtitel von Virgina Woolf entstanden ist (Shah 2012). âBetween the Wavesâ vermengt die Titel âBetween the Actâ und âThe Wavesâ. Die Videoinstallation beziehe sich zudem auf die Funktion der Welle, die immer SimultanitĂ€t von Wellenberg und Wellental, von Umsturz (act) und Dazwischen (between) ist. Somit ist die Ruhe des Dazwischen immer auch, âwhat ripples across the surface of the landscapeâ (Dang 2012), wie Gitanjali Dang, Kuratorin und Kunstkritikerin, in Bezug auf âBetween the Wavesâ bemerkte. Der gestrandete Moment der Welle ist nur scheinbar ruhig. Gitanjali Dang schrieb, dass die âquietness of the title belies the velocity of the Lovewavesâ, was in der Seismologie âoccurs when the universe goes through a massive internal eye rollâ (Dang 2012). Die Geschwindigkeit der LĂŒge zu ĂŒberfĂŒhren, wird, wie ich behaupten möchte, zum Potential der Ruhe, um den Schmutz der Gesellschaft sichtbar zu machen und zugleich desolate Landschaften zu kreieren â nicht Destruktion, sondern Deterritorialisierung im Sinne von Deleuze/Guattari ist dabei der Effekt, also das Anders-Werden und die Verschiebung. Damit knĂŒpft âBetween the Wavesâ an den Untertitel der Veranstaltung an: IntimitĂ€t, Liebe und FĂŒrsorge in Prozeduren, die ĂŒber Destruktion weit hinausgehen. Die Zerstörung der Tsunami-Welle wird ĂŒbersetzt in die IntimitĂ€t der Tier_Menschen im Wasser, am Strand, auf dem Balkon. Das Unbelebte des Schmutzes im Ozean oder die Toxine der Luft animieren und beleben Formen der IntimitĂ€t. Deren Konditionen lassen sich dahingehend umschreiben, dass sie nicht lĂ€nger nur heteronormativ, menschenzentriert und sauber von statten gehen mĂŒssen (Chen 2012: 3). Vielmehr werden Toxine und Stoffe langsam und sorgsam â nahezu evolutionĂ€r â in die Prozeduren inkorporiert. Die generative Kraft des noch Devianten wird herausgearbeitet. Ladelle McWorther schreibt, dass  âdeviation in development produced this grove, this landscape, this living planetâ (McWorther 1999: 164). Erotiken der Sorge (care erotics), wie das sexuell aufgeladene Einbalsamieren der MangrovenbĂ€ume mit einer weiĂen Paste oder das Atmen versmoggter Luft durch eine Gasmaske wĂ€hrend des Sex auf dem Balkon â Aktionen, die der Film âBetween the Wavesâ auffĂŒhrt â scheinen deviant in der Gegenwart, aber vermögen neue Formen gelebter IntimitĂ€t in der Zukunft zu inaugurieren. Ăkologische UngleichheitsverhĂ€ltnisse sind, wie Chen und Alaimo in Bezug auf Vergiftungserscheinungen bei Frauen und Arbeitsmigrant_innen gezeigt haben (Chen 2011, 2012; Alaimo 2010), hochgradig sexualisiert und rassifiziert. Um Abweichungen zu reflektieren, scheinen mir Sanftheit und Erotiken der Sorge Optionen zu sein, sich gegenĂŒber UmwelteinflĂŒssen zu öffnen und sich fĂŒr die QualitĂ€t dieser VerĂ€nderungen zu sensibilisieren.
Nicht zuletzt hat die Diskussion am Abend der Veranstaltung gezeigt, dass trotz des hierarchisch strukturierten Raumes die Möglichkeit entstand, Ăffnung und Verletzlichkeit auszudrĂŒcken und zu teilen. Im Rahmen der PrĂ€sentation von Tsang und Thal wurde Shahs Kunst auf die gleiche Weise mit Sorgfalt und ruhiger Bedachtsamkeit behandelt wie die Natur in Shahs âBetween the Wavesâ. Die emotionale Landschaft des Abends, die durch den white cube und den Sitzkreis wĂ€hrend der Diskussion gekennzeichnet war, erhielt Blessuren und wurde verletzlich â nicht aufgrund von ErschĂŒtterungen, sondern durch die sanfte KontinutitĂ€t der Feedback-Schleife der Welle, mit der auch Tsang und Thal spielten. Sie brachen die Lichtwelle, in dem sie eine CD vor den Beamer hielten und hinter der Leinwand ein Regenbogenmuster projizierten, das die Projektion des Videos umschloss. Diese Praktiken der Diffraktion können als Interferenz normativer BlickverhĂ€ltnisse verstanden werden, insofern der Blick des Publikums bestĂ€ndig umgelenkt wurde. Nichtdestrotrotz reprĂ€sentiert die Diffraktion des Blicks immer auch die KontinutitĂ€t der VerĂ€nderung oder die VerĂ€nderlichkeit der KontinuitĂ€t, wie Karen Barad es in Bezug auf das VerhĂ€ltnis von Teilchen und Welle verhandelt hat (Barad 2012: 42). Somit verhielten sich die einzelnen Bilder wie Wellen, wurden die Bewegung von Tsang und Thal, die flĂŒsternden Stimmen der zitierten Geister und der Körper der Emotionen des Publikums. WĂ€re nicht diese Weise der Wellen-Resonanz ein guter Ausgangspunkt, um Biopolitiken und Biotechnoethiken jenseits von Praktiken der Externalisierung, Institutionalisierung und Untersagung zu denken? Wie Stacy Alaimo bemerkt, kann die KontinuitĂ€t der Begegnung mit der materiellen Welt nicht versichern, dass deviante, schmutzige und toxische Dinge extern und auĂerhalb des menschlichen Körpers bleiben (Alaimo 2010: 119). Lovewaves hingegen ermöglichen sanfte Prozeduren der IntimitĂ€t von Dingen, die nicht queer sind â noch nicht!
Referenzen:
Alaimo, S. (2010). Bodily natures. Science, Environment, and the Material Self. Bloomington, Indiana University Press.
Asad, T. (2003). Formations of the secular: Christianity, Islam, modernity. Stanford, Stanford University Press.
Barad, K. (2003). "Posthumanist Performativity. Towards an Understanding of How Matter Comes to Matter." Signs. Journal of Women in Culture and Society 28(3): 801-831.
Barad, K. (2012). "Natureâs Queer Performativity." KVINDER, KĂN & FORSKNING 1-2: 25-53.
Chen, M. Y. (2011). "Toxic Animacies, Inanimate Affections." GLQ: A Journal of Lesbian and Gay Studies 17(2-3): 265-286.
Chen, M. Y. (2012). Animacies. Biopolitics, Racial Mattering, and Queer Affect. Durham, London, Duke University Press.
Chen, M. Y. (2012). "Masked States and the âScreenâ Between Security and Disability." WSQ: Women's Studies Quarterly 40(1-2): 76-96.
Dang, G. (2012) http://tejalshah.in/project/between-the-waves/.Â
Deleuze, G. and F. Guattari (1980/1992). Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie. Berlin, Merve.
McWorther, L. (1999). Bodies and Pleasures: Foucault and the Politics of Sexual Normalization Bloomington, Indiana University Press
Papenburg, B. and M. Zarzycka (2013). Carnal Aesthetics: Transgressive Imagery and Feminist Politics. London, New York, I.B.Tauris.
Shah, T. (2012). "http://tejalshah.in/project/between-the-waves/."
Love Waves â Intimate Procedures â Care Erotics
Conceptual text by "Zaungast" Katrin Koeppert
Was it because of my own expectations of how it feels to be bossed around that I was so astonished to slip into the plain, waveless room that hosted âBossing Images: Intimate Proceduresâ? That I was taken aback by how seamlessly Tejal Shahâs film Between the Waves (2012), in dialogue with Wu Tsang and Andrea Thalâs presentation, embraced and almost incorporated me?
Joining an event called âBossing Imagesâ and experiencing the setting of the event as floating and smooth is slightly confusing. Has the subtitle of the eventâintimate proceduresâbecome literal, given that the organizational procedures of the project room made me feel intimately attached to the space, the artwork, the people? And what does it say about the composition of the scenery when a white person feels attached to a white cube in one of the most eco-friendly states in Europe while an artwork is shown that exposes the effects of western pollution and toxicants in the global south?